Beiträge von Dächsin

    Weißt du, ich habe gar nicht gefragt ob du aufs Autofahren verzichten kannst.

    Und wenn deine "Trainerin" dir zum Sprühen und Spritzen rät und du das unbedingt an deinem Hund ausprobieren willst - dann frage ich mich, was du von uns erwartest :???:
    Ich hatte dir ein paar Fragen gestellt (um einen besseren Eindruck zu bekommen) und einige Vorschläge gemacht bzw Beispiele gebracht, wie ich es trainiert habe. Ich wollte dir wirklich helfen, dazu braucht man aber ein paar mehr Infos. Du aber gehst darauf überhaupt nicht ein - dann brauch ich mir auch keinen Kopf mehr zu machen.

    Wenn du dir hier Ratschläge wie von deiner Trainerin erhofft hattest (nun kommt noch die Wasserflasche ins Spiel) - tja, da bist du hier falsch ;)

    Ach menno, das tut mir sehr leid - du hörst dich total verzweifelt an :solace:

    Ich bin ja auch so ein Chemiegegner - und verwende ebenfalls Kieselgur gegen Flöhe und fahre echt gut damit. Nur das Auto sprühe ich bei erwiesenem Flohaufkommen ein, wische dann alles ab was man im Auto so anfasst und lüfte ausgiebig.
    Zur Vorbeugung gegen Würmer gibts hier immer Kokosraspeln ins Futter - so etwa 1,5 Tl für einen großen Hund. Und ja, offensichtlich hilft das insofern, als das seitdem keine Würmer in Kotproben gefunden werden.

    Die Flöhe auf dem Kopf kann man sehr gut mit einem Flohkamm fangen wenn der Hund einshampooniert in der Wanne steht. Oder vorsichtig etwas Shampoo mit der Hand auf dem Kopf verreiben und dann mit nach hintem gehaltenen Kopf wieder abwaschen - mit Vorsicht gelingt das ganz gut.

    Zum Darm: hast du mal Effektive Microorganismen (überall unter EM bekannt) versucht? Wenn du das mal googlest dann findest du da viel drüber - es sind "gute" Organismen die zur Bildung eigener nötiger Organismen anregen.
    EM ist bei mir so eine Art Allzweckwaffe auch gegen Gerüche im Komposteimer, Gestank im Ponystall, Darmprobleme nach Antibiotika oder Wurmmitteln und vielem mehr. Wer es länger einsetzt, wird die vielfältige Wirksamkeit zu schätzen wissen......

    Edit: boah, da haben die anderen schon so viel inzwischen geschrieben.... ;)

    Ich finde die Verwendung von Foggern in Wohnungen unverantwortlich!!

    Da wird hochwirksames Insektengift im ganzen Raum vernebelt und setzt sich ÜBERALL ab. Egal welche Oberflächen - es ist alles mit dem Zeug kontaminiert. Und das nur, weil ein paar kleine Tierchen in der Wohnung sind...... Um unbesorgt wieder darin wohnen zu können, muss man ALLES gründlichst putzen - dann kann man sich das Foggern auch sparen :dead:

    Wenn man in diesem Thread hier liest - da offenbart sich der verbreitet leichtsinnige und unüberlegte Umgang mit hochwirksamen Giften, es scheint eine regelrechte Paranoia zu herrschen wenns um Flöhe geht - und dann wird zu allem gegriffen, was der Giftschrank so hergibt.
    Bitte Leute - wegen so ein paar Flöhen - ihr vergiftet euch, eure Familien und eure Hunde. Es geht auch mit weniger oder ohne Gift - man braucht einfach Geduld und Ausdauer. Der Griff in den Giftschrank mag bequem sein, aber er ist eben hochgiftig............

    Der Hüterich hat auch sehr schwere Arthrose in den Hüften - HD-bedingt.
    Ich geb ihm Grünlippmuschel (Lunderland) und MSM+Hagebuttenpulver - das hab ich selbst 1:1 gemixt und davon kriegt er einen guten gehäuften TL übers Futter. Dazu gebe ich noch stinknormale Gelatine - wahlweise Trinkgelatine oder Backgelatine.

