Beiträge von Dächsin

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    Danke euch beiden für eure Berichte!!


    Oh, also ist das doch nicht so leicht, wie es in dem Video ausschaut?

    Also bei meinem Pony wollten die Biester ums Verrecken nicht anbeissen - obwohl die mächtig Hunger gehabt haben müssen. Selbst Eigenblut von mir und wagemutiges leichtes Ritzen am Ponyfuss haben den Egeln keinen Appetit gemacht.
    Ich habs wie im Video mit einem Reagenzglas versucht und auch mit einer grossen Einwegspritze, wo ich vorne die Spitze abgeschnitten habe. Da gings im Endeffekt bloss darum, welches Material den Egeln angenehmer ist :roll:
    Ich sag dir, ich konnte mir was Schöneres vorstellen als 20min vor meinem Pony im Stroh zu knien, die Augen auf Hufhöhe um die Egel zu beobachten, das Gläschen mit dem Egel ans Ponybein halten, mit der anderen Hand das Ponybein daran hindern rumzuzappeln, mit der leider nicht vorhandenen 3.Hand das Pony zu beruhigen............ und den Egeln zuliebe sollte man eine ganz entspannte und ruhige Atmosphäre verbreiten :???:

    Doch die dusseligen Blutegel hatten nur eines im Sinn: Flucht............. egal wie und egal wohin, hauptsache weg :headbash:

    An meinem rehekranken Pony hab ich mich mal mit Blutegeln versucht - eben weil ich hier im Umkreis auch niemanden gefunden habe der damit arbeitet.

    Es gab irgendwo im www eine Anleitung für Egeltherapie bei Pferden - ich habe mich genau dran gehalten (Bein vorher gewaschen, Kronrand penibel rasiert, Tüte ums Bein damit die Egel nicht abhauen, eher schummrig und gaaaanz ruhig und entspannt). Das Ergebnis (nach mehrfachen Versuchen) war, daß trotz Tüte 3 von 8 Egeln im Ponystall das Weite gesucht haben, 2 haben das Zeitliche gesegnet und die restlichen 3 habe ich dann irgendwann wieder verkauft.
    Sooooo schwierig hatte ich mir den Umgang mit den Egeln nicht vorgestellt - alleine der Wasserwechsel alle 2Tage war eine Herausforderung. Die Biester sind soooo schnell, geschickt, flutschig und kriegen eine Menge mit - das hätte ich vorher nicht gedacht.

    Ich hatte ihnen eine durchsichtige Plastikdose mit schönen Steinen und Wasser halb gefüllt und die stand bei mir in der Küche........ jedesmal wenn ich in die Nähe gekommen bin und die Egel nicht gerade schliefen sind sie neugierig angekommen und haben geschaut, obs was Neues gibt :lol:

    Das nächste Mal lasse ich lieber jemanden von weiter weg kommen - das schont Nerven :roll:

    Hier gibts auch mal wieder Flöhe - und ich krieg die auch ohne Chemie in den Griff bzw weg. Obwohl wir hier auf einem ollen Hof wohnen mit viiiiiielen Ritzen in Fußböden, Ecken usw., einem alten Heuboden der direkt ans Haus grenzt, einer unbekannten Anzahl an tierischen Mitbewohnern in den Strohschüttendecken und sonstigem - alles ein Paradies für Flöhe und deren Larven.

    Ich sauge einfach vermehrt mit Flohpuder im Staubsaugerbeutel (oder ich kauf billige bei Ebay und verbrenn die nach einmaliger Benutzung) und die Liegeplätze werden häufiger gewaschen. Meine "Geheimwaffe" ist Kieselgur - ein Puder was aus den Schalen fossiler Kieselalgen besteht. Dieses Puder - man mag es kaum glauben - kratzt die Oberfläche von Insekten auf, beschädigt ihre Chitinhülle und trocknet die Viecher aus.

    Hier wird es schon lange gegen Milben bei Hühnern verwendet - und auch gegen Flöhe. Ich pudere den Hund damit leicht !!! ein, Katze ebenso und streue das Kieselgur um und unter die Schlafplätze, in die Sofaritzen und an weitere "verdächtige" Stellen. Nach 2-3 Tagen sauge ich das alles wieder weg, im Sofa kanns ruhig bleiben..........
    Der Hüterich sieht dann zeitweilig zwar etwas "grau" und vor allem auch strubbelig aus - dann geht er halt schwimmen und gut ist.

