Beiträge von Dächsin

    Tja, 30 Jahre Hunde aus 2. - 6. Hand prägen :D Und Auslandshunde haben mich schon immer interessiert - auch wenn ich aus Prinzip nur Inlandshunde nehme.


    Klickern bei Terriern: wenn es gut konditioniert wird taugt Klickern für jeden !! Hund. Das Terrier dabei aufdehen liegt am Menschen der die Konditionierung nicht langsam und ruhig genug vornimmt. Positive Verstärkung in Form von "gut gemacht - feiner Hund - braver Kerl" nutzt man ja sowiso. Der Klicker ist aber im Gegensatz zur Stimme total neutral, klingt immer gleich (auch wenn Mensch schlecht drauf ist), kann punktgenau verwendet werden und ist emotionslos.
    Man kann auch ruhiges Schauen mit Klick belohnen - und ein Klick ist ja eigentlich nicht die Belohnung sondern die Ankündigung einer Belohnung.
    Ich würde Dir raten, einen Klickerkurs mitzumachen - aber vorher gut informieren ob derjenige auch wirklich Ahnung vom verhaltensbiologischen Hinterrund hat oder bloss angelesenes Halbwissen gegen viel Geld unter die Leute bringen will.


    Und das Problem mit Leine und Halsband: wer hat ihm das Laufen an der Leine sorgfältig beigebracht?? Vioelleicht kann er das gar nicht richtig und fühlt sich deshalb auch unwohl?? Die Pflegestelle hatte bei mehreren Hunden dafür wahrscheinlich nicht wirklich Zeit und in Griechenland hatte er sowas wohl auch nicht um.......
    Bei seiner Vorgeschichte ist eher zu vermuten, daß er das nie richtig gelernt hat und Du nun gefragt bist, ihm Geschirr und Leine mit viel Geduld liebevoll nahezubringen.


    LG, Birge

    Hab ich oben nicht mehr reingekriegt:
    Du machst schon sehr viel mit ihm, versuch mal, Dein Programm etwas runterzufahren und informiere Dich mal über Stress bei Hunden. Gib Deinem Kleinen etwas mehr Zeit zu verstehen, was Du von ihm willst.


    Und aversive Methoden beim Pöbeln (Wasser, Leinenruck, Rappeldose) verschlimmern das Problem eher. Der Hund hat in so einem Falle eigentlich nur zwei Möglichkeiten: er pöbelt heftiger und auf weitere Distanz weil er gelernt hat: anderer Hund = negative Einwirkung = schlechte Emotion beim Anblick von Hunden.
    Oder er vermeidet aus Angst !!!! ein bestimmtes Verhalten - und das möchte doch niemand, daß der eigene Hund Angst in gewissen Situationen hat, oder???

    Hallo,


    es ist natürlich wichtig, dass man noch mehr über die Lebensumstände Deines Wauzis erfährt. Grundsätzlich tippe ich mal drauf, dass er Stress vom Feinsten hat......


    Er hat in den letzten 6Monaten so viel mitgemacht, so viel kennengelernt und lernen müssen, ist so übermäßig vielen Eindrücken ausgesetzt gewesen......... wer hat ihn darauf vorbereitet?? Keiner weiß was er in dem Leben vorher schon gelernt oder nicht gelernt hat, das Leben in der Gruppe war wahrscheinlich eine Notwendigkeit die er als solche erkannt hat.


    Er ist wahrscheinlich immer noch nicht so richtig "angekommen" - es kann locker bis zu einem Jahr dauern bis ein Hund einigermassen!!! zu Hause ist. Es ist der Klassiker, daß ein Tierschutzhund nach der ersten problemfreien Zeit auf einmal Seiten zeigt, die nicht erwartet und gewünscht sind. Und oft entstehen solche Probleme aus der Überforderung des Hundes, der sich ja so problemlos zeigte und daher gleich mit dem deutschen Familienalltag in allen Variationen überschüttet wurde.
    Der Hund zeigt sich besonders anfangs als pflegeleicht da er meistens unter totaler Reizüberflutung leidet und daher "dichtmacht". Vor allem die Hunde aus dem Tierschutzimport - bei denen wird häufig nicht berücksichtigt was sie so alles durchmachen mussten.


    Das habe ich jetzt nur mal zum allgemeinen Verständnis geschrieben - ohne dich damit angreifen zu wollen - nur damit Du Dich vielleicht ein bissi besser auf Deinen Wauzi einlassen kannst!!


    Hast Du Dich schon mal mit dem Thema klickern auseinandergesetzt?? Wenn nicht, dann mach das mal.
    Ein positiv aufgeladener Klicker (positiv aufgeladen durch Tricks und andere schöne Dinge mit Frauchen) kann bei Hundebegegnungen die innere Haltung Deines Hundes auf Dauer verändern. Manche reden vom "Schönklickern" oder auch "Schönfüttern" von Reizauslösern - in Deinem Falle andere Hunde.
    Der Klicker spricht das Gefühlszentum des Hundes an - es ist ein positives Geräusch. Ertönt das nun jedesmal wenn er einem anderen Hund begegnet verändert sich auf Dauer seine Stimmung anderen Hunden gegenüber in positive Haltung. Du solltest allerdings erstmal darauf achten, daß er nicht zu viele Gelegenheiten zum Pöbeln kriegt sprich die andern H. sollten noch weit weg sein. Jeder Blick dahin wird beklickert = Hund = Klick= schöööööön :D
    Und dass er sich grad eher unsichere Hunde vornimmt.......mit irgendwas muss man ja üben.


    Jetzt muss ich abbrechen - viel Glück, Birge