Zum Thema Jagdtrieb allgemein wurde ja jetzt alles gesagt, denk ich. :)
Ruby jagt auch mal Vögeln hinterher, aber mehr auch nicht und sie ist dabei immer abrufbar. Rehe oder Hasen jagt sie gar nicht, sondern schaut fasziniert hinterher und guckt mich dann an nach dem Motto: "Frauchen, hast du DAS gesehen?"
Der einzige Unterschied ist, wenn wir jagende Hunde dabei haben. Da geht sie dann auch mit, wenn der andere den Anfang macht. Scheiß Gruppenzwang. ^^
Und die andere Frage... Ja.. sie liebt Wasser.. wenns ie nur Wasser hört gehen die Augen schon auf... und läuft mit Anlauf ins Wasser... aber sie macht nicht den berühmten Labbi sprung ins Wasser.. hat Sie noch nie.. sie geht immer sehr überlegt langsam ins wasser.. wo reinspringen...nö... und dann schwimmt sie oft Minutenlang.. am liebsten hat sie es wenn ich mit Ihr schwimmen gehe und Runden drehe... da schwimmt sie super nett neben mir her.. Am Anfang halt immer zu nahe und ich hatte einige Kratzer am rücken... Mittlerweile gehts super gut...
Wasser ist ja für die meisten Labbis das Schönste (neben Matsch, Dreck, Sch***** usw) auf der Welt. Dennoch gibt es ja einige, die schwimmen total doof finden. Ruby ist auch lange Zeit gar nicht geschwommen. Sie mochte Pfützen und Wasser, wo sie noch stehen konnte. Aber weiter rein? Neeeee. Da zeigte sich dann wieder ihre Unsicherheit. Erst als ich mit ins Wasser gegangen bin und sie mit Leckerlies motiviert habe, hat sie gemerkt, wie toll es ist (und ich habe auch einige Kratzer abgekriegt).
Seitdem kann sie an keinem Gewässer vorbei, in das sie nicht rein springt.
Ich seh das Bild von PocoLoco.
Ich auch! 
Aber sonst finde ich Labbis nicht so anspruchslos wie sie oft dargestellt werden.
Mich ärgert das ja persönlich total, wenn Menschen so abfällig darüber sprechen, dass diese Rasse sich ja quasi selbst erzieht. Ich bin da absolut anderer Meinung. Labbis sind so fröhliche und freundliche Hunde, aber wenn ihre Energie nicht in die richtigen Bahnen gelenkt wird, können sie wirklich anstrengend sein. Warum sind die Kleinanzeigen denn voll mit Labbis (oft) im Alter von 5-24 Monaten? Irgendwann (und das geht recht schnell) sind sie eben nicht mehr so klein und putzig und hochspringen, an den Fingern kauen usw. sind doch nicht so gewollt.
Sicher, mit den heutigen Erziehungsmethoden kriegt man einen Labrador schon gut hin, mit Leckerlies und viel Geduld und Konsequenz. Aber vor allem mit Lob und Leckerlies.
Leider habe ich in den Hundeschulen, die ich überwiegend kennen gelernt habe, selten junge Labbis getroffen, die so erzogen wurden. Nein, da wurde Kscht gemacht und der Labbi beschwichtigt und beschwichtigt und es wird weiter Kscht und Leinenruck gemacht. Für mich ist das ein Bild, das ich nicht ertragen kann. Diese Menschen verstehen weder die Hunde- Körpersprache, noch haben sie eine Intuition für das richtige Verhalten.
Nein, da müssen die Hunde "funktionieren" und das ist etwas, was ich einfach gar nicht verstehe.
Was meint ihr? Schaffe ich es, sie so zu erziehen, dass sie zu 100 % hört, aber sie selbst bleibt? Soll heißen, nicht zum doofi erziehen, sondern immer noch neugierig und verspielt zu bleiben?
Das ist eine gute Überleitung hierzu. ^^ Natürlich kann man es schaffen, dass sie nahezu 100% hört. Aber genau deine Worte (dass du möchtest, dass sie sie selbst bleibt), sind das, was mir oft fehlt, wenn ich mich so umschaue. Viele möchten, dass der Hund einfach nur das tut, was man sagt. Zuhause auf dem Platz liegen und keinen Mucks von sich geben und draußen 100% abrufbar und immer "bereit" sein. Und das tut mir persönlich sehr weh, gerade bei dieser fröhlichen Rasse (aber auch bei den "typischen" Vereinshunden wie Mali, DSH usw. stört es mich - was auch der Grund ist, weshalb ich mit diesen Rassen und Haltern dieser Rassen so meine Probleme habe
).
Aber ich finde dein Ziel gut. Auch wenn es keine 100% gibt, aber dass du sie verlässlich erziehen kannst, da bin ich sicher.