Beiträge von gorgeous2000

    Dass man einen Hund für eine simple Blutabnahme sedieren muss, kenne ich auch nicht und wird auch eher die Ausnahme sein.
    Selbst bei wehrigen Katzen ist so was nicht üblich.
    Dafür gibt es Helfer beim TA, die ein Tier entsprechend fest halten können.

    Wenn man da schon sediert, was ist denn dann bei anderen ebenso unangenehmen Sachen? So ein Tierarzt kann ja gar nichts am Hund machen, wenn er nicht mal ne Blutentnahme ohne Sedierung hin bekommt.

    Ich würde auf jeden Fall einen Vertrag machen, wo alles, was Dir wichtig ist, fest gehalten wird. Zum Beispiel, ob Dein Hund abgeleint werden darf, Kontaktdaten einer weiteren Person (Notfallnummer), der behandelnde Tierarzt, eventuelle Besonderheiten, Vergütung, Versicherung usw.

    Und auf jeden Fall würde ich das Versicherungstechnische abklären, falls dem Betreuer etwas mit Deinem Hund passiert. Wenn Du Fremdbetreuung nicht mit in Deiner Haftpflichversicherung drin hast, haftest Du im Zweifel selbst.

    Impfungen sind eigentlich unerheblich, es gibt keine Impfpflicht und wie Du impfst ist Deine Sache.

    Ansonsten würde ich nach Gefühl gehen und schauen, mit welcher Person sich Dein Hund wohl fühlt, ob der Betreuer sich an Deine Vorgaben hält, verantwortungsvoll und verlässlich ist und falls ein Hund vorhanden, die beiden sich verstehen.

    Du kannst Dir den Klingelton auf Handy aufnehmen und damit üben. Aufbau ist dann so wie mit Clicker, nur dass der Hund sein Leckerchen nur an einer zugewiesenen Stelle bekommt.

    Klingel = Leckerchen im Körbchen zum Beispiel.

    Während der Trainingszeit sollte das normale Klingeln dann besser noch nicht vorkommen, vor allem nicht, wenn der Hund schon andersrum auf den Klingelton konditioniert ist (Klingel = zur Tür laufen, weil Besuch) kommt.

    Also neuen Klingelton erst mal nur mit Handy trainieren und diesen dann später als neuen Klingelton nehmen. Oder Klingel während der Trainingsphase ausstellen.

    Muss der Hund denn mit an die Tür, wenn Besuch oder Post kommt?

    Wäre es nicht viel einfacher, ihn auf die Decke zu schicken und somit aus der konfliktträchtigen Situation zu entfernen? Ist doch einfach viel zu gefährlich, wenn die Gefahr besteht, dass der Hund mal mit durch flutscht.
    Aus meiner Sicht haben Hunde an der Haustür einfach nichts zu suchen, denn Hunde bekommen niemals Besuch, sondern nur Du. Und deswegen solltest Du auch das Regiment an der Haustür übernehmen.

    Kannst ihn ja auf die Türklingel konditionieren. Klingelton = ins Körbchen gehen und da bleiben = Leckerchen.

    Ansonsten würde ich dem Hund grundsätzlich deutlich verbieten, ohne zu fragen durch eine Tür zu gehen.
    Im Zweifelsfall mit Alternativkommando Sitz, dass der Hund allerdings niemals von alleine auflösen darf. Und Tür auf darf für den Hund nicht als Auflösekommando gesehen werden, sondern erst auf Dein Auflösekommando.
    Ist allerdings schwierig umzusetzen, wenn draußen genau in dem Moment was Spannendes passiert oder er vom Besuch angesprochen/angelockt wird.


    Kannst ihm ja auch etwas Hemmung vor der Tür beibringen, indem Du die Tür nur ein bisschen aufmachst und immer wieder zumachst, sollte er die Nase durch stecken wollen. Das ein paar Mal hintereinander und der Hund wird Dir wahrscheinlich was anbieten und Dich ansehen, was Du dann bestätigen kannst.

    Habt ihr das Alleinebleiben denn überhaupt schon mal von klein auf geübt?

    Einfach so alleine lassen geht natürlich nicht, dafür übt man das ja von Welpe an in kleinen Schritten.
    Der Ersthund hat damit auch nicht was zu tun und aufbauen würde ich es immer so, dass jeder Hund auch alleine alleine bleiben kann.

    Wenn ihr es in eurer Anwesenheit noch nicht schafft, den Hund auf Distanz zu euch zu halten und das Hinterherlaufen so in den Griff zu bekommen, dass euer Hund das gut und ruhig aushalten kann, müsst ihr auf jeden Fall da erst mal ansetzen.
    Bevor das nicht klappt, braucht ihr das Alleinebleiben gar nicht üben.

    Ich kenne es eher so, dass man bei einer Schilddrüsenproblematik eher nicht kastriert.

    Beschreib doch mal die Verhaltensveränderungen näher. Meinst Du in Bezug auf Schilddrüse oder Zyklus?

    Bei Hündinnen, die nur während der Läufigkeit "aggressives" Verhalten zeigen, wurde eine Kastration das Verhalten sehr wahrscheinlich abstellen.

    Bei Hündinnen, die außerhalb der Läufigkeit eher eklig mit anderen Hund sind, nicht bzw. das Verhalten könnte sich im schlimmsten Fall auch verschlechtern.

    Für eine Meinungsfindung würde ich Dir "Kastration und Verhalten beim Hund" von Gansloßer/Strodtbeck ans Hezr legen.

