Beiträge von gorgeous2000

    Ich hatte einen Hund auf Pflegestelle bei mir, bei dem diese OP gemacht worden ist und das ganze war weniger dramatisch als gedacht.

    Die OP selbst hat nicht lange gedauert (ich meine um die 2 Stunden).

    Der Hund war am nächsten Tag zumindest von der Narkose gut erholt.

    Die ersten zwei bis drei Woche ist absolute Ruhe angesagt. Drei Mal 5 Minuten am Tag an der Leine raus, nur zum Lösen und ein bisschen bewegen. Ansonsten Ruhe halten.

    Die Hunde sollten auf jeden Fall einen Kragen tragen und die Wundnaht muss gut beobachtet werden, zudem bekommen sie Medikamente (Schmerzmittel und ich glaube auch Antibiotika) für ca. 10 Tage.

    Die Rehazeit insgesamt dauert nach der OP ca. 8 Wochen. Ab dritte, vierte Woche darf der Hund mehrfach am Tag schon etwas länger gehen und das wird weiter gesteigert. Einen genauen Zeitplan gibt es vom Arzt mit.

    Meine Pflegehündin war an sich schon sehr ruhig und hat so oder so viel gelegen und sich freiwillig nur für das nötigste bewegt, von daher war das ruhig halten recht einfach.

    Nach den zwei Wochen, als sie gemerkt hat, dass der vorherige Schmerz weg war, wollte sie schon wieder laufen und mit dem operierten Bein ist sie dann auch beim langsamen Gehen vermehrt aufgetreten.

    Die Fäden wurden nach 14 Tagen gezogen und ab dann durfte der Hund auch etwas mehr belastet werden.

    Alles in allem war das eigentlich alles einfacher als gedacht und man sah die deutlich größere Bewegungsfreude ohne Schmerzen recht schnell.

    Inzwischen ist sie vermittelt und gesundheitlich top und auch das Ergebnis vom Nachröntgen nach Abschluss der 8 Wochen Rehazeit war absolut zufriedenstellend.

    Ich denke, es wäre sicherer, wenigstens einen Teil einzuzäunen. Kaum ein Hund wird auf dem Grundstück bleiben, an Husky wohl am allerwenigsten.

    Und was heißt Rehe vertreiben? Bis zur Grundstücksgrenze und dann artig stehen bleiben?

    Mit ganz viel Glück würdest Du vielleicht im Tierschutz einen ortstreuen, erwachsenen Hund finden, der Null Jagdtrieb hat und tatsächlich da bleibt. Andererseits würde wahrscheinlich kein Tierheim einen Hund in einen nicht eingezäunten Garten vermitteln, es sei denn, er bleibt unter ständiger Aufsicht und an der Leine.

    Was ich nicht raus lesen kann: was soll der Hund denn sonst noch an Eigenschaften mitbringen? Welche Voraussetzungen muss er erfüllen, was habt ihr zu bieten? Was wollt ihr mit dem Hund machen?

    Frei laufen kann und sollte ein Hund auch außerhalb des Gartens. 3000 qm hört sich erst mal viel an, wird einem Hund aber auch schnell langweilig. Spaziergänge, Beschäftigung, andere Hunde treffen usw. muss so oder so sein. Und wenn man dann nett mit dem Hund im Garten sitzen möchte, könnte man sich einen Teilbereich abtrennen und eben einzäunen.

    Ich würde, gerade bei einem Labbi, auch mit anderen Dingen anfangen.

    Überlebenswichtig zum Beispiel ein ganz klar aufgebautes Abbruchsignal, das ich auf jeden Fall brauche bei einem Hund, der gerne und alle frisst.

    Rückruf würde ich im kleinen auch schon machen.

