Beiträge von Dächsin

    Kopf hoch, das wird schon viel Neues beitragen kann ich nicht, ausser vielleicht mit folgendem:

    Mein Hütehund hattte ähnliche SD-Werte, extrem niedrige Trombozyten und noch einige kleine Ungereimtheiten im Blutbild. Außerdem wurde mittlere HD mit leider extremer Arthrosebildung festgestellt. (ich habe ihn mit 3,5Jahren aus Kettenhaltung übernommen)
    Durch die HD mit Arthrose hatte er einen latenten Dauerschmerz - der löst Stress aus - Stress schlägt auf die Schilddrüse - als Dauerzustand wird die Schilddrüse häufig ziemlich in Mitleidenschaft gezogen......

    Ich habe Goldakupunktur bei Dr. Rosin setzen lassen, gleichzeitig wird die Schilddrüse mit Thyroxin unterstützt. Nach einigen Anpassungen in der Dosierung sind wir jetzt - nach 1,5Jahren - an folgendem Punkt:
    Er ist soweit schmerzfrei durch das Gold, die sehr schwere Arthrose ist nicht rückgängig zu machen und nur im Fortschreiten zu verlangsamen, er ist in seiner Bewegung dadurch leider schon eingeschränkt. Wir machen viel Muskelaufbau um die kranken Gelenke zu stützen, es gibt die typischen Ergänzungsmittel: Grünlippmuschel, Kollagenhyrolysat, Vit C, MSM-Pulver. Schmerzmittel gibt es (noch) keine da die häufig auf den Magen schlagen.
    Die Schilddrüse ist super eingestellt, die Trombzyten sind seitdem auch wieder im Normalbereich!!! Er fühlt sich wohler und ist viel fröhlicher - vorher war er eher der aggressive Typ - leider kann er nicht mehr so lange Spaziergänge machen, das liegt aber eher an der Arthrose und dem dadurch erschwerten Bewegungsablauf. Grundsätzlich bräuchte er noch mehr und bessere Muskeln an anderen Stellen, dann ginge auch das besser - leider ist er nicht der Hund, der sich von einem Physiotherapeuten oder ähnlichen Lästlingen anfassen lässt
    Sorge vor allem für ein gutes Muskelkorsett, lass dir von einem Physiotherapeuten zeigen, was du da tun kannst. Das ist dann schon die halbe Miete......

    Zum Mutmachen gibt es bei FB hervorragende Gruppen rund um HD und Schilddrüse - für die Anaplasmose ist dort bestimmt auch was zu finden - dort gibts tolle Tipps und viel geballtes Wissen!

    Wenn bei ihm schon in so jungem Alter eine SDU festgestellt wurde - dann ist klar, woher sein Verhalten kommt. Auch der "Spätzünder" passt dazu......
    Da hilft nur üben, üben, üben - allgemeines Stressmanagement - und ein konditioniertes Entspannungssignal ist für solche Hunde auch ein wahrer Segen! (hier kannst du drüber nachlesen).

    Ein Hund mit SDU wird immer größere Probleme mit Stress, Frust und Aussenreizen haben als ein gesunder Hund - doch mit viel Üben und dem Ausprobieren von verschiedenen Managementmassnahmen kommt man seeeehr weit.

    Wie gut ist er denn eingestellt? Werden regelmäßig die Werte kontrolliert und ev. die Dosierung angepasst? Auch das kann immer wieder Thema werden bei "Schildis" :smile:

    Grundsätzlich stimme ich den Anderen zu, daß es sich bei dem Verhalten um Übersprungshandlung handelt. Und ebenfalls, daß das in diesem Moment eher schlecht steuerbar ist.

    Aber dieses:

    Kaninchen jagt sie schon länger.. Und Vögel, und besonders Enten. Sie hat da totale Freude dran. Ich hatte bisher noch kein Problem damit weil sie ja auch immer wieder zurück kommt.

    das ist unter aller Kanone und Wasser auf die Mühlen der Hundehasser!!
    DU hast bisher kein Problem damit gehabt, weil du nicht nachdenkst und nur siehst, daß dein Hund da "totale Freude" dran hat. Die Tiere, die um ihr Leben rennen müssen haben bestimmt keine Freude daran.
    Bitte unterbinde das Jagen in Zukunft - so jemand wie du sorgt für das schlechte Bild der Hundehalter in der Öffentlichkeit!!!!

