Beiträge von Dächsin

    Manchmal gibt es die Medikamente im Ausland wesentlich günstiger. Da müsste man einfach mal googeln und rumfragen, aber in Zeiten der EU ist vieles machbar.

    Ich beziehe (noch) aus die Schilddrüsenmedis für meinen Hund aus England. Meine nette TÄ füllt mir dafür ein internationales Rezept aus, das maile ich dann an die Tierapotheke in England. Im Endeffekt spare ich gut die Hälfte......... wenn der Brexit durch ist, muss ich mal schauen ob das dann noch geht.

    Du kannst ja mal gucken bei https://www.petdrugsonline.co.uk/ . Und das ist das internationale Rezept, muss man nur runterladen und ausdrucken.......: http://images-petdrugsonline.s3.amazonaws.com/Emails/veterinary-prescription.pdf

    Ob die von dir benötigten Medikamente dort allerdings billiger sind, weiß ich nicht.

    Ich hatte nochmal nach den SD-Werten gefragt. Sie waren eher niedrig aber noch im Normalbereich.

    Diese Spur solltest du nochmal unbedingt verfolgen - die Gruppe bei Facebook (Schilddrüse und Verhalten beim Hund) bietet da wirklich hilfreiche Unterstützung, besonders durch sehr erfahrene User und eine Liste von empfehlenswerten Tierärzten.

    Die Geschichte mit den Augen ist auch eher ein Fall für spezialisierte TÄ, besser vielleicht noch für eine TK, wo auch geschaut werden kann, was Koda eventuell noch so als Baustelle hat. Gerade wenn du schreibst, daß die Linsen unterschiedlich scheinen - eventuell ist da mehr im Argen als "nur" eine Erblindung?

    Frag hier doch mal nach auf Augen spezialisierte TK, mach dann dort einen Termin und während du auf den Tag des Termines wartest, lässt du dir die Blutwerte vom TA aushändigen (du hast ein Recht darauf) und fragst damit in der SD-Gruppe nach. (Mein Vorschlag wegen Struktur ;) )

    Daß die Hunde voneinander getrennt werden sollten bzw so gesichert, daß erstmal nix passieren kann........ das weißt du ja selber.

    Ansonsten kann ich leider nicht mehr tun als dir Mut zuzusprechen und dir mal einen virtuellen Drücker da lassen :streichel:

    Manchmal treffen so viele ungünstige Faktoren zusammen, da könnte man einfach verzweifeln. Je nach Mensch ist es halt verschieden und auch die jeweilige Belastungsgrenze und was einen zum Verzweifeln bringt ist total unterschiedlich.

    Und ich verstehe das auch total - gerade weil man als "guter" HH die Hunde als Letztes unter dem eigenen Stress leiden lassen möchte, sie aber durch ihre Bedürfnisse unbewusst Druck ausüben. Den Druck macht man sich aber leider selber im Sinne von "ich muss noch Gassi gehen, was besonderes kochen, die Wauzis auslasten und beschäftigen......." Ich kann mich nicht vielteilen, ein bißchen arbeiten muss ich auch noch und ich bin mit allem alleine. Und dann könnte ich die Hunde einfach auch an die Wand klatschen und selber einfach abhauen! Freude empfinde ich in solchen Situationen an der Hundehaltung auch eher nicht.....

    Hier herrscht ab und an auch Land unter, da ich psychisch etwas instabil bin, finanziell nicht auf Rosen gebettet und durch den alten Hof (den ich aber gerne behalten möchte) ständig im "muss-dringend-gemacht-werden"-Modus hantiere. Momentan habe ich eine sehr alte Hündin hier, die erst nur 2 Wochen bleiben sollte, jetzt aber in die 5. Woche geht und es ist kein Ende abzusehen! Sie schränkt mich zusätzlich zu meinem verhaltensorginellen Hüterich sehr stark ein, da sie kaum weit laufen kann aber hier auch nicht alleine bleiben kann. Der Hüterich ist mangels längerfristigem Auslaufs- und Erkundungsmangel etwas sehr genervt und pöbelt nun noch eher und noch vehementer alles das an, was ich eigentlich schon lange im Griff hatte.

    Dazu ist er mir ja kurz vor dem Einzug der Hündin schwer zusammengeklappt - die Sorge und Angst um ihn und die bisherigen Kosten fressen sehr an mir........

