Beiträge von Dächsin

    Zwei Dinge sind mir aufgefallen:
    Sie ist erst 6 Monate, Bulldoggen sind generell eher Spätentwickler - und manchmal vergessen solche Hunde eben von jetzt auf gleich, daß sie ein gewisses Verhalten schon "können" bzw was von ihnen momentan erwartet wird. Vielleicht verlangst du mehr als sie grad leisten kann - sie war ja offensichtlich eh eher "unterentwickelt" anfangs.

    Und zum Fressen - ich würd sie nicht immer wieder beim Futtern unterbrechen. Da lernt sie doch nur, daß sie sich beeilen muss bevor wieder "unterbrochen" wird....... die Gier steigert sich dadurch. Ich würde sie separat füttern - eventuell im Bad oder sonstwo, ohne Blickkontakt zu Lucy. Wenn während der Fütterung so viel "Action" in Form von anderem Hund und Mensch ist, kann es sein daß sie sich in ihrer Schlingerei nur bestätigt fühlt.

    Hey - ich kann dich so gut verstehen! Ehrlich!!
    Mein Hüterich war anfangs genauso - es war grauenhaft. Immer wenn ich dachte "boah, toll - endlich hat er / haben wir was gelernt"....... kam irgendwas und warf uns gefühlte 3Monate zurück.

    Er war der erste Hund, bei dem ich mich wesentlich intensiver als bisher mit dem Thema Stress bei Hunden, Frustrationstoleranz und Hormonspiegel in Stresssituationen auseinandersetzen musste.
    "Erste Hilfe" war im Prinzip ein strenger Wochenplan, der sich rein am Stresslevel des Hundes orientierte - dort hab ich alle Unternehmungen mit Hund geplant, selbst ein Ausflug ins Städtchen wurde unter "besonders aufregende Ereignisse" abgelegt. Danach folgten immer 2-3Tage völliger Ereignislosigkeit, nur langweiliges, ruhiges Gassi im Wald. Klar haben wir auch ein bißchen geübt, aber nur minimal und immer hab ich seinen Stresslevel im Blick gehabt.

    Bis dahin war mir die Wichtigkeit der Stresshormone nicht so klar gewesen - wenn Hund in einem hohen Erregungslevel steckt, dann kann es bis zu 7Tage dauern, bis die Stresshormone wieder auf Normalmass sind. Kommt aber irgendetwas "Aufregendes" in diesen 7Tagen dazwischen, schnellt der Spiegel gleich wieder hoch, Hund hat also kaum eine Chance, auf Normalniveau zu kommen. Es ist also echt hilfreich, wenn man sich darüber Gedanken macht und das erstmal im Auge behält - wobei dein Hund beurteilt, was aufregend ist und was nicht - nicht du ;)

    Viele Baustellen werden sich bei dir bestimmt geben, wenn du erstmal Ruhe in die Sache bringst. Ein Hund im Stress kann nicht lernen, kriegt nicht wirklich mit was von ihm verlangt wird. Er versucht stattdessen, seinen sTress zu kompensieren - mit jagen, kläffen, Leinenaggression. Informiere dich mal über Stress bei Hunden, vielleicht hilft dir das weiter (meine ganzen Links dazu sind einem Festplattencrash zum Opfer gefallen, aber du wirst schon was finden)

    Mein Hüterich hat fast 9Monate gebraucht, um richtig!! anzukommen - das war auch seiner hohen Erregbarkeit geschuldet und dem Umstand, daß ich deshalb wesentlich weniger mit ihm arbeiten konnte als mit meinen bisherigen Hunden.
    Zusätzlich hab ich ihn medizinisch auf den Kopf stellen lassen - dort wurden auch Ursachen seiner schnellen Erregbarkeit gefunden (HD, Schilddrüse). Er wird aber auch nie der coole, ruhige Typ werden - aber er ist halt auch ein Hütehund...... :smile:

    Das habe ich natürlich schon versucht, aber ich bin mir sehr sicher, dass er nicht checkt das ich speziell das Lecken meine. Er macht ja in den Momenten viel gleichzeitig. Ranwuseln, den Kopf auf den Schoss legen usw.

