Beiträge von Gefühl

    Hallo zusammen!

    Zwar habe ich wenig Hoffnung, aber versuchen möchte ich es trotzdem. Meine Ruby wurde gemeinsam mit 5 anderen Welpen am 30. April 2013 in einem OT von Warburg geboren. Es handelte sich dabei um einen privaten Wurf und Ruby war unter den sonst ausschließlich gelben Welpen, der einzige schwarze Labbi.

    Ich würde mich total freuen, wenn sich jemand melden würde, der einen Welpen aus diesem Wurf aufgenommen hat, um Erfahrungen auszutauschen und sich eventuell mal zu treffen!

    @ Skádi: Süüüüüß :herzen4:

    Wir waren vorhin das erste Mal seit Langem mal ohne Clicker und Leckerlies auf unserer abendlichen 10 Min. -Pipirunde und ich muss sagen, Ruby macht das TOP! Solange keine Ablenkung da ist, läuft sie mittlerweile zu 90% locker und ohne Ziehen. Bin ganz stolz, was wir in den wenigen Wochen Training erreicht haben!

    Aber oft werde ich das nicht herausfordern und mich nach wie vor mit dem ganzen Drumherum "bewaffnen".
    Leider ist es mit Ablenkung (Hunde, Kinder, teilweise auch generell Menschen) nach wie vor nicht so rosig mit ihr. Aber ich hab ja nun schon so einige Labbi- Halter und deren Hunde treffen und ein wenig näher kennenlernen dürfen und ich habe schon festgestellt, dass wohl die meisten mit der Leinenführigkeit (vor allem eben bei Ablenkungen) zu kämpfen haben - wobei die meisten hier im Ort wohl eher wenig bis KEINEN Wert darauf legen. Da hängen die Labbis reihenweise sabbernd in der Leine ... ich finds grausig... :fear:

    Oooh Vany, das ist echt ultrasüß ♥

    Zitat


    Beobachtet das noch jemand an seinem Hund? :???:

    Ja, Ruby hat manchmal auch so Tage (heute z.B.), an denen sie beinahe verdächtig viel herumliegt und einfach nur schläft. Heute kann ich das auf die letzten zwei Tage schieben, weil wir da lange Spaziergänge im Feld gemacht haben und es auch sonst recht "actionreich" war.
    Aber manchmal hat sie das auch einfach so mal. Ich muss gestehen, dass ich solche Tage aber auch mal seeehr genieße... :D

    Gut zu wissen, dass es offenbar nicht nur bei uns so ist.

    Also Ruby läuft mir zwar nicht mehr hinterher, sie kann auch mal liegen bleiben, wenn ich den Raum verlasse (oder bleibt auch mal bei meinem Mann, was früher auch undenkbar gewesen wäre), aber sie ist auch wesentlich ruhiger, seitdem sie mehr Körperkontakt zu mir haben kann, indem sie mit aufs Sofa darf. Es ist einfach was anderes, wenn man sich unten hinsetzt und den Welpen zu sich nimmt, als wenn man abends fernsieht und der Hund darf neben mir schlafen und mich ankuscheln, falls er das will.
    Ruby wird auch nie die Kuschelkanone werden :D aber sie ist so viel lieber und schmusiger geworden, allein durch diese Tatsache mit der Sofa-Erlaubnis.

    Und diesen Fehler werde ich nie wieder machen, dass ich einem Welpen diesen Kontakt "verwehre". Ich glaube, viele Probleme hätten wir vielleicht auch gar nicht erst gehabt, wenn wir Ruby einfach nur diese "Kleinigkeit" erlaubt hätten.

    Das Thema Alleine sein bei Hunden finde ich immer sooo interessant, weil es echt total unterschiedlich sein kann, je nach Exemplar. :D

    Bei Ruby hab ich es so gehandhabt, dass ich immer wieder Türen geschlossen habe oder mal den Müll rausgebracht oder die Post reingeholt habe usw. und sie dann alleine sein musste. Immer, wie selbstverständlich, ohne Begrüßung wieder reingekommen und weitergemacht.

    Irgendwann fingen wir dann an, sie mal 10, mal 20 Minuten komplett alleine zu lassen und mit Kamera aufzuzeichnen. Sie tat all das, was sie nicht durfte... Ging aufs Sofa, lief über die Fensterbänke (waren in unserer alten Wohnung niedrige) und schaute sich durchs Fenster die Gegend an. xD
    Irgendwann stellte sie dann auch Blödsinn an, aus Langeweile. Kong hat sie immer schnell leer gekriegt, Kauzeug ebenso. Und alleine spielen, kam für Madame nie in Frage. Also, was kann man in dieser Bude noch so alles interessantes anstellen? Tapeten waren dann ihre neuste Entdeckung und wir mussten sie schließlich so weit räumlich begrenzen, dass sie nur noch im Flur sein durfte... das arme Krümelchen. ^^

    Also sie hat nie geweint oder so, aber sie hatte einfach Langeweile und hat deswegen die Bude auseinander genommen.

