Beiträge von gorgeous2000

    Wenn der Hund Dich auch gebissen hat, geh zum Arzt, lass Dir das bescheinigen und zeige sie beim Ordnungsamt an.

    Das Veterinäramt wird automatisch hinzugezogen und die Hunde bekommen Besuch vom Amtsarzt.

    Ich bin zwar nicht der Meinung, dass man wegen jedem Bisschen gleich nach Anzeige schreit, aber in diesem Fall ist der Hund eine Gefahr für die Umwelt und die Halterin scheinbar nicht in der Lage, diese zu führen bzw. zumindest ausreichend abzusichern (Leine, Maulkorb).
    Stell Dir vor, eine alte Oma oder ein Kind wäre involviert gewesen.... auch diese müssen geschützt sein.

    Unter Umständen bekommt die Frau einen Wesenstest aufgedrückt und sehr wahrscheinlich Auflagen wie Leinen- und/oder Maulkorbpflicht.

    Wers von alleine nicht einsieht, dem muss man halt nachhelfen.

    Ich würde auch eine Blasenentzündung erst mal abklären, damit man das ausschließen kann.

    Des Weiteren würde ich mir dne Proteingehalt anschauen, bei sehr proteinreichem Futter trinken und pinkeln Hunde meistens mehr.

    Ansonsten könnte es sein, dass sie läufig wird? Da pinkeln viele Hündinnen vorher deutlich mehr.

    Wenn das alles nicht der Fall ist, weiter dran bleiben und wie bei einem Welpen üben.

    Ich habe mehrere langohrige Jagdhunde.
    Dass man die Ohren immer mit im Blick hat, ist klar.

    Ein bis drei Mal im Jahre werden sie gereinigt mit Felican.

    Ansonsten lasse ich die Ohren in Ruhe, denn wenn man zu viel rum hantiert, hat man schneller Probleme.

    Bei einer Ohrentzündung werden die Ohren behandelt mit entsprechenden Cremes und zwischendurch immer wieder spülen.

    Seit Jahren keine Probleme.

    Die gesamte Rudelstellungstheorie lässt sich sehr leicht wider legen und entsprechende Meinungen von Fachleuten findest Du dazu im Netz.

    Unterteilen kann man Hunde (wie auch Menschen) in verschiedene Typen.

    Es gibt A-Typen und B-Typen.

    Zudem scheint es auch bei Hundewürfen ein Drei-Klassen-System zu geben (Kopfhund-soziales Mittelfeld-Seelchen).

    All diese Dinge kannst Du bei Günther Bloch, Udo Gansloßer, Thomas Baumann usw. nachlesen.

    Und von diesen Fachleuten gibt es auch Statements zu der Rudelstellungstheorie.

    Ich würde trotz allem Zuhause noch mal überprüfen, ob man da nicht doch ansetzen kann.

    Die Frage ist, ob er sich drinnen im konfliktärmeren Bereich nicht eigentlich genauso verhält, nur dass es da nicht so auffällt.

    Was passiert zum Beispiel, wenn er mal nicht das bekommt, was er möchte?
    Was passiert, wenn man ihm etwas abverlangt (auf die Decke schicken zum Beispiel)?
    Was passiert, wenn man ihn leichtem Frust aussetzt?
    Wenn er zum Beispiel auf sein Futter mal warten muss, bevor man es ihm hin stellt?
    Wie ist die Frustrationstoleranz im Allgemeinen?

    Könnte ja durchaus sein, dass er euch im Haus auch manipuliert, es da nur nicht so auffällt, weil ihr eine gewisse Alltagsroutine habt und er alle Dinge bekommt, ohne dass er mal was dafür ableisten muss.

    Wie ist die Leinenführigkeit denn insgesamt ohne Ablenkung? Habt ihr das trainiert oder noch gar nicht?

    Mag sein, dass er gelernt hat, an der Leine immer allen Hunden Hallo sagen zu dürfen? Darf er das nicht, kommt natürlich Frust auf.
    Was für eine Alternative könntet ihr ihm in dieser Situation bieten?

    Könntet ihr mit lockerer Leine an einem Futternapf vorbei gehen und dem Hund verbieten dran zu gehen?

    Hat er ein Abbruchsignal gelernt?

