Hier gibts auch mal wieder Flöhe - und ich krieg die auch ohne Chemie in den Griff bzw weg. Obwohl wir hier auf einem ollen Hof wohnen mit viiiiiielen Ritzen in Fußböden, Ecken usw., einem alten Heuboden der direkt ans Haus grenzt, einer unbekannten Anzahl an tierischen Mitbewohnern in den Strohschüttendecken und sonstigem - alles ein Paradies für Flöhe und deren Larven.
Ich sauge einfach vermehrt mit Flohpuder im Staubsaugerbeutel (oder ich kauf billige bei Ebay und verbrenn die nach einmaliger Benutzung) und die Liegeplätze werden häufiger gewaschen. Meine "Geheimwaffe" ist Kieselgur - ein Puder was aus den Schalen fossiler Kieselalgen besteht. Dieses Puder - man mag es kaum glauben - kratzt die Oberfläche von Insekten auf, beschädigt ihre Chitinhülle und trocknet die Viecher aus.
Hier wird es schon lange gegen Milben bei Hühnern verwendet - und auch gegen Flöhe. Ich pudere den Hund damit leicht !!! ein, Katze ebenso und streue das Kieselgur um und unter die Schlafplätze, in die Sofaritzen und an weitere "verdächtige" Stellen. Nach 2-3 Tagen sauge ich das alles wieder weg, im Sofa kanns ruhig bleiben..........
Der Hüterich sieht dann zeitweilig zwar etwas "grau" und vor allem auch strubbelig aus - dann geht er halt schwimmen und gut ist.
Diese Prozedur wiederhole ich ab und an - das reicht völlig. Durch die Behandlung von Ritzen, Schlafplätzen und auch dem Sofa bleibt trotz Absaugens immer noch ausreichend Kieselgurstaub "kleben" um Larven und Flöhe zu schädigen.
Es ist wahrscheinlich nichts für Leute die extrem pingelig sind
, aber ich wohn lieber ab und zu mit einer leichten Puderschicht in den Ecken als mit einem unsichtbaren Chemiefilm auf allen Oberflächen......
Denn diese Chemiebomben finde ich grauenvoll - ich mach mir doch nicht so Gedanken über Ernährung und chemiefreie Gesunderhaltung meines Hundes um ihn dann nur wegen ein paar Flöhen mit Hochleistungsgift zu traktieren...... ich trau diesem ganzen Zeug nicht. Und die Umgebungssprays und Fogger - die finde ich in einem Haushalt absolut indiskutabel.
Kieselgur hat zwar auch den Ruf beim Einatmen lungengängig zu sein, das ist aber nur der feine Nebel der beim Ausbringen entsteht. Wer will kann ja eine Staubmaske aufziehen, Hund und Katz werden eh nur draussen vorsichtig eingepudert. Wenn die sich einmal geschüttelt haben dann ist der Feinststaub weg und der Rest Kieselgur hängt am Fell fest. Mit dieser Methode fahre ich echt gut und vor allem giftfrei.............
Dem diesjährigen Flohherbst kann ich ganz gelassen mit Staubsauger und Kieselgur entgegentreten - die Flohkammkontrolle bei meinem Kater hat momentan nur Dreck ergeben, beim Hüterich komm ich mit dem Kamm nicht ins dicke Fell 