Beiträge von gorgeous2000

    Wie genau habt ihr das Alleinebleiben aufgebaut?

    Was heißt, der Hund wird ständig beschäftigt, wenn ihr Zuhause seid? Ich kann mir vorstellen, dass das ein sehr entscheidender Faktor sein kann, warum er Abwesenheit eurerseits nicht ertragen kann (Kontrollverlustangst).
    Was passiert zum Beispiel, wenn ihr ihn nicht dauernd beschäftigt?

    Kann der Hund auch Ruhe halten, wenn ihr da seid?
    Kann er auch mal Distanz zu euch ertragen, wenn ihr im Haus seid.
    Könnt ihr ihn auf Kommando in sein Körbchen schicken und er bleibt auch mal da?
    Läuft er euch im Haus viel hinterher oder bleibt er auch mal in einem anderen Raum?

    Sehr wahrscheinlich müsst ihr erst mal anfangen, den Hund IN eurer Anwesenheit ein bisschen zu reduzieren, was Aufmerksamkeit und Nähe zu euch angeht.
    Mal in der Bewegung einschränken (ins Körbchen schicken zum Beispiel), mal nicht für ihn ansprechbar sein, auch mal auf Abstand zu euch schicken.

    Erst wenn es IM Haus in eurer Anwesenheit klappt, dass der Hund da zur Ruhe kommt und auch mal ohne euch direkt neben sich klar kommt, könnte man überhaupt daran denken, das Training weiter so zu verlagern, dass er mal kurz alleine bleiben muss.

    Könnt ihr ungefähr sagen, welche Rassen beteiligt sind?

    Territoriales Verhalten und Abschnappen bewegter Objekte/Menschen könnten auch genetisch verankertes Verhalten sein.
    Da kann man sicher dran arbeiten, aber mit kleinen Kindern im Haus bleibt immer ein Restrisiko.

    Seid ihr sicher, dass der Hund Angst hat oder kann es auch sein, dass er in bestimmten Situationen eigene Entscheidungen trifft?

    Sehr schade, dass der Verein sich nicht weiter bemüht, die neuen Besitzer zu unterstützen. So sollte Tierschutz eigentlich nicht aussehen.
    Was steht denn bezüglich Weitergabe im Schutzvertrag, den ihr sicherlich mit dem Verein gemacht haben. Normalerweise darf ein Hund nicht an Dritte vermittelt werden, sondern geht zum Verein zurück.
    Vor Gericht ist dieser Passus wahrscheinlich nicht rechtmäßig, aber Du hättest etwas in der Hand, den Verein an seine Verantwortlichkeit zu erinnern.

    Rein theoretisch ist das sicher alles machbar, aber rein vom Bauchgefühl her würde ich sagen, dass es sicher besser ist, dass der Hund dort verbleibt.

    Freu Dich an der Zeit mit den Welpen, hilf mit, sie aufs Leben vorzubereiten und die Interessenten mit auszusuchen und das ist doch auch eine schöne Aufgabe.

    Einen Hund in einer pränanten Entwicklungsphase einen langen Flug zuzumuten, um ihn in ein neues Land zu bringen, damit er hier möglichst schnell alleine bleiben lernt, wenn er bei euch leben soll......da gibt es doch sicher bessere Optionen für den Hund.
    Leute mit Zeit und Lust auf einen Welpen bei jemanden, der mehr Möglichkeiten hat, sich darauf vorzubereiten.

    Da kann alles drin sein. Spitz, Schäferhund, Laika, Herdenschutzhund.

    Die Endgröße könnte man grob hochrechnen, wenn man weiß, wie alt der Hund jetzt ist und wie groß und wie schwer.

    Aber alles andere wird wohl eine Überraschung werden.

    Viel wichtiger wäre, darauf zu achten, wie der Hund aufwächst, wie die Mutter sich verhält und wie das Verhalten im Allgemeinen ist.
    Grob kann man immer nur Schätzungen abgeben, wie ein Hund sich entwickelt. Je nachdem, welche Rassen da mitgemischt haben, kann das unter Umständen auch mal schnell brisant werden. Ebenso, wenn die Welpen nicht vernünftig aufgezogen werden, das wird man später immer merken und das lässt sich auch nicht mehr rückgängi machen.

    Mir persönlich wäre schon wichtig, zu wissen, was ich mir da hole. Und vor allem, wen ich da mit einem Kauf unterstütze.

    Und dabei geht es nicht um die reine Optik und wie groß der Hund wird, sondern genau darum, welche Mischung das ist, ob die Elterntiere gesund/frei von Erbkrankheiten sind und vieles, vieles mehr, was der laienhafte "Züchter" mir sicher nicht beantworten könnte.

    Das Dumme am Stehenbleiben ist, dass man das dann auch IMMER und KONSEQUENT durchziehen müsste.

    Im Alltag ist das einfach nicht praktikabel. Oftmals muss man ja auch mal schnell von A nach B, der Hunde soll sich eben schnell die Beine vertreten und mal pinkeln.

    Wenn man da jetzt immer stehen bleibt, kommt man nie irgendwo an.

    Aus dem Grunde ist es eigentlich eine feine Sache zu sagen, an der langen Leine kann der Hund (noch) ziehen und sein Ding machen und wenn ich auf kurze Leine umschnalle, muss ICH und der Hund sich konzentrieren und darauf achten, ordentlich zu laufen.

    Mit zwei Leinen arbeiten macht einfach Sinn, denn da kann ich auch mal bestimmen, ob ich Lust auf Üben habe oder nicht und der Hund hat einen Arbeits- und einen Freizeitmodus.

    Bei meinem letzten Welpen habe ich es so gemacht, dass ich erst mal kaum was mit Leine gemacht habe. Er war meistens im Freilauf oder an einer langen Leine, wo er machen konnte, was er wollte.

    Zum ordentlichen gehen habe ich eine Balanceleine genutzt und an der war dann Üben angesagt.

    Auch heute nutze ich die Balanceleine noch, wenn ich auf beengten Wegen in der Stadt oder so unterwegs bin. An der Balanceleine darf der Hund nicht schnüffeln, nicht pinkeln und nichts. Wenn die angesagt ist, ist für den Hund Pause und es wird nichts anderes gemacht, als einfach nur mitzugehen.