Beiträge von Gefühl

    Klar, ist sie ein fröhlicher und lustiger Hund und wenn ich schreibe "ernst" und "erwachsen"... Nun ja jeder Schäferhundhalter würde mich wohl auslachen, dass ich sie als ernst bezeichne. Aber für nen Labbi ja, wenn ich sie so vergleiche. Auch ist sie eher gelassen als ein Hibbel.

    Das ist eine absolut passende Beschreibung für das Linchen! :smile:


    Ruby ist ja der absolute Hibbel- Hund, wobei es da auch immer drauf ankommt, in welchem Zeitraum des Zyklus' wir uns gerade befinden. (wir? :lol: )
    Im Moment ist die Zeit nach der Scheinschwangerschaft bzw. dauert es jetzt wieder 2-3 Monate bis die nächste Läufigkeit kommt und ich glaube tatsächlich, dass das auch die Zeit ist, in der sie am "schlimmsten" ist. Also jetzt hat sie am meisten Energie, das ist ihr "wahres" Gesicht. Ansonsten machen ihr doch die Hormone oft einen Strich durch die Rechnung, sie ist wesentlich ruhiger und rennt und springt auch nicht so viel herum, kleiner Spaziergänge reichen ihr ebenfalls völlig. Und jetzt könnte ich mit ihr Marathonläufe machen und sie würde danach trotzdem liebend gern auch noch Ball spielen, schwimmen, am Rad mitlaufen usw. xD

    Und sie ist auch ansonsten vom Wesen her wirklich ein Quatschkopf. Sie kann sich nur für kurze Einheiten konzentrieren, danach wird sofort Stress abgebaut (auf Sachen rumkauen : draußen wären das Stöcke oder sie frisst einfach Gras und drinnen nimmt sie sich meist die Kauwurzel (= dieses Ding kann ich nur empfehlen!) oder ich gebe ihr gezielt nen Kauknochen). Für jeden Blödsinn ist sie zu haben, spielt sofort mit. :) So ziemlich alle Menschen und Hunde sind toll. Da gibt es nur wenige Ausnahmen.

    Sensibel ist sie auf ihre Art und Weise. Auf Schmerz ist sie überhaupt nicht sensibel. Das weiß ich leider so gut, weil ich auch mal mit Leinenruck gearbeitet habe (allerdings wirklich auch mit Ruck - nicht nur nem kleinen Impuls, wie Julia schrieb). Ich wusste mir keinen Rat mehr und die Trainerin hatte es wirklich drauf jemanden zu überzeugen. Und ich war echt verzweifelt. Heute tut es mir einfach nur unendlich leid für Ruby. Aber als kleinen "Trost" kann ich sagen, hat sie wohl keinen Schaden davon getragen, weil sie (wie hier jmd schon schrieb) echt so typisch "unsensibel"- labbimäßig ist, dass sie diese Schmerzen echt nicht so wahrgenommen hat. Im Gegenteil, sie hat dadurch eher noch mehr gezogen - ist ja auch logisch. ;)
    Naja, so viel zu meiner dunklen Vergangenheit. Mir sind einige Fehler passiert, aber heute wird nur noch positiv bzw absolut ohne Schmerz und Druck gearbeitet. Klar, kriegt sie auch nen Anschiss (wobei das bei mir niemand als "Anschiss" bezeichnen würde.. xD ) wenn sie über die Stränge schlägt, aber egal um was es geht. Leinenführigkeit allem voran. Da wird nur noch geclickert - wenn ich überhaupt was mache. Im Moment bin ich ja in dieser "Starre" drin und mache so gut wie nix. Ab und an loben und Leckerlie geben, wenn sie schön neben mir geht. Ansonsten darf sie auch ziehen, wenn sie vorn am Geschirr fest gemacht ist und ich zu "faul" bin zu korrigieren. Die meiste Zeit wird ja aber sowieso im Feld offline spazieren gegangen, von daher stört mich das auch nicht mehr weiter.

    Jetzt hab ich doch ein bisschen was verpasst hier. ^^

    Zum Thema Zucht / welche Linie. Als Ruby noch jünger war, sagte mir auch jeder, dass sie ne Arbeitslinie sein "muss", weil sie so schlank ist. Ich hatte anfangs auch gedacht "naja, wer weiß, vielleicht ist ja ihr Papa ne AL", den hab ich nämlich nicht kennen gelernt. Aber seien wir ehrlich. Meine Ruby ist ein ganz stinknormaler Labrador, sie ist zusammen mit 5 weiteren Welpen geboren und als sie noch klein waren, gab es mopsigere und schmalere. Ihre Mama sah für mein Empfinden damals eher nach einer Showlinie aus, kann aber auch sein, dass sie einfach etwas zu dick war. Das konnte ich damals, glaube ich, auch noch nicht richtig unterscheiden. ^^
    Jedenfalls ist es für mein Empfinden ausgeschlossen, dass ein Labbi aus nem privaten Wurf ne AL ist - das wäre dann eher wie ein 6er im Lotto. Er kann vielleicht das Aussehen haben, aber die Gene sind doch mal ganz was anderes als das, was man so im FT Bereich sieht! Da ist ein ganz anderer WTP vorhanden und der "Drang" zur Arbeit. Mit Ruby kann ich auch Dummytraining machen. Etwa 5 Minuten (wenn's hoch kommt) und dann hat sie keinen Bock mehr. xD