    Lass dir mal die kompletten Blutwerte aushändigen - als Kopie zumindest wenn der TA die Originale nicht rausrückt - und schicke diese dann mal per Mail unabhängig vom jetzigen TA an Frau http://www.christiane-wergowski.de/ und bitte sie um einen Telefontermin. Sie hat eine Hotline zur Beratung - hört sich teurer an als es ist und ist jeden Cent wert!!

    Sie ist Spezialistin für SD-Problematiken beim Hund und hat ausgesprochen viel Erfahrung bei der Interpretation von Blutwerten - sie kann dir, unabhängig von der Diagnose der Klinik, zumindest auch eine Richtung vorgeben bzw die Symptome auf Auffälligkeiten durch eine SDU abklopfen bzw die SD-Werte interpretieren. So hättest du von dieser Seite her eine wirkliche Expertin für die Schilddrüse - das ist nämlich leider ein Gebiet, auf dem die meisten TÄ und auch Kliniken sich nicht auskennen......

    Margarine ist okay.

    Ich weiß...... :D
    Andrerseits ist in Butter z.B nicht wirklich so eine Menge Calcium drin daß die Aufnahme dadurch nenneswert beeinflusst wird - man sollte sowas nicht zur Regel werden lassen, aber ab und an gehts schon. Schwierig genug, daß man immer für die pünktliche Verabreichung der Tabletten sorgen muss :muede: ......mittlerweile habe ich an mehreren Orten Tabletten gebunkert damit immer welche zur Hand sind!

    Meistens gibt man ja ganze Tabletten - Forthyron lässt sich aber auch gut vierteln. Vielleicht reicht das schon, um sie ins Futterhäppchen zu mogeln.
    Hier gibts Forthyron mit Margarine - einfach einen kleinen (erbsengrossen) Klecks auf den Finger, Tabl. drauf und Hundi hinhalten...... wird genüßlich geschleckt. Meistens ist es sowieso Forthyron "mit Geschmack" - hat dann den Zusatz "Flavour", das fressen die meisten Hunde sogar pur weils offensichtlich irgendwie schmeckt ;)

    Mir ist beim Lesen deines Beitrages aufgefallen, dass du häufig "Kommando, Befehle, ich befehle" verwendest. Vielleicht ist da einfach schon deine Grundeinstellung das Problem......... Sieh deinen Hund als Freund mit eigenen Bedürfnissen, Wünschen und Vorlieben - einem Freund befiehlt man nicht!

    Wenn du deinen Hund nur rufst um ihn "festzumachen" - ja, dann musst du dich nicht wundern, wenn er nicht kommt ;) Hund lernt so ganz einfach: wenn er gerufen wird, ist der "Spaß" vorbei. In genau dieses Muster fällt auch, daß er dir ausweicht wenn du ihn greifen willst!
    Du solltest nochmal gaaaaanz doll deinen Rückruf verbessern, immer fröhlich und gut gelaunt alles belohnen was Hundi auch nur ansatzweise!! richtig macht. Hochwertige Belohnungen verwenden und den Rückruf nicht kaputt machen indem du "hinter ihm her rufst" - verzichte darauf und nimm lieber Wege ohne Hunde oder mach eine Leine dran.

    Zusätzlich solltest du im Hinterkopf haben, daß dein Hund grad in der Pubertät ist - da findet ein gravierender Umbau im Gehirn statt und es werden die Weichen für später neu sortiert. Konsequenz und Geduld sollten für die nächsten Monate deine Haupteigenschaften sein - wenn du glaubst, daß er nicht auf dich hören wird dann ruf ihn erst gar nicht!!!
    Und denke immer daran - Hunde in dem Alter haben häufig nur eine Kapazität von 5freien Gehirnzellen......... und 4 davon sind mit dem Anblick eines fremden Hundes beschäftigt :lol:

    Er ist ja ziemlich mittendrin in der Pubertät - wie läuft es denn mit dem Welpi? Was machen die beiden den ganzen Tag?
    Vielleicht musst du da mehr Regeln aufstellen......