    Diese Prozedur wiederhole ich ab und an - das reicht völlig. Durch die Behandlung von Ritzen, Schlafplätzen und auch dem Sofa bleibt trotz Absaugens immer noch ausreichend Kieselgurstaub "kleben" um Larven und Flöhe zu schädigen.
    Es ist wahrscheinlich nichts für Leute die extrem pingelig sind ;) , aber ich wohn lieber ab und zu mit einer leichten Puderschicht in den Ecken als mit einem unsichtbaren Chemiefilm auf allen Oberflächen......
    Denn diese Chemiebomben finde ich grauenvoll - ich mach mir doch nicht so Gedanken über Ernährung und chemiefreie Gesunderhaltung meines Hundes um ihn dann nur wegen ein paar Flöhen mit Hochleistungsgift zu traktieren...... ich trau diesem ganzen Zeug nicht. Und die Umgebungssprays und Fogger - die finde ich in einem Haushalt absolut indiskutabel.

    Kieselgur hat zwar auch den Ruf beim Einatmen lungengängig zu sein, das ist aber nur der feine Nebel der beim Ausbringen entsteht. Wer will kann ja eine Staubmaske aufziehen, Hund und Katz werden eh nur draussen vorsichtig eingepudert. Wenn die sich einmal geschüttelt haben dann ist der Feinststaub weg und der Rest Kieselgur hängt am Fell fest. Mit dieser Methode fahre ich echt gut und vor allem giftfrei.............

    Dem diesjährigen Flohherbst kann ich ganz gelassen mit Staubsauger und Kieselgur entgegentreten - die Flohkammkontrolle bei meinem Kater hat momentan nur Dreck ergeben, beim Hüterich komm ich mit dem Kamm nicht ins dicke Fell :roll:

    So wie ich das verstanden habe, war das für Thüringen nur ein Entwurf der abgelehnt wurde.

    Am besten gehst du am Mo einfach zu deinem zuständigen Ordnungsamt und fragst da nach - die sollten das wissen :roll: . Vielleicht haben die auch gedruckte Infos für dich, dann kannst du dich in Ruhe informieren.......

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    .....Aber wie kann man es besser machen? Wie kann man ihr vermitteln "bleib einfach ruhig da liegen, die kommen nicht an dich ran!". Klar sie hat Stress, in der Situation und in den Situation im Wald wenn Hunde sie, für ihren Geschmack, zu sehr bedrängen. Aber gibt es keinen Weg ihr diesen Stress zu nehmen ohne halt alles zu meiden was Stress verursacht?.....
    .

    Sie hat keine Möglichkeit gehabt zu lernen, wie sie es richtig machen kann?? Statt dessen wird sie in den Platz-Situationen dazu gezwungen, stillzuhalten und bei den Gassisituationen soll sie sich von irgendwelchen unhöflichen, distanzlosen Rüden bedrängen lassen.

    Und wenn sie es "bisher" ausgehalten hat - sie ist jetzt laut deiner Angabe 2Jahre, d.h., sie ist jetzt erwachsen und wird von anderen Hunden auch als solches wahrgenommen. Und sie durfte ja in den 2Jahren die Erfahrung machen, daß ihr Frauchen ihr nie hilft sondern sie sogar für ihre Unsicherheit und mangelnde Sozialkompetenz bestraft (Wasserdusche). Du sagst selbst, daß Elli Stress hat - aber bei Stress ist das Gehirn einfach nicht aufnahmefähig und nicht lernbereit. Das heißt eigentlich, daß ihr noch 100Jahre am Hundeplatzzaun üben könntet - wenn ihr die Methode nicht ändert, wird das auch in 200Jahren nix............

    Auf Dauer meiden soll man ja nicht, aber erstmal aus der Distanz zu anderen Hunden anfangen das bei Elli erwünschte Verhalten zu verstärken - wenn sie es denn zeigt - damit sie weiß, was ihr eigentlich von ihr wollt. Und dann sucht man sich wirklich sozialkompetente Hunde und übt mit denen - und nicht in Situationen am Hundeplatz wo die meisten Hunde eh unter Strom stehen und keine Gelassenheit ausstrahlen.

