Beiträge von gorgeous2000

    Ich würde auch für den Fall der Fälle noch jemanden ins Boot holen, der sich im Krankheitsfall kümmern könnte.

    Hot Spot ist jetzt erst mal kein Drama, aber eine Pension oder jemand mit Hund als Betreuer würde da wegen der Ansteckungsgefahr schon raus fallen.

    Was ist, wenn der wirklich mal nen Infekt und/oder Durchfall hat?
    Was ist, wenn er ne OP hätte und 10 Tage Kragen tragen müsste?

    Geht das dann immer so einfach, ihn trotzdem mit zur Arbeit zu nehmen?

    Gerade als Einzelperson ist man echt auf andere angewiesen für den Fall der Fälle. Auch, wenn Du zum Beispiel so krank würdest, dass Du Dich nicht selbst kümmern kannst.

    Für den Fall jetzt würde es ja reichen, wenn Du jemanden hättest, der nach dem Hund sieht und ihn mal eben raus zum Pinkeln lässt. Dann könnte er ja gut den Tag zuhause bleiben.

    Wie hast Du das alleine bleiben denn bisher geübt, wenn Du immer mit dem Hund zusammen bist?
    Alleinebleiben muss in ganz kleinen Schritten aufgebaut werden.

    Und muss sie nachts in einen anderen Raum weg gesperrt werden? Das Verhalten würde vermutlich aufhören, wenn sie nachts in eurer Nähe sein dürfte.
    Und ein Alleinebleibtraining machst Du Dir damit wahrscheinlich kaputt.

    Und tagsüber würde ich nicht zu viel mit ihr machen, da sie sonst sicher eher überfordert/überdreht ist als unterfordert.
    Ein hoher Erregungslevel lässt den Hund schlecht zur Ruhe kommen.

    Wie ist denn zurzeit euer Tagesablauf?
    Schläft Dein Junghund ausreichend?
    Kann sie entspannen in Deiner Anwesenheit?
    Kann sie auch mal im Körbchen bleiben, wenn Du nicht in ihrer Nähe bist oder läuft sie Dir tagsüber viel hinterher?

    Ehe sich das Verhalten ritualisiert, würde ich den Hund erst mal nur mit Leine zum Pipi machen mit in den Garten nehmen und dann wieder rein gehen.
    Oder halt eine dünne Leine beim Freilauf im Garten am Hund lassen und wenn er wieder dahin geht, einfach die Leine kommentarlos nehmen und Hund rein bringen.

    Wenn er älter ist, wird er das sicher nicht mehr machen und jetzt geht es erst mal darum, es ganz schlicht zu verhindern.

    Erziehungsversuche mit Ablenken werden die Sache womöglich noch spannender machen.

    Ich würde auch die Rituale unterbrechen und dem Hund eine Hausleine dran machen. Damit einfach mitnehmen, umleinen und los gehts ohne Wenn und Aber. Es hilft ja nichts und je mehr Tamtam man veranstaltet, desto gruseliger findet es auch der Hund.

    Das Rausgehen muss zur Normalität werden.


    Es hört sich so an, als wäre die Stadt mit den vielen Reizen (Geräusche, Autos usw.) das Problem. Da könnte man sicherlich gezielt noch mal dran gehen.

    Verhält der Hund sich denn direkt vor der Tür dann schon normal oder eher ängstlich?
    Ist sie insgesamt geräuschempfindlich oder schreckhaft?

    Dann würde ich den Freilauf auch erst mal nur an der Schleppleine zur Sicherheit gewähren.

    Ich denke schon, dass es möglich ist, aber auch sehr schwer.

    Mit einem meiner Hunde habe ich auch Dummytraining angefangen.

    Da ich seit vielen Jahren Hunde habe und auch beruflich mit Hunden arbeite, war mir schon grob klar, wie das alles am Ende aussehen soll und ich hatte eine grobe Vorstellung davon, wie man die Einzelschritte aufbauen könnte.

    ABER: auch ich habe ein Dummyseminar besucht und die Praxis sieht einfach echt anders aus als die Theorie aus Büchern.

    Die Erfahrungswerte und kleinen Tricks und Kniffe, die ein guter Trainer drauf hat, sind einfach extrem hilfreich.

    Man kommt doch schnell an eine Grenze, wenn man niemanden hat, der mit drauf schaut und kleine Hilfestellungen a la "versuch doch mal so" oder "probier es mal so" gibt.

    Im Alleingang ist man womöglich auch schneller frustriert.

    Dummytraining ist ja recht komplex, da muss ich mir schon vorher überlegen, welche Kommandos ich aufbauen muss, wie nachher zusammen gefügt wird. Die einzelnen Schritte sind schon im Detail nicht immer ganz einfach und auf jeden Fall ist es wichtig, sich nicht von der Basis an schon kleine Fehler einzubauen, sondern direkt sauber zu arbeiten.

    Jetzt war es bei mir auch noch so, dass ich keinen Retriever habe, sondern eine Rasse, die einfach anders lernt, anders arbeitet. Da braucht man dann entweder sehr viel Fingerspitzengefühl und Erfahrung oder jemanden, der einem gute Tipps geben kann, wie man das Ziel trotzdem erreicht.

    Die Theorie in Büchern ist immer schön und gut, aber jedes Mensch-Hund-Team ist anders, bei dem einen gibt es diesen Weg, beim anderen einen anderen. Man bräuchte also immer auch Alternativen, um ans Ziel zu kommen.

    Und wenn man eine Prüfung laufen will, macht es immer mehr Sinn, sich auch einer Gruppe anzuschließen. Zum einen, arbeitet man dort unter der Ablenkung anderer Hunde/Menschen und man kann eine Prüfungssituation vorab simulieren oder bekommt Tipps, wie das alles ablaufen wird.

