Beiträge von pimpfi

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    Ich hab nicht wirklich Ahnung von der Rettungshundearbeit, aber meines Wissens nach geht es da um die Nasenleistung des Hundes. Der Hund wird eingesetzt um in der Flächen- bzw. Trümmersuche zu stöbern und menschlichen Geruch aufzuspüren. Er muss das selbstständig tun, eine Passion zum stöbern mitbringen und sich trotzdem vom HF leiten lassen.
    Durchaus vergleichbar mit der Stöberarbeit im Jagdeinsatz...und somit meiner Meinung nach eine durchaus adäquate Ersatzbeschäftigung!
    Welche Rassen sollen dazu denn besser geeignet sein?

    Björn, ich versuch das mal zu beantworten. Erst einmal meine Meinung: es ist nicht grundsätzlich so, dass alle jagdhundrassen nicht für die RH Arbeit geeignet sind, Viszlas z.b. können gute RH-Hunde sein. Vom Grundprinzip, was die Nasenleistung angeht, hast Du auch recht, aber ich kann aus eigener Erfahrung sagen, hast du einen richtigen Jäger, wird es sehr schwer sein, ihn von seiner richtigen Passion abzubringen. Genau das ist auch unser Problem, was uns beim trailen immer wieder auf die Füsse fällt. Der Hund ist auf seinem Trail, kreuzt hierbei unter umständen eine Wildfährte... schwup springt er auf diese über, hier mußt Du deinen Hund schon sehr gut lesen können, um dies zu erkennen, oder aber dich selber mit fährtenlesen auseinandergesetzt haben (was leider die wenigsten machen). Was ich damit sagen will, die Nasenleistung ist leider nicht alles und meiner meinung nach gibt es für richtige Jagdhunde keine wirkliche Ersatzbefriedigung, dass ihnen die Jagdfährte schnuppe wäre.

    Bleibt Maja denn grundsätzlich ohne Probleme allein? Ich kann leider beruflich gerade gar nicht in die Zukunft schauen, aber wenn alle stricke reissen, könnte ich sie nehmen, wenn sie und du damit zurecht kommen würden, dass sie tagsüber während der berufszeit allein ist, bzw. jeden tag in dieser zeit von karlis gassigängerin mitgenommen wird, allerdings wäre das ein wenig mit finanziellen aufwand verbunden. Ist vielleicht nicht die perfekte lösung, aber so als Notlösung?

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    Da hat dir jemand scheinbar Märchen aufgetischt
    Dr. Alders ist ein Hersteller, der laut eigenen Angaben so riesig ist, dass er auch Marken für Futtergeschäfte, Internetfuttermarken und Discounterketten herstellt, schau mal hier:

    das ist so auch vollkommen richtig, siehe z.b Goldy von Kaufland, wer jedoch sich die Produktionsstätte von Dr. Alders schon einmal angeschaut hat, weiß, dass das Discounter Futter über andere Bänder läuft, wie das orginal Dr. Alders und auch eine andere Zusammensetzung hat. [/quote]

    Ich selber füttere Dr. Alders, einige würden dir hier im forum sicher abraten, augrund dessen, dass es vielen noch zuviel getreide enthält, ich für meinen Teil bin allerdings zufrieden und füttere es jetzt schon über zwei Jahre.

    Ehrlich gesagt find ich den Ansatz von Junimond gar nicht so falsch, vielleicht ein wenig krass geschrieben, aber genau das gleiche hab ich mir auch bei der Eingangsfrage gestellt, zumahl die Frage zeitnah zu einem anderen Thread gestellt wurde, wo es um Jagdhunde ging.

