Beiträge von Dächsin

    Es gibt glaub ich u.a. bei FB solche Gruppen, die für solche Fälle Geld sammeln. D.h., wenn der HH nicht in der Lage ist, eine wirklich notwendige OP oder Behandlung zu bezahlen. Ob das für diesen Fall auch gemacht würde? Immerhin, man kann da mal fragen.......... so als Gedankenanstoß.

    Und dann würd ich auch bei FB versuchen in den Hundegruppen, die sich mit Gelenksgeschichten beschäftigen, Erfahrungswerte über Femurkopfresektionen bei schwereren Hunden zu finden und dann darüber die TÄe kontaktieren die diese OP durchgeführt haben.

    Und ja, ich gehe auch davon aus daß andere, unterstützende Maßnahmen durchgeführt bzw mindestens besprochen wurden. Mit richtig guter Physio kann man eine Menge machen - z.B. ist ein Wackelbrett für die Stärkung der kurzen Muskelfasern sehr hilfreich!

    Ebenso angepasste Ernährung mit Zusätzen wie dem oben schon genannten Schachtelhalm, Grünlippmuschel, Hyaluronsäure und all diesen Sachen. Da will ich jetzt aber keine Grundsatzdiskussion anstossen ;)

    Hier war mal ein großer Hund im Urlaub, der auch eine Femurkopfresektion beidseitig hatte. War zu dem Zeitpunkt ein gutes Jahr her, der Hund lief einwandfrei....... Hatte bestimmt auch so gute 35kg.

    Da: klick mich gibts ein nettes Videotagebuch über einen Hund mit Femurkopfresektion und die Heilung / Nachsorge.

    Ich danke dir für deine lieben Worte - es ist echt schwer, sich damit so plötzlich und unvermutet beschäftigen zu müssen.

    Dieser Schreck letzte Woche hat mir sehr zugesetzt........

    Daß es keine Prognose über den Verlauf geben kann - das ist mir klar. Trotzdem hätte ich mir von dem behandelnden TA, der sich ja auch TK schimpft, mehr erhofft als 2 Blister Tabletten und die Diagnose DCM nur auf Nachfrage meinerseits.

    Ich hoffe jetzt einfach mal, daß mein Schatz noch lange beschwerdefrei und fröhlich bei mir bleibt. Das Ergebnis vom Kardiologen werd ich hier dann aber auch mitteilen.

    Das bedeutet halt auch, dass die überaus freundliche, redselige Person, die ich gerne bin, unfreundlich sein muss oder zumindest ablehnend. Dass ich manchmal unnett zu distanzlosen Omas sein muss, die dem Hund ängstigen. Ich bin wirklich ausgesprochen ungern unfreundlich zu alten Omas. Aber, im Zweikampf Starrende, vorgebeugte Oma die "Ja wo is er denn? " säuselt vs.

    Hund, der denkt, die Oma will ihn meucheln. Und der, bevor er sich meucheln lässt, der Oma lieber ins Gesicht schnappt, damit sie endlich die Klappe hält, beschütze ich den Hund, bevor er sich noch bedroht fühlt.

    Was leider heißt, ich muss die Oma wortlos stehen lassen oder so.

    Für mich ist das...hart.

    Jaaaaa - das kenn ich. Allerdings, echt schwierig wirds, wenn man dann doch noch drei Worte übers Wetter wechselt und das Gegenüber die ganze Zeit auf den Hund starrt und dann - trotz vorherigem Hinweis von mir, daß er fremde Menschen nicht mag - mit gesäuseltem: der guckt aber soooo lieb und ist ja sooooo brav! auf Hundi zustapfen will. Ich könnte jedesmal in die Luft gehen und habe echt keine Nerven mehr dafür zu erklären, warum man " den Teddy der so lieb guckt" nicht doch streicheln darf.

    Manchmal denk ich, daß den Menschen in relativ kurzer Zeit sehr viel Wissen um das Wesen der Tiere und den Umgang mit ihnen abhanden gekommen ist.

    "im Zweikampf Starrende, vorgebeugte Oma "......... :applaus::lol::lol:

    Ich schreibe hier auch mal rein - vielleicht auch eher, um meine etwas wirren und verunsicherten Gedanken zu sortieren:

    Letzte Woche Montag waren wir (der Hüterich und ich) wie immer bei meiner Freundin auf dem Pferdehof zum helfen. Die Trails abmisten, die Senioren versorgen....... da läuft er immer mit, daddelt mit 'nem Stock rum, sucht versteckte Leckerlis...... ist einfach gerne dabei. Danach geht er ins Auto (das immer! im Schatten steht und offene Fenster hat) während ich zur großen Herde gehe.

    So auch letzte Woche - hat alles etwas länger gedauert und ich hab mich auch noch verquatscht - komme also etwa nach 2 Std. zum Auto und will hinten die Lüftungsklappe schließen......... da liegt mein Hund bewusstlos! hinten drin. Vorher bin ich schon 2mal am Auto vorbeigelaufen und hab reingeschielt und gedacht, wie fest er doch schläft!

