Beiträge von Dächsin

    Soso, er würgt nicht?
    in diesem Video klick geht es um Shadow (der wurde den Besitzern nach der Ausstrahlung dieser Folge von der Orga, die ihn mal vermittelt hat, wieder abgenommen)
    Wenn man z.B ab Minute 8.50 mal genau hinhört: der Hund kann sich noch nicht mal mehr äußern weil ihm so die Luft abgeschnürt wird....... es geht dort nicht mehr um Aggression sondern nur noch ums nackte Überleben für das Tier!!!

    Wer kann beim Anblick dieses verzweifelten Hundes auch nur ein positives Wort über CM verlieren?

    Gerade bei Mixwelpen - und dann noch unbekannter Herkunft - ist das einfach ein Lottospiel.

    Ich hab mal eine "Gebärmaschinen"-Hündin mit ihren 7 Babys (damals 10Tage alt) aufgenommen. Sie war ein Schäferhund, ev. nicht ganz rein.....
    Als die Welpen dann älter wurden, zeigten sich langsam ziemliche Unterschiede - besonders in der Fellstruktur. Alle waren optisch erstmal SH-Mischlinge, aber von Kurzhaar über Stockhaar und Rauhhaar war alles dabei. Auch ein Mädelchen mit so setterähnlichen Fahnen an Schwanz, Hosen und Ohren war dabei.
    Naja, die Kinderchen zogen aus und ich blieb mit ihnen in Kontakt - das Mädelchen wurde nicht nur riesengroß sondern hatte später auch ganz kurzes Fell :???: . Keine Spur mehr von ihren süßen langen Fransen.
    Dafür war ein rauhhaariger Rabauke später ein rauhhaariger Wuschel....... :lol: Die anderen waren eher Stockhaar und entwickelten sich trotzdem zu optisch echt unterschiedlichen Typen - offensichtlich waren da auch unterschiedliche Väter am Werk.

    Also, wie gesagt - ein Lottospiel.

    Dieses Schleppleinentraining habe ich ja nach 2 Tagen abgebrochen. (Damit war das UP Training bei mir auch beendet). Immer wenn der Hund unaufmerksam ist, Pfeifen und kehrt. Da ging uns jeglicher Spaß beim Spaziergang verloren. Ja uns, auch meinem Hund. Der hat sich gar nicht mehr gefreut wenn es rausging. Runterhängende Ohren, herabhängende gelangweilte Rute. DAS fand ich schon furchtbar, aber dann noch eins Draufsetzen und Sprühen...

    Ich nehme an, daß @Tombär sich auf diesen Part bezieht.
    Bloss hat er leider geflissentlich überlesen oder nicht verstanden, daß es nicht um die Schleppleine ansich sondern um den Umgang mit dieser ging.

    ......fehlende "analytische" Beiträge monieren, aber selber nur das lesen was man will.....

    Wenn die Kleine also wach ist, beginnt irgendwann der Ärger: Beißen in die Bettdecke - Verbot -, Beißen in Schuhe - Verbot -, Beißen in... (diverses) - Verbot -, Beißen in Hand, Fuß... - Verbot -, Wutgeheul, auf dem Flur anleinen - Gejaule. Inzwischen ist es ca. 7.30 Uhr, also Hund zum Lösen in den Garten, Frühstück für Hund, Frühstück für Menschen. Hund liegt ruhig neben dem Esstisch. Nach einiger Zeit kommt er zum Stuhl, beißt hinein - Verbot -, geht zur Jacke, die über dem Stuhl hängt - beißt hinein, zerrt daran... usw. ; dann kommt er auf uns zu, beißt in Hände, Füße etc., Hund in den Flur...

    @37mara73 - wenn du das durchliest, fällt dir was auf?
    Verbot - Verbot - Verbot.

    Deine Einstellung scheint nicht zu deiner Kleinen zu passen - du scheinst nur zu sehen, was der Hund "falsch" macht und reagierst mit Verboten. Es ist bestimmt nicht einfach mit einem Welpen, gerade mit so einer Rasse - aber Humor, Verständnis und Gelassenheit sowie vielleicht ein guter Trainer, der mal ins Haus kommt und sich das Hundchen ansieht - genau das braucht ihr, um das Ruder vielleicht doch noch rumzureissen. Den Trainer einfach, um dir ein paar alltägliche Situationen zu erleichtern und dir und deiner Kleinen die Hundewelpen-Welt zu erklären.

    Die Kleine weiß offensichtlich immer noch nicht, was ihr von ihr erwartet - zeigst du ihr das......in Form von erwünschtem Verhalten belohnen? Dass du sie lobst oder mit einem Kauteil belohnst wenn sie sich neben den Tisch legt - dass du sofort aufstehtst und kommentarlos den Raum verlässt wenn sie in den Stuhl beisst und sollte sie dir dann folgen, dieses Folgen mit "komm" belegst und sie dann belohnst?