    Heute sieht sie übrigens ganz normal aus. Mir wurde teilweise auch schon jetzt das Gegenteil gesagt, in etwa so:" Ach, das ist aber auch ein schöner... das ist aber einer von der kräftigeren Sorte, oder? So ein Showtyp, ..? Man sieht ja jetzt häufiger mal diese tollen schlanken Labradore, diese aus der AL.. die finde ich persönlich ja viel schöner....." usw. Ruby ist einfach erwachsen geworden. Sie hatte nie so eine breite Brust, aber im letzten Winter ist sie total breit geworden. :D Tja, und jetzt hab ich "nur" noch einen normalen Labbi für die Menschen, keine von "diesen schönen schlanken". Aber auch wenn es mich anfangs doch ein bisschen gewurmt hat (immerhin hab ich vorher nur das Gegenteil gehört), so denk ich mittlerweile: Für mich ist sie eh der schönste Hund der Welt! Da kann kommen was wolle :D


    Haben von euch noch viele Kontakt mit dem Züchter? Oder trefft ihr euch vllt mal ab und zu mit Geschwistern eures Hundes?
    Ich hatte einige Male Kontakt zu Rubys "Züchterin" aufgenommen und sie hat sich auch jedes Mal sehr gefreut, von mir zu hören. Außerdem hatte sie mehrmals fest vor gehabt, mal ein Welpentreffen zu veranstalten. Leider hat sie sich nie auf meine Anrufe zurück gemeldet, wenn wir was ausgemacht hatten. Sie führt eine Tierpension und hat daher auch immer sehr viel um die Ohren, aber trotzdem hat es mich von Anfang an sehr gestört, dass sie nur in der Theorie so voller Tatendrang war, was das Aufrechterhalten des Kontaktes war. :/
    Lange Rede, kurzer Sinn: Ich habe nie einen von Rubys Geschwistern wiedergesehen, was mich bis heute traurig macht. Hätte gerne gewusst, wie sie sich entwickelt haben.
    Einmal habe ich nur eine Anzeige bei ebay gefunden, da wurde eine Schwester von Ruby verkauft. Das habe ich der Züchterin gemeldet und sie war ganz geschockt und hat gesagt (ich hoffe, sie hat es auch getan), sie wolle sich darum kümmern, weil dann lieber SIE sich einen neuen Käufer aussucht, da sie eine gute Menschenkenntnis hat. :ka: Und sie wollte auch nicht, dass die arme Hündin mal irgendwann als Gebärmaschine irgendwo endet.
    Die Story hat mich damals ziemlich mitgenommen, am liebsten hätte ich die Hündin genommen.

    Ruby gehts da wie Jenny. Apfel mag sie auch nicht, generell ist sie nicht so für Obst. Am Sonntag ist ja unser Obst/ Gemüse- Tag. Anfangs hab ich es mal so gemacht, dass sie die Rationen einzeln bekommt, mittlerweile mische ich sie immer, weil sie das Obst allein nicht anrührt. xD

    Vertragen tut sie eigentlich alles, außer es ist zu viel von etwas. Also zu viel vom Tisch (weil zu doll gewürzt, zu fettig o.ä.) ist nicht gut. Aber ich wüsste jetzt nichts, was sie oben wieder raus käme...

    Deine Beschreibungen deuten wirklich auf ganz normales Welpenverhalten hin. Meine Labrador Hündin (heute 2,5 Jahre alt) hat als Welpe auch sehr gern gebissen und vor allem ist sie auch immer hochgedreht wie sonst was. Erst recht, wenn man noch geschimpft hat. Das hat sie noch mehr animiert und ich hätte da durchaus auch annehmen können, sie wäre dominant.
    Da ich dieses Wort aber absolut bescheiden finde, um ehrlich zu sein -vor allem bei Welpen - habe ich sie einfach wie einen ganz normalen Welpen behandelt. Immer wenn es zu doll wurde, ein energisches Nein und das Zimmer verlassen bzw. das Spiel definitiv abgebrochen. Mit der Zeit (und das kann durchaus Wochen dauern, je nach Hartnäckigkeit des Welpen) hat sie es dann auch verstanden.

