Zitat
Vorsicht! Nicht jeder Labrador oder Golden, der hibbelig oder distanzlos ist, ist unerzogen!
Die meisten Retriever aller 6 Rassen bringen viel Power mit, auch die Showlinien. Diese Energie muss in die richtigen Bahnen gelenkt werden. Oft ist die Distanzlosigkeit eine Übersprungshandlung. Einige Hundehalter sind mit ihren 1-3 jährigen Retrievern ziemlich am Anschlag. Was diese Tiere an Energie mitbringen können, muss man schon fast selber erleben. Sonst glaubt einem das ja niemand.
Die everybodys Darling-Hunde reagieren bei Stress durch falsche oder fehlend Führung mit dem ihnen eigenen Muster.
Es heisst so oft: Retriever = einfach zu erziehen. Ja, wenn man weiss, wie. Wenn man es nicht weiss, oder noch nicht weiss, entstehen kleine Teufel, die ihre Umwelt nerven.
Das kann ich zu 100% unterschreiben. Meine Hündin ist oft hibbelig, oft auch wenn sie vorher richtig konzentriert sein musste z.B. in der Hundeschule oder wenn wir kurze Zeit vorher noch geclickert oder mit dem dummy geübt haben.
Das ist einfach ihr Wesen. Sie ist Zuhause die Ruhe selbst. Aber draußen und vor allem auf nicht bekannten Terrain erlebt man sie schnell übermotiviert und vor allem zeigt sie sehr oft übersprunghandlungen. Ich weiß mittlerweile ganz gut damit umzugehen, aber jemand, der einen "leicht zu erziehenden und leichtführigen" Labrador sucht, ist da bei mir eher an der falschen Adresse.
Ruby ist teils sehr motiviert und auch konzentriert bei der Sache, wenn ich ihr was beibringen möchte. Aber manchmal eben auch nicht, dann ist sie wirklich einfach nur 'too much'. Mit ihr muss man sehr geduldig und ruhig bleiben. Wenn man selbst hochfährt (ob Wut, Trauer, Ärger, Enttäuschung, das ist egal), dann wird sie noch extremer.
Das klingt jetzt erstmal ganz furchtbar und anstrengend. Aber Ruby ist nun mal auch kein Züchterhund, ich glaube ihr fehlt einfach diese innere Ruhe, die beim Labrador ja eigentlich auch gefordert ist. Wir arbeiten täglich an ihrer Impulskontrolle und an der Frustrationstoleranz. Das sind unsere größten Punkte, an denen ich arbeite. Und da ich sonst nicht viel machen muss und sie nicht irgendwie aufdringlich ist was Beschäftigungen o.ä. angeht, kann ich jetzt nicht behaupten, dass mein Hund (oder allgemein der Labbi) ein anstrengender Hund ist.
Sicher, manche fordern vielleicht Beschäftigung ein. Bei uns reicht der normale Alltag zum Großteil aus, um Ruby zufrieden zu stellen.
Und für mich macht einen Labbi einfach aus, dass er so ein toller lebensfroher Hund ist. Ihre gute Laune steckt einfach an und für mich kann es gar nichts besseres geben als genau so einen Hund. :)