    Von einem noch nicht einmal 1jährigen Hund zu behaupten, er wisse genau was er tun solle :/ - in der Pubertät haben viele Hunde nur rosa Kaugummi im Kopf..........
    Solche Schnapp-und Anbellsituationen würde ich als Zeichen sehen, daß er nicht wirklich weiß wie er sich in dem Moment verhalten soll, eventuell durch vorhergehende Situationen total überfordert ist - und als selbstbewusste Hunderasse bleibt ihm dann nur "der Weg nach vorne". Daher liegt es jetzt an dir, souverän und konsequent zu bleiben und dich von sowas nicht aus der Fassung bringen zu lassen. Dann mach halt 2m Wäscheleine ans Geschirr, hole für die nächsten Wochen immer die besten und tollsten Leckerlies raus und belohne ihn auch für Dinge, die in deinen Augen "selbstverständlich" sind.
    So kannn Eddie lernen, was erwünscht ist und kriegt dadurch Sicherheit - und die benötigt er in diesem Alter einfach!!! Jetzt ist die Zeit, in der unsichere, pubertierende Hunde ausprobieren mit welcher Strategie sie durch Situationen kommen - nicht weil sie aufmüpfig sind, sondern weil in ihrem Gehirn wegen des pubertären Totalumbaus vieles durcheinander ist. Dadurch kann es schon mal passieren, das so ein Hund wie Eddie rassebedingt eher nach vorne geht wenn er wieder Gespenster sieht oder sich erschrickt............... ;)

    Eine Kastration wäre das Falscheste, was du machen könntest - die Hormone braucht er dringend für seine geistige und körperliche Entwicklung. Sie ihm jetzt zu nehmen hieße, ihn in seinem momentanen Zustand der Entwicklung zu lassen...... nichts schlimmer als das, für Hund und für Mensch.

    Bei der Schilddrüse wird erst mal nur der T4 Wert gemacht und erst wenn der den Verdacht auf eine Unterfunktion zeigt, würde sie weitere Werte testen lassen - ist das sinnvoll? *kopfkratz*

    Nein, das ist nicht sinnvoll. Ich hatte oben extra die nötigen Werte aufgeschrieben - ein T4-Wert im angegebenen Referenzbereich z.B sagt nur aus, das Thyroxin im Blut vorhanden ist - nicht aber, ob es in die nötige freie Form (ft4) umgesetzt wird und auch nicht, ob es in T3 umgewandelt wird, die andere benötigte Form des Thyroxins. Insofern hätte man sich das auch sparen können *grummel*
    Vielleicht hat man "Glück" und der T4 weist schon Auffälligkeiten auf - aber dann müssen oben genannte Werte trotzdem nochmal bestimmt werden...... eine unnötige Blutabnahme, die jetzt durch das wahrscheinlich verabreichte Cortison eh keinen Sinn macht, da Cortison die Blutwerte beeinflusst und damit verfälscht.

    Manchmal frag ich mich, warum erst um Rat gefragt und dann eh was anderes gemacht wird *örks*
    Das Gros der Tierärzte kennt sich NICHT mit Schilddrüsenfehlfunktionen aus - sie bestimmen irgendwelche Werte und wissen häufig nicht mal um die Zweifelhaftigkeit der angegebenen Referenzwerte. Es gibt eine Menge neuer Erkenntnisse rund um die SD beim Hund - leider oft unbeachtet von den TÄ und vor allem völlig unterschätzt.......

    Bei Facebook gibt es eine hervorragende Gruppe "Schilddrüse und Verhalten beim Hund" - die Mitglieder sind meist immer auf dem neuesten Stand - man kann sich dort Rat holen sowie Adressen von spezialisierten Tierärzten austauschen........

    Nein, TSH und T4 reichen nicht aus. Ein aussagekräftiges SD-Profil beinhaltet T4 und ft4, T3 und ft3, TSH und die Antikörper (TAK).
    (Manche Labore bestimmen allerdings den ft3 nicht mehr aufgrund des schnellen Verfalls)

    Schilddrüsenunterfunktionen beim Hund sind mittlerweile relativ verbreitet und führen durch die veränderte Hormonlage häufig zu Allergien - oder einfach nur zu erhöhten Eosinophilen ;)
    Auch trockene Haut, Juckreiz, Trägheit können auf eine SDU hindeuten - müssen aber nicht.
    Trotzdem wäre ein geriatrisches Profil (großes Blutbild mit allen Organwerten) und ein SD-Profil die Werte, die man in solchen Fällen erstmal bestimmen sollte. Dann hat man mal eine anständige Grundlage zur weiterführenden Diagnostik.