    Also, ich versteh dich (musste mir das bloß grad mal von der Seele schreiben) - und für mich und die momentan beiden Hunde mache ich es jetzt so, daß ich ab und zu einige Stunden mit ihnen an einen See oder Fluss fahre. Da kann der Hüterich schwimmen, toben und sich einfach auslasten und glücklich sein, die Alte liegt derweil am Rand und findet alles spannend. Von so einem Tag oder Nachmittag zehren die beiden einige Tage und mein! schlechtes Gewissen ist erstmal beruhigt. Da reichen dann nicht allzu ausgiebige Gassirunden - ansonsten muss halt der Garten herhalten.

    Ich gönne mir dann einen (halben)Tag in der Woche, an dem ich mich mit dem Laptop ins Bett verziehe, Leckereien neben mich stelle und stumpf ein paar Stunden Serien gucke - das nimmt mir! meinen persönlichen Druck, entlastet meine Nerven und wenn ich dann aufstehe, habe ich auch wieder Bock auf Hundegassi und kann mit Gepöbel ziemlich entspannt umgehen.......

    Ach ja - aufs Vorkochen für meinen Hüterich bin ich erst nach Jahren gekommen. Jeden Tag bis dahin habe ich meinen Tag daran ausgerichtet, wann ich für den Hund kochen muss. Meine Gefriertruhe mit Fleisch für den Hund enthält nun auch weniger Fleisch, dafür ausrangierte Eisdosen (ich bin eine Wiederverwenderin) mit Gemüseeintopf für den Hund. Dafür musste viel von der gleichen Eissorte gegessen werden, aber nun habe ich gut stapelbare Dosen in die die richtige Menge passt.........

    Kopf hoch, die Zeiten gehen vorbei in denen man das Gefühl hat, daß der Hund das "Tüpfelchen-auf-dem-i" ist, daß das Faß fast zum überlaufen bringt.........

    Ach, so eine blöde Frage..........

    Bestimmt gibt es kaum einen HH eines verhaltenskreativen Hundes, der sich diese oder eine ähnliche Frage nicht schon gestellt hat oder stellen wird. So ein Vorfall ist immer ein Schock - aber frag dich doch bitte, wem würdest du wirklich deinen Shezza anvertrauen? Es gibt nicht wirklich viele Plätze für "solche" Hunde, so einen zu finden wäre der absolute Glückstreffer.

    Es ist wohl einfacher, an Shezzas Verhaltenskreationen zu arbeiten als einen neuen Platz für ihn zu finden - und dann willst du ihn bestimmt auch nicht so einfach hergeben.

    Ich verstehe deine Verzweiflung darüber wirklich gut, aber es ist trotzdem kein Grund den Kopf hängen zu lassen :klugscheisser:

    Aber was mir bei euch noch fehlt ist die Arbeit an der Emotion als solche. Sonst habt ihr nur Management for live. (Wir arbeiten zu 70% an den Emotionen und zu 30% mit Management) .........

    Wir hatten am Anfang ja auch das Problem, daß der Hüterich quasi auf alles mit Aggression reagiert hat - Autos, Fußgänger, Radfahrer, Hunde, Mopeds......... einfach alles, was man so "unterwegs" trifft. Jetzt habe ich hier den Luxus, total in der Pampa zu wohnen und konnte zum üben wenigstens ins Dorf gehen, dadurch hatte ich einfach mehr Luft und Zeit, an dem Problem zu arbeiten.

    Prinzipiell wurde erstmal der Klicker aufgebaut und dann eben über den Klicker versucht, alle Auslöser positiv zu markern und hochwertig zu belohnen (Fertigfrikadellen in meiner Faust (zum Auslutschen:roll:) waren in den ersten Monaten fast ein täglicher Begleiter). So also die Emotionen angesichts der "bösen" Auslöser zumindest mal ansatzweise zu neutralisieren, indem sie positiv durch Klicker und tolles Lecker belegt wurden.

    Ich persönlich finde das "Schau" für einen unsicheren Hund sehr schwer. Er müsste dann ja die "Bedrohung" aus den Augen lassen !

    Ich habe mit markern fürs andere Hund angucken gearbeitet , erst wird ins gucken reingemarkert dann wenn der Hund sicherer geworden ist kann und wird er sich allein abwenden.

    Genau, erst ins Starren schon von weitem reinmarkern (klickern), am Besten halt schon, bevor der Hund ausrastet bzw überhaupt ins Starren verfällt. Trotzdem kann man immer auch ins Starren und auch Ausrasten reinklickern - wichtig ist dabei halt, daß der Klicker immer positiv belegt bleibt und vor allem auch immer wieder mit "schönen" Situationen für den Hund besetzt ist und nicht nur für die Ausrastsituationen benutzt wird.

