Beiträge von Gandorf

    Das hab ich übersehen.

    Wenigstens ist es in dem Punkt nicht völlig Offtopic, weil ich als Erfahrungswert sagen kann:

    Mulder ist ein VDH Border Collie,

    intakter Rüde, “Berufssportler”,

    aber als Hausgast auch für Laien angenehm,

    weil er Menschen gut deuten kann, keine Marotten hat, gefallen will und sich gut beherrschen kann.

    Seit Jahren hab ich im Forum keinen BC empfohlen, weil man die live samt Besitzer kennenlernen sollte — was das Mädel hier ein Jahr lang getan hat.

    Dann muss man aber auch sagen, dass es nicht umsonst das Sprichwort gibt: “Ein BC verdirbt einen für alle anderen Hunde.”

    Weil er (gut gezüchtet) Menschen gut lesen kann und bei allem Trieb gleichzeitig eine hohe Impulskontrolle besitzt.

    Da ist der hier empfohlene Terrier eine härteres Stück Arbeit. Nur sind sie oft kleiner.

    Für mich als Besitzer ist das Pferd nicht leichter aus der Hand zu geben. Wer selbst welche hat weiß, wieviel umfangreicher da die “Gebrauchsanweisung” ausfällt.

    Beim Hund hatte ich betont: es muss vorher Gelegenheit zum Kennenlernen geben.

    Aber solange der Hund woanders zu Gast ist, fühlt er sich dort immer gleich wohl oder unwohl.

    Egal, ob die Besitzer im Urlaub, im Krankenhaus oder einfach nur daheim sind.

    Kann man als Testlauf sehen und ist dann wenigstens greifbar, wenn’s schwierig wird.

    Gerade wenn der Hund speziell oder man selbst sehr besorgt ist, lohnt es sich auch einen Plan C und D zu haben.

    Mulder schläft höchstens 1-2 mal im Jahr bei anderen Leuten. Inzwischen ist er 7 und hat zumindest einen gewissen Erfahrungsschatz, wie man sich auf andere Menschen einstellt, so dass er das sehr cool und unaufgeregt meistert.

    Ich glaube nicht, dass YouTube und Einzelne Blogger soviel statistische Relevanz haben.

    So einen ganz speziell, hochleistungs- Whippet- Agility Border muss man auch erstmal finden und bekommen.

    Die sprießen nicht an jeder Ecke.

    Mein Hundeverein hat 200 Mitglieder. Wir haben keinen einzigen.

    Nur 2 oder so mit hohem Arbeitslinie Anteil. Der Rest ist nicht-Hütelinie, oder ganz weit hinten mal ein bisschen.

    Im VDH sind Hütezuchten eher selten.

    Ja — Augen auf beim Borderkauf! Keine Frage.

    Aber die Sport- und Hüteextreme sind beim seriösen VDH Züchter nicht so häufig, wie es online scheint.

    Privat + ohne Papiere gibt es sicher Massen an unsicheren, wesensschwachen Hunden. Aber das ist halt immer ne hoch riskante Wahl. Höflich formuliert.

    Genauso zu “rosarote Vereinswelt”:

    Vielleicht ist meine Ecke von Bayern da Entwicklungsland :D — aber bei uns kochen die allermeisten Hundesportler nur mit Wasser.

    Bei den Vereinen, die ich erlebt habe, gibt es eine breite Masse im unteren Bereich, ein gutes Drittel mit solider Leistung in oberen Klassen und wirklich ganz, ganz selten lokale Promis.

    Bei jedem dieser Vereine hätte man ganz easy die Möglichkeit, BCs auch in den Händen von bemühten normalen Menschen zu sehen.

    Die blauäugige Null-Checker mit dem Sofa-Border Collie trifft man nicht in Vereinen, wo man ehrenamtlich mitarbeiten muss,

    sondern höchsten im Park und auf der Straße.

    Ich hab erst letzte Woche ein Pferd verliehen:

    Mädel treibt sich seit sie 13 Jahre ist in Trabtennställen rum und hilft mit. Auch bei den jungen Pferden.

    Zum 14. Geburtstag kaufen ihre Eltern (keine Pferdekenner) ihr ein Pferd. Und zwar eine Traberstute, die sie seinerzeit selbst mit angeritten und eingefahren hat und dann wegen Verletzung aus dem Rennsport ausschied.

    Mit dem Pferd kam sie als Einstellerin an unseren Reitstall. Erst war ich baff, was ihre Eltern sie tun lassen, ohne selbst in der Materie zu sein.

    Diesen Monat ist sie 15 geworden und durfte eine Woche lang in Eigenregie unser Dressurpferd reiten und versorgen. Einfach, weil sie wissen wollte, wie der im Vergleich zu ihrer Traberstute ist.

    Fairerweise muss ich aber sagen, sie ist keine “Fremde”. Ich hab über Wochen gesehen, wie sie reitet, wie sie Entscheidungen trifft, wie sie ihre Emotionen im Griff hat und wieviel Selbstbewusstsein sie hat.

    Mulder möchte zukünftige Gastgeber erst kennenlernen. Einen Hund zu jemand Fremden geben, ist unnötiger Stress.