    MSM+Hagebutte hilft hier momentan wieder super - wirkt schmerzlindernd und entzündungshemmend. Manchmal kriegt er aber auch Teufelskralle (dann kein MSM), kurweise 3Kps/Tag bei 32kg. Teufelskralle geht bei manchen Hunden auf den Magen, daher gibt man das nur kurweise und beobachtet Hundi dabei. Für MSM gilt, daß man es "einschleicht", d.h. mit geringer Dosierung anfängt und dann tägl steigert bis zur gewünschten Menge - MSM kann, muss nicht, Durchfall verursachen.......... und der ist dann auch noch schwefelgelb :dead:

    Sehr wirksam soll auch Weihrauch sein - ebenfalls schmerzlindernd und allgemein positiv bei Arthrosezuständen - das werd ich mir demnächt mal bestellen.

    Zitat

    Ich bin schon wahnsinnig viel mit ihm rumgekurvt und habe echt schon einiges ausprobiert


    Was hast du denn konkret jeweils wie lange ausprobiert?

    Zitat

    Ich weiß einfach nicht mehr weiter und mir fällt nur noch das Halsband ein


    Wenn der Teufel seinen Schwanz drauflegt, dann schaffst du dir mit diesem Ding noch mehr Baustellen - siehe mein Post weiter oben. Ausserdem beseitigt das nicht den Grund, sondern hemmt nur das Verhalten. Das erzeugt Frust - und der kann sich dann in anderen "Verhaltensstörungen" Luft machen.
    Das ist einfach bewiesen - stopfst du bei einem Hund ein Ventil (was er ja offensichtlich braucht) dann macht er irgendwann woanders ein neues Ventil auf...........

    Wie trainierst du denn ansonsten mit deinem Hund? Klickerst du? Man könnte auch noch mal gaaaaanz am Anfang anfangen und das Auto, die Box, das Fahren - einfach alles - nochmal versuchen, schönzuklickern bzw gewünschtes Verhalten markern.


    Zitat

    und jetzt seit einer Woche ihm in der Box einen Kong geben und sobald er im Auto bellt, anhalten, Motor aus, ihn rausschicken aus dem Auto und dann nach einer Weile wieder rein ins Auto usw. Dies hat mir eine Trainerin geraten. Jedoch kann ich noch keinerlei Verbesserung feststellen.


    Nach einer Woche stellen sich auch noch keine Erfolge ein - eine Änderung eines Verhaltens ist einfach immer langfristig zu sehen. Ich habe mit meinem Hüterich etwa 2Monate hardcore trainiert - als er dann greifbare Erfolge zeigte habe ich langsamer weiter gemacht - sowas dauert einfach.......... sei nicht so ungeduldig ;)
    Ich kann verstehen, daß es total nervig und frustrierend ist, mit so einem pöbelnden, sabbernden Fellmonster im Auto zu fahren - hab ich ja auch gehabt. Und glaub mir, ich hab nicht nur einmal ruckartig auf die Bremse getreten und völlig losgelöst rumgebrüllt :D - mir sind dann einfach die Nerven durchgegangen.
    Leider lernt ein Hund aus sowas nichts - er weiß nur, wenns auf einmal stoppt dann keift Frauchen rum und er fühlt sich vielleicht eingeschüchtert,, merkt unsere genervte Stimmung. Aber er weiß ja nicht warum - und das ist eben der Punkt . Daher ist es so ungeheuer wichtig, ruhiges Verhalten zu belohnen.........

    Gibt es denn noch andere Situationen, in denen dein Hund so ausflippt?
    Wie verhält sich der Hund denn, wenn eine Person hinten sitzt und ihn "beruhigt" ?
    Hat dein Hund noch andere "Baustellen" ?

    Was willst du machen, wenn er sich an das Sprühhalsband gewöhnt hat und weiter randaliert? Kannst du sicherstellen, daß es so punktgenau ausgelöst wird und er es tatsächlich mit dem Bellen verknüpft - und nicht vielleicht aus Versehen mit dem Kind, was er grad aus dem Augenwinkel registriert? Oder er ist vielleicht so sensibel, daß der erste Sprühstoß deinem Hund das Autofahren völlig verleidet und er noch Tage später verstört ist?

