Hi Katja,
ich kenn diese Diskussionen auch. Meine Schwiegerfamilie liebt alle Ausdrücke à la "ordentlich Bescheid sagen". Ansonsten haben sie keine Ahnung, ich ja aber leider den kleinen Kerli, der den Herrn des Hauses immer anknurrt, wenn der zur Tür reinkommt... Kannste dir vorstellen...?
Ich glaube, es ist so schwierig, mit Leuten darüber zu diskutieren, weil es mE hier um die Frage geht "wieviel Emotion ist in der Erziehung erlaubt". Denn ich glaube, dass es fast kein Mensch schafft, zum richtigen Zeitpunkt und auf die richtige Weise zu strafen, ohne wirklich sauer zu sein, sich aufzuregen und eben meistens zu stark zu reagieren.
Daher fühlen sich viele Leute angegriffen, wenn man erklären will, dass solche Strafen aus dem Bauch heraus nichts nützen - sie verteidigen sich, weil es eben eine spontane Handlung ist und kaum zu unterdrücken. Dann kommen die Antworten wie "der kann das schon ab" (und, nützt das was, wenn er es eh abkann?), "muss halt mal sein" (echt? wieso?), "mein Opa hat das schon so gemacht" (ahaaa....)
Ich mache auch einen starken Unterschied zwischen "das ist absolut böse, tu das nie, nie wieder" (eigentlich die Situation, wo andere nach der Aktion strafen) und "hör mal auf damit, das stört". Für das erstere habe ich ein Abbruch-oder-"Todesstrafe"-Signal, das hat auch einen fiesen Tonfall, das zweite brauche ich ganz selten. Dann ist Doggi halt auch ein kleiner Sensibler, da braucht's nicht viel, etwas ärgerlicher oder lauter werden reicht.
Ich denke aber, gerade in der Pubertät brauchst du das 2. vermehrt, es geht ja häufig um Unarten. Ich finde, gerade weil es bloß Unarten sind, braucht man es mit der harten Hand nicht übertreiben, sonst kriegt man ja Magengeschwüre. Natürlich muss der Hund merken, dass es nicht erwünscht ist, aber ich persönlich würde versuchen, mich nicht selber in Rage zu bringen.
Ist halt sone Sache mit der Selbstbeherrschung, bin da selber alles andere als perfekt 
Viele Grüße
Silvia