    Wichtig ist wirklich, damit es nicht mehr blutig wird, dass dein Welpe mit anderen Hunden Kontakt hat. Wenn möglich nicht nur mit Gleichaltrigen, sondern auch mit älteren, souveränen Hunden, die ihm auch mal sagen, wann Schluss ist.

    Also so würde mir das spazierehn gehen wirklich keinen Spaß machen. Ich lass mich doch nicht von dem Hund durch die Gegen ziehen

    Hihi, das hab ich auch mal gesagt- und heute :ugly:

    Nee Spaß beiseite. Also ich glaube, ich möchte die bei uns fehlende Leinenführigkeit nicht damit entschuldigen, dass der Labrador generell zum Ziehen neigt, denn das glaub ich eigentlich nicht. Es liegt einzig und allein an der Erziehung und evtl auch am Willen des Hundes und wie sehr es sich schon eingespielt hat. Und mir ist das in der Welpenzeit einfach null aufgefallen. Hab auch gar nicht so wirklich in Erinnerung, dass ich sie großartig habe ziehen lassen, aber ich glaube es liegt daran, dass sie einfach Narrenfreiheit hatte. Wenn jemand freudig auf sie zukam, durfte sie hin. Wenn sie irgendwo schnüffeln wollte, durfte sie hin. Wenn ein Hund in Sicht war und der Interesse hatte, durfte sie hin. Sie durfte einfach alles, sie hatte die Kontrolle beim Spazieren gehen und nicht ich. Wie gesagt, ist mir das gar nicht bewusst gewesen, war ich doch einfach nur froh einen freundlichen Hund zu haben, der noch dazu nach den ersten Eingewöhnungstagen von alleine seinen Popo bewegt hat. :D

    Später hab ich intensiv daran gearbeitet, mit Clicker und Leckerlies. Aber ich bin 1. nicht gerade der geduldigste Mensch, 2. habe ich so Phasen, in denen ich mehr und weniger depressiv bin (wo ich dann auch einfach nicht "konnte") und 3. hat sie es mir auch dann, als wir zwischen Halsband (leinenführig) und Geschirr (egal) unterschieden haben, es nicht leicht gemacht. Und da ich dann fast nur noch mit Geschirr gegangen bin, weil ich zu "faul" war, hat sich das irgendwann im Sande verlaufen. Spätestens diesen Sommer, wie oben schonmal erwähnt, als ich dann wieder öfter mit HB gegangen bin und Ruby dann in die Tierklinik musste wegen einer schweren Kehlkopfentzündung. -.-
    Deswegen bleiben wir beim Geschirr. Und lustigerweise läuft sie mittlerweile recht nett. Mit anderen Hunden zusammen nicht - und je nach "Hibbel-Pegel" (sie ist ja so ein kleines Nervenbündel) auch nicht, aber so im Alltag ist es schon wesentlich besser geworden, und das von ganz alleine.
    Sonst konnten wir ja nichtmal aus der Haustür rausgehen und schon hing sie in der Leine. Das kommt heute nur noch ganz selten mal vor.

    Wir benutzen überwiegend Norweger Geschirre. Die passen Ruby sehr gut (im Gegensatz zu den normalen Brustgeschirren) und sie sind leicht an- und auszuziehen.

    Da sie im Sommer so starke Probleme mit der Atmung/ dem Kehlkopf hatte (vermutlich weil starkes Hecheln+ Ziehen am Halsband keine gute Kombi sind), verzichten wir fast ausschließlich auf Halsbänder, ergo leider auch auf Retrieverleinen, auch wenn ich die super praktisch findet. Ein weiterer Grund ist, dass Ruby stark an der Leine zieht und ich mittlerweile (Schande über mich) des Leinenführigkeitstrainings müde bin, weil einfach nichts funktioniert. Sie hat jetzt immer einen zusätzlich Ring vorn an der Brust, damit, falls sie wirklich mal überhaupt nicht vernünftig geht ODER es draußen glatt ist o.ä. ich sie gut halten kann. Da befestige ich dann die Leine ausschließlich vorne und wenn sie zieht oder in die Leine rein prescht, reißt es sie ein bisschen um. Und in der Stadt kann ich sie damit auch besser kontrollieren (an der Straße, in der Fußgängerzone usw).

    Hier sieht man den Ring sehr schön.

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    Wäre das alles nicht, würde ich sicher auch überwiegend Retrieverleinen nutzen, zumindest in Wald und Feld. Sehr praktisch, diese Erfindung. ^^

    Aah das nackige Bäuchlein :cuinlove: Klein Jenny war ja auch total goldig ♥

    Hab auch noch ein bissle was von Ruby :)

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    Am Tag der Ankunft im neuen Zuhause ♥

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    Hier die erste Labbi- Freundin! Lina von @Sternenwolf, damals auch erst ein Jahr alt. :)

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