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NEIN! Ich weiß, dass ich mir es u.U. unnötig schwer mache! Mit "Gefallen tun" ists so ne Sache ... klingt vll blöd, aber "der einfache Weg", ist nicht immer der richtige ...
Ich kann dir da nicht widersprechen, hab ja selbst in meinem ersten Beitrag hier geschrieben, dass es auch Menschen gibt, die sich einen (von außen betrachtet) "unpassenden" Hund holen und damit dennoch bestens zurecht kommen.
Es wurde auch genug hier erzählt, wieso, weshalb, warum der Dobermann eigentlich überhaupt nicht passt.
Ja, du machst es dir unnötig schwer. Und MEIN BEDENKEN ist einfach, dass du es dir, trotzdessen du es dir schwierig vorstellst, immernoch zu leicht vorstellst.
Ich habe Jahre (und die letzten Monate INTENSIVST) damit verbracht, mich über Welpenerziehung schlauzumachen und was hat es mir am Ende gebracht? Vielleicht ... naja, ich will mal genügsam sein, 10% dessen, wie die Realität aussah. Der Welpe kommt ins Haus und nichts ist mehr wie vorher.
Und zu deinem Einwand, dass man jeden Hund erstmal ans Büro gewöhnen muss: Da geb ich dir recht. Aber ich behaupte einfach mal, dass es für einen Pudel einfacher und angenehmer ist, als für eine andere Rasse. Ein Leonberger wär bestimmt genauso wenig wie ein Dobermann im Büro. Es sind immerhin +- 8 Stunden, die der Hund (klar, mit Unterbrechungen) dort verbringen muss.
Und irgendwie hab ich halt auch das Gefühl, dass du es dir doch wirklich noch zu einfach vorstellst. Trainieren, trainieren, trainieren - und wenn es keinen erkennbaren Erfolg gibt? Und ich will dir da keine Angst machen, aber ich z.B. trainiere von Anfang an mit meiner Ruby an der Leinenführigkeit. Ich wiege 51kg und mein Hund wird mal +-25 oder 30 kg wiegen, da möchte ich (auch schon jetzt), dass er mal ordentlich an der Leine laufen kann, sonst könnte es da Probleme geben. Und trotzdem kann ich bisher NULL Erfolge erkennen. Sie stürzt sich in die Leine, egal ob da nun nur ein kleines Blatt auf der anderen Straßenseite herumweht oder ob uns jemand entgegenkommt und sie vollkommen ausrastet, weil sie jeden begrüßen möchte...
Und sowas ist definitiv frustrierend. Ich sehe mich in einem halben Jahr schon einen Thread erstellen, in dem es heißt, wie ich meinen Hund noch leinenführig machen kann, weil meine Methoden (stehen bleiben und nicht 'ranlassen) nichts gebracht haben.
Nichts für Ungut und sorry für die kleine Entgleisung. Ich wollte einfach nur deutlich machen, dass es in der Realität wirklich anstrengend sein kann, wenn man ein belastendes Problem an seinem Hund hat. Darüber musst du unbedingt richtig gut nachdenken und dir im Klaren sein, dass es eventuell auch nie Fortschritte geben könnte. Es ist nicht alles Erziehungssache, manche Dinge wird ein Hund einfach ein Leben lang mit sich herumschleppen (und wir als Halter dürfen dann daran vergeblich arbeiten). ![]()