    Man könnte erst mal ansetzen, in Stellvertreterkonflikten zu üben, also erst mal von leicht bis schwer.

    Zum Beispiel an lockerer Leine an einem Schweineohr oder einem Futternapf vorbei gehen.

    Dazu bräuchtet ihr ein Abbruchsignal plus Alternative. Der Hund bekommt also eine höherwertige Belohnung, wenn er sich selbst hemmt.
    Ich würde also erst mal in ganz vielen anderen Bereichen üben, dass es sich für ihn lohnt, sich mal zurück zu nehmen und abzuwarten/zu hemmen.

    Wenn das klappt, kann man wieder in den direkten Konflikt der Hundebegegnung gehen. Am besten anfangs mit gestellten Situationen, die sich leichter kontrollieren lassen.

    Am einfachsten wäre es für euch, wenn ihr ein paar Einzelstunden mit einem Trainer macht, der euch auf diesem Weg begleitet. Wichtig wäre hier, ein vorheriges Anamnesegespräch und die Beurteilung des Hund im Haus. Ich bin mir sicher, dass man da etwas findet, wo man erst mal anfangen könnte.

    Bei Moderassen würde ich auch sicherheitshalber immer über den VDH gehen, da hast Du zumindest das Minimum an Sicherheit und Kontrolle durch den Verband. Und auch da muss man sehr genau hinschauen, bei wem man kauft. Aber zumindest ist den Züchtern dran gelegen, gesunde Hunde zu verkaufen, es gibt Daten zu den Eltern- und Großelterntieren mit entsprechenden gesundheitlichen Auswertungen.
    Selbst wenn man nicht züchten will und meint, die Papiere braucht man nicht - an den Ahnen sehe ich die Gesundheit.

    Würde auf jeden Fall auch bei den Standard-Farben bleiben. Gerade bei Privatzüchterin sind viele Labradore einfach echt krank. Vermehrte Futtermittelunverträglichkeiten, Verhaltensauffälligkeiten, HD, ED (teilweise sehr massiv) und bei den braunen Labradoren auch vermehrt Epilepsie.

    Und soooo billig sind die Vermehrerhunde im Vergleich ja auch nicht mehr. Gerade nicht, wenn es um so Sonderfarben geht. Die lassen sich ja richtig teuer verkaufen.

    Ich denke, Du solltest als Anschaffungspreis schon 800 bis 1200 EUR einkalkulieren. Dafür bekommst Du einen guten Hund mit Papieren, EU-Heimausweis, Mikrochip und Zuchtabnahmeprotokoll.

    Bei den Impfungen und dem Chip sparen viele Vermehrer schon. Kann also sein, dass Du den Hund billig für 500 EUr bekommst, dann aber noch mal Geld für den Chip, die Impfungen und den EU-Ausweis direkt bezahlst.

    Oder der Hund schon die ersten Krankheiten mitbringt, Durchfall hat, verwurmt ist, Giardien hat usw.

    Da zahlt man dann auch erst mal direkt drauf.

    Und wenn es später um HD oder ED geht - da sind nach oben offen keine Grenzen mehr.

    Es macht also echt Sinn, kein Geld bei der Anschaffung zu sparen bzw. zu schauen, wem ich das Geld in die Hand drücke.

    Eine Sonderfarbe darf den Mehrwert jedenfalls nicht ausmachen, sondern ist nur ein Verkaufsargument der "Züchter", weil sich was Seltenes halt besser verkauft. Und weil die Nachfrage wahrscheinlich rech hoch ist.

    Hört sich so an, als wenn der Hund das Ziehen an der Leine zum Teil auch gelernt hat.

    Man kann ja nicht IMMER konsequent sein, das ist einfach unrealistisch.

    Am Sinnvollsten ist es, wenn man von Welpe an mit einem System arbeitet. Kein Hund kann im ersten Jahr durchgehend gut an der Leine gehen, die Übungseinheiten sind am Anfang sehr klein.

    Ich würde mir ein System zur Unterscheidung für den Hund überlegen, welches Dir auch eine Menge Stress nimmt.