    Tierklinik angerufen, 25km hingedüst - Hund immer noch ohne Bewusstsein. Auf seiner Decke reingetragen und dann in der Praxis über den Boden gezogen - immerhin hat er gute 32kg. Ich musste dann tatsächlich noch warten, bis 2 Impfkunden ihre Termine wahrgenommen hatten. Mittlerweile waren seit der Entdeckung der Bewusstlosigkeit über eine Std vergangen.......

    TA hört ab und sagt: ist das Herz, ob er das noch packt ist fraglich! Mir hats fast die Beine weggehauen, ich hab eh schon gezittert wie nix Gutes und war froh, daß ich meinen Hund noch irgendwie lebend in die Praxis geschafft hatte.

    Blutbild gemacht, zwei Spritzen zur Stabilisierung, dann warten. Hund kommt nicht zu sich - Ergebnis Blut ist super, alle Werte ziemlich mittig und im grünen Bereich. Ich hab dann auf einen Herzultraschall bestanden, rein aufs Abhören wollte ich mich nicht verlassen.

    Herzultraschall im Liegen, TA sagt: DCM!

    Hund kriegt noch iwelche Spritzen, ich krieg den Hinweis daß Hund die Nacht nur mit viel Glück überlebt - dann darf ich meinen Schatz wieder ins Auto tragen und zerren. Schnell noch ein paar Tabletten in die Hand gedrückt bekommen mit dem Hinweis, daß es vielleicht einen Versuch wert ist...........

    Erst abends gegen 22Uhr hat der HÜterich versucht wieder aufzustehen - losgefahren zum TA bin ich gegen 14Uhr. So lange war er ohne Bewusstsein bzw hat er ab 21Uhr so langsam wieder reagiert.

    Tja, abgesehen davon daß ich hier in der letzten Pampa wohne und diese TA-Praxis die einzig erreichbare "Tierklinik" weit und breit ist..... der Umgang mit Hund und auch mit mir war alles andere als vorbildlich. Das soll hier auch gar nicht weiter breitgetreten werden, hier in der Gegend gehöre ich zur seltenen Gattung der Fragen stellenden HH und bin bei den TÄen deshalb eher nicht so beliebt.

    Diese Diagnose hat mir die Füße weggezogen - mein starker, lebendiger und über alles geliebter Hund hat so ein kaputtes Herz? Ich wills einfach kaum glauben.........

    Momentan bekommt er 2x1 Cardisure und 2x1/2 Torasemid. Dazu geb ich noch Crataegus und hab jetzt für Ende August einen Termin in Hamburg bei Dr. Krohn als Kardiologen. Kennt den jemand und kann mir was dazu sagen? Der stand auf der Liste des "Collegium Cardiologicum".

    Bei diesem Termin möchte ich gerne erfahren, wo wir stehen und wie es weitergehen soll und wird. Nun ist mein Hüterich nicht so der Allerjüngste (ca. 10,5) und auch nicht der Gesündeste (SDU, HD, Osteoarthrose), aber diese Diagnose hat mich echt eiskalt erwischt.

    Jetzt hab ich so allgemein noch ein paar Fragen an die "Herzhundehalter": Wie handhabt ihr das mit der Trinkerei? Mein Hüterich säuft fürchterlich (trotzdem die Entwässerungstabletten schon halbiert wurden) und pinkelt dementsprechend viel. Und einen Hunger hat er entwickelt....... keine Ahnung, wie ich damit umgehen soll und vor allem, welche der Medis dafür verantwortlich ist? Er ist neuerdings sowas von verfressen, das kenne ich überhaupt nicht! Aber er ist wieder total fit und ganz "der Alte" - keine Spur von dem dramatischen Montag.

    Hmmm - als ich angefangen hab zu schreiben hatte ich massig Fragen im Kopf....... jetzt fällt mir kaum noch was ein. Ich hab natürlich seit letzter Woche Google einmal auf links gedreht, trotzdem schwirren ja immer so viele Fragezeichen um so eine "neue" Krankheitssituation.

    Entschuldigung wenn das alles etwas wirr und durcheinander geworden ist *mea culpa*

    Edit: für mich steht fest, daß die Diagnosestellung und Medikationsverordnung eher suboptimal verlaufen ist, besonders die Entwässerungstabletten wurden so "nebenbei" mitgegeben. Ob das wohl schadet, wenn er das jetzt kriegt und sich das als "überflüssig" herausstellt? Diese Sauferei irritiert mich - tägl so ca. 3,5 L.

    mMn ist dieser "Welpenblues" - den ich auch gar nicht negieren oder schlecht reden will - auch eine Folge sehr intensiver Vorbereitung. Wochenlang beschäftigt man sich mit der Vorbereitung auf den neuen Hund, freut sich, baut Erwartungen auf (egal welche) und genau diese Zeit ist auch wunderbar und sehr schön. Und plötzlich - peng - ist der Welpe da und die Zeit der Vorbereitung und Theorie vorbei.