    Und vielleicht "ab auf die Decke" und somit auch schon ein bisschen Frustrationstoleranz. Darauf würde ich auch sehr viel Wert legen, den Hund auch mal räumöich einzuschränken und ihm beizubringen, dass ruhiges Abwarten sich lohnt (z.B. auch an der Tür, vor dem Fressen usw.)

    Die Ansätze jetzt in dem Alter zu machen, spart nachher viel Arbeit. Dressurkunsstücke wie Sitz und Platz kann jeder Hund noch schnell lernen, dazu wäre mir persönlich die Zeit bei einem Welpen auch zu wichtig.

    Dann natürlich neue Reize setzen und dem Hund alles zeigen, was in seinem Leben eine Rolle spielen wird.

    Ich würde einfach das Sitz zeitlich nach und nach verlängern, also länger mit der Auflösung warten. Und dann, ganz wichtig, das Sitz auch in anderer Umgebung und unter steigender Ablenkung wieder kleinschrittig üben und dann auch zeitlich verlängern.

    Und sicher kann man nachher auch gut selbst eine Ablenkung spielen, wenn man um den Hund rum geht, mal weg geht, mal außer Sicht geht usw.

    Mit einem Welpen würde ich so was auch noch nicht machen, da gibt es wichtigere Dinge, die man üben kann.

    Wie groß war die denn? Die kleinen Babyzecken sind ganz hell oder weiß. Meine Dackel-Hündin hat sich scheinbar mal in einem ganzen Nest gewälzt und hatte zig von den kleinen Dinger, die auf den ersten Blick aussahen, wie kleine Eiterpickel.

    Muss nicht sein, dass da noch mehr sind, aber gründlich absuchen würde ich auf jeden Fall.

    Ob es weiße Zecken gibt - keine Ahnung, kann man aber sicher schnell recherchieren.

    Ich finde, wenn der Hund ausreichend Kontakt zu Sozialpartner Mensch und in diesem Fall zusätzlich noch zu Sozialpartner Hund hat, ist das ausreichend für eine Katze. Und wenn sie die Möglichkeit auf Freigang hat, erst Recht.

    Bei Wohnungskatzen sieht es etwas anders aus, da sind zwei sicher immer schöner.

    Und wenn die Katze für Deine Tochter sein soll, wäre es wahrscheinlich auch nicht so toll, wenn man zwei nimmt, denn dann beschäftigen die sich wahrscheinlich überwiegend miteinander und Deine Tochter ist dann eher außen vor und kann weniger Beziehung zu dem Tier aufbauen.

    Ich habe immer Einzelkatzen zu Hunden dazu gehalten, alle mit Freigang. Die kamen und gingen, wie sie wollten, waren aber trotzdem sehr menschenbezogen, hatten aber auch ihr eigenes Leben, das überwiegend draußen stattgefunden hat.

    Und da Katzen viel eher zu Einzelgängern tendieren - bei Hunden nimmt man ja auch nicht zwei auf einmal, obwohl Hunde sicher viel mehr von einem Artgenossen profitieren würden.

    Ich finde die Entscheidung für nur eine Katze in dieser Situation völlig richtig und sinnvoll für alle Beteiligten.

    Wichtig wäre, darauf zu achten, dass die kleine Katze die 12 Wochen ist bei Abgabe und somit ausreichend sozialisiert wurde, um spätere Probleme zu vermeiden.

    Im Tierschutz gibt es sicher eine Riesenauswahl an Katzenbabies und man kann sich beraten lassen, welche Katze gut zu euch passt.

    Auch wenn ich kein Agility-Profi bin, würde ich alle spezialisierten und eher einseitig arbeitenden Rassehunde außen vor lassen und lieber einen nehmen, der schnell und wendig ist und leicht zu motivieren, ohne gleich ein Junkie zu werden, denn Du schreibst ja, Du willst einen kleinen, alltagstauglichen Hund.

    Von daher würde ich vielleicht eher in Richtung Papillon, Kleinpudel oder vielleicht auch Koikerhondje gucken. Vielleicht wäre sogar ein ordentlicher und gesunder Chihuahua oder ein Pinscher geeignet.

