Ich habe seit 8,5 Jahren einen, nicht jagdlich geführten, Beagle an meiner Seite - und würde es immer wieder tun. Ich bevorzuge ältere, "gebrauchte" Hunde, was mir den Vorteil bringt den Jagdtrieb etwas besser einschätzen zu können.
Die größte Jagdsau würde ich mir als Nicht-Jäger dann nicht unbedingt aussuchen.
Meiner wäre beim Jäger der "Vollversager", er hat recht wenig Jagdtrieb, ließ sich über alternative Beschäftigung & Erziehung gut umlenken & bleibt heute von selbst lieber bei mir, als 300m weit weg zu laufen weshalb er auch permanent frei läuft.
Er darf die Wege ebenfalls nicht verlassen, was er seit Jahren ohne Diskussion auch einhält.
Trotzdem hat er sehr viel Spaß an Jagdersatzarbeit. Er liebt Fährte, Schleppfährte, Trailing, Dummy-Suche & Apport, Geruchsunterscheidung, Verlorensuche, da zeigt er mehr Passion als auf ner frischen Fährte vom Wild. An der Impulskontrolle (flüchtendes Wild od. Katzen) musste ich etwas feilen, was mir als Ersthundhalter aber auch keine großen Probleme bereitet hat. Wir haben zb mit Absicht in Kaninchen-Kolonien & rund um Bauten am Gehorsam & an der Ruhe gearbeitet.
Ansonsten mag ich den Beagle von seinem ganzen Charakter her ( Jagdtrieb macht da nur einen Teil von aus). Ich mag das fröhlich-freundliche Wesen, die Soziale Verträglichkeit, Unerschrockenheit, Arbeitswille, Begeisterungsfähigkeit,
Lernfähigkeit. Mir selbst machen Jagdersatzübungen auch viel Spaß.
Gut ausgelastet schläft der Beagle zu Hause - und gibt Gas wenn´s angebracht ist, große Kuschler sind fast alle Beagle die ich kenne - und bildschön find ich die meisten auch noch. Er passt damit gut zu mir und wird immer einen Platz hier finden.