    Hmm - ich mag das wilde Abschlabbern auch nicht - 2.... 3 mal lecken ist okay, mehr ist mir einfach unangenehm. Den Abbruch hab ich so aufgebaut, daß ich meine Hände quasi unauffällig hingehalten hab und dann irgendwann mit den Worten "hör mal auf" die Hände weggezogen und mich weggedreht hab, anfangs gabs danach ein Leckerlie oder ein Spiel, damit er aus dem Leckwahn rauskommt. Das hat eigentlich gut funktioniert - ich kann jetzt jederzeit die liebevollen Leckorgien meines Hüterichs abbrechen...... nur mit "hör auf".

    Für den Besuch würde ich glatt gedruckte Verhaltensregeln bereithalten :D - so ganz nett und witzig formuliert, von wegen Traineranweisung und so. Und dann an regelmäßige Besucher verteilen oder bei so Gelegenheiten wie 'ner Tupperparty an die Garderobe oder Wohnungstür hängen.
    Wenn man das gut formuliert, dann freut sich der Besuch sogar, wenn er bei der "Erziehung" so eine wichtige Rolle spielt ;)

    Ich hatte anfangs einen halben Roman am Tor hängen - inclusive einer immer gut gefüllten Leckerlie-Box - das hat hier wahre Wunder gewirkt...... weil ich mich vor allem auf den Hund konzentrieren konnte und nicht noch den Besuch mit Verhaltensregeln zutexten musste. Auch die Einstellung der Gäste ist dann eine andere :D

    Die Referenzwerte für substituierte Hunde liegen etwas höher - meistens steht da mit auf den Laborzetteln drauf. Wenn der Referenzbereich für nicht substituierte Hunde mit 1-4 angegeben ist (so als Beispiel) - dann bewegt sich der Referenzbereich für schon substituierte Hunde bei 2,1 -5,4.


    Dein Hund wäre somit nicht im optimalen Bereich - such dir einen Spezialisten (woher kommst du?) - und deinen TA kannst du bei Gelegenheit ja mal auf Seminare in dieser Richtung hinweisen :D

    Direkt zu Frau Boden - sie hat einfach auch mehr Erfahrung damit, "auffällige" Hunde zu beurteilen und weiß, wie sie nach was suchen muss. Es sind ja nicht nur die SD-Werte, sondern es muss im Zusammenhang mit dem geriatrischen Profil gesehen werden - auch die Relation der Werte zueinander.
    Blutabnehmen kann der Haus-TA - aber genau die Werte, die vorgegeben sind. Alles andere wäre dann Sache von Frau Boden.
    Ganz ehrlich, nach dem Theater was viele Besitzer von schilddrüsenkranken Hunden mit ihren "normalen" Tierärzten durchmachen müssen - besonders beim ersten Verdacht und bei Verhaltensauffälligkeiten sollte ein Spezialist ran.

    Die weiteren Kontrollen (falls welche nötig werden) kann dann ja der Haus-TA übernehmen.

    Nein, nicht unbedingt. Die klassischen Symptome (dick, faul, träge) treten meistens dann auf, wenn die SDU massiv ist, schon lange besteht und das körpereigene Hormonsystem absolut auf kleinster Flamme läuft.

    In der "Anfangszeit" sind es eher Hibbeligkeit, Unkonzentriertheit, Ängste, Aggressionen usw die im Gegensatz zu Aufzucht und Erziehung stehen. Körperlich kann lichter Haarwuchs, dunkle Hautstellen, schuppige Haut, Juckreiz, schlecht heilende Wunden, Allergien, Ohrentzündungen....... auf eine Schilddrüsenfehlfunktion hinweisen. Dies alles sind Kann-Symptome (und die Liste derer ist unglaublich lang) - daher ist die Diagnose so aufwändig.

