Beiträge von gorgeous2000

    Geht dein Hund eigentlich, wenn du Ihm beigebracht hast das z.b. Die Küche oder das Sofa Tabu ist rein / drauf wenn er weiß, das keiner da ist?

    Das ist wohl auch vom Hund abhängig. Meiner würde sich das wahrscheinlich nicht trauen, denke ich. Der ist vom Typ her so. Einmal verboten, immer verboten und er hält sich freiwillig dran. Der lernt aber insgesamt auch so. Einmal gelernt, ist bei ihm so was schnell und nachhaltig gespeichert. Er diskutiert halt nicht und stellt nichts in Frage.

    Bei mir ist die Situation aber auch ganz anders. Ich habe insgesamt 6 Hunde, eine Hundepension und ich wohne im Betrieb.

    Mein jüngster Hund ist auch mal alleine alleine im Büro und hat Zugang zur Küche und auch zur Waschküche (wo auch gelbe Säcke stehen usw.). Ich bin mir sicher, dass er da nicht hingeht. Der ist aber auch so, dass man ruhig Essen rum stehen lassen könnte und er würde nicht dran gehen, einfach, weil es ihm nicht wichtig ist - das hat mit Erziehung nichts zu tun am Ende.

    Meine anderen Hunde würden sicher eher mal die Gelegenheit nutzen.

    Auf Sofa dürfen grundsätzlich alle Hunde, da gibt es für keinen ein Tabu.

    Da ich aber mehrere Hunde habe, sind es natürlich auch immer die gleichen, die solche Liegeplätze belegen. Bei mir liegen die zwei Dackel grundsätzlich auf dem Sofa, somit kann da gar kein anderer liegen, weil die beiden das nicht zulassen würden. Nachts schlafen die Dackel aber im Bett und dann liegt der Große auf dem Sofa.

    Bei mir ist also alles ganz anders als in einem normalen Haushalt. Und das Alleinebleiben haben alle mehr oder weniger nebenher gelernt bzw. lernen müssen.

    Das war bei dem Welpen dann sogar recht einfach, bei den Tierschutzhunden etwas schwerer, vor allem bei einem, der mit einer sehr gravierenden Trennungsangst schon gekommen ist.

    Verrückt machen musst Du Dich sicher nicht, aber ich würde immer den worst case mit einplanen, weil man dann einfach für alle möglichen Fälle gewappnet ist.

    Und am Alleinesein hängen halt viele andere Dinge mit dran. Wie verhalte ich mich insgesamt dem Hund gegenüber? Kann ich mich grundsätzlich auch mal abgrenzen und wie erziehe ich ab Tag 1.

    Also 4 Std. konnte Biene mit 11 Wochen locker.......... Man muß es ja net übertreiben. Klappt vielleicht net 100% von der Stubenreinheit her mit 11 Wochen, da ginge evtl. was daneben, aber 2-3 Stunden dürften da echt kein Problem sein, wenn man konsequent trainiert, zumal der Hund 9 Wochen alt ist und 4 Wochen Urlaub hat - immerhin ist er dann 13 Wochen alt.
    Bei uns wars auch so (das fände ich wichtig!), daß der Hund beim Vorbesitzer genau denselben Tagesablauf hatte wie dann später bei uns, weil die auch schulpflichtige Kinder hatten - Biene wars also gewohnt, daß vormittags Schlafenszeit ist, nachmittags aber Action, wenn die Kinder daheim waren. Und es hat sie daher nur wenig interessiert, ob vormittags wer daheim war - hat ja gepennt.... :-)
    Da hat halt einfach alles gepaßt - obwohl nur Unfallwurf.

    Ich find die Angabe 2 Std. mit 6 Monaten a weng übertrieben. Wenn die Voraussetzungen wie beschrieben passen, gehts sicher auch schneller (ja - natürlich nur, wenns "PLAN B" gibt, falls der Hund nicht genauso schnell mag wie von Fraule gewünscht - den hatten wir, keien Sorge *gg).

    Ich würde den Hund im Gegensatz zu bisherigen Tips auch vom ersten Tag an alleinlassen - mal ne Minute, um aufs Klo zu gehen, oder wenn ich mir was zu Trinken aus der Küche hole, halt ganz minimal - warum sollte ich ihn erst dran gewöhnen, daß er rund-um-die-Uhr-Betreuung hat, was ich ihm dann zum alleinbleiben mühsam wieder abtrainieren muß?? Wär doch Quatsch.....

    Ich würde sicherheitshalber immer vorm worst case ausgehen, dann gibt es auch keine bösen Überraschungen bzw. man macht sich vorher ausreichend Gedanken über Plan B und C.
    Bei mir waren auch alle Welpen sehr schnell stubenrein und hätten wahrscheinlich auch schon gut alleine bleiben können.

