Beiträge von Dächsin

    Hm - ich habs versucht, so mit schönfüttern und durchstecken und so. Das hat er aber iwie nicht so richtig kapiert und dann hab ich es iwann einfach mal drübergezogen....... den Hüterich hat das Mützchen ziemlich wenig beeindruckt und gestört. Das hab ich damals als gutes Zeichen für meine Näh- und Konstruktionskünste gewertet :D

    Er war zu der Zeit aber auch ziemlich hektiksch, nervös und "kopflos" - der hat viele Sachen einfach nicht wahrnehmen können weil sogar das schiere Leben an sich zu aufregend war - die Schilddrüse lässt grüssen ;)

    Ne, leider nicht:???: - das Mützchen ist längst in der Tonne und irgendwann hat sich mal mein PC aufgehängt und sämtliche Inhalte geschluckt.

    Wie eine "Tüte" - hinter der Schnauze / am Maulwinkel fing sie an, da mit Gummi rundrum. und dann eben sich weitend bis kurz vor die Ohren (ich wusste damals nicht, wie ich hätte das mit den Ohren lösen sollen.). Da auch ein Gummi rundrum drangenäht und eben die drei Bändels.

    Das ganze Dingen war gerade mal so 25cm lang (von einem Gummi zum nächsten) und war auch eher mit der heißen Nadel zusammengeschustert. War ja nur ein Probeteil........ (Improvisationen halten am längsten)

    Es saß auch ziemlich locker und vor den Augen leicht bauschig, ich wollte mein Nervenbündel ja nicht noch zusätzlich einengen....

    Als mein Hüterich zu mir kam war er ja u.a. ein Nervenbündel und flippte ständig in alle Richtungen aus. Da hab ich mich auch mit Calming Caps beschäftigt, für einen Versuch waren die mir aber zu teuer. Also hab ich kurzerhand eine alte, halbdurchsichtige schwarze Bluse von mir zerschnitten und einfach so ein "Mützchen" genäht.

    Reichte von den Maulwinkeln (um die Schnauze, mit dünnem Gummi) bis zu den Ohren - zwischen und unter den Ohren waren Bändel dran mit denen ich das Mützchen am Halsband festgebunden hab.

    Es war einfach nur halbdurchsichtiger Stoff, aber der Erfolg war durchschlagend! Weil er dadurch nicht mehr so viel und gut sehen konnte wurden optische Reize gemindert und vor allem sein Nervenkostüm massiv geschont..........Ich kann dir nur den Versuch damit empfehlen, im Zweifelsfalle selber eine Bluse zerschneiden oder auch einfaches Fliegengitter (vielleicht doppelt legen) einfach mal dem Hund vor die Augen wurschteln und sehen, wie er damit klar kommt. (Und weil das selbstgenähte "Mützchen" völlig ausreichend war, hab ich auf ein gekauftes Cap verzichtet)

    ein paar Monate war das Ding in gewissen Situationen im Einsatz, besonders beim Autofahren oder in der Nähe von Menschenmengen. Nach dieser Zeit hatten wir beide zusammen Strategien entwickelt, die das Mützchen überflüssig machten. War aber echt ein tolles Hilfsmittel!

    Edit (ich hätte vorher nach Eye Wear googeln sollen :roll:)....... mit solchen Brillen hab ich keine Erfahrung, vielleicht ist jetzt mein obiger Beitrag auch überflüssig? Ich lass ihn trotzdem stehen ;)

    Ich verstehe nicht so ganz, warum du dich so auf das Klettern versteifst? Ein Hund kann genauso gut (und genauso schnell) entweder ein Loch in den Zaun beissen oder sich untendrunter durch buddeln.

    MMn sollte da ruhig ein Maschendrahtzaun hin - 1,80 sollte locker reichen. Davor eine Hecke aus einheimischen, blühenden Pflanzen und Sträuchern pflanzen. Kirschlorbeer ist - wie oben schonmal erwähnt - fast ein Verbrechen an der Tierwelt :igitt:

    Um die Hecke in der ersten Zeit zu schützen kann man direkt davor nochmal einen niedrigen, billigen Zaun aufstellen - sowas wie Karnickeldraht, Schweißgitterzaun, niedrigen (ev. gebrauchten) Wildzaun. Ist nicht schön, aber nahe genug an der Hecke schützt er eben diese und hindert den Hund an irgendwelchen Buddel - und Kletterversuchen für die Zeit des Anwachsens.

    Gegen Buddeln, Beißen und Klettern hilft meistens auch etwas das sich "Erziehung" nennt........... ;)

    Kann denn irgendwas passieren wenn ich jetzt Hormone gebe und sie hat keine Unterfunktion?

    Du solltest dich doch bitte mit einem kompletten SD-Profil an einen SD-erfahrenen!! Tierarzt wenden. Hilfe im Forum ist ok, Diagnose kann gerade bei so einer schwierigen Sache keiner so einfach stellen - sogar viele TÄe sind ja damit überfordert. In ganz seltenen Fällen werden Hormone "auf Versuch" mal gegeben - grundsätzlich finde ich das aber ein Zeichen dafür, daß niemand weiß was los ist und einfach wild rumprobiert. Die Hormone auf Verdacht können eine ev. gesunde SD so entlasten, daß diese sich "aufs Altenteil" zurückzieht und ihre Tätigkeit runterfährt oder einstellt...... muss ja nicht sein!