    Wenn sie etwas "Verbotenes" macht dann reicht es bei so einem Hundchen nicht, einfach nur ein Verbot auszusprechen. Sie kennt die Welt der Menschen noch lange nicht und weiß nicht, was richtig und was falsch ist - du musst als "Erziehungsberechtigte" ihre Welt und ihren Alltag so gestalten, daß Verbote nicht oder nur wenig nötig sind und die Kleine nur "richtig" reagieren kann. Vielleicht beginnt sie auch langsam zu zahnen - gib ihr etwas Kaltes zu knabbern oder schlecken (Kauteile in der Gefriere, gefrorener Joghurt).

    Es tut mir sehr leid, daß die Kleine nicht eure Vorstellungen erfüllt - aber leider muss ich sagen, daß es an euch liegt. Egal wie du dich entscheidest, ich wünsche dir dabei viel Glück und ein reines Gewissen bei deiner Entscheidung.

    Morgen fahr ich zur TÄ und hole nochmal zwei Flaschen FLEE für Wohnung und Auto und frag sie nach Capstar oder Comfortis und Program.

    Ich kann dir nur empfehlen, die Sachen online zu bestellen - kommt wesentlich billiger und dauert nur 2-3 Tage. Ich hab z.B. für 6Tabl Capstar für großen Hund und 0,5L Bio Insect-Shocker (Umgebungsspray) keine 30€ bezahlt - und hab damit meinen Hund offensichtlich flohfrei gekriegt. Auch die Umgebung scheint relativ clean zu sein...... :smile:

    Und ja, ich finde auch dass dieses Jahr irgendwie extrem ist, was Ungeziefer angeht :verzweifelt:

    Wie geschrieben, ich unterhalte mich sehr viel mit meinem Hund und es wird mit Signalen gearbeitet, lediglich auf verbale Kommandos wird verzichtet.

    Wahrscheinlich ist das das "Geheimnis" von UP: der Hund kann sich nicht darauf verlassen, daß er den HH hört...... um unangenehmen (ich spreche nicht von Gewalt, Schmerzen o.ä) Reizen aus dem Weg zu gehen ist er quasi gezwungen, den HH ständig im Auge zu behalten und dessen Bewegungen hoffentlich richtig zu interpretieren. Denn sonst kommt ein Sprühreiz - auch ein ganz "leichter" Sprühstoss kann für einen sensiblen Hund ein unglaublicher Schrecken sein - oder ein unangenehmer Druck am Hals nach oben.

    Hunde - besonders die ganz sensiblen, die so "erzogen" werden, könen sich am Anfang wie der schwarze Hund auf dem UP-Video benehmen: verunsichert, was nun richtig ist, immer in Erwartung einer unangenehmen Einwirkung.

    Ich verstehe nicht so ganz, warum soviel Leute Interesse an diesem Beitrag haben, wenn das ganze doch sowieso nix für einen ist?

    Weil bisher immer viel heißes Geschwurbel um ein ach so neues Konzept und revolutionäres Prinzip in der Hundeerziehung à la UP gemacht wurde. Und alle hier ahnen, daß die Basis dieser Erzeihung Verunsicherung und ev. auch psychische Gewalt dem Hund gegenüber ist......

    Hinter jeder Aktion eines Hundes (bellen, springen, wedeln, jagen...... egal was) steht eine Motivation, genau dieses zu tun. Und jede Motivation basiert auf Emotionen - erst entsprechende Emotionen veranlassen einen Hund, eine Aktion durchzuführen.

    Verändere die Emotion - und du veränderst die Motivation des Hundes......und damit die Aktion.

    Wenn du Reize über Futter, Lob, Freundlichkeit und langsame Gewöhnung positiv besetzt, dann hat dein Hund keine Veranlassung mehr sich "aggressiv" oder ausfallend zu benehmen. Das nimmt dann unglaublich viel Dynamik und Stress aus den jeweiligen Situationen, bis diese einfach "normal" werden und vielleicht nur noch - wie bei meinem Hund - ein Rankommen und Gucken auslösen. Oder einfach gar nicht mehr beachtet werden......

    Ein Hund ist keine Maschine, wo man oben ein Kommando reinwirft und dann kommt irgendwo die Befehlsausführung raus - es ist ein fühlendes und hochsoziales Lebewesen mit dem grundsätzlich gleichen Lernverhalten wie der Mensch.

    Mein Hüterich kam letztens aus dem Garten rein zu mir (im Sommer sind alle Türen offen) und schaute mich erwartungsvoll an........ und ich sah total entsetzt, daß sein ganzes Gesicht, der ganze Kopf wimmelte von irgendwelchem Viehzeug.

