Zitat
Aber es sind doch Vermehrer. 
Zucht findet da nicht statt.
Was tut daran jetzt so weh?
Das Wort "Vermehrer" liegt ihr schwer im Magen. Und das kann ich sogar ein bisschen verstehen, weil man nette Menschen, die sich nicht viel beim Welpen produzieren denken (außer eben, dass sie niedlich sind und sich freuen, dass ihre "tolle" Hündin Nachwuchs bekommt), auf die gleiche Schiene stellt, wie die Welpen, die in irgendwelchen Hinterhöfen und Kellern produziert werden und wo die Mutterhündin schlimmste Qualen erleiden muss.
Und da sehe ich auch ein, das eine ist mMn natürlich besser als das andere!
ABER!!! Zucht findet da dennoch nicht statt. Und darum geht es hier. Es geht darum, dass Alba sich damit nicht auskennt (was ja nicht schlimm) und hier Links und Ratschläge bekommen hat, die "beweisen", dass nur die Welpen vom Verein die (u.a. auch von ihr) gewünschte Gesundheit mitbringen können, da diese durch ihre Papiere (Ahnentafeln) zurückverfolgt werden können.
Ich weiß, ich wiederhole mich jetzt doch wieder. Aber ich möchte noch diesen einen letzten Versuch starten, um Alba darauf aufmerksam zu machen, ohne dass ich sie davon überzeugen möchte. Das einzige, was ich erreichen will, ist, dass sie sich mehr DAZU informiert.
Vor ein paar Seiten schrieb ich, ich habe mich "monatelang" informiert, daraufhin schriebst du, Alba, "Lach.." usw. und dass du dich "jahrelang" informiert hast. Aber wir schrieben aneinander vorbei.. Du bist im Auslandstierschutz tätig, wovon ich keine Ahnung habe und wovon ich auch zu keiner Zeit schrieb. Ich habe mich monatelang mit VDH/Vermehrer usw. auseinandergesetzt um mich zu entscheiden, woher ich meinen Welpen nehmen möchte. Warum die Entscheidung auf Privat fiel, ist zu umfangreich um es hier nochmal darzulegen. Fakt ist aber, dass ich es nicht noch einmal tun würde, weil ich bei meinem nächsten Hund gerne die Sicherheit haben möchte, dass er wesensfest ist und vor allen Dingen (!) gesund ist. Und nichts anderes möchtest du ja auch. In deinem Bekanntenkreis sind, wie du sagst, 97% der Hunde von privat und keiner der Hunde ist krank (hab ich doch richtig so in Erinnerung?), dann ist das sicherlich großes Glück und es freut mich ehrlich für deine Bekannten und vor allem für die Vierbeiner.
Aber um sicherzustellen, dass die Welpen gesund sind, muss man sich mit der Genetik auseinandersetzen.
Wie viele Menschen gibt es, die eine Krankheit wie HD beim Hund finanziell nicht stemmen können? Das kostet Medikamente, teure Operationen... Sie kaufen sich einen Hund von privat, weil sie denken "Ich brauche ja keine Papiere - wozu denn? Hauptsache gesund..." Dass das eine aber das andere quasi fast ausschließt, wissen die wenigsten (leider). Und die wenigsten machen sich wirkliche Gedanken beim Welpenkauf. Wird hier im DF auch gerne mal geschrieben "Über ein neues Auto wird sich mehr informiert, als über ein Lebewesen".
Und damit meine ich nicht dich, Alba, sondern wie es einfach generell ist... Die meisten Menschen kennen sich nicht mit Erbkrankheiten aus. Ich schließe mich da selber nicht aus. Aber ich habe ein Minimum an Wissen mir angeeignet, nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, aber dieses Wissen ist sozusagen "unanfechtbar".
Hunde von privat können nicht (zumindest nicht generell) gesünder sein, als Hunde vom VDH. Da im VDH Hunde miteinander verpaart werden, die für "ideal" gehalten werden (Wesen und Gesundheit), was ein privater Züchter einfach nicht machen kann. Er kennt den Nachbarshund, der gesund ist und sein eigener ist ebenfalls gesund. Aber er weiß nichts von den Vorfahren dieser beiden Hunde. War vielleicht zwei Generationen vorher eine andere Rasse mit drin, die Erbkrankheit XY mitbringt und diese an die Welpen vererbt? Oder man denkt, es sind beides reinrassige Schäferhunde, der eine hat aber Border Collie mit drin, von dem man nichts weiß - und schon ist es kein reinrassiger Schäferhund mehr, der evtl. ( nicht gewollte ) Wesenszüge vom BC mitbringt. (Nur ein Beispiel)
Im VDH gibt es Datenbanken, es wurden Links dazu in den Thread reingestellt, damit du dir darüber selbst ein Bild machen kannst. In den Datenbanken kann man alles über Hund A und Hund B einsehen, die man gerne verpaaren möchte. Und nur so kann man sicher sein, dass Krankheit XY nicht vererbt werden kann (da eben Hunde mit dieser Krankheit gar nicht erst zur Zucht zugelassen werden).
Ich habe es von Anfang an nicht böse gemeint. Es tut mir auch leid, wenn ich frech wurde, aber ich glaube, niemand würde anders reagieren, wenn jemand einen so hinstellt, als wäre man ein dummes, kleines Kind, von dem man sich nicht sagen lassen muss. 