Beiträge von Dächsin

    Hallo - so eine vierbeinige Baustelle ist nicht wirklich schön.
    Aber vielleicht suchst du hier klicken mal nach einem Trainer in deiner Nähe und rufst einfach mal an. Eventuell weiß er/sie erstmal einen Rat, hat eine Idee, bietet Ratenzahlung....... einfach mal fragen!
    Du brauchst jemanden, der sich den Hund mal bei dir anschaut und seine Einschätzung gibt.

    Zusätzlich würde ich den Hund mal beim Tierarzt auf den Kopf stellen lassen, dort besonders nach Schmerzen im Bewegungsapparat schauen lassen und die Schilddrüse sollte auch untersucht werden.

    Edit: und so ein Training kostet erstmal 3-4 Stunden, aber dann hast du eine Menge "Werkzeug" in der Hand und kannst selber erstmal deinen Umgang optimieren. Und dann sieht man weiter, vielleicht kann man im Bedarfsfalle auch mal mit dem Trainer telefonieren?
    In einer Doppelstunde lernst du so unglaublich viel über deinen Hund - das ist mit Geld fast nicht zu bezahlen (wenns ein gescheiter Trainer ist, aber dafür habe ich dir oben den Link eingestellt)

    Der zitierte Teil ist verschwunden, deshalb nochmal:

    Mein Hüterich hat auch SDU- und trotz guter Einstellung muss ich immer seinen Stresslevel im Auge behalten.
    Es ist nicht mehr so schlimm wie vor der Behandlung, aber es gibt Tage wo ich tatsächlich überlege, ob ich vielleicht seine Tablette vergessen habe......
    Schildis bleiben ja meistens stressanfällig - und bei uns hilft dann nur noch Management. Wobei ich in der glücklichen Lage bin, auf einem großen Hof in der Pampa zu wohnen....... selbst an absoluten Ruhetagen kann er sich also frei draussen auf dem Hof bewegen, wenn er möchte.
    Aber wenn 2, 3 Tage so richtig viel los war (und in seinen Augen reicht es, wenn z.B der Schornsteinfeger da war, wir mit einer Hundegruppe Gassi waren und einen Ausflug an die Ostsee gemacht haben) - dann sind hier auch mal 2 Tage mit wenig bis 0 Action angesagt.
    Der Hüterich liegt dann auch freiwillig drinnen und schläft sehr viel, mehr als an "normalen" Tagen. Das musste er aber auch lernen - ich habe ihn einfach immer dazu ermuntert, mit mir reinzugehen und sich in seine Kudde zu legen. Im Falle des Beschäftigungsnotstandes lasse ich ihn drinnen etwas suchen - das reicht ihm dann erstmal.
    Alternativ hilft auch langweiliges Laufen am Fahrrad - dann aber angeleint, weil sonst ist es nicht stupide genug ;) ........ da muss ich aber auch auf seine körperliche Verfassung achten.
    Grundsätzlich habe ich mir angewöhnt, alle Umstände zu meiden die seinen Stresslevel noch erhöhen könnten - besonders, wenn er eh so drüber ist. Geht zwar nicht immer, aber man lernt vorausschauendes Planen und daß dem Hund Kuscheln manchmal mehr bringt als ein für ihn aufregender Spaziergang.

    Er reagiert so gut wie nicht auf Futter, egal was ich ihm biete

    Er ist offensichtlich viel zu gestresst draussen - Stress verhindert nicht nur, daß der Hund etwas fressen kann sondern auch, daß er lernen kann!!

    Geschätzt von 15 mal Kommando, 3 mal erfolgreich.....

    Dann übe nur 2, belohne diese aber megahochwertig. Die Politik der kleinsten Schritte - die ist meistens erfolgreicher als 15 Kommandos zu geben, von denen aber 12 "scheitern". Das frustet dich, frustet den Hund und keiner von euch hat etwas davon.

    Wenn wir es mal geschafft haben fünf Schritte bei Fuß zu gehen, sprang er dann sofort aus der Spur...

    Dann belohne 3 Schritte bei Fuß - 5 schafft er offensichtlich noch nicht.


    und tat wie er wollte....

    Unterstell ihm doch das bitte nicht - er kann momentan nicht anders, egal aus welchem Grund.

    Der Hund ist erst!! 4 Wochen bei euch - er ist ziemlich in der Pubertät - die Umgewöhnung fällt ihm vielleicht schwer?
    Er ist noch nicht bei euch "angekommen", kann euch noch nicht richtig einschätzen (wie reagieren sie wann, was wird von mir erwartet) und ist eventuell mit all dem Neuen um ihn herum völlig überfordert. Das macht ihm Stress - und deshalb benimmt er sich draussen auch so rüpelig. Viele neue Eindrücke, noch nicht angekommen sein....... was hat er bisher erlebt?

    Es kann durchaus sein, daß ihm das alles total zuviel ist und er keine Ahnung hat, wie er sich in welcher Situation verhalten soll. Zusätzlich spielt in diesem Alter noch ein völlig ungeordneter Hormonhaushalt eine große Rolle, da ist das Gehirn manchmal vorübergehend geschlossen ;)
    Denkt mal darüber nach und versucht, euch in sein Gefühlsleben reinzudenken. Zeigt ihm in aller Ruhe und ganz entspannt, was ihr erwartet (lest euch mal in Markertraining und Click-for-Blick ein).
    Viele Hunde wissen es einfach nicht besser und haben nie gezeigt bekommen, was das "richtige Verhalten" ist.