    Es gibt aber Rassen, die brauchen alleine fürs sauber sein schon länger. Da steckt man halt nicht drin.

    Ich würde einen Hund immer variantenreich ernähren und würde auch darauf achten, dass der Züchter schon entsprechend füttert.

    Die Nahrungsprägung fällt größtenteils in den Zeitraum, die der Welpe beim Züchter ist, von daher hat er auch einen Hauptteil der Verantwortung.

    Ganz unglücklich finde ich es, wenn der Züchter ausschließlich barft oder ausschließlich eine Sorte Trockenfutter füttert. Damit verbaut man dem Hund, aber vor allem auch dem späteren Besitzer unter Umständen ein Mehr an Möglichkeiten.

    Der Hund kann unter Umständen später was anderes gar nicht mehr als "fressbar" einstufen oder ist so eingeschossen auf z.B. bestimmte Lockstoffe in dem Futter, das er kennt, dass er wenig Toleranz gegenüber was anderem hat.

    Ein Hund ist schon eher ein Allesfresser und ich finde es immer praktischer, wenn ich auch alles füttern kann.
    Das macht die Sache doch viel einfacher, falls mal kein Geld/keine Zeit da ist, man im Urlaub ist, der Hund fremdbetreut wird usw.

    Wenn der da problemlos zu ernähren ist, hat das doch nur Vorteile.

    Abgesehen davon ist es sicher deutlich gesünder, wenn der Hund von allem mal etwas bekommt, als ein Leben lang jeden Tag die gleichen trockenen Kekse.

    Und ja, ich finde, wenn man hauptsächlich gesund ernährt, darf es natürlich auch mal was Ungesundes zwischendurch sein.

    Man selbst braucht ja vielleicht auch mal zwischendurch ne TK-Pizza, selbst wenn man sonst gesund isst.

    Mal zu sündigen hat doch auch was mit Lebensqualität zu tun.

    Genauso wie vielleicht mal zu viel fressen oder mal eine Mahlzeit auslassen oder mal nur Quark mit Obst oder mal nur Fleisch oder Knochen.

    Unter diesen Umständen würde ich eh die Finger davon lassen.

    Wer weiß, wen man da unterstützt am Ende.

    Privatvermittlungen sind eh immer so eine Sache.

    Ich bin mir sicher, es gibt viele passende Hund im Tierschutz und da wird ordentlich vermittelt, mit Schutzvertrag und allem drum und dran UND man hat einen Ansprechpartner solange der Hund lebt.

    Wenn es ein Mops sein soll, gibt es sicher entsprechende Notseiten für diese Rasse, ansonsten gibt es im Tierschutz alles, was das Herz begehrt.

    Einen Hundekauf würde ich echt anders gehen, denn ihr werdet ja sehr viele Jahre mit dem Tier leben.

    Also lieber Finger weg von den Kleinanzeigen und wendet euch an einen ordentlichen Verein und tut was Gutes.

    Hier kommt es auch für mich viel mehr darauf an, ob der Hund grundsätzlich das Alleinebleiben im alten Zuhause schon mal gelernt hat.
    Dann wird er es im neuen Zuhause auch schneller schaffen, wenn er das generalisieren kann, allerdings sind 3 Tage schon echt richtig kurz dafür. Plan B und C wäre da sicher hilfreich, um das Risiko zu minimieren.

    Ich persönlich würde mich nicht so unter Druck setzen lassen vom alten Besitzer, weil man doch bei jedem neuen Hund erst mal Zeit braucht, alles zu organisieren, sich einen Plan B und C zu machen usw. Wenn da einer Druck macht, würde ich mich nicht darauf einlassen.

    Was ist denn der Abgabegrund? Hast Du den Eindruck die jetzigen Besitzer sind da ehrlich?

    Achte auf jeden Fall bei einer Übernahme darauf, dass ein entsprechender Vertrag gemacht wird. Privatvermittlungen gehen leider auch oft in die Hose, weil Menschen schnell ihren Hund los werden wollen und evtl. auch mal nicht die ganze Wahrheit sagen.
    Ich würde also einen echten Kaufvertrag aufsetzen und bei dieser Rasse auch auf einen Gesundheitscheck vorab bestehen und mir den vom TA schriftlich bescheinigen lassen.

    Denn stell Dir mal vor, bei dem Hund würde eine Gaumensegelkürzung anstehen und das wäre womöglich ein Abgabegrund und die Leute verschweigen das, dann stehst Du da mit einer OP, die so ab 1500 EUR kosten kann.
    Nur mal als Beispiel.

    Könntest es nicht auch ein Antesten a la Schäferhund sein und gar nicht Unsicherheit der Grund für das Verhalten?

