Beiträge von Nebula

    @Murmelchen So ist das bei den KHC ganz ähnlich. Man kann nun ja seit ca 8 Jahren auf MDR-1 testen und ab diesem Zeitpunkt 2-3 Linien quasi explodiert. Ein Finnischer Rüde der non-carrier war mit 119 Nachkommen, ein Sohn davon mit 58 Nachkommen und davon wieder ein Sohn mit 80 Nachkommen und nochmal ein Enkelsohn von dem, der aktuelle Popular Sire mit 72 Nachkommen, weitere 4 Würfe in Planung, Hund grade mal 5 Jahre alt. Du findest kaum Hunde, die nicht einen dieser 3 Rüden in der AT haben, dabei ist grade der finnische Rüde im Verdacht Hodenhochstand zu vererben, der aktuelle scheint Collienose (Lupus) zu vererben...

    Dann noch einen Deutschen sable Rüden mit 79 Nachkommen (quasi jeder ++ sable KHC geht auf ihn zurück), der extreme Ringelruten vererbt (Luxusproblem) und dessen Wurfbruder Hodenkrebs hatte - und dann noch ein Ami Import mit 78 Welpen.

    Dann gibts noch die totalen Genies die mit ihrer freien Hündin ebenfalls zu solchen Rüden gehen :hilfe: AVK um die 60%, obwohl genug Auswahl gibt, mit AVK 80-90% auf 6 Generationen.


    Bei knapp 200-250 Welpen/Jahr in Deutschland echt überhaupt nicht lustig. Aber jeder will freie Welpen und die gehen weg wie warme Semmeln, die Züchter schreiben es sich auf die Fahne besonders verantwortungsvoll zu züchten- ich finds ne Katastrophe.

    @mittendrin

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    Ja, kann man, da gibts keinerlei Pflicht - nicht mal die Augenuntersuchung muss man machen. Livi haben wir ja nun aus 2. Hand und nicht von der Züchterin selbst, die hatte gar nix, nicht mal nen MDR-1 Test obwohl sie -/- sein konnte. Wenn nur carrier fallen können, sparen sich das gar nicht wenige Züchter, da die Welpen sonst noch teurer werden und Interessenten tatsächlich von DM- oder MDR-1 carriern abspringen :roll: Da ists wohl einfacher den Hund als Überraschungsei zu verkaufen.

    @Sammaja Ich finde die Situation hört sich bei euch sehr gut an, wenn ihr möglichst alle Eventualitäten irgendwie schriftlich abklären könnt und dein Gefühl gut ist, mach es =)

    @mittendrin da es ganz schön OT wird, mach ichs als Spoiler:

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    Ja ist es. Das Problem ist eben, dass es viel zu wenig Non-carrier für MDR-1 und CEA gibt. Ergo werden diese wenigen freien Rüden zu oft benutzt, was den Inzuchtgrad der Population wiederum steigert.
    Nun gibt es allerdings schon ganz nette carrier/non-carrier Verpaarungen, ist ja bei MDR-1 echt schwierig, da die meisten +/+ Hunde heute auf 4-5 Rüden zurückgehen, seit man das vor wenigen Jahren testen kann - die kommen dann doppelt und dreifach im Stammbaum vor. Gibt es dann mal eine Verpaarung wo entsprechend interessante Welpen fallen können, geben die Züchter diese - und Gott weiß wieso - ungetestet an Otto-Normal HH ab, sie verschwinden also. Co-Ownerschaft und Zuchtmiete möchte nicht jeder, kann ich auch nachvollziehen, allerdings scheint entweder den Züchtern nicht genug dran zu liegen, solche Hunde bei den entsprechenden Leuten unterzubringen, oder sie finden keine. Und Grade KHC Leute sind ja eher selten Aussteller (ist ja keine Show-Rasse an sich, zumindest bisher), entsprechend auch wenig interessiert in der Zucht, auch wenn sich das natürlich nicht ausschließen muss, aber meistens führt das eine zum andern.