    Sprühhalsbänder finde ich eine schreckliche Erfindung: sie sind nur dafür da, damit der Halter sich nicht so ohnmächtig fühlt. Im Endeffekt ist jedes "Fehlverhalten" eines Hundes nur aus menschlicher Sicht falsch - aus hundlicher Sicht ist es genau angemessen für diese Situation, sonst würde er das Verhalten nicht zeigen. Nun liegt es am Menschen, dem Hund ein anderes Verhalten für diese Situation anzubieten und es so zu etablieren, daß Hund es dann eigenständig ausübt.

    Grundsätzlich wirst du gerade in solchen Momenten nur Erfolge erzielen können, wenn du die Emotion des Hundes änderst. Also weg von Aufregung hin zu Gelassenheit im Auto. Das erreichst du am ehesten durch eigene Gelassenheit, Übung (z.B rumkurven bis zum Abwinken) und belohnen bei richtigem Verhalten (z.B. Leckerli werfen).
    Vielleicht ist es sinnvoll, ihn erstmal ohne Box im Auto mitzunehmen - gegen Sabber kann man ja alte Decken hinlegen. So kannst du das Autofahren neu aufbauen, mit tollen Sachen positiv besetzen und ihm seine Gelassenheit geben. Wenn das klappt, kann die Box ja wieder in Aktion treten.........

    So wäre jetzt mein Ansatz - und eben noch Unterstützung durch Rescue bzw ev. homöopathische Sachen nach Absprache mit Jemandem, der sich da auskennt............

    Hmm - wenn er aber quasi vom Start bis zur Landung so durchspektakelt das er hinterher völlig nassgesabbert ist - dann würd ich das nicht mehr unter Erwartungshaltung ablegen...... sondern unter Stress.
    Unter Erwartungshaltung verstehe ich, daß Hund am Anfang etwas aufgeregt, vielleicht auch laut ist - dieses sich aber schnell wieder gibt.
    Was du da schilderst hört sich aber schon fast nach massivem Stress an - der sich vielleicht aus der Erwartungshaltung und etwas Aufregung bzw "Vorfreude" heraus aufgebaut und ausgeweitet hat.

    Mein Hüterich hatte / hat auch so eine Automacke - der hat gebellt ohne Ende und ist hinten drin rumgesprungen und hat gekreiselt - dieses Verhalten hat er aber schon mitgebracht. Da haben wir lange dran geübt - und uns auch zum Affen gemacht. Z.B bin ich auf einen großen Parkplatz gefahren und dann dort rumgekurvt. Hat er nur einen Mucks getan, habe ich angehalten, Motor aus, nix gesagt. War er still, Motor an - Gebelle, Motor aus - stille, Motor an, langsam losfahren - Gebelle, stoppen, Motor aus......war er beim Fahren still, flogen Leckerlies nach hinten.
    Ich hab hier glaub ich irrsinnig viele Kilometer auf dem hiesigen Lidlparkplatz zurückgelegt - und auf dem Rückweg habe ich es konsequent weitergemacht. Da mussten die Autos hinter mir dann halt durch - ich hab teilweise recht unvermittelt angehalten, Warnblinke an, Motor aus............. gewartet.
    Die Steigerung war - ausser fliegenden Leckerlies bei ruhigem Verhalten - das wir überraschend (für ihn) angehalten haben und kurz Gassi gegangen sind.

    Es hat viele Wochen gedauert - ganz weg krieg ichs wohl nie - aber er bellt kaum noch, springt nur ab und an noch hinten drin rum. Das blöde beim Fahren ist ja, daß Mensch sich auf alles mögliche konzentrieren muss - für den Hund aber max die Stimme und Zeit zum Lecki-schmeissen hat. Schimpfen und Co nützt da gar nichts - du könntest dich da einfach nicht durchsetzen da du vorne bist und Hund hinten randaliert.
    Da hilft nur, gewünschtes Verhalten zu belohnen - und ansonsten üben üben üben. Wenn du das nicht kannst, dann muss Hund halt mal zu Hause bleiben ;)

    Ansonsten würde ich vor einer längeren Autofahrt Rescue-Tropfen an Hund und auch Fahrerin verteilen, und zwar gleich mehrfach und nicht nur eine Gabe :D So können beide besser die Nerven behalten, das ist auch ein ganz wichtiger Aspekt beim Training unter so erschwerten Bedingungen......