    Bin mit ihm schnell wieder auf die Terrasse raus, hab den Flohkamm gezückt und innerhalb von 10Min. bestimmt 150 kleine, schwarze, etwas lahmarschige Flöhe vom Kopf gekämmt :hilfe: :shocked: - die wurden mithilfe eines schnell angezündeten Teelichts dem Feuertod übergeben...... :omg:
    Ich weiß nicht, wo er die her hatte - ich tippe auf einen Igel oder auf sogenannte Vogelflöhe, die sich in manchen Sommern zuhauf in leeren Vogelnestern befinden und auf ein vorbeikommendes Opfer warten. Es war auf jeden Fall total gruselig und widerlich - ich bin ja echt hart im Nehmen und ein oder zwei Flöhe auf dem Hund finde ich jetzt nicht so hochdramatisch, ich wohne auf einem alten Hof mit Igeln, Katzen und sonstigem Getier, da passiert sowas schonmal. Aber diese Menge....... es war einfach schauderhaft *schüttel* - und ich wollte gar nicht so genau wissen, wieviele davon auf dem Weg ins Haus schon das Flohtaxi verlassen hatten.

    Obwohl ich kein Freund von Flohtabletten bin, habe ich Capstar bestellt (Spotons verträgt er nicht) und den Petvital Bio-Insect-Shocker als Umgebungsspray.
    Und toitoitoi - nach gut 3 Wochen sieht es so aus, als ob kein Floh dieser Invasion überlebt hat. Die Capstar-Tabletten gehen ja innerhalb von 48Std durch den Hund - man gibt sie halt im Abstand von einigen Tagen immer mal wieder. Ich habe nur 4Stück im Abstand von 4Tagen gegeben - kein Kratzen, kein Flohkot (in seinem Fell aber schwer zu finden), kein Anzeichen von Befall.
    Zusätzlich hab ich das Umgebungsspray benutzt und mein altbewährtes Kieselgur großzügig verteilt...... :ugly: ...... super, ich musste "nur" den Hund vergiften

    Dein Beispiel mit dem Chef verstehe ich genauso, wie du es meinst. Klar kann ich nur mit verbalem Lob keine Miete bezahlen, aber der Moment des Lobes ist extrem motivierend und spornt mich wahrscheinlich mehr an, als ein paar Euro mehr am Monatsende.

    Um nochmal zu verdeutlichen, Kern in unsererem täglichen Umgang mit dem Hund ist die Annerkennung von uns gewünschten Verhaltens, welches der Hund von sich aus zeigt

    Kern meines täglichen Umgangs ist, die Situationen - von denen ich weiß, daß mein Hund (mit schlechter Vorgeschichte) kein "erwünschtes Verhalten" zeigen wird - so zu gestalten, daß er dem erwünschten Verhalten möglichst nahe kommen kann und dadurch immer und immer durch Lob und Belohnung eine positive Erfahrung macht. (Das war mir besonders wichtig - er hatte in seinem Leben vorher so viele Verbote und Anweisungen bekommen........ lernen über Lob und Bestärkung war für ihn etwas ganz Neues und sehr erstrebenswert)
    Das klappt natürlich nicht immer da man selber wenig Einfluss auf die von aussen kommenden Reize hat. Aber man lernt, auch dann angemessen zu reagieren und vor allem übt man, während Reize und Ablenkungen sehr fern sind.

    Aber jetzt nur mal so um zu verdeutlichen wie ihr arbeitet, folgende Frage; wie würdet ihr in der Situation vorgehen, wenn euer Hund aggressiv auf einen Radfahrer reagiert. Soll heißen, springt Schulterhoch an der Leine, bellt und knurrt. Was genau würdet ihr machen, wie geht ihr vor?

    Hat mein Hüterich gemacht - und wenn er gekonnt hätte, hätte er auch herzhaft zugebissen in solchen Momenten. Wir haben geübt........ vorher, mit Fahrrädern in weiter Entfernung, Mopeds nach Gehör, Trecker und LKW in Sichtweite, aber mit Distanz. Jeden Blick zum Objekt habe ich geklickert und belohnt..... jedes Ohrenzucken in Richtung Moped. Immer mit einem Wort belegt (ach, ein Auto - Fahrrad - Trecker)
    Klar kommt es trotz und während der Übungen auch mal vor, daß mir ein Radfahrer von hinten fast reinfährt und der Hund austickt - aber das ist eben so und man lernt, damit umzugehen.
    Er hat mittlerweile gelernt, Auto - Trecker - Fahrrad - Moped bedeutet: wir gehen auf Seite und es gibt was Tolles. Er kommt zu mir, wenn ER ein Auto hört und schaut mich an: Ey, Frauchen, da kommt ein Auto.......

    Klar hat das gedauert - aber es gab keinen Zwang, Druck. Nur von mir ein freundliches "ach, ein Auto" und für seinen Blick zum Auto ein Leckerchen. Jetzt ist ein Auto für ihn positiv besetzt......