Beim Boxer sehe ich die Grobmotorik, die Körperkraft und das explosive Temperament als eventuell schwierig an, als Hundeanfänger mit kleinen Kindern dabei. Meine Freundin (hatte 10,5 Jahre einen Boxer) war sehr froh, dass er, als die Kinder geboren wurden, bereits komplett erzogen war. Bevor wir anfingen gemeinsam zu trainieren war er eine bolzige Vollkatastrophe, immer auf Action ohne Rücksicht auf Verluste.
Er war mit den Kindern dann sehr liebevoll, geduldig, immer für Spaß und Kuscheln zu haben.
Leider war er sehr empfindlich im Sommer, das ging mit etwa 2 Jahren los, ab 15 -20 Grad hechelte er schon ordentlich und brauchte auch lange, bis er sich dann wieder beruhigte in Seitenlage. Gassi war von Frühjahr bis Herbst nur sehr eingeschränkt möglich, am besten mit dauerhaft Wasser am Spazierweg und im Wald.
Er kam übrigens aus VDH/IBC Zucht, also aus geprüften Eltern - trotzdem nicht wirklich belastbar.
Da hat ihn mein Beagle locker in Grund und Boden gelaufen obwohl er 4 Jahre älter war, der hechelte erst ab 30 Grad mal etwas.
Er hat ordentlich gewacht, besonders in der Dunkelheit hätte er verdächtige Personen auch gestellt.
Gesabbert hat er leider ordentlich, das flog bis zur Decke beim Schütteln, sie hatte immer ein Sabbertuch zur Hand und einen Aufnehmer neben dem Wassernapf, da das immer heftig tropfte durch die langen Lefzen.
Die Neigung zu Tumoren würde mich beim Boxer auch abschrecken, sie neigen auffällig zu Mastzelltumoren, Epuliden.
Den Beagle würde ich, rein vom Temperament, der Kraft, als geeigneter ansehen. Da muss man allerdings damit rechnen, dass es trotz guter, konsequenter Erziehung nicht klappt mit dem Freilauf. Kann man damit nicht leben, sollte man die Rasse streichen.
Abgesehen vom Jagdtrieb sind Beagle aber tolle Familienhunde!
Geduldig, gesellig, für jeden Spaß zu haben und für viele Sportarten zu begeistern, recht gesund, belastbar, langlebig. Sie klauen und fressen gern, darauf muss man achten und erzieherisch eingreifen, wenn der Beagle die Kekse aus der Kinderhand kauen will. Die Fresslust ist aber auch ein toller Motivator bei sämtlichen Erziehungsambitionen.
Ich hatte so einen Freilaufbeagle, der nie weg war in unseren gemeinsamen 11 Jahren, der besser gehorchte, als die allermeisten Hunde in unserem Bekanntenkreis. Er war eine gute Seele und der Liebling der Kinder in der Familie -und der Nachbarschaft.
Vom Haaren her würde ich den Beagle als "schlimmer" ansehen als den Boxer. Die meisten Beagle haaren das ganze Jahr, im Fellwechsel nochmal heftiger. Aufgrund des großen Weißanteils des Fells, hab ich dunkle Klamotten und Möbel verbannt, dann sieht man es nicht immer
Kannst gerne mal in mein Fotobuch schauen, was man mit Beagles so anstellen kann -im Freilauf 