    Hmm - ich kann nur sagen, was ich zahle....
    Zum Blutabnehmen gehe ich hier zum örtlichen "Kuhdoktor" - der ist bei meinem wilden Hüterich pragmatisch genug und gibt offen zu, keinen Plan von Schilddrüse zu haben. Dafür nimmt er aber klaglos alle Werte, die ich möchte und besorgt mir immer die Tabletten - hat mich sogar schonmal nach Literatur über SD beim Hund gefragt :D

    Beim letzten großen Profil mit SD-Werten (aber ohne Antikörper, dafür mit Selen, Eisen, Cortisol) hab ich rund 145,-Euro gezahlt. Scheint aber recht billig zu sein - mein Labor ist Synlab, das spielt auch immer noch eine Rolle.
    Rechne mal irgendwas zwischen 150,- und 200,-........ ich weiß, ist viel Geld - tut mir auch immer wieder weh. Aber es geht halt nicht anders. Ich lasse 1x jährl. das große Blutbild mit allem Pipapo machen, ebenso 2x jährl. nur ein paar SD-Werte - so kann ich auch sehen, was sich im Laufe der Zeit verändert.
    Wenn was unklar ist oder mein Hund Auffälligkeiten zeigt, rufe ich bei Frau Wergowski an und bespreche das telefonisch mit ihr.

    Mir schwebt vor mein TA und dem vorkauen was ich will und wenn das schräg ist
    weiter mit den Werten zu Frau Boden.
    Weis man durch die 8 Werte sicher das was nicht stimmt?

    Die Werte + das geriatrische Profil geben dir sicher Auskunft, ob mit der SD was nicht stimmt oder ob die SD ein sekundäres Problem aufgrund einer anderen Grunderkrankung ist - und da du schon vor der ersten Blutabnahme von Frau Boden erfahren hast, bleibt dir Glückspilz ein Herumschlagen mit ahnungslosen Tierärzten erspart :D

    Also, wenn du dich erstmal an Frau Boden wendest, dann musst du nicht sagen was gemacht werden soll - sie ist Profi!

    Wenn allerdings der normale HausTA Blut abnimmt....... da muss man wirklich auf alle Werte einzeln bestehen. Je nach Labor ist die Interpretation "gr. SD-Profil" offensichtlich unterschiedlich, oder der TA kreuzt auf dem Laborzettel nur das an, was ER für richtig hält (blöd, wenn SD nicht zu seinem Spezialgebiet gehört).
    Das T4 ist im geriatrischen Profil enthalten, ich glaub auch der TSH - aber die anderen muss man wirklich explizit einfordern!!! - sonst steht man hinterher im Zweifelsfall da und muss nochmal Blut nehmen lassen, weil die Werte so nicht aussagekräftig sind. Kostet nur doppelt.

    Aber wie gesagt, Frau Boden ist da die 1.Adresse für dich - du kannst ja einfach erstmal bei ihr anrufen und dein Problem schildern. Vielleicht hat sich ja auch noch andere Ideen.......

    Mmmh, die Ernährung finde ich jetzt nicht so optimal für einen Hund, der offensichtlich große Probleme mit Magen-Darm und ev. sogar eine Futterunverträglichkeit hat - da gebe ich meinen Vorschreibern Recht :smile:

    Lasse dich doch mal von einem Ernährungsberater für Hunde beraten - meistens können dir die Tier-Unikliniken da weiterhelfen. Tierärzte finde ich dafür nicht geeignet, da sie keinen so guten Einblick in die Materie haben und meistens Fertigfutter empfehlen....... :omg:

    Hey - mich würde diese doch recht ungewöhnliche Mischung mal interessieren, wirklich ganz wertfrei. Einen Fila findet man ja nicht an jeder Straßenecke, ebenso eine polnische Bracke - Ridgebacks dagegen sind mittlerweile eher zuhauf vertreten.....

    Woher kommt er bzw wie ist diese ungewöhnliche Mixtur zustande gekommen? Magst du mal ein aktuelles Foto reinstellen?