    Was Du auf jeden Fall versuchen kannst, ist, die Aktivitäten mit Dir zuhause abzustellen oder deutlich zu verringern und komplett nach draußen zu verlegen.

    Drinnen nur Ruhe, auch mal wegschicken, nicht permanent Auge auf den Hund haben und draußen dafür Spaß und action.

    So komplexe Dinge wie ZOS sind sicher gut und auch richtig, allerdings draußen sicherlich noch lange nicht machbar.

    Wenn Dein Hund recht verfressen ist, könntest Du ihm ein Aufmerksamkeitssignal antrainieren. Zum Beispiel "guck mal" und das Leckerchen fliegt und er darf es suchen (also ein kleines Jagdspiel).
    Wenn Du nicht möchtest, dass er draußen Dinge vom Boden aufnimmt, kannst Du ihm zuhause auch das Apportieren eines Futterbeutels beibringen und ihn den draußen suchen lassen und er bekommt dann daraus Futter.

    Vielleicht auch mal drüber nachdenken, einen Teil des Futters nicht nur aus dem Napf zu füttern, sondern ihn das auf den Spaziergängen "erjagen" lassen.

    Ansonsten finde ich, dass Du gut und strukturiert vorgehst.
    Vielleicht einfach noch nicht so viel auf einmal und erst mal den Fokus drauf legen, was fürs erste wirklich wichtig ist (z.B. Leinenführigkeit, Rückruf) und den Rest auf später verschieben.

    Des Weiteren kannst Du später dann die Abelenkung trainerisch bewusst mit einbeziehen. Rückruf am Futternapf vorbei, am fliegenden Ball/Leckerchen vorbei usw.

    Und kleine Übungen zur Impulskontrolle sind bei diesem Hundetypus unerlässlich. Also an bewegten Objekten Ruhe bewahren und NICHT drauf zu reagieren.

    Na ja, Zahnstein ist ja nicht gleich Zahnstein.

    Wenn man den Anfängen wehrt und die gelben Beläge regelmäßig selbst abmacht, geht das sicher.

    Wenn man aber einen Hund hat, wo die Beläge schon sehr verhärtet und braun sind und die Zahnhälste mit angegriffen, ist nichts mehr mit selber machen.

    Es muss eigentlich nicht erst dazu kommen, dass ein Hund extremen Zahnstein hat, aber es gibt zum einen auch Hunde, die sehr dazu neigen oder aber man bekommt einen "gebrauchten" Hund (wie zum Beispiel in meinen beschriebenen Fällen), wo man selbst einfach nichts mehr ausrichten kann, weil die Zähne zu lange unversorgt waren.

    Ich habe das schon mehrfach bei meinen Hunden gemacht und die Preise waren immer so um die 300 und es wurde sogar immer noch ein oder mehrere Zähne gezogen oder wieder aufgebaut.

    Kommt aber immer drauf an, wie viel gemacht werden muss und vor allem auch auf die Größe des Hundes und die Art der Narkose.

    Bei meinem Dackel würde intubiert und es mussten ein paar Zähne raus und der Rest wurde saniert und grundgereinigt, genau wie eine PZR beim Menschen.

    Hat knapp über 300 gekostet.

    Bei meinem TA ist es so, dass die Hunde grundsätzlich an die Herz-Lungen-Maschine angeschlossen werden, ein Helfer dabei ist, es wird eine Braunüle gelegt, um die Narkose nachdosieren zu können.
    Bei meinem Dackel wurde zusätzlich intubiert.

    Jetzt am Dienstag bekommt mein Neuzugang eine komplette Zahnsanierung und es müssten etliche Zähne raus, das Zahnfleisch ist stark betroffen, ein Zahn hat ein Loch und eitert. Da werden wahrscheinlich auch noch Antibiotika und Schmerzmittel zum Einsatz kommen. Der Arzt hat mir nen guten Preis gemacht, ansonsten würde das sicher eher Richtung 400 oder mehr gehen.

    Kommt immer drauf an, wie lange der Arzt dafür braucht, ob er es selbst macht oder eine geschulte Helfering (Stundenlohn ist unterschiedlich), ob ein Helfer dabei ist und ganz ausschlaggebend am Preis ist vor allem die Narkoseart und ob der Hund zum Beispiel nachher noch wachgespritzt wird oder nicht. Und ob der TA einfach, zweifach oder dreifach abrechnet.

    Aus meiner Erfahrung bekommt man für 100 EUR keine ordentliche, professionelle Zahnreinigung.. Für das Geld kann der TA wahrscheinlich auch nur ein bisschen Zahnstein unter leichter Sedierung abkratzen, aber mehr ist da sicher nicht drin.

    Da man das ja nicht öfter als ein oder zwei Mal in einem Hundeleben macht, würde ich da nicht unbedingt dran sparen. Zahngesundheit ist einfach wichtig für den gesamten Organismus.

    Sollte ein Hund mit den Zähnen immer wieder Probleme haben, würde ich über eine Ernährungsumstellung nachdenken und/oder entsprechende Zusätze geben oder halt regelmäßig putzen.

    Hat der Züchter ausreichend dafür gesorgt, dass die Welpen die Welt kennen lernen?

    Welpen, die nicht entsprechend vorbereiten wurden, reagieren eventuell dann so.

    Erzähl doch mal, was Du alles mit ihr machst?.

    Vielleicht bekommt sie zu viele Reize und zu wenig Ruhe, um alles zu verarbeiten.

    Such Dir am besten ein bis zwei planbare neue Reize pro Woche und geh gezielt dran. Ansonsten sollte ein Hund in dem Alter sehr viel schlafen.