Beiträge von gorgeous2000

    Wurde die Ernährung mit überprüft?

    Könnte Impfung/Wurmkur/Spot-ons auch in Frage kommen?

    Ansonsten gibt es viele Pflanzen, die für Hunde giftig sind.
    Chemikalien, die beim Putzen verwendet werden?

    Aber es würde doch auffallen, wenn ein Hund immer irgendwo leckt oder was frisst.

    Was machst Du vorher mit dem Hund, bevor er alleine bleiben muss? Evtl. wird er da zu sehr gepusht und soll dann von 180 auf Null.
    Liegt zwischen Spaziergang und Deinem Weggehen noch genug Zeit, dass der Hund erst runter kommen kann?
    Das könntest Du noch mal überprüfen.

    Ansonsten würde ich versuchen, das ganze über Rituale aufzubauen. Gleiche Tagesstruktur, verlässlich Alleinbleibzeiten, die immer den gleichen Anfang haben (z.B. Hund kommt in einen begrenzten Raum und bekommt etwas zu Kauen).

    Ein weiterer Tipp wäre vielleicht, den Hund mit Bachblüten oder Zylkene oder DAP für die Steckdose zu unterstützen. Es gibt Hunde, bei denen das sehr gut funktioniert.

    Es kann allerdings auch sein, dass Du einen Hund hast, der niemals alleine bleiben kann, weil womöglich ein Trennungstrauma zugrunde liegt, das man nicht mehr in den Griff bekommt.

    Ich kann Dir das Buch zum Alleinebleibtraining von Nicole Wilde empfehlen. Da steht alles drin, was man beachten muss mit sehr genauen, detaillierten Anleitungen.
    Kann ja sein, dass Dir nur der richtige rote Faden fehlt und Du gerade nicht passend auf den Hund zugeschnitten trainierst, weil vielleicht gar kein Konzept dahinter steht bzw. Struktur an der der Hund sich orientieren kann.

    Ich würde also alles noch mal überprüfen und noch mal ganz von vorne nach einem genauen Plan weiter üben.

    Um ein bisschen Licht uns Dunkel zu bekommen, könntet ihr den Hund mal antesten, wie er grundsätzlich auf Bewegunsreize reagiert.

    Zum Beispiele auf fliegende Bälle usw.
    Wenn sie da stark drauf anspricht (vielleicht hat der Vorbesitzer in der Art mal was gemachltet und das Jagdverhalten erst angeschat) könntet ihr außerhalb des Katzenkonflikts erst mal Impulskontrolle üben.
    Wenn der Hund Jagderfolge hatte, spricht einiges dafür, dass das Verhalten an den Katzen auch in den Bereich fällt, unabhängig davon, ob der Hund vorher mit Katzen gelebt hat oder nicht. Jetzt sind es ja andere Katzen, die sich auch anders verhalten.

    Des Weiteren würde der Aufbau eines Abbruchsignals (plus Alternative) Sinn machen.

    Momentan würde ich bei der Zusammenführung noch äußerst vorsichtig sein, denn in einer Situation X kann der Hund unter Umständen auch eskalieren.

    Ich würde also erst mal Ruhe im Haus verordnen, Hund auf die Decke schicken, ggf. sichern.

    Gerade beim RR würde ich auf die Qualität der Hundekontakte achten, da diese Rasse nicht unbedingt zu den sozialverträglichsten Hunden gilt, wenn sie erwachsen sind bzw. einfach Hunde sind, die auf andere Hunde nicht immer sehr viel Wert legen.

    Lieber bekannte erwachsene Hund und Hunde, die auch mal nicht spielen, sondern einfach Benimm vermitteln. Vom erwachsenen Hund lernen Welpen am besten, wie man sich in der "echten" Welt zu verhalten hat.

    Such Dir also gezielt Kontakte und lass Deinen Hund nicht zu jedem hin. Ruheverhalten in Anwesenheit anderer Hunde ist etwas, was ein Hund einfach von Anfang an auch lernen muss.

    Verknüpfungen wie andere Hunde = Spiel machen es Dir zukünftig deutlich schwerer, Deinen Hund bei Dir zu behalten.

    Einen RR würde ich eh recht eng führen und ihn nicht zu viel nach vorne agieren lassen. Gerade bei dem noch zu erwartenden Wachtrieb/eigenen Mensch bewachen, macht es Sinn, so eine Rasse kontrolliert zu führen und eher mal nach hinten zu schicken als nach vorne selbstständig Entscheidungen zu treffen.

    Sitz und Platz üben würde ich noch gar nicht, sondern eher so was wie Frust aushalten, Impulskontrolle (wichtig für das Jagdverhalten, das noch kommt und das beim RR schwierig zu steuern ist), ins Körbchen schicken auf Kommando, Ruhe einfordern können und einfach Benehmen im Alltag/Benehmen Mensch und Hund gegenüber.

    Und weniger ist auf jeden Fall mehr. RRs sind Spätentwickler, Du hast also noch sehr viel Zeit. Lieber jetzt in jungen Jahren sehr viel Ruhe einfordern, nur kleine Reize setzen und den Hund ausreichend schlafen lassen.

    Ich würde auch wie Lockenwolf beschrieben hat, dem Mensch eine Aufgabe erledigen lassen, von der er nicht weiß, worum es geht und die anderen clickern ihn dahin. Damit man einmal auf der anderen Seite ist und selbst spürt, wie schwer es ist, nicht zu wissen, was das Gegenüber von einem will. Das hilft wirklich ungemein, sich in den Hund rein zu denken.

    Ansonsten kann man mit einem Hund ganze einfache Sachen clickern.

    Man legt ein Objekt aus oder stellt einen Eimer mitten in den Raum oder so was und das Ziel ist, den Hund dazu zu bekommen, das Teil zu berühren (entweder mit Pfote oder Nase) oder es aufzunehmen. Je nach Hund unterschiedliches Ziel definieren.

    Bei solchen Sachen zeigt sich sehr schön, wie viel kleine Schritte (wie Blick zum Objekt) man erst mal clickern muss, um die Endhandlung zu bekommen.
    Ebenso, wie viel oder wie wenig der jeweilige Hund an Verhalten anbietet, dass ich clickern kann, an welcher Stelle man noch mal zurück gehen muss usw.

    Das Salami-Scheiben-Prinzip des Clickerns wird dabei besonders deutlich.

    Ich denke, jeder Hundetrainer wird irgendwelche Referenzen aufweisen können.

    Daran kann ich eigentlich lediglich sehen, in welche Richtung der Ansatz geht anhand der Dozenten, der Seminare er besucht hat.

    Ansonsten sollte einen der Trainer schon persönlich überzeugen können, mit seinem eigenen Hund, mit der Art mit Hunden ,und noch viel wichtiger, mit Menschen umzugehen.

    Ein Hundetrainer, der mit Hunden gut kann, aber es dem Mensch dahinter nicht gut erklären/vermitteln kann, wird auch nicht sonderlich erfolgreich sein.

    Hinweise auf das, was ein Trainer tatsächlich drauf hat, geben Zertifikate eher nicht.

    Eigentlich müssten viel mehr Hundetrainer sich coachen lassen in "Umgang mit Kunden", Gesprächsführung, Coaching, Rhetorik, Wirkunf auf Menschen usw.
    Denn in erster Linie ist Hundetrainer ein Beruf, der mit Menschen zu tun hat.

    Da reicht es dann oft einfach nicht aus, Seminar X und Y besucht zu haben.