    Irgendwie klingt das was Jacky Russel hier schreibt ähnlich wie die vielen Threads zum Thema Rettungshund... ich suche eine Beschäftigung für meinen Hund, alles andere wird erst mal hinten angestellt. Die wenigsten Hunde sind z.b. für die wirkliche Rettungshundearbeit geeignet, genauso wie ich behaupten möchte, die wenigsten Hunde sind für die wirkliche Jagd geeignet, nur weil sie Jagdtrieb haben. Worüber sich meiner Meinung nach bei den ganzen Sparten, die nicht gerade sportliche Ziele haben, die wenigsten im klaren drüber sind, ist die Tatsache, dass nicht nur der Hund geeignet sein müsste, sondern um ettliches mehr noch der Halter. Das ist nicht einfach so eine Freizeitbespaßung, sondern das ganze hat mehr mit Ernsthaftigkeit zu tun, als manchem klar ist.

    Ich selber bin gern im Wald unterwegs, kenn mich bestimmt auch sehr gut mit dem Kreislauf der Natur aus, ich hab eine Jagdsau, dennoch würde ich z.b. nicht behaupten, dass wir für die Jagd geeignet sind, auch wenn es mich interessieren würde.

    Habt ihr die BH oder habt ihr vor, sie zu machen?
    Wir haben sie schon 2 fach bestanden

    Wie weit seit ihr?
    siehe oben, uo wird dennoch weiter geübt

    Gab es bei der Prüfung Probleme bzw. beim Training?
    in der ersten prüfung hatte ich einen hund, der eher auf schweißfährte war, dennoch hat er alle übungen gemacht.

    Derzeit beim training meint er zwischenzeitlich zu seiner großen liebe zu flitzen.

    Habt ihr die BH beim ersten Anlauf geschafft?
    Ja

    Wie habt ihr abgeschnitten?
    1. Prüfung gerade so bestanden, 2. Prüfung als Tagesbester.

    Zum einen Herdenschutzhunde, die werden auch schon genutzt und zum anderen Flatterband über die umzäunung, vorzugsweise in rot, hiervor scheut sich der Wolf und es wird auch vielfach genutzt, nur leider nicht von allen.

    Aufgrund dessen, dass ich einen guten Freund habe, der schon jäger im wolfsgebiet ausgebildet hat, was die spurenanalyse der Wölfe angeht, habe ich mich selber schon sehr mit dem Thema vertraut gemacht.

    Letztes Jahr war mal hier bei uns in Freital eine Abendveranstaltung, wo ein Vortrag von Jana Schellenberg bzw. anderen Mitarbeitern des Kontaktbüro´s Lausitz. Auch auf der Messe sind sie immer wieder vertreten. Ich finde das ganze mittlerweile so interessant, dass ich im Sommer durch die Lausitz und somit durchs Wolfsgebiet eine Wanderung über mehrer Tage anvisiere.

    Übrigens, die Bauern in den besagten Gebieten haben gelernt damit umzugehen. Die meißten Gegensprecher sind die, die ihre Tiere nicht ausreichend schützen.

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    er kennt Wild aber auch von klein auf durch den Wildpark den wir häufig besuchen

    Ich finde das kann man nicht als Pauschalaussage stehen lassen, dafür, dass ein Hund auch sonst keinen Jagdtrieb zeigen würde. Ich kann Dir sagen, ich kann mit Karli durch den Wildpark gehen und er macht keine Anstalten, außer mal schnüffeln und so nach dem Motto gucken, wat bist du denn für ein Tier.

    Jedoch im Wald würde alles abschalten, wenn er ohne leine vor dem vermeintlichen Wild sein würde. Wir sind diesen Winter schon so weit gewesen, dass er ruhig absaß, als wir rehe beobachtet haben und danach weiter lief, ohne tam tam zu machen, wohl gemerkt an der Schlepp, vor einem Jahr wäre dies selbst an der Schlepp noch unmöglich gewesen.

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    Ich würde nur gern mal so einen jagdgeilen Hund in Natura erleben

    Ich leih dir Karli gern mal aus, wenn Du mir versprichst, dass er nach seiner Jagdpassion unbeschadet zurück kommt ;-)

    @Slepnir und Dobby: Tolle Beiträge bis hierher. Vor allem die Aussage, dass man einen Jagdtriebigen Hund keine wirkliche Ersatzbeschäftigung zur richtigen Jagd bieten kann.