Beiträge von Beaglebine

    Ich habe bei meinem Beagle (Verfressenheit schon fast legendär bei der Rasse :D ) gute Ergebnisse erzielt, was Kontrolle am Futter angeht. Er zog 5 jährig, arg übergewichtig, unerzogen hier ein, Futter (oder was er dafür hielt :hust: ) war sein Leben. Er verlor komplett die Kontrolle, wenn Essbares im Spiel war, sprang aufgedreht herum, sang dabei fürs ganze Haus ein Lied. Er räumte Taschen aus, sprang mir den Futternapf aus der Hand, spazierte über den Tisch, räumte den Müll aus, frass draußen alles- mit Verpackung wenn nötig, fraß auch gern mal Kacke, sprang mir beim Essen am Couchtisch in den Teller, warf meine kleinen Nichten fast um beim Haschen nach ihrem Keks... :roll:

    Ich habe viel von den bereits erwähnten Tipps angewendet.
    - Aufmerksamkeit weg von der Futterhand - Blickkontakt lohnt sich! ( Belohnung kam dann entweder aus der anderen Hand oder ich spuckte ihm das Bröckchen zu)
    - Ignorieren von Futter vor ihm, Belohnung gab es immer von mir, Selbstbedienung am Boden ist nicht, die Belohnung war immer hochwertiger als das Trofu am Boden. Das sicherte ich am Anfang durch den Fuß drauf, während ich ihn für den Blickkontakt zu mir belohnte, er war blitzschnell darin sich sonst anschließend darauf zu stürzen. Später konnte ich ihm auch Futter auf Pfoten oder Schnauze legen, er hatte Beherrschung gelernt.
    - Abstand halten von Menschen die essen, Abstand vom Tisch, ruhiges Warten.
    Das ging auch größtenteils über Belohnung des gewünschten Verhaltens, anfangs sehr kurze Zeitspanne, er hielt es kaum eine Sekunde aus.
    Da Beagles auf Beharrlichkeit und Eigenständigkeit gezüchtet werden, hat er lange " diskutiert", es immer wieder probiert.
    "Jaja, ich weiß- aber ich muss es doch trotzdem versuchen". :pfeif: Mir ist ehrlich irgendwann mal der Kragen geplatzt, ich hab auf den Tisch gehauen und ihn angeblafft (bevorzuge sonst eher leise Töne) nachdem er mein
    "Naaa, Ab, Decke!" einfach überhörte und zum Sprung ansetzte. |) Das saß, Beagle auf dem Platz, große Augen, Belohnung fliegt er nimmts und legt sich hin. :ka: Seitdem muss ich da nicht mehr diskutieren, Tisch ist tabu, da kann ich auch Essbares stehen lassen und arbeiten gehen.
    Gleiches mit dem Müll, er hatte ihn geplündert, ich hab meinen Frust darüber verbal am Müll ausgelassen, er schaute währendessen um die Ecke und kassierte böse Blicke. Seitdem lässt er es, der Müll steht leicht zu plündern in der Küche. :ka:

    Da funktioniert es aber am besten mit dem Gehorsam unter Ablenkung. ;)

    Also ein eingezäunter Platz mit paar arbeitenden Hunden drauf, lenkt deiner Meinung nach mehr ab als: Spazieren durch den Ort, mit Hunden, Autos, Joggern, einfach Leben rundherum? Kann ich nicht bestätigen.
    Mein Hund lässt sich auch im Kölner HBF auf dem Bahnsteig in Seitenlage ablegen (Fotos) oder sitzt frei auf der Domplatte und ignoriert ALLES außer mir und seine Anweisungen. Ich habe im Alltag geübt, da wo ich es brauche, mit dem wahren Leben als Ablenkung.
    Auch ein Platz mit 50 Beagles im Freilauf haut ihm nicht den Schalter raus, der ist trotzdem abrufbar, ablegbar - was auch immer. :ka:

    Bei Lupo waren es keine Muskelknubbel, bei ihm waren es ganze Muskelstränge rechts und links der Wirbelsäule, die deutlich fühlbar härter als die umgebende Muskulatur waren. Das hat sich erst mit der Osteopathie gegeben, die 8 Monate Physio vorher hatten daran nichts verändert. :muede:
    Ich halte den Bereich nun immer schön mit Mantel warm, wenn es kalt ist.
    Ab und zu Rotlicht/ Kirschkernkissen drauf und eine Massage der Faszien tun ihm auch gut.