    Wenn Du Agilitiy nur zum Spaß machen willst, aber trotzdem erfolgreich sein willst, könnte ich mir eher solche Rassen als geeignet vorstellen.

    Ich denke, Du musst ein paar Schritte zurück denken.

    Mal eben einen Superpfiff aufbauen und dann kommt der Hund IMMER zurück ist recht utopisch. Egal, ob am Ende eine Superbelohnung steht oder nicht.

    Ich würde jetzt erst mal einige Maßnahmen ergreifen. Hund wird so gesichert, dass er auf keinen Fall mehr einen Jagderfolg hat. Mit Erfolg meine ich nicht, dass er ein Tier erlegt, sondern schon das Nachhetzen oder das Verfolgen einer Geruchsspur setzt beim Hund Glückshormone frei. Diese können auf Dauer süchtig machen, so dass der Hund dieses Gefühl bewusst sucht. Der Hund darf also auf keinen Fall mehr auf die Jagd gehen, egal in welcher Form.

    Zusätzlich würde ich einem Hund immer beibringen, Wege nicht zu verlassen, also es nicht erlauben in Wälder und über Felder zu laufen. Damit minimiere ich schon mal ein bisschen das Risiko, dass aus Versehen Wild hoch gescheucht wird oder der Hund eine Fährte aufnehmen kann.

    Das Jagdverhalten noch mal genau betrachten. Wo ist wirklich der Anfang, ab wann hast Du das Gefühl, der Hund ist nicht mehr ansprechbar? Oftmals geht das sehr viel eher los als wir meinen. Wenn Du darauf achtest und den richtigen Punkt erwischst, könntest Du damit anfangen, den Hund rechtzeitig umzulenken und ich denke, in der Reizlage funktioniert auch noch eine Futterbelohnung.

    Wie gut ist die Frustrationstoleranz Deines Hundes? Kann er abwarten, etwas mal nicht sofort zu bekommen?

    Wie gut die Impulskontrolle? Kannst Du etwas werfen und der Hund geht nicht hinterher? Könnte eine Katze oder ein kleiner Hund vorbei laufen und Dein Hund geht nicht hinterher?

    Kannst Du ihn, außer bei Wild, unter allen möglichen Ablenkungen noch abrufen (zum Beispiel bei Hundesichtung)?

    Kennt der Hund ein Abbruchsignal? Könntest Du was richtig Leckeres hin legen und dem Hund verbieten, es zu nehmen? Würde das auch auf dem Spaziergang auch noch klappen, wenn jemand einen Döner oder ein Wurstbrötchen auf dem Weg verloren hätte? Kannst Du Deinen Hund jederzeit davon abhalten, etwas aufzunehmen, was er findet, egal ob was Fressbares oder Spielzeug oder was auch immer, auch wenn es für Dich überraschend kommt und Du schnell handeln musst. Und das ohne Einsatz der Leine, also nicht, indem Du den Hund einfach weg ziehst.

    Wenn Dein Hund das ein oder andere davon nicht kann oder nur im Ansatz, wäre das der erste Schritt, als Vorbereitung für die Kontrolle des Jagdverhaltens, mal erstdaran zu arbeiten und in der Zeit dafür zu sorgen, dass der Hund mit Jagen (zumindest ohne Dich) keinen Erfolg mehr hat.

    Zusätzlich könntest Du natürlich noch einen Superrückpfiff oder ein Stoppsignal ganz neu konditionieren, aber ich denke, wenn der allgemeine Grundgehorsam nicht sitzt, wird das auf Dauer auch nicht halten, denn um Signale umsetzen zu können, bedarf es auch eines gewissen Status` den ich als Mensch haben muss, um Dinge auch durchsetzen zu können und um den Hund den Ernst der Lage zu verdeutlichen.