Beiträge von Beaglebine

    Letztens meinte eine Dame, es wäre doch toll meinen Hund nach C.M Manier anzukschen. Er lief in etwa 5 Meter Abstand an ihrer
    Sitzbank vorbei, nahm gar keine Notiz von ihr. Da springt sie auf, als hätte sie was gebissen, stampft auf und macht "Kssssscht!"
    Lupo blieb stehen und schaute sie an als ob er fragen wollte " Tut´s weh? Kann ich helfen?" :lol:
    Das waren dann auch in etwa meine Worte an die Dame. Sie erklärte mir
    dann, dass Lupo Abstand zu halten habe (5 Meter reichen nicht!?), weil Menschen (jahaaa auch völlig Unbekannte, mim Hammer beschlagene) immer Rudelführer sind! Ich so :lachtot: :lachtot: :lachtot: :lachtot:

    Kannst auch mal draußen ewig langweilig nur herumschlendern, keine Action, und daheim dann erst Action. Futter suchen o.ä. kann man in der Wohnung schön machen, das dreht net so hoch, ist aber auch toll. Wenn man immer nur draußen Action macht, ist es kein Wunder, daß der Hund schon am Rad dreht, wenn er weiß, es geht gleich raus.

    Halte ich schon immer so (drinne Ruhe, draussen Action), ohne Probleme, hier dreht keiner ab, auch Gasthunde haben das schnell gelernt.

    Hier wurde einfach gelernt, "Ruhe führt zum Ziel". Willst Du was? Dann setz dich hin & warte ruhig. Zb öffnet sich die Tür nach draussen erst, wenn Hund ruhig wartet & nicht drängelt, das HB wird nicht angezogen wenn Hund rumtitscht, Essen gibts nicht wenn Hund rumfiept & mir zwischen den Beinen rumhüpft. Klappt sogar bei meiner hibbeligen Aussie Pflegehündin oder der bekloppten Hündin meiner Eltern gut.

    Lupo ist fast 12,5 Jahre, ein paar kleine Maröttchen schleichen sich so langsam ein. :D Er motzt mehr rum wenn etwas nicht nach seinem Kopf geht. Dabei wird gebrummelt & ganz hoch gebellt (das Gesicht dabei ist zum fressen süß!).
    Das macht er zb wenn wir Beinslalom üben & es ihm zu lange dauert, bis die Belohnung kommt oder man ihn aus der Küche schickt während man sein Futter fertig macht.

    Neuerdings ist hier abends nach dem Fressen Playtime. Dann wird Opa lustig, schnappt sich irgendwas und will spielen. :herzen1:

    Er kann es immer weniger leiden wenn ich mich mit anderen Hunden befasse. Aktuell ist seine Freundin Joy hier zur Pflege - und er schmollt schon ordentlich. Guckt immer genervt wenn sie mitspielen oder mitkuscheln will, ist bisschen "zäh" was den Gehorsam angeht.

    Wenn sie etwas nicht gleich versteht (üben gerade neue Tricks) schiebt er sich dazwischen nach dem Motto: "Geh mal beiseite Schätzchen - Papa zeigt dir mal wie´s geht!" :lol:
    Beim Gassi versucht er meine Aufmerksamkeit auf sich zu lenken indem er sich zurückfallen lässt. Joy braucht draussen viel Aufmerksamkeit, bleibt an der Leine, Lupo läuft frei & problemlos mit -eigentlich. :roll: Er wartet dann, bis ich das bemerke & ihn ranrufe, er kommt angepest und will dann möglichst auch noch abstauben dafür. Neee nee, Opi, ganz doof bin ich noch nicht :lol:

    Ich mag gern ein etwas eigenständigeres Wesen, da passt Herr Beagle wunderbar rein. :D Anfangs war er allerdings so ignorant, dass man buchstäblich mit der
    Fleischwurst winken musste, um überhaupt mal ne Reaktion zu bekommen (war 5 Jahre, unerzogen bis dahin)
    Das hat er inzwischen glücklicherweise abgelegt - es wird belohnt, nicht bestochen,
    ob wirklich belohnt wird weiß er vorher auch nicht.
    Heute ist es oft so, als würden 2 Hunde in ihm wohnen - der Musterschüler mit
    Gefallsucht - und der ignorante kleine Mistbeagle, der zeigt sich aber nur noch selten.
    Eine Sportkarriere hätte ich mit ihm wohl eher nicht gerissen, er ist nicht konstant in seiner Bereitschaft, meinen Wünschen schnell nachzukommen. :D Er kommt ihnen bisher immer nach - aber oft in seinem eigenen Tempo.