    Als ich dann, nach meinen knapp 7 Wochen Ferien, wieder zur Schule musste, kam meine Mutter immer und ging mit ihr raus. Ruby musste allerdings nur 1-3 Tage die Woche mal für 2-5 Stunden alleine bleiben, da mein Mann in einem Schichtsystem arbeitet, das ziemlich "flexibel" ist.

    Dennoch: Irgendwann hing sie TOTAL an mir. Lief mir überall nach, wollte immer bei mir sein und fands extrem doof, wenn ich sie ausgesperrt habe (Tür kratzen war dann auch kurzzeitig mal ganz toll).

    Mitte November habe ich aus persönlichen Gründen (hatte nichts mit Ruby zu tun) die Schule abgebrochen und schon nach kurzer Zeit hörte dieser Kontrollzwang auf. Ich war mehr zuhause und fing auch an über mein Verhalten ihr gegenüber nachzudenken. Mittlerweile darf Ruby aufs Sofa, manchmal sogar ins Bett ^^ und ich habe das Gefühl, dass uns beiden das unheimlich gut tut.
    Wenn ich sie jetzt alleine lasse (und das geht bis zu 6 Stunden!), ist das überhaupt kein Thema mehr. Sie schläft, nachdem sie ihren Kong oder das Kauzeug weggefuttert hat und hat keine Tapete oder sonstwas mehr angerührt.

    Ich glaube, bei uns spielt dieser innige Kontakt wirklich eine große Rolle. Und ich bin sicher, dass man bei jedem Hund das Alleine bleiben auf eine andere Art und Weise trainieren muss. Es kommt auf das Verhalten des Hundes und die daraus resultierenden Gründe an. WARUM zerstört er die Wohnung (Langeweile? Frust? Nicht ausgelastet?) oder warum heult er (Trennungsangst? Kontrollverlust? ...) etc. ?

    Kann zwar niemandem einen wirklichen Rat geben. Aber ich hoffe, dass euer Training Fortschritte bringt und ihr eure Vierbeiner bald beruhigt auch mal alleine lassen könnt. Das ist wirklich sehr viel wert und ich bin so dankbar dafür, dass Ruby mir dieses Problem erspart hat. :D

    EDIT: Weil es mal gefragt wurde... Wenn ich Ruby alleine lasse und dann wieder komme, kommt sie schon sofort zur Tür (oder steht oft schon davor, weil sie weiß, dass ich es bin) und freut sich riesig mich zu sehen. Ich streichel sie dann auch kurz und sage "Hallo Ruby", aber mache daraus jetzt auch keine riesen Party. Ich würde da auch klar unterscheiden und schauen, wie mein Hund eben ist. Ich finde es schön, begrüßt zu werden und dulde das auch. Wenn ich aber wüsste, dass sie mein Hund dadurch total aufdreht oder stundenlang vor der Tür sitzt und wartet bis ich heim komme (also Stress hat), würde ich dieses Begrüßungsszenario auch weglassen.
    Beim Üben haben wir das auch nicht so gemacht, wie oben schon geschrieben. Das machen wir erst seit einigen Wochen so, seitdem ich sicher bin, dass es bei Ruby ok ist.

    Ich gebe dir folgenden Tipp: Halte dich zu allererst an das Futter des Züchters und behalte die Menge bei, die er füttert, orientiere dich dann an der Empfehlung auf der Packung des Futters und schau halt wie dein Welpe das Futter verwertet.

    Es stimmt, ein Labrador neigt dazu, schnell anzusetzen. Und sie würden definitiv fressen bis es oben wieder rauskommt. Aber es gibt auch Ausnahmen. Meine Ruby ist zwar verfressen bis zum geht-nicht-mehr, aber sie verwertet ganz anders, als ich es erwartet hätte (sie ist halt auch eher aus der schlankeren "Linie", wenn man das bei einem Nicht-Zuchthund so sagen kann). Ich füttere ihr mittlerweile fast doppelt so viel, wie auf der Packung steht und zusätzlich (!) noch die Leckerlies (was bei uns aber auch meist nur normales TroFu ist).

    Wir haben anfangs Bosch Puppy gefüttert (von der "Züchterin"), danach auf Josera Kids und alsbald auf Josera Optiness gewechselt. Das Futter von Josera verträgt sie wirklich prima. Das Bosch hat eher breiigen Kot hervorgerufen... daher habe ich auch nicht lange gewartet mit der Umstellung. Ich fand es einfach nicht schön und dazu noch dieser Gestank von ihren Winden .... ganz übel!

    Aber das, würde ich sagen, muss man selber sehen.
    Ich füttere auch 2-3 Mal die Woche Nassfutter von Rinti bei der abendlichen Mahlzeit. Und Kokosflocken (1-2 EL um Würmern vorzubeugen) und Leinöl (1 EL für weiches und glänzendes Fell) gibt es hier auch täglich mit ins Futter.

    Ansonsten sind die Links, die Escha dir reingestellt hat, definitiv einen Blick wert. Informiere dich ruhig ausgiebig über verschiedene Futtersorten und schau, mit was du dich am meisten anfreunden kannst und gebe deinem Welpen dann einfach mal eine Probe. Bei einer Futterumstellung immer darauf achten, dass man es nicht hopplahopp macht, sondern langsam. Immer mal etwas mehr vom alten Futter weglassen und das neue dazumischen.