    Und das lässt häufig ein Loch entstehen, daß der Welpe eben nicht ausfüllen kann. Ist eine ganz normale, psychologisch erklärbare Reaktion. Bei manchen Menschen mehr, bei manchen weniger.

    Jemanden dafür zu verurteilen, ihn anzublaffen oder ganz krass dazu aufzufordern, den Hund wieder abzugeben....... nicht nachzuvollziehen und ich finde es in erster Linie empathielos und einfach ungezogen!

    Liebe Linala , ich hatte mein Leben lang Hunde........ allerdings immer aus 2. Hand. Erwachsene, schwierige, zugelaufene oder ungewollte Tiere. Sie kamen einfach in meinem Alltag "vorbei", es gab hier immer viele Hunde im Haus und nie hatte ich ein Problem mit einem neuen Hund.

    Und dann kam mein Hüterich, ich war davor fast 2 Jahre hundelos und habe mich das erste Mal mit der "Anschaffung" eines Hundes auseinandergesetzt. Alles vorbereitet, mich informiert, mich gefreut........... und dann kam er und ich hatte wirklich Probleme damit, ihn in meinem Leben zu haben! Es gab noch andere Faktoren, aber auch ich hatte diesmal echt ein Problem, mich auf diesen neuen Mitbewohner gefühlsmäßig so einzulassen wie ich es mir vorgestellt hatte.

    Und heute - ich liebe ihn wirklich abgöttisch, er ist das Beste was mir je passiert ist *lalalal - sing*

    Zu dem Thema mag ich auch gerne was erzählen: mein Hüterich ist toll und sehr differenziert im Sozialverhalten und Körpersprache, stellt sich auf jeden Hund ein und geht entsprechend der Situation mit ihm um. "Steifen" Rassen wie Malamute, Akita usw begegnet er distanziert, ebenso sehr schnorchelnden "Plattnasen". Ist aber immer aufgeschlossen, sehr höflich und tendenziell nett, im schlimmsten Fall geht er einfach weg.

    Nun hat eine Freundin einen neuen Hund, lt. TH Boxer-Bulldog-Mix, eine nette und freundliche, immerzu fröhliche Hündin. Leider hat diese einen echt schlimmen Unterbiss, beide unteren Fangzähne und die Schneidezähne schauen raus und der Nasenrücken ist relativ stark gekraust.

    Mein Hüterich konnte so gar nichts mit ihr anfangen, maßregelte sie "grundlos" und ging ihr ansonsten aus dem Weg. Doch die Hündin wollte sich unbedingt wenigstens in seiner Nähe aufhalten und beschwichtigte darum um so mehr. Beim Beschwichtigen fing sie dann auch noch an zu schnorcheln und wieder gab mein Hüterich ihr ein paar auf den Deckel.

    Sehr interessant zu beobachten wie verwirrt und schwer irritiert mein Hund über die sich in seinen Augen widersprechende Sprache war: körpersprachliche Beschwichtigung, dazu aber "Knurren" (Schnorcheln) und "drohender" Gesichtsausdruck (Zähne sichtbar, Nase kraus)

    Auch sehr interessant, wie er sie häufig aus Entfernung beobachtete und offenbar versuchte, sie einzuschätzen.......

    Im Endeffekt hat er sich an ihre "komische" Art gewöhnt und toleriert sie in seiner Nähe solange sie ihm nicht auf die Pelle rückt. Sie wiederum hat gelernt, ihn nicht aktiv zu bedrängen!

    Die Reaktionen aufgrund dieser "Mißbildung" sowie die Entwicklung der Kommunikation untereinander war spannend zu sehen - und ich habe wieder was gelernt: ich hätte vorher Stein und Bein geschworen, daß mein Hund mit keinem anderen Hund aufgrund der Optik Probleme hat.

    Vielleicht läßt du einfach mal Jemanden kommen, der keinen der Beiden kennt und der mit "neutralem" Blick auf beide Hunde mal seine Einschätzung abgibt?

    Ohne dir was unterstellen zu wollen, aber manchmal wird man beim eigenen Hund einfach betriebsblind oder schätzt das jeweilige Verhalten "falsch" ein. Falsch im Sinne der rosaroten Brille oder den eigenen, vorher schon gemachten und gesammelten Erfahrungen mit dem Hund.

    Nur mal so als Denkanstoss......... ich z.B bin immer wieder erstaunt, was eine befreundete Hundetrainerin auch bei meinem Hüterich anders interpretiert / einschätzt als ich selber. Und die "Wahrheit" liegt dann eher in der Mitte ;)

    Hört sich bedingungslos an - zack rein - zu - fertig, egal wie der Welpe reagiert. :roll:

    Oft ist das aber die beste Methode. Kein Gewese drum machen und gut.

    Ich habe eine Box ja nur im Auto. Da wurde auch nichts "behutsam angewöhnt"... Klappe auf, Box auf, Welpe rein, Box zu, Klappe zu, einsteigen, losfahren. (.....)

    Für mich hört sich das wahnsinnig herzlos an.......... man hat kein Ersatzrad gekauft, sondern ein Lebewesen!