Beiträge von Dächsin

    da finde ich die Routine beim Arzt unsinniger, da wird mal kurz abgehört, abgetastet, die Ohren und Zähne gescheckt (mehr war das bei uns nie), erhöhte Leberwerte, etc. würde man da nicht entdecken. Und stressiger ist es auch nicht, wenn man bei der Routine dann noch ein Blutbild abnimmt

    Das sehe ich auch so - auf einem Blutbild erkennt man eventuelle Unstimmigkeiten eben oft schon, bevor der Hund irgendwelche Symptome zeigt. Ohren, Zähne, Veränderungen der Augen oder der Schleimhäute, Knubbel und sonstige Absonderlichketen - das kann ich als HH selber "checken".
    Was innen drin passiert wenn was passiert - das merke ich erst, wenn es den Hund schon beeinträchtigt.

    Und "Geriatrie-Profil" hat nichts mit Alter zu tun, das ist einfach ein großes BB mit allen Organwerten und auch 1 oder 2 SD-Werten - ich würde es sogar bei jedem Hund so alle 18Mon mal machen lassen. Dann hat man immer etwas, worauf man zurückgreifen und womit man vergleichen kann und kann ev. Entwicklungen gut verfolgen.
    Warum machen sich so viele Leute solche Gedanken über eine sinnvolle und ausgewogene Ernährung, finden aber ein Blutbild überflüssig oder sogar übertrieben :???: ????

    Und die 100,- alle eineinhalb Jahre - mir ist das mein Hund auf jeden Fall wert (wobei wir jährlich mindestens das Doppelte nur für Blut-US ausgeben müssen...... :ugly: )

    Aus der praktischen Erfahrung kann ich immerhin berichten, dass viele Dinge ohne Besitzer schneller und einfacher gehen und die Hunde erstmal "etwas klein mit Hut" sind und durch entsprechende - sichere! - Fixation viele Dinge ohne großes Tamtam schnell erledigt sind. Während andersherum Kleinigkeiten manchmal echt zum Kraftakt werden und sich die Hunde mehr und mehr in ihr "Dilemma" steigern, wenn Besitzer unbedingt selber halten und tüddeln wollen.

    Mein Hüterich hat ja - gerade in seiner ersten Zeit bei mir - schon so einige Tierarztpraxen auseinandernehmen wollen. Und auch ein Maulkorb hilft nur bedingt, wenn ein großer Hund voller Angst und Wut quasi um sein Leben kämpft - da nützen auch 3 Leute nichts, um dem Hund Blut abzunehmen.

    Zur Blutabnahme müssen wir mindestens 2xjährlich - für mich immer ein Graus und 2 TÄe hatten mir schon nahegelegt, mit dem Hund bitte woanders hinzugehen.
    Dann hab ich einen guten Freund - der in jeder Situtation völlig gelassen und pragmatisch bleibt wenns um Vierbeiner geht - gebeten, die Blutabnahmen zu übernehmen. Hundi bekam also vor der Praxis von mir den MK drauf und die beiden sind gleich durchmaschiert ins Sprechzimmer - nach 4Minuten war alles erledigt und ich konnte meinen Hund draussen wieder in Empfang nehmen. Einstimmigen Berichten zufolge gab es weder Kämpfe noch Attacken, der Hüterich hatte zwar Angst - aber was sind solche 4Minuten gegen 25Minuten Kampf, Drama und Adrenalin.......

    Und mittlerweile geh ich wieder selber mit ihm zur Blutabnahme - ohne Tamtam und Getöse :applaus:

    In diesem Zusammenhang wäre es vielleicht gut, genauer zu wissen, um was für einen Hund es sich handelt. Ich habe mir unter Terriermix jetzt was größeres vorgestellt als einen Dackel / Yorkshire / JRT.

    Bewegung ist nicht immer von der Größe abhängig....... und es gibt viele Terrier, die große Hunde Konditionsmäßig in die Tasche stecken.

    Auch ich finde, daß heute die freie und ungehinderte körperliche Bewegung von jungen Hunden viel zu sehr durch Leinen, Denkspiele und Regeln eingeschränkt wird. Viele Hundehalter haben das richtige Maß verloren - entweder wird ein Hund zwangsberuhigt und geistig dafür überbeschäftigt oder er ballert jeden Spaziergang hinter einem Ball her.
    Schwarz-weiß-Denken verbreitet sich auch in der Hundehaltung immer mehr.......

    Tobt er ab und an auch mal mit anderen Hunden? Kann sich körperlich manchmal ein bißchen abarbeiten?

    Ich lese oben zwar von Gassirunden und Suchspielen/Kommandos - aber eher weniger von rumtoben und sich mal körperlich anstrengen. Auch das ist wichtig für einen jungen Hund - seine körperlichen Grenzen mal zu erfahren und auch mal bis zur raushängenden Zunge rumzutoben. Nicht dauernd, aber eben ab und zu.

    Wenn er körperlich nicht gefordert wird, dann ist er vielleicht abends nur geistig erschöpft........ Das soll jetzt nicht als Aufruf zur permanenten wilden Hetzjagd und sinnlosem Rumgeballere verstanden werden - aber auch oder gerade ein junger Terrier muss körperlich "ausgelastet" werden.

    Ja, denke schon. Es klappt mit allem. Nur nicht mit dieser Tasche....

    Dann würde ich die Ursache erstmal bei der Tasche suchen - umwickel doch den Griff mal mit einem alten Stoffstreifen und reinige die Tasche innen und aussen gründlich - am besten zuletzt noch mit EM abwischen

    Ich würde auch auf Übersprungshandlung - und vielleicht auch inzwischen verinnerlichte schlechte Angewohnheit - aus mangelnder Frustrationstoleranz tippen.

    Wenn sie sich - aus welchem Grund auch immer - aufregt, kann sie mit dieser Emotion nicht umgehen und hat sich "gnabschen" als Ventil gesucht......

    Aber dann reicht auch mein Lob eigentlich aus....

    Eigentlich nicht - denn einen Klicker kann man punktgenauer, präziser und - am allerwichtigsten - emotionslos verwenden. Ein Klicker klingt immer gleich, nie aufgesetzt, verärgert oder übertrieben.
    Und der Klick kommt meistens auch in der größten Aufregung des Hundes irgendwo in seinen Gehirnwindungen an und löst dort - guter Aufbau vorrausgesetzt - durch Dopaminausschüttung positive Gefühle aus.
    So wird vielleicht auch verständlich, warum ein Klicker für fast jedes "Problem" geeignet ist.......

    Ein verbales Lob kann unterstützen, es kann später langsam in manchen Situationen den Klicker ersetzen und auch zwischendrin mal ganz nett sein - aber zum punktgenauen Training und zur Verhaltensformung ist der Klicker unschlagbar *mMn*