    TSH ist ja ok

    Das ist immer umstritten - gerade die Spezis unter den SD-Tierärzten reden von einem TSH von 0,1 als Grenze, alles darüber sei zumindest beobachtenswert wenn nicht sogar der Hinweis auf eine Fehlfunktion. Man muss bedenken, daß bei Hunden sämtliche Referenzwerte als großer Querschnitt genommen wurde aus !gesund erscheinenden! Hunden - bissi blöd ausgedrückt, aber ich bin noch nicht so ganz wach ;)

    Die oben schon genannte FB-Gruppe "Schilddrüse und Verhalten beim Hund" bietet da wirkliche Hilfe, sie können die Werte zuverlässig interpretieren, nennen dir wirklich fachkundige Tierärzte und unterstützen dich auch bei dem weiteren Weg. Diese Gruppe ist eine echt fundierte Anlaufstelle im www.......

    mMn sind die Werte deines Hundes behandlungsbedürftig (habe selber einen SD-Patienten und habe mich mangels tierärztlicher Unterstützung in der Nähe weiterbilden müssen) - trotzdem solltest du gerade mit Hormonen echt vorsichtig sein und eine einigermasse gesicherte Diagnose eines TA einholen....... ansonsten wird es nämlich im RL auch schwierig, bei Problemen Unterstützung vom TA zu kriegen.

    Ich habe mir eine schriftliche Diagnose eines SD-Spezis aushändigen lassen und bin damit zu den hiesigen TÄ gegangen. Irgendwoher müssen ja die Tabletten kommen......... und selbst da bin ich dann auf Widerstand gestossen "der Hund ist aber weder dick noch träge" :wallbash:

    Wie kann man denn die Umwandlungsstörung herausfinden?

    Erst wird der Hund "normal" auf Schilddrüsenmedis eingestellt - das ist häufig ein längerer Prozess mit dauernden Anpassungen der Dosierungen. Unter den Medis sollte der T4 im oberen Referenzbereich liegen - ich glaub es ist Laboklin, die haben eigens einen Referenzbereich für Hunde unter Substitution.

    Und wenn man über Monate den T4 beobachtet und der schön oben ist, der T3 aber immer noch unten im Keller dümpelt und ums Verrecken nicht mit hochzieht........ dann kann man anfangen, an eine ev. Umwandlungsstörung zu sprechen.
    Allerdings sollten vorher noch andere Parameter abgeklärt werden, die zur Umwandlung von T4 in T3 unbedingt nötig sind: Eisen, Selen und Zink. Wenn das alles fehlt bzw so zuwenig ist, dann kannst du oben massig T4 reinkippen - es kommt nie genug T3 raus.

    Erst wenn das alles abgeklopft ist, dann kann man von einer Umwandlungsstörung sprechen ;)

    Edit: ach ja, man sagt auch, der T3 "macht" Verhalten.......

    Abgesehen davon, daß ich es ebenfalls richtig und sinnvoll finde wenn Hund sich nicht mit dem grobmotorischen Schweinchen auseinandersetzen muss und er wirklich nur "dabei" ist (auf Abstand) und sonst nix mit dem Baby zu tun hat.......

    Du solltest jetzt schon ab und zu das aktive Abwenden vom Baby belohnen - also Baby schreit, Hund spitzt die Ohren und schaut hin und dreht sich dann weg/ zu dir um. Dann gleich Marker und Belohnung rein. Aber nur, wenn das Abwenden ohne Aufforderung von selber geschieht - nicht, wenn du in ansprichst, schnalzt, zuppelst oder sonst was.

    Das kannst du gut nebenbei machen, darfst aber nicht die ganze Zeit angespannt auf sowas lauern denn sonst ist die Situation wieder leicht aufgeladen. Eher nebenbei, muss auch nicht jedesmal sein ...... so lernt Hundi, daß abwenden/ weggucken/ weggehen auch eine Alternative ist wenn er in Babys bzw später Kleinkinds Nähe ist.

    Konnte nicht mehr editieren:

    auch ich kenne zwei ACD - von klein an. Sie WAREN lieb, sozial, verträglich und verspielt mit anderen Hunden, gut zu führen und hatten sogar ein Zuhause, daß der Rasse eher entgegenkommt als eine Haltung in einer städtischen Wohnung. Sie wohnten auf dem Land mit viel Platz und eher wenigen Umweltreizen, sollten im Sport geführt werden, ein Halter hatte sogar "Hobbykühe" um mit dem Hund irgendwann mal zu arbeiten.

    Der eine ACD wurde mit knapp 2 abgegeben, er jagte, vertrug sich nicht mehr mit anderen Hunden und fing an, seine Familie zu maßregen.
    Der ACD mit den Hobbykühen wurde mit knapp 4 Jahren online bei einer Notorganisation gesichtet, seine Spur verliert sich leider......

    Beide Halter waren durchaus bemüht, haben Trainer konsultiert, sich belesen und informiert und hatten durchaus eine gewisse Ahnung, auf was sie sich einlassen.
    Trotzdem haben aber beide die dynamische und energische Art des ACD unterschätzt - schade drum, besonders der eine war ein wirklich toller Typ

    Alle ACD's die getroffen und erlebt habe sind 100% das Gegenteil.

    Da stehen doch die Antworten drin:

    Das Problem ist, dass Du bei jeder Rasse, die eine erhöhte Neigung zu aggressivem Verhalten mitbringt, nur die Exemplare triffst, die das nicht haben ... die anderen, die laufen nämlich gar nicht da mit ihren Hunden, wo Du sie treffen kannst. Die renne draußen in der Einsamkeit herum. Daher kannst Du nur die netten kennenlernen.

    Oder aber Du triffst diejenigen, deren Besitzer richtig, richtig viel Arbeit reingesteckt haben und den Hund entsprechend führen und managen. Was in der Regel Erfahrung und ein gewisses Geschick vom Hundeführer verlangt.