    Zum Beispiel: am Geschirr mit Leine lang darf der Hund (noch) ziehen und sein Ding machen. Schnallst Du um auf Halsband und kurze Leine, werden kurze Sequenzen geübt. Am besten mit deutlichen Richtungswechseln und immer Bestätigen, wenn der Hund gut mit läuft. Klappt das gut, gibt es ein deutliches Ende und der Hund wird wieder umgeschnallt ans Geschirr und darf wieder mehr oder weniger machen, was er will. Die Sequenzen an der kurzen Leine werden bei Trainingserfolg immer länger, die an der langen Leine immer kürzer.

    Der Hund muss ja erst mal eine Idee davon haben, was Du von ihm willst. An der Leine gehen ist für ihn ja erst mal eher unnatürlich.

    Wenn Du Dir vorher überlegst, wie DU es handhaben wirst und einen Plan hast, fällt es Dir leichter, zu üben und es kommt kein Frust auf - weder bei Dir noch beim Hund.

    Du könntest bei einem Spaziergang zum Beispiel wie folgt vorgehen: die ersten Meter darf der Hund schnüffeln, pinkeln usw. Dafür nutzt Du das Geschirr und die lange Leine und greifst auch nicht ein.
    Dann schnallst Du um auf Halsband, nimmst die Leine kürzer und übst ein paar Meter. Wenn das richtig gut klappt, aufhören und wieder umschnallen oder halt frei laufen lassen, wenn das möglich ist.
    Mitten im Freilauf kannst Du den Hund auch mal rufen, anleine und noch mal ein paar Meter üben. Zur Belohnung darf er wieder frei laufen.
    Wenn Du gerade am Üben bist und siehst, dass Dir ein anderer Hund entgegen kommt, hast Du die Möglichkeit, den Hund wieder auf Geschirr umzuschnallen, um Dir Deine Übung nicht zu versauen.
    Später, wenn der Hund es gut verstanden hat, würde ich solche Situationen unter Ablenkung dann auch mal bewusst üben.

    Leinenführigkeit ist ein Fleißkärtchen und immer einfacher, wenn man von Welpe an einen Plan hat, es dem Hund und mir selbst so einfach wie möglich zu machen und der Welpe das Ziehen erst gar nicht lernt.

    Jetzt in dem Alter wird es wahrscheinlich etwas schwieriger und länger dauern, aber man muss auf jeden Fall dran bleiben.

    Wenn Du mit dieser Technik nicht zurecht kommst, bliebe Dir noch die Möglichkeit, für die Leinenführigkeit ein Halti Harness zu nutzen, dass Du auftrainieren kannst.

    Das ist ein Geschirr, wo die Leine vorne an der Brust befestigt wird, das nimmt etwas Kraft raus.

    Üben muss ich damit aber trotzdem, aber die meisten Hunde haben erst mal Hemmung und da kann ich gut ansetzen, richtiges Verhalten zu bestätigen.

    Ich denke auch, dass die Erwartung einfach das größte Problem ist. Von daher ist es einfach ratsam, dass er erst mal keine keine Erfolge mehr hat, damit man erst mal auf Null wieder kommt.

    Vielleicht erst mal eher langweilige Leinenspaziergänge machen, wo vielleicht nicht so viele Haufen sind (falls das möglich ist), und dann noch mal versuchen, mit dem Dummy ein Highlight einzubauen.

    Drinnen alles etwas reduzieren, am Grundgehorsam weiter arbeiten und schauen, dass man irgendwas findet, auf was der Hund noch heißer ist, als auf Dummy. Vielleicht liegt ihm das Apportieren nicht so sehr.

    Du könntest auch Fährtenarbeit machen, allerdings hat der Hund die Nase da auch am Boden und wenn dann ein Haufen im Weg liegt.....

    Rassespezifisch und hochwertig arbeiten lassen wäre jedenfalls eine gute Alternative.

    Du kannst das Problem ganz einfach aus der Welt schaffen, wenn Du den Hunden Plätze zuweist, wenn Du ihnen was zu kauen gibst.

    Dort hat dann jeder mit seiner Kaustange zu bleiben und Ruhe ist.

    Der ältere Hund zeigt eigentlich ganz cooles Verhalten und nutzt die Ressource scheinbar, um den jüngeren ein bisschen zu erziehen.

    Provokationen Deines Hundes würde ich unterbinden.

    Wenn ihr es so laufen lasst ohne Management, wird es sicher irgendwann knallen.