    Ein andere Grund könnte auch Mobbingverhalten sein. Erst mal hinpreschen, auf die Reaktion warten und dann entsprechend handeln. Dieses Verhalten wird im Alter sicher deutlich schlimmer bis tendenziell auch gefährlich für entgegenkommende Hunde.

    Solange Du sie da machen lässt, wird es natürlich nicht besser, denn das Verhalten ist ja selbst belohnend für den Hund.
    Abgesehen davon ist es für die anderen Hunde auch nicht gerade schön.

    Ich würde sie bei Hundesichtung ran rufen und sie soll erst mal bei Dir bleiben, bis ihr auf Höhe des anderen Hundes seid. Im Zweifel mit Leine dran erst mal.
    Und erst wenn Du den Kontakt erlaubt darf sie hin. Und auch mal nicht.

    Wenn der Weg zum anderen Hund nicht so lang ist, wird das Verhalten dann sicher anders aussehen, denn Dein Hund hat mehr Zeit, sich den anderen in Ruhe anzusehen und sich Deiner Führung in solchen Konfliktsituationen anzuvertrauen und muss nicht mehr kopflos nach vorne gehen, um die Situation selbst zu regeln.

    Ich habe mehrere Jagdhunde und kann da verschiedene Beschäftigungsarten nutzen vom Dummytraining über Fährtenarbeit bis hin zu Mantrailing. Tricks machen sie auch gerne.

    Da hat jeder seine eigenen Talente und Vorlieben.

    Wenn man was machen will, machen sie gerne und freudig mit, müssen es aber nicht jeden Tag haben, sondern sind auch mit ihrem normalen Alltag und Spaziergängen äußerst zufrieden.

    Ich würde einen Auslandshund erst mal mit minderwertigerem Futter füttern.
    Durch die ganz andere Nahrungsprägung verträgt der Magen-Darm-Trakt meistens nicht sofort unser hochwertiges Futter mit viel Fleischanteil.
    Also lieber mal ein mittelmäßiges mit wenig Fleisch, hohem Getreideanteil und hohem Fettanteil füttern und wenn die Toleranz da besser ist, kann man immer noch nach und nach umstellen auf besseres Futter.

    Gerade die Hunde aus Rumänien kommen sind meistens echte Straßenhunde, die sich von dem ernährt haben, was sie gefunden oder bekommen haben. Also altes Brot, Abfälle und in seltenen Fällen vielleicht auch mal echtes Hundefutter, das mit unserem sicher nicht zu vergleichen ist von der Qualität her. Das ist das, was sie in der Zeit der Nahrungsprägung erfahren haben und worauf sich ihr System eingestellt hat. Selbst wenn sie nicht auf der Straße war, sondern in einem Tierheim, gab es da sicher auch nicht jeden Tag tolles Futter, sondern auch das, was gerade da war oder aus unseren Augen sehr schlechtes Trockenfutter.

    Natürlich meint man es gut und so ein Hund soll dann natürlich extra tolles Futter bekommen, aber oft tut man ihnen damit keinen Gefallen, weil sie es nicht vertragen, weil der Magen-Darm-Trakt es einfach nicht gewohnt ist.

    Den EINEN Urhund wird es sicher nicht gegeben haben.

    Je nachdem, auf welchem Teil des Kontinents der Wolf dem Menschen nützlich wurde, sich erst mal aus Eigennutz dem Menschen angeschlossen hat, wird sich die "Urform" da stark unterscheiden.

    Je nachdem, welches Leben die Menschen geführt haben, welchen Zweck es für sie hatte, einen Wolf in ihrer Nähe zu halten.

    Echte Hundezucht gab es erst sehr viel später.

    Die ersten Hunde hatten sicher unterschiedliche Nutzung, sei es als Schutz vor anderen Wildtieren, Jagdhelfer, als Fleischlieferant, zum Sauberhalten der Wohnstellen, als Windelersatz für die eigenen Kinder usw.

    Die Tiere, die sich angepasst und nicht weiter gestört haben und irgendeinen Nutzen hatten, wurden geduldet, andere nicht.

    Und über die Zähmung der Nachkommen, kam die Domestikation in Gang.
    Und über die Zähmung dann auch das Auftreten veränderter Äußerlichkeiten, die aber sehr wahrscheinlich an den Grad der Zahmheit gekoppelt waren und noch nicht bewusst herbei geführt wurden.

    Wolf und Hund sind sich in vielen Bereichen nach wie vor ähnlich, aber der Wolf ist ein Wildtier und der Hund ein Haustier (ehemals Nutztier). Wie bei vielen anderen Tieren auch, siehe zum Beispiel Marder und Frettchen.