    Ich muss zugeben, ich bin auch nicht so der Fan von diesen totaaal "menschlichen" Namen. Also so Namen, die man auch seinen Kindern geben würde. Umgekehrt finde ich aber auch diese "typischen" Hundenamen á la Lucky, Balu, Luna nicht so prickelnd.

    Ich denke, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Und wenn man eben einen häufig vorkommenden Namen wie Sam, Sammy, Lilly oder Luna hübsch findet, wieso nicht? Es ist ja nicht mein Hund und mir muss der Name nicht gefallen.

    Als es bei mir um die Wahl eines Namen ging, habe ich mir alle möglichen Charaktere aus Videospielen oder Filmen und Serien zusammengesammelt und dann aussortiert. Am Ende blieb noch Ruby übrig. Ein Name, den nicht jeder sofort als DIESEN (also dem Charakter aus dem Spiel) identifiziert und dennoch irgendwie ein netter Insider. :)

    Bei einem Rüden hatte ich mir zur Wahl gestellt:
    Loki, Kratos, Drake (englisch ausgesprochen), Cloud, Barrett, Snow, Dante, Luigi :D , Zero, Frodo, .... äh ja, und der Rest fällt mir gerade nicht ein.

    Allerdings find ich, wie gesagt, auch Movie total schön. (Universell für Mädchen und Junge sogar) ^^

    Zitat

    'Nix von seiner Bequemlichkeit ändern, Verantwortung etc..' Original wie bei uns... Er macht auch Dinge nicht mal 'einfach eben so', Urlaub ist bei uns auch eher weniger drin... Also Wahnsinn!!!!!!!! Wurden unsere Freunde bei der Geburt getrennt? :P

    ... Das denke ich mir auch gerade mal wieder. xD

    Also offenbar sind viele Männer so gestrickt. Warum vermag ich nicht zu sagen, jedoch habe ich bei meinem Mann "nur" so lange gewartet bis er sein Ok gab - allerdings mit der Bedinung, er müsse sich nicht drum kümmern. Zuerst habe ich noch mit mir gehadert und mich gefragt, FALLS er ernst macht (und er tut es.. ;) ), ob ich denn die Erziehung eines Welpen ganz alleine schaffe. Und nun ja... sicher wäre vieles einfacher, wenn ich seine Unterstützung hätte, aber auf die hätte ich lange warten können oder wahrscheinlich sogar niemals. Er mag Hunde, aber selber einen haben? Verantwortung übernehmen? Mehrmals täglich mit ihm rausgehen? Nein danke.

    Mittlerweile genieße ich quasi diese Freiheiten. Wir müssen uns nicht absprechen, er hat keine Ahnung und wird von mir instruiert, wie er sich unserer Hündin gegenüber zu verhalten hat, wenn er es mal nicht weiß. :D
    Außerdem habe ich aus meiner Familie noch mehr Unterstützung.

    Was ich an meinem echt harten Dickschädel von Mann aber echt erkennen konnte: Hunde machen weicher. Ruby hat ihn von Anfang an um den Finger gewickelt. Natürlich hat er sich das nicht anmerken lassen, aber ICH habe es gespürt - und heute sehe ich es ja. Bedinungen, die vor der Hundeanschaffung ganz klar waren, wie "Hund kommt nicht aufs Sofa", sind passé. :D Mein Mann höchstpersönlich hat das Kommando "Hibbeldihopp" (Ja, ihr lest richtig! :lol: ) eingeführt, damit unser Hund aufs Sofa darf... Ich finds herrlich!

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    Was ich aber eigentlich noch sagen wollte. Der Idealfall wäre, dass beide Partner zustimmen und zusammen arbeiten! Und wenn du diese Hoffnung hast, dann würde ich auch auf den richtigen Zeitpunkt warten an deiner Stelle. Wie gesagt, bei mir war es einfach anders. Ich habe "die Gelegenheit" genutzt, da ich schon seit Jahren diesen Wunsch habe und es immer hieß "Es gibt keinen Hund". Plötzlich ließ er mit sich reden, es war alles nicht mehr schlimm und mein Mann wollte wirklich nur diese Bedinung erfüllt haben, dass er diese Verantwortung nicht tragen will und sich nur im allerschlimmsten Notfall kümmern will (oder wie er wortwörtlich sagte "Wenn ER Lust hat" ... was mittlerweile recht häufig vorkommt). :-D

    Ich würde jedenfalls nie jemandem raten, dass man sich über die Meinung des anderen hinwegsetzen sollte um seine Wünsche zu erfüllen. Aber es muss einen Kompromiss geben, finde ich. Der kann heißen "In ein paar Jahren" oder aber "Wenn er sich nicht drum kümmern muss" oder "Wenn wir mehr Zeit/Geld haben" usw.

    Ich drücke dir aber die Daumen, dass dein Freund es sich überlegt und ihr euch dann gemeinsam auf die Suche nach dem richtigen Hund begebt!