    Das dauert, aber plötzlich bekommt man Fuß in die Tür und das Gegenüber scheint nicht mehr so bedrohlich, entsetzlich und aggrowürdig. Die Emotionen (Unsicherheit, Aggression) angesichts des Auslösers haben sich gewandelt - und darauf kann man aufbauen........

    Hier hat es etwa knapp 3 Jahre gedauert, und dann...... so ganz plötzlich wandte sich mein Hüterich bei Sichtung von Autos, Radfahrern, Kinderwagen usw von ganz alleine an mich und forderte quasi seine Belohnung ein :hurra:. Auch wenn ich das noch nicht bemerkt hatte - wenn er mit nach hinten gestellten Ohren auf mich zukam, dann konnte ich sicher sein daß da was im Anmarsch ist. Das ist ein Moment, wenn das zum ersten Mal passiert, der ist einfach unbezahlbar!

    Hier ist mein angekündigtes Update:

    Gestern waren wir also in Hamburg zum Kardiologen....... menno, das war ja unerträglich heiß dort so mitten in der Stadt und auf der Autobahn:hot: - so als Landei und von Grün und trotz Hitze guten Abkühlmöglichkeiten verwöhnt war ich richtiggehend erschüttert über die Hitze :shocked:. Wie halten es Mensch und Tier dort bloss aus??

    Tja, was soll ich sagen - über eine halbe Stunde wurde mein Hüterich mit modernsten Geräten geschallt und ans EKG gehängt. Und es war nichts zu sehen von DCM :mrgreen-dance::hurra::mrgreen-dance: oder anderen, furchterregenden Herzerkrankungen.

    Eine winzige Klappeninsuffizienz ist zu sehen, die ist in seinem Alter aber nichts ungewöhnliches. Sämtliche gemessenen Werte (Kammergrößen, Klappentätigkeit, Blutstrom, Wanddicke usw) waren absolut im Normbereich, ab und an wurde noch eine Extrasystole gemessen. Fand der Doktor aber ebenfalls nicht bedenklich und eher "normal", hat dann aber noch mit dem US die Milz angeschaut, die eben gerne Tumore bildet und diese könnten! eine mögliche Ursache für Extrasystolen sein.

    Bedenklich fand er eher die Diagnose und die so Knall auf Fall verordnete Medikation des Notfallarztes, die offenbar ziemlich hoch ist . Sowas hatte ich mir schon gedacht, als ich mich nach dem ersten TA-Besuch online über die Medis informiert habe. Die werden jetzt nach einem verordneten Schema ausgeschlichen, und in etwa 3 Monaten wird das Herz nochmal geschallt und ein EKG angelegt, um zu sehen, wie das Absetzen der Medis auf das Herz gewirkt hat. Und wir müssen uns dann nochmal auf die Suche nach der Ursache für die knapp 6stündige Ohnmacht machen :denker:

    ich bin so unglaublich glücklich!!! Hatte der Notfallarzt mir doch unterschwellig suggeriert, daß mein Hund totsterbenskrank ist und nicht mehr lange lebt!

    Ich kann jedem nur raten, bei Zweifeln an Diagnosen oder Behandlung - egal welcher Krankheit - einen darauf spezialisierten TA aufzusuchen. Man merkt sofort, daß so ein TA ganz anders ran geht und super professionell agiert, es wurde mir alles bis ins Kleinste erklärt, sämtliche Fragen geduldig beantwortet und ein schriftlicher Befund angefertigt. Ein paar Notizen mit den Sachen, auf die ich in der nächsten Zeit mal achten soll gabs auch noch mit........ ich bin rundrum begeistert von dem Termin und der Praxis!

    Da hat sich das Geld und auch die Fahrt (immerhin insg. 320km) einfach gelohnt. Und mit rund 220€ fand ich es für die umfangreiche Untersuchung auch nicht so teuer........

    Es ist doch schön, daß es ihr erstmal besser geht :gut:- und immer schön positiv denken ......... ein bissi beten schadet bestimmt auch nicht :roll:

    Seid froh, daß ihr doch noch rausgefunden habt was es ist und euer Hund professionelle Betreuung in der Klinik hatte! Fast wäre das ja schief gegangen.......

    Ich drücke weiterhin ganz feste die Daumen:nicken: