Nein. Wohne im MFH, wäre sehr ungünstig wenn er jeden Menschen im Treppenhaus melden würde. Wenns klingelt hat er früher manchmal angeschlagen, so etwa 3-4x im Jahr, warum dann -und an den anderen Tagen gar nicht, weiß ich auch nicht.
ich würd gern mal mit einer Frage dazwischen grätschen. Könnt ihr euch an den Moment erinnern, als ihr das erste mal dachtet "Er/sie ist alt geworden"? Ganz unabhängig von dem tatsächlichen Alter.
Das erste Mal war mit 12,5 -als Lupo anfing unrund zu laufen, HD/Spondy und Arthrose wurden festgestellt. Er konnte keine Treppe mehr laufen, rutschte auf dem Laminat, konnte nicht mehr auf Couch und Bett hüpfen. Er wirkte auch richtig unglücklich damals, konnte kaum noch Gassi gehen, spielen wollt er auch nicht mehr.. Ich dachte echt, jetzt geht´s wohl Richtung Abschied und war fertig.
Zum Glück haben wir dann unsere Osteopathin gefunden, die ihn wieder auf die Füße brachte -es geht wieder alles, manchmal mit etwas Hilfe. Momentan, mit fast 15, ist er fitter als damals -hoffe ich kann ihn noch länger in der Kondition halten.
Wir waren nie im Verein/Hundeschule, von daher alles nur laienmäßig betrieben - aber durchaus mit Anspruch. Lupo mag gern apportieren (gern mit Flächensuche, Einweisen, allerlei UO dabei wie Abrufen vom Apport/Platz auf dem Weg dahin etc). Suchen allgemein, ob nun Bekannte als kleinen Trail, " verlorene" Gegenstände, eine Schlepp-Fährte, Teebeute. Er mag auch gern UO, früher natürlich zackiger als heute im Seniorenalter, wie ein kleiner Schäferhund manchmal. Tricksen liebt er auch, hat eine gute Liste an Tricks auf Lager. Wald-Stadt-Agility fand er auch super. Foto-Model ist auch sein Ding, er ist sofort parat wenn sich die Kamera auf ihn richtet. Ansonsten kommt er Wochenende/Feiertage mit mir zur Arbeit, bewacht dort den Empfang. Alltagsbegleiter ist sein Ding, Öffis fahren, Leute anflirten, neues sehen. Er geht gelassen überall mit hin.
@MiLu94 Ach, Verwandtschaft von Hunter! Ja, da hat er eindeutig mehr von George abbekommen optisch. Jagdtrieb hat er keinen, wie ist's bei euch?
Zur Optik-Diskussion: Ich mag gern etwas größere Beagle, mir gefallen die oft knubbeligen Stampferbeinchen bei den kleineren nicht. Bei einem Rüden hab ich auch gern einen Rüdenkopf, kein faltiges Babyköpfchen, kein mega-feines Damengesicht.
Mal davon abgesehen, dass Lupo für mich immer der aller-allerschönste Beagle der Welt bleibt, gefällt mir genau diese Art Kopf.
Ist es bei euch auch so, daß eure Beagle um so besser hören, je ruhiger ist mit ihnen sprecht und je weniger hektisch man ist?
Ja auf jeden Fall! Als Lupo noch hörte (ist taub) habe ich immer möglichst leise mit ihm kommuniziert -so musste er besser aufpassen, um angemessen zu reagieren und die Belohnung abzustauben. Ganz viel ging nur über Schnalzen oder ein leises "Psst" daraufhin hat er sich abgesetzt/abgelegt. Der "Notfall-Ruf" war bei uns dann laut -von daher sehr beeindruckend, weil ungewohnt. Er stand dann immer direkt bei Fuß. Hektik mag er allgemein gar nicht, von daher nehme ich ihn nicht mit wenn ich schnell irgendwo hin möchte. Er lässt sich nicht hetzen, bockt dann eher und wird immer langsamer.
Ich denke auch nicht, dass ein Beagle aus "normaler" Zucht (also keiner aus der Arbeitslinie wie meine) sooo viel anders ist als andere Hundchen mit Charakter.
Da bin ich anderer Meinung. Kenne einige, die nach anderen Rassen (u.a. Gebrauchshunde/ Hütis) zum Beagle wechselten - nicht wenige davon belassen es bei dem einen Versuch. " Hätte nie gedacht, dass dieses kleine, bunte Tier mich mehr fordern würde als der Rotti" las ich letztens noch. Wenn ich meinen Lump (und viele andere Beagle) mit den anderen Hunden vergleiche, mit denen ich bisher "gearbeitet" habe ( Boxer, Weißer Schäferhund, Labrador, Shih-Tzu, Aussie, Sheltie) sehe ich da auch einen Unterschied.
@Maus1970 Danke für die Daumen, kann man immer brauchen! Leider geht´s nicht in den Norden, wir fahren bloß in die Eifel. Wollte Lupos Ärzte/Therapeuten in der Nähe wissen.
Ich kenne inzwischen auch einige Laborbeagle, den meisten merkt man die Vergangenheit nicht an, sie sind normale Hunde geworden, einige haben auch ordentlich Jagdtrieb. Es gibt aber natürlich auch die armen Mäuse, die es nicht schaffen, die Vergangenheit hinter sich zu lassen. Sie sind vorsichtig, ängstlich, manchmal auch sehr in sich zurückgezogen. Ich könnte mir durchaus einen Labori als Nachfolger vorstellen, dafür passen hier die Voraussetzungen bisher aber nicht ( Garten wäre zb wunderbar für die erste Zeit). Ich würde dann aber einen Labori bevorzugen, der bereits in einer Pflegestelle lebt -keine Übernahme frisch aus dem Labor.
Wenn man sich für Beagle (besonders die Laboris) interessiert empfehle ich gern, mal einen Beagle-Spielplatz, ein (Labor-)Beagletreffen/ Spaziergang zu besuchen. Da sieht man sehr gut die Unterschiede - außerdem ist´s einfach ein tolles Bild, die wilde Meute.