    @mittendrin
    Nun sind Hunde ja keine Autos, du brauchst ja keine Autos um andere Autos herzustellen ;) letztendlich musst du mit einem Rüden auch nicht wissen wie das alles funktioniert, es reicht ein bisschen Zeit und Geld reinzustecken.
    Natürlich muss/soll nicht jeder Hund in die Zucht, nicht alle sind zuchttauglich und noch weniger sind dafür sinnvoll. Und wenn der Wurfbruder schon in der Zucht ist dann brauch man das nun auch nicht unbedingt.
    Für den Rest tuts mir leid.

    @Chatterbox mir gings da jetzt hauptsächlich um Rüden, die kann eben nicht jeder Züchter ausreichechend zu Hause haben, irgendwer muss eben damit leben können, dass er ggf. etwas mehr Erziehungsarbeit leisten muss als vorher, falls er seine Gene weitergibt. Und ja, die Leute machen das freiwillig aber dann noch Sprüche klopfen "wer will schon einen deckerfahrenen Rüden daheim" ärgert mich einfach, denn ohne die paar " Dummen" würde Hundezucht nicht funktionieren. Und ich finds schade um jeden guten Hund (Rüden) , der bei Leuten landet, die zwar einen Rassewelpen haben wollten aber keinen Bock haben was für ihre Rasse zu tun. Grade im Vergleich zur Hündin trägt man doch kaum Risiko und der Aufwand ist gering. Dazu brauchs auch keine Co-Ownerschaft.

    Ich kenne Züchter die machen das seit Jahren schon so und da konnte man sich bisher immer einigen.

    Und dass man nicht wegfahren kann weil der Rüde gebraucht wird kann dir bei jedem Deckrüden passieren. Und ich finds dann immer wieder lustig, dass andere doch bitte diesen Aufwand betreiben sollen, damit man selbst Rassewelpen kaufen kann - aber selbst einen Finger rühren? Ne!

    Denn entweder ist mein Hund mein Freund, oder er ist eine Maschine, mit der ich Geld verdiene. Beides zusammen ging für mich irgendwie nicht. Dann wäre er nicht mehr mein Herzenshund gewesen.

    Selten so eine dämliche Aussage gelesen :hilfe:

    Man kann natürlich sagen "ne, also für MEINE Hündin kommt das nicht in die Tüte!" (oder Rüde...) und das ist jedermanns gutes Recht. Wenn man allerdings nicht nur bis zu seinem eigenen Hund denkt sondern ein bisschen weiter, weil einen die Rasse am Herzen liegt und man seinen Teil dazu beitragen möchte, aber nicht kann - dann ist das keine schlechte Alternative und macht den Hund deshalb nicht zum Objekt. Manche leihen sich auch Hunde für Hundesport, Gassigehen oder was weiß ich, werden die dann auch aufs Sportgerät reduziert oder wie :???:

    Man kanns auch echt übertreiben. Mal davon ab, dass nach Erfahrungen gefragt wurde und nicht nach euren Meinungen, wie ihr das findet.

    Ich selber hab keine Erfahrung mit der Zuchtmiete, würde es bei so manchem Züchter den ich kenne aber sehr wohl in Betracht ziehen, allerdings nur bei einer Hündin.

    Grundsätzlich finde ich es was wahnsinnig tolles, immerhin kann ein Züchter nicht alle Welpen behalten, so bereichern sie aber trotzdem die Zucht und seis nur für einen Wurf - das ist mir lieber, als wenn ein Züchter 20 Hunde daheim hält.

    Ob und wie weit man das der Hündin zumuten kann, muss man selbst entscheiden. Ich persönlich finde es vertretbar, der Hündin geht es dort ja nicht schlecht ;) Und wenn doch, dann unterschreibe ich sowas nicht. Auch nicht, wenn man Angst hat, der Hund kommt verkorkst zurück...

    Auch toll, wenn man gerne züchten würde, aber die Ansprüche unter dem VDH nicht erfüllen kann (Garten, Zeit, Geld, usw.) und besser, die Hündin auf die Art "mal Welpen haben" zu lassen als von Nachbars Lumpi im 3. Stock ohne Sinn und Verstand.