Mein Hüterich hat auch eine schwere Vorgeschichte und dadurch ziemliche Schwierigkeiten im Umgang mit Menschen - er hat einige Male gebissen, und das nicht nur oberflächlich. Zusätzlich wurde ihm früher das komplette Repertoire des Warnverhaltens (Knurren, Fletschen, Warnschnappen) mit einer Schaufel ausgetrieben.........
Auch wenn er mittlerweile bald 5 Jahre bei mir ist und sooooo viel freundlicher und unbefangener Menschen gegenüber ist - ich lasse engeren Kontakt trotzdem nur zu wirklich vertrauten und hundeerfahrenen Leuten zu. Die sind quasi handverlesen
!
Er hat mehrere gut sitzende Maulkörbe, wenn die Gegebenheiten zu unübersichtlich sind (viele Leute), dann kommt halt einer drauf und gut ist. Ansonsten achte ich immer!! penibel darauf, daß ihm niemand zu nahe kommt, setze mich dafür auch mal etwas abseits und nehme ihn eng zu mir.
Es ist manchmal sehr anstrengend, dauernd die Aufmerksamkeit beim Hund und rumwuselnden Leuten zu haben....... im schlimmsten Falle wird er halt mal für eine Zeit weggesperrt. Das kommt aber nur alle Jubeljahre mal vor, da ich mir im Vorfeld schon immer Gedanken mache, wie ich mit gewissen Situationen und Hund umgehen kann.
Man bekommt Übung und es wachsen einem einfach noch zusätzliche Antennen, wenn man mit so einem Hund zusammenlebt 
Wahrscheinlich bin ich mittlerweile zu übervorsichtig, denn mein Hüterich hat unglaubliche Fortschritte in all der Zeit gemacht - manchmal tut er mir richtig leid, weil er besonders Kindern so sehnsüchtig zuschaut und gerne mal hingehen würde. Aber das Risiko ist mir viel zu groß, ihn kann ich einschätzen, aber Kinder verhalten sich häufig nicht hundegerecht....... und viele Erwachsene benehmen sich gerade so einem Hund gegenüber auch komisch 
Du musst lernen, die Situationen mit Hund zu managen und niemanden an ihn ranzulassen - gerade, wenn man im Trubel abgelenkt ist, kann das übel enden. Verabschiede dich von dem Gedanken, ein Hund müsse alle Leute mögen oder partytauglich sein - und übe dich darin, die Leute von deinem HUnd fernzuhalten 