    Manchmal bekommt man auch diesen Blick, der einem genau sagt, was er gerade von dieser Aufgabe hält - kombiniert mit Bewegung in Zeitlup(o)e :lol: daher auch der Spitzname "Mr. Slowmotion". Am nächsten Tag führt er die gleiche Sache überaus freudig & flott aus.

    Immer wieder anders mit ihm - und gut so wie es ist- für mich.

    Ich muss mich selbst oft sehr treten, meinen Pflichten nachzukommen - kann ihn also gut verstehen. Ich kann mich oft sehr amüsieren über seine Versuche, die Regeln zu lockern oder seine Alternativ-Vorschläge.
    Im Vergleich mit vielen anderen Beagles die ich kenne, ist er trotzdem ein absolutes Engelchen & ziemlich gehorsam.

    Kontrastprogramm liegt auch gerade bei mir zu Hause. Joy, eine Aussie-Dame.
    Sie ist öfter zur Pflege bei mir. Ich finde es anstrengend, die ganze Zeit (außer sie pennt) beobachtet zu werden - KÖNNTE ja was passieren! Sie ist unheimlich reaktiv in allem, wuselig in ihren Bewegungen & etwas zu wach für meinen Geschmack.
    Ich finds nervig, dass sie wirklich ALLES interessant & beachtenswürdig findet.
    Lupo latscht überall durch, guckt sich zwar auch um, starrt aber nicht jedem Fußgänger/ Schmetterling/ Bus hinterher.
    Mit Joy muss ich ganz anders umgehen als mit Lupo, sie steht schon parat wenn mal ein Stift runterfällt oder sich jemand bewegt. Das wird allerdings nach ein paar Tagen hier stetig weniger, lohnt sich eben nicht. Wegen ihrem Jagdtrieb muss ich ständig alles scannen, bleibt trotzdem riskant im Freilauf. 10 Tage interessiert sie die Krähe nicht, am 11 setzt sie hinterher. :muede:
    Schön an ihrer Art ist, dass sie immer motiviert ist irgendwas zu machen & Neues zu lernen.

    Sie ist immer so: " Ohh wir machen was? Darf ich mit? Toll, Toll, Toll, ich dreh ab" :D Lupo ist öfter so: " Ach, wir gehen also raus? Ja ok, ich komm mit - aber ich streck mich erstmal, kugel mich nochmal rum, Hast Zeit oder?!" :lol:

    Ich hab meinen Hund 5jährig unerzogen übernommen, bin der 3 Halter. Den Umweg übers Tierheim hab ich ihm erspart, Privatübernahme.
    Er Konnte Sitz, Pfote, war stubenrein & konnte allein bleiben.
    Ich arbeitete damals noch im Hotel (Privat) an der Rezeption. Da meine Chefs selbst Hundenarren waren, durfte ich ihn auch mitbringen. Er war nach 3/4 Tagen direkt mit dabei.
    Da dort nicht so viel los war, konnte ich dort ganz gut an so Sachen
    wie "geh auf die Decke & Bleib" arbeiten, das klappte auch recht schnell sehr gut.

    Bei meinem kam es nicht erst nach Wochen dazu, dass er seinen Charakter offenbarte - er war von Anfang an nett - aber ignorant & ziemlich unabhängig, sehr beharrlich wenn er was wollte - aber glücklicherweise extrem verfressen, so dass er durch Futter gut zu motivieren war. Die ein oder andere Diskussion führten wir darüber, ob er nun jeden Gast begrüßen darf oder nicht :roll: Nach etwa 2 Wochen war er so weit, dass er zuverlässig die nötigen Regeln befolgte.

    Da jeder Hund anders ist, kann dir keiner mit Garantieschein sagen, "das wird klappen -oder eben nicht". Kommt auf den Hund an, ein unsicherer Hund wird vermutlich mehr Arbeit machen, wird vielleicht Probleme mit den anderen Kollegen haben. Würde mir also eher einen auswählen, der nicht ängstlich oder nervös wirkt.
    Zu Hause schon üben, was später benötigt wird im Büro.