    Ich wechsle bei meinem Nassfutter zwischen verschiedenen Herstellern & Sorten. Ich denke, dass eine abwechslungsreiche Ernährung der Gesundheit dient, ergänze das Futter auch noch mit frischen Zutaten.
    Mein Senior mag & verträgt Abwechslung gut, er mäkelt auch hin und wieder, hat seine Favoriten. Ich bestelle dann eben die und mache auch mal ne zweite Dose auf, wenn die erste gerade nicht passt. :pfeif: Er ist alt (15) da darf er ruhig bisschen Prinzessin spielen, außerdem verträgt er lange Fresspausen nicht mehr so gut.
    Ich selbst esse ungern 2 Tage hintereinander das gleiche, musste als Kind Dinge runterwürgen die ich nicht mochte- vielleicht liegts daran. :ka:

    Ich nutze gern die Umgebung dafür. An einem Baum kann man zb Leckerli in der Rinde verstecken, der Hund kann sich dran hochstellen, den Baum umrunden. Bei Baumstämmen kann er drüber balancieren, drunter kriechen, drüber springen. Eine Bank, Poller, Mauern - alles nutzbar.
    Ich trickse auch gern draußen oder übe UO so beim Weiterlaufen.
    Mein Hund steht auf Nasenarbeit, das verbinde ich gerne mit Apportieren, da am liebsten den Futterdummy.

    Lupo ist eigentlich ein (rassetypisch) guter Fresser, aber hin und wieder mäkelt er, jetzt im Alter öfter mal. Ich füttere Nassfutter, verschiedene Hersteller, wechsel eigentlich nach jeder Dose, er mag Abwechslung und verträgt es prima.
    Er zeigt recht deutlich seine Favoriten- und Abneigungen. Das ist aber anscheinend auch eine Sache seiner Laune, eine Sorte die er noch am Morgen super fand, findet er am Abend bääh. Manchmal möchte er dann etwas geriebenen Käse dazu, manchmal nicht. :roll:
    Ich hab oft 2 offene Dosen im Kühlschrank, weil der König wieder sein Tänzchen tanzt. So lange er Leckerli nimmt, mache ich mir keine weiteren Sorgen, nimmt er die auch nicht, stimmt was nicht. Ich mache das Futterspiel jetzt im Alter (15) mit, da er zu lange Fresspausen nicht gut verträgt. Früher hab ich dann eher schulterzuckend wieder abgeräumt, wer nicht will- der hat schon :ka: er neigt eh zum Ansetzen, also nicht tragisch. Ich hab das nicht tagelang gemacht, einen Tag aber durchaus.

    Mach dir bitte keine Vorwürfe, du hast richtig gehandelt. Mit dem Schmerz werdet ihr leider leben müssen, den nimmt man in Kauf wenn man eine Beziehung (egal welcher Art) eingeht, am Ende tut es immer höllisch weh..
    Du hast deiner langjährigen Freundin weitere Wochen/Monate voll Unsicherheit und Stress, ohne Aussicht auf Besserung, erspart.

    Mein Pflegehund wurde 17,2 Jahre, er war gut 2,5 Jahre dement. Wenn ich die Entscheidung hätte treffen können, hätte ich ihm wohl mindestens 6 Monate davon erspart. Da war einfach das Verhältnis von positiven-negativen Momenten für mich verschoben, ich sah keinen Gewinn im Weiterleben für ihn, gönnte ihm Ruhe..
    An seinem letzten Tag bekam er plötzlich epileptische Anfälle, die Organe hatten ihre Funktion langsam aufgegeben. Da blieb keine Alternative für die Besitzer, zum Glück. Den Tag hätte man ihm ersparen können. Bei meinem eigenen Hund hoffe ich, den passenden Moment nicht zu verpassen.