    Bei Bedarf kann man die beiden Autoren über http://www.einzelfelle.de auch zu der Thematik befragen.

    Wenn er später mit ins Büro soll, fänd ich einen Boxengewöhnung sinnvoll.

    Praktisch sind da Faltboxen, die ich einfach mitnehmen und woanders wieder aufstellen kann.

    Wenn er da seine Decke und was zu Kauen drin hat, kann er im Büro auch mal "zwischengeparkt" werden.

    Das Hinterherlaufen ist erst mal normal, aber ich würde von Anfang an auch mal kurz ne Tür vor der Nase zumachen, bietet sich bei Klogängen oder Duschen ja sowieso an. Also Badezimmer als Tabuzone, wo der Hund halt mal vor der verschlossenen Tür sitzt.

    Das gleiche Spiel hätte man ja, wenn man mal in den Keller muss, zum Briefkasten usw. Im Prinzip sind solche normalen Alltagsdinge schon die ersten Übungen fürs Alleinebleiben und da würde ich auch nicht viel Theater drum machen.

    Einfach alles machen wie gehabt und Hund darf auch mal nicht mit.

    Je weniger ihr um den Kleinen drumherum agiert, desto besser kann er es auch aushalten, wenn er mal nicht im Fokus ist.

    Und im Haus kann man ja auch einen Welpen zeitweilig auch mal auf Abstand halten. Soziale Nähe ist gut und gerade nach dem Umzug besonders wichtig, aber wenn ich halt gerade Zeitung lese, ist der Welpe auch mal abgemeldet.
    So was lernt sich dann quasi nebenher, dass sich nicht immer alles um den Welpen dreht.

    Im Zweifel, wenn er nicht zur Ruhe kommt oder ihr nicht immer schauen könnt was er macht, ab in die Box und was zu Kauen geben.

    Diese geplanten Auszeiten würde ich immer strukturiert und regelmäßig in den Alltag mit einbauen, es verhindert, dass der Hund zu sehr aufdreht und dann noch schlechter Ruhe findet. Dolle 5 Minuten, die Welpen gerne mal haben, müssen nämlich erst gar nicht passieren, sind sie doch einfach ein Anzeichen dafür, dass der Hund schon "drüber" ist.

    Ansonsten mitlaufen lassen, zeigen, was erlaubt und verboten ist, nicht ständig um den Hund kreisen und den jungen Hund ganz normal in den Alltag integrieren.

    Mit Erziehung sofort, mit Dressur (Sitz, Platz) später.

    Erst mal ist es wichtig, dass der Welpe in Ruhe ankommen kann. Also wenig machen, viel schlafen, schlafen und schlafen.

    Die ersten Wochen nur zum Geschäft machen in den Garten und noch keine Spaziergänge. Dazwischen einfach Ruhe.

    Künstlich aufdrehen mit Spielen etc. würde ich auch erst mal unterlassen.

    Wichtig ist soziale Nähe, aber auch eine Struktur und Regeln, die später auch sein sollen, sofort.

    Überlegt euch vorher Hausstandsregeln, die ihr auf jeden Fall umsetzen wollt.

    Zum Beispiel: darf der Hund in alle Räume oder soll es Taburäume geben, darf der Hund mit aufs Sofa/mit ins Bett oder nicht, soll der Hund beim Essen frei rum laufen dürfen oder soll er auf seinem Platz bleiben, darf er, wenn es klingelt mit an die Tür oder soll er auf seinem Platz bleiben usw.

    Also, alles was später nicht sein soll, sollte er jetzt auch schon nicht dürfen. Dann ist es für ihn normal und man erspart sich, später etwas nachzuholen, was man verpasst hat, frühzeitig beizubringen.

    Die ersten Kommandos, die ich bewusst in kleinen Einheiten ansatzweise üben würde wären:
    - auf Kommando ins Körbchen gehen
    - Abbruchsignal (Nein)


    Und dann sowas wie gar nicht erst anspringen lassen, sondern Hund immer nur streicheln/begrüßen, wenn alle vier Pfoten auf dem Boden sind.

    Es geht also erst mal darum, dass der Hund der Umwelt angepasstes Verhalten von Anfang an richtig lernt und das ist je nach Hund und Lebenssituation unterschiedlich.

    Üben würde ich immer das, was bei dem Hund gerade Thema ist. Hat er zum Beispiel Probleme damit, Frust auszuhalten, würde ich da ansetzen.

    Beißhemmung wird auch ein wichtiges Thema sein. Auch da sollte man gezielt mit einem Plan dran gehen und nicht lange rumprobieren.

    Zudem kommt es noch darauf an, was ein Züchter schon mit dem Hund gemacht hat.

    Das Wichtigste ist am Anfang, WENIG zu machen. Kein großes Theater um den Hund, nicht immer auf alles reagieren, was der Welpe macht, seinen Alltag so weiter leben wie bisher.

    Und dem Hund ausreichend Ruhe geben und viel schlafen lassen, damit er alles überhaupt verarbeiten kann.

    Ich persönlich bringe Dressurkommandos wie Sitz oder Platz, wenn überhaupt, erst sehr viel später bei.
    Mit Erziehung hat das nämlich nichts zu tun und gerade beim Anfänger schleichen sich da schnell Fehler ein, so dass man sich diese Kommandos, die man vermeindlich schnell beibringt, genauso schnell auch wieder versaut und sie später dann eh nicht sicher nutzen kann.

    Also alles mit der Ruhe und weniger ist mehr.