    Wenn du jede "richtige" Reaktion von Aaron mit einem Markersignal (Klick oder Wort, vorher wird das aber aufkonditioniert) belohnst, dann schaffst du für ihn einen begreifbares Umfeld. Das kann in den ersten 2 Wochen zu hundertfachem Klick am Tag führen, schult aber auch die Aufmerksamkeit des Menschen dafür, was der Hund doch alles richtig macht.
    Das kann erstmal alles sein: das Hinsetzen ohne Aufforderung, ein ruhiger Blick zu dir, ein kurzes Verharren an der Leine, eine Reaktion auf ein von dir gesprochenes Wort........ einfach alles.

    Das hört sich erstmal mühselig an - aber es ermöglicht dem Hund sehr schnell, von ihm Erwartetes zu erkennen. Es ermöglicht euch, durch ganz genaues Beobachten den Hund besser und vor allem positiv kennenzulernen und den Fokus wegzukriegen von all dem Negativen (er darf nicht- er macht nicht- er benimmt sich unmöglich).
    Es kann für beide Seiten erstmal sehr "gewöhnungsbedürftig" sein, neigt doch vor allem der Mensch dazu, erstmal nur negatives Verhalten wahrzunehmen und das korrigieren zu wollen. Aber nach 2,3 Tagen geht es viel besser und auch der Hund wird sich freuen, euch ganz viel recht zu machen und euer Lob und Aufmerksamkeit zu bekommen.

    Und ja, wenn er "draussen" erstmal so überfordert ist, dann kürzt die Gassizeiten, geht zu Uhrzeiten raus wenns draussen ruhiger ist....... und übt "drinnen", was ihr "draussen" von ihm erwartet. Und erwartet selber nicht, daß es schon nach 5Tagen perfekt ist...... viele Dinge brauchen ihre Zeit.

    Es wurden alle vier Schilddrüsenwerte abgenommen. Alles in Ordnung.

    Es sind 8 Schilddrüsenwerte, die zu einer korrekten Diagnose bestimmt werden.
    Die vier Hormonwerte sollten in der oberen Hälfte der Referenz liegen - die anderen 4 so niedrig wie möglich sein.......

    Naja, daß der ft3 unten aus der Referenz rutscht kommt öfter vor - aber dann ist der Rest meistens auch nicht so dolle. Der ft3 ist ein recht flüchtiger Wert der aus dem T3 gebildet wird. Und er wird umso niedriger, je weniger T3 vorhanden ist.
    Alle Werte sollten so etwa in der Mitte des Referenzbereiches liegen - oder noch darüber. Bei jüngeren Hunden gerne im oberen Drittel. Wurden auch die Antikörper bestimmt? Die geben Auskunft über ein autoimmunes Geschehen in der SD - ansonsten könnte auch eine andere Ursache hinter erniedrigten SD-Werten stecken. Das ganze Thema ist ziemlich komplex - und eine umfassende Diagnose mit gründlicher Allgemeinuntersuchung ist sehr wichtig für die Feststellung einer SDU. Ein paar SD-Werte reichen da leider nicht........

    Allerdings solltest du dir vielleicht noch einen anderen TA suchen - die obigen Aussagen zeigen, daß die SD nicht gerade zu ihrem Gebiet gehört.


    Bist du bei FB? "Schilddrüse und Verhalten beim Hund" ist eine Gruppe über SD-kranke Hunde mit unglaublich vielen Infos und Hilfen rund um Probleme mit Diagnose - ebenfalls einer Ärzteliste.

    Edit: natürlich gibt es Tabletten, die nur T3 substituieren..... auch in D! - allerdings fängt man erstmal mit dem T4 an.

    Hm, was das Bellen angeht...... habt ihr mal geschaut, was der kroatische Schäferhund überhaupt für ein Typ ist? Ich glaub, es gibt mehr über sein ungarisches Pendant, den Mudi - da findet man so einiges zum Nachlesen.

    Bellen gehört zu seinem Wesen, es sind relativ laute und gesprächige Hunde - und sie müssen irgendwas zu tun haben, eine Beschäftigung die sie fordert und sehr viel Bewegung. Wenn die Kroaten oder die Mudis unausgelastet oder gelangweilt sind, dann können sie unausstehlich sein.

    Versucht doch auch mal, etwas wegzukommen vom Ausdruck "Befehl" - ihr führt da keine Truppe sondern nur einen Hund. Die Einstellung "ich befehle ihm" macht etwas mit dir....... und dadurch auch mit dem Hund - und in meinen Augen ist das in dem Moment eher negativ.
    Seht ihn als Partner, Familienmitglied, Kumpel - dem ihr zeigt, welches Verhalten erwünscht ist und was sich lohnt. Erst wenn er weiß WAS er nun tun soll - dann kann er das auch tun. Das dauert aber, sowas zu etablieren, deshalb nicht gleich die Flinte ins Korn werfen.

    So als Beispiel: statt die Leute anzuspringen, soll er ein Spielzeug holen und bekommt dafür etwas. Sucht euch einen guten, positiv arbeitenden Trainer und nehmt einfach mal 2 oder 3 Stunden bei ihm - das reicht häufig, um einen Haufen Tipps, Kniffe und Einschätzungen zu bekommen und eine Art "Anleitung" zum erfolgreichen Training.