    Aber bei Verwandschaft und ner Freundin hat Mulder mit vorherigem Kennenlernen schon übernachtet.

    So könnte ich mir das mit dem Mädel vom Stall auch gut vorstellen.

    Ich habe seit 1998 Collies und kenne keinen einzigen mit Perinealhernien persönlich. Und der einzige, von dem ich wenigstens virtuell gehört habe, ist der von Heike.

    So ein großes Thema kanns also nicht sein.

    Ich hatte dir eine PN geschrieben, aber du hast mich blockiert und öffentlich schreib ich dazu nichts.

    Ich hab grad in meinem Profil gecheckt— da ist tatsächlich EIN User blockiert, aber der bist nicht du?!

    Eigentlich hab ich auch nicht sonderlich viele PNs gespeichert - daran sollte es auch nicht liegen.

    Kann es sein, dass du mich blockiert hast? :D

    Egal — also ich hab dich nicht blockiert.

    Wollte ich nur richtig stellen.

    ———

    Danke für die schnellen Antworten zur Collie-Frage!!

    Hunde Vereine sind auf “ Gemeinnützigkeit” angewiesen. Ein legal festgelegter Begriff, der bedeutet:

    Der Verein darf nicht auf Gewinnmaximierung ausgelegt sein.

    Er darf nur eine bestimmte Anzahl Schnupperstunden verkaufen.

    Er darf den Trainern keinen Lohn bezahlen.

    Als Mitgliedsbeitrag bezahlt man pro Jahr so zwischen 100-150€.

    Soviel kostet schon ein Wochenend-Seminar oder 2-3 Stunden bei einem kommerziellen Hundetrainer.

    Ich glaube deswegen nicht, dass die mit euch Profit machen wollen.

    Im Gegenteil: Viele Hundevereine haben Aufnahmestop, weil sich nicht genügend geeignete Leute finden, die in ihrer Freizeit statt selbst zu trainieren noch ehrenamtlich unterrichten wollen.

    Rassen, die im Hibbelthread auch schon vorkamen: Pudel, Sheltie, Golden Retriever, Mops — auch bei Collies war schon der ein oder andere Charakterkopf dabei.

    Allein der Echo-Faktor: 40 Leute wiederholen einfach mal “Hütehund PFUI — Pudel: kann alles”.

    Über die Phase ist das Mädel hinaus. Die wird in einem Jahr Hundeverein nicht nur verschiedene BCs verschiedener Zuchtlinien und unterschiedlichen Alters erlebt haben — sie hat dort auch deren Besitzer und Trainer gesprochen.

    Wenn man schon informiert, sollte man auch sagen:

    Sheltie: bellt SEHR viel. So legendär viel, dass er den Spitzname “Belltie” bekommen hat.

    Es sind Überraschungspakete: vom scheuen Sensibelchen, dass eigentlich auch nicht so gern spielt, bis zur arbeitsgeilen Triebsau, ist alles möglich.

    Pudel: können ganz ordentlich Jagdtrieb haben, können was Nahrungsunverträglichkeiten und Alleinbleiben schwierig sein, sind anatomisch für’s springen nicht gebaut (steile Front, instabiler Schafhals) und die Vorschriften für die Zuchtzulassung sind in dem Bereich sehr kulant.

    Ja, keine Rasse, bei der sich völlig uninformierte Eltern mit 3 Kleinkindern einen jungen erwachsenen Hund holen, der eventuell nicht mal von einem ordentlichen Züchter stammt —- und mit dem sie wahrscheinlich nicht einmal vor Kauf spazieren gegangen sind, sonst hätten sie das Verhalten dort schon gesehen.

    Da geht es um Kleinkinder und einen BC ohne jegliche sinnvolle Auslastung.

    Mulder ist jetzt 7 Jahre alt und hat weder die Kleinkinder am Reitstall, noch bei uns in der Straße, noch meinen Sohn im Krabbelalter jemals gehütet.

    Ein Teenie, der sich informiert ist etwas Anderes als drei Kinder “2,4 und 6” Jahre alt plus zwei Eltern, die vom Hund nur “garantiert kinderlieb” wollten und in den Kleinanzeigen an einen BC geraten sind.

    Mehrhund hatte einen Colly mit Perianalhernien und wohl gesagt bekommen, dass die bei Collies häufig sind.

    Ps: Mehrhund HAT einen Collie mit Zustand nach OPs der Perianalhernien. Und leider auch noch das schlimmste Krankheitsbild, was der darauf spezialisierte Chirurg je sah und operiert hat. Zumal er( also der Hund) euthanasiert worden wäre, wenn er erst die rechte Seite operiert hätte. Da aber der Zufall es wollte, dass die Linke grad akut war, nahm das Schicksal seinen Lauf und der Hund lebt.

    Ich habe schon 1000 Kreuze gemacht, dass dieser Hund( immerhin ein Zuchtrüde) nie einen Deckeinsatz hatte und das Leid nicht vererben konnte.

    Was wäre das Problem gewesen, wenn er erst die rechte Seite operiert hätte?

    War die Linke viel schlimmer?