Mit Erziehung sofort, mit Dressur (Sitz, Platz) später.
Erst mal ist es wichtig, dass der Welpe in Ruhe ankommen kann. Also wenig machen, viel schlafen, schlafen und schlafen.
Die ersten Wochen nur zum Geschäft machen in den Garten und noch keine Spaziergänge. Dazwischen einfach Ruhe.
Künstlich aufdrehen mit Spielen etc. würde ich auch erst mal unterlassen.
Wichtig ist soziale Nähe, aber auch eine Struktur und Regeln, die später auch sein sollen, sofort.
Überlegt euch vorher Hausstandsregeln, die ihr auf jeden Fall umsetzen wollt.
Zum Beispiel: darf der Hund in alle Räume oder soll es Taburäume geben, darf der Hund mit aufs Sofa/mit ins Bett oder nicht, soll der Hund beim Essen frei rum laufen dürfen oder soll er auf seinem Platz bleiben, darf er, wenn es klingelt mit an die Tür oder soll er auf seinem Platz bleiben usw.
Also, alles was später nicht sein soll, sollte er jetzt auch schon nicht dürfen. Dann ist es für ihn normal und man erspart sich, später etwas nachzuholen, was man verpasst hat, frühzeitig beizubringen.
Die ersten Kommandos, die ich bewusst in kleinen Einheiten ansatzweise üben würde wären:
- auf Kommando ins Körbchen gehen
- Abbruchsignal (Nein)
Und dann sowas wie gar nicht erst anspringen lassen, sondern Hund immer nur streicheln/begrüßen, wenn alle vier Pfoten auf dem Boden sind.
Es geht also erst mal darum, dass der Hund der Umwelt angepasstes Verhalten von Anfang an richtig lernt und das ist je nach Hund und Lebenssituation unterschiedlich.
Üben würde ich immer das, was bei dem Hund gerade Thema ist. Hat er zum Beispiel Probleme damit, Frust auszuhalten, würde ich da ansetzen.
Beißhemmung wird auch ein wichtiges Thema sein. Auch da sollte man gezielt mit einem Plan dran gehen und nicht lange rumprobieren.
Zudem kommt es noch darauf an, was ein Züchter schon mit dem Hund gemacht hat.
Das Wichtigste ist am Anfang, WENIG zu machen. Kein großes Theater um den Hund, nicht immer auf alles reagieren, was der Welpe macht, seinen Alltag so weiter leben wie bisher.
Und dem Hund ausreichend Ruhe geben und viel schlafen lassen, damit er alles überhaupt verarbeiten kann.
Ich persönlich bringe Dressurkommandos wie Sitz oder Platz, wenn überhaupt, erst sehr viel später bei.
Mit Erziehung hat das nämlich nichts zu tun und gerade beim Anfänger schleichen sich da schnell Fehler ein, so dass man sich diese Kommandos, die man vermeindlich schnell beibringt, genauso schnell auch wieder versaut und sie später dann eh nicht sicher nutzen kann.
Also alles mit der Ruhe und weniger ist mehr.