    Und eigentlich: warum könnt ihr nicht aktzeptieren, daß Elli vielleicht keinen Bock auf andere Hunde hat oder nur auf ein paar? Magst du alle deine Nachbarn, würdest mit dich denen mindestens einmal pro Woche treffen und freundlich austauschen? Was ist, wenn da Leute bei sind mit denen du nicht kannst? Aber zum Aushalten in "nachbarschaftlicher Runde" gezwungen wirst? Wenn dir keiner beigebracht hat, wie du mit sowas umgehen kannst dann macht sich in dir irgendwann Widerwillen gegen diese Treffen breit und unbewusst wirst du es auch auf die anderen Nachbarn übertragen.........

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    Ich rede hier von Hunderassen, mit denen man nicht einfach so auf eine Hundewiese gehen und erwarten kann, dass sie sich nett und spielerisch mit anderen Hunden verstehen.


    Das stand in deinem Eingangspost - und mir fehlt wirklich das Verständnis, warum solche Hunde als Assi-Hunde bezeichnet werden sollten - wobei da ja nun eigentlich ein "s" zuviel und somit eigentlich ganz was anderes gemeint ist.

    Und ich finde die offensichtlich weit verbreitete Erwartung, daß man "einfach so auf eine Hundewiese gehen und erwarten kann, dass sie sich nett und spielerisch mit anderen Hunden verstehen" mehr als fehl am Platze. Hunde sind keine Tiere, die grundsätzlich erstmal wild drauf sind fremde Artgenossen zu treffen (auch wenn es bei manchen Rassen mittlerweile wohl mit im Standard und erwünscht ist, eben damit die Besitzer sich mit ihnen auf Hundewiesen blicken lassen können).

    Und solche Hunde, die als Hunde an sich ganz normal reagieren weil sie kundtun, daß sie keinen Bock auf Hundewiesengemobe haben - die als asozial zu bezeichnen finde ich einfach falsch.
    Eher sind es die HH, deren falsche Erwartungshaltung und häufig auch deren mangelnde Kenntnis von Körpersprache, adäquatem Hundeverhalten und Bedürfnissen und die ihren Hunden dieses Hundewiesengetue zumuten - die sind manchmal echt "asi".

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    Edit:
    Eine Trainerin die mir meinen Hund an einem Zaun anbinden lässt, dann fremde Hunde knapp dran vorbei laufen lässt, um meine dann mit Wasser anzusprühen, die hätte mich das letzte mal gesehen!! (Aber ganz sicher nicht bevor ich sie nicht geduscht hab! :censored: )
    Was soll sie denn sonst machen außer knurren wenn sie sich dort unwohl fühlt??
    Weg kann sie nicht, schließlich ist sie ja angebunden!!

    :gut: Genauso!!!


    Sowas geht ja wohl gar nicht - was soll der Hund denn dabei lernen?? *fassungslos*

    Ich würde mit der Hündin vorläufig solche Hundeansammlungen meiden. Du sagst selber, daß sie immer "explosiver" wird - laßt das doch nicht drauf ankommen das es mal richtig rappelt.

    Es ist ihr eindeutig zu viel, die anderen zu aufdringlich, zu nahe, zu distanzlos - also bringt sie doch nicht in diese Situationen. "Spielen" kann sie auch mit einem einzelnen Hund, dazu brauchts keine Hundewiesen oder so. Diese Hundeansammlungen sind eh meistens nur eine vom Menschen völlig unterschätzte Sparringsbude für gestresste Hunde......... nicht immer, aber immer öfter ;)

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    Was bitteschön hat das mit "assi" zu tun, wenn sich ein Hund nicht für den Hundewiesenwahn erwärmen kann?

    Wenn ein geistig erwachsener, selbstbewusster Hund jetzt schon "assi" ist und nur die invantilen Dauerclowns als "normal sozial" betrachtet werden, sollte man dringend mal die Einstellung zum Thema Hund überdenken.

    Für mich persönlich ganz klar ein weiterer Schritt in Richtung Verklärung und Verkindlichung des Hundes...
    *kopfschüttel*

    :2thumbs:
    Medaillenverdächtiger Post des Monats :gut: