Beiträge von silvi-p

    Hi,
    also ich kann mich hier eigentlich fast 100% Quebec anschließen.
    Momentan interessiere ich mich für die Rasse Dobermann. Ich gehe auch auf Dobi-in-Not-Seiten, aber auch da fallen mir viele Notfälle auf, die aus dem Ausland nach Deutschland gebracht werden, sicher 50% der Fälle. Ich bin nicht sicher, ob ich so einen Hund nehmen würde, da bin ich ehrlich. Gerade bei Dobis wirken sich schlechte Aufzucht oder Leben im Tierheim von der Geburt an katastrophal aus. Wenn es mal soweit ist, und es gibt zB einen "Scheidungsdobi", warum dann nicht?
    Aber nochmal ehrlich gesagt: nach der Erfahrung mit meinem ersten Hund wäre ich da sehr, sehr vorsichtig, zudem es mein erster großer Hund wäre.

    Nur mal so gesagt, warum lieber Welpe.
    Aber egal - ich rechtfertige mich für etwas, das mE gar keine Rechtfertigung braucht.
    EDIT: Wer mir jetzt einen reinrassigen Dobiwelpen im Tierschutz zeigen kann, hat gewonnen.

    Viele Grüße
    Silvia

    *provozier*:
    Und es gibt nie, nie, nie wieder Welpen von Straßenhunden, wenn die sinnvolle Rassehundezucht aufgegeben wird?
    Und das heißt, alle müssen sich mit gemischten Überraschungseiern abfinden, weil Rassehundezucht nicht erlaubt ist, solange es Straßenhundwelpen gibt?

    Wenn wir wirklich WAHRE Hundefreunde wären, würden wir alle nach Spanien oder Griechenland ziehen und uns dort um die Kastration und Versorgung der Straßenhunde kümmern, bis die alle ausgestorben sind.

    *wieder friedlich*

    Bis das passiert, behalte ich mir das Recht vor, meinen egoistischen Hundewunsch in der Form auszuleben, die den Hunden an sich so wenig wie möglich, halt in meinem Rahmen der Möglichkeiten, schadet.

    *Hugh*habe gesprochen* =)

    Grüßlis
    Silvia

    Hm,
    also ich hatte mich jetzt eigentlich auf meine Finger gesetzt, damit ich hier nix dazu schreibe.
    Aber ich möchte doch gerne mal was zu diesem Argument

    Zitat

    Und das Argument, es gäbe bereits genug Hunde im Tierheim, deren Vermittlungschancen sinken, je mehr Hunde zur Welt kommen, gilt m.M.n. genauso für Züchter.

    Dann dürften eigentlich gar keine Hunde mehr geboren werden, bis die Tierheime leer sind

    sagen.
    Ich denke nicht, dass das eine was mit dem anderen zu tun hat.
    Menschen, die keinen Rassehund wollen (weil sie nicht die bestimmten Ansprüche an Veranlagung oder Optik haben), sind mit Mischlingen doch ok dran. Das hat nichts damit zu tun, ob irgendwo Rassehunde gezüchtet werden. Es sind einfach zwei verschiedene Zielgruppen: einer möchte eben was Bestimmtes, ein anderer legt keinen Wert drauf.
    Die, die keinen Wert auf bestimmte Rasseeigenschaften legen, sind aber auch die, die die Unfallwürfe etc. unterstützen würden. Weil eben aus der Nachbarschaft, günstig und "die Eltern waren ja auch so lieb". Hier wird den TH-Hunden ein Platz weggenommen. Die Rassehundezucht hat mE wirklich keine Schuld daran, dass Mixe oder Auslandshunde im Tierheim sitzen.

    Meine 2ct...
    Grüßle,
    Silvia

    Hi,
    ich kenn das. Aber ich kenne auch die andere Seite.
    In 95% der Fälle ist das einfach Unsicherheitsgekläffe.
    Das ist schnell gesagt, "der Hund ist unsicher und kläfft deswegen". Aber hast du schonmal versucht, einem unsicheren Hund bei Hundebegegnungen zur Ruhe zu erziehen? Noch dazu, wenn er ja eigentlich Recht hat - bei dem Unterschied in der Körpermasse wäre ich auch ziemlich beeindruckt...
    Und dann, muss ich sagen: heute kann man auch einfach nicht mehr davon ausgehen, dass alle Hunde lieb und verträglich sind - sonst könnte man den Kleinen ja einfach mal gucken gehen lassen, Kontakt zu einigen netten Größeren aufbauen, und die Sache hätte sich innerhalb von 3 Wochen erledigt. Es ist einfach zu gefährlich, die Winzwusels an irgendwelche fremden Großhunde zu lassen, manchmal werden sie zu Jagdobjekten, manchmal ist eine normale Zurechtweisung einfach zu heftig.
    So bleibt die Unsicherheit bestehen, teils zu Recht, und man kann einfach sehr schlecht dran arbeiten.
    Zumal es ja bei Kleinsthunden oft so ist, dass sie als Begleiter, Spielzeug usw ohne ernsthaftes Ziel angeschafft werden, demzufolge oft Kinder oder eben Ältere Personen sie ausführen. Da sind die wenigsten auf so einem "Erziehungstrip", von Kindern kann man es nicht wirklich verlangen, und Senioren, naja, kriegen es vielleicht nicht so richtig hin oder haben keinen Bock drauf.

    Gegenbeispiel eine 77-jährige Frau hier in der Gegend - müht sich gerade mit ihrem kläffenden, sechsmonatigen Spitzmix ab. Hat ihn übernommen, weil die Exbesitzer keinen Bock mehr hatten. Geht in die Hundeschule und hat definitiv mehr an Bauchgefühl als viele 20-jährige, die hier mit Hund rumrennen!

    Viele Grüße
    Silvia

    Ah super, ein Schuh-Thema!!
    Kann mir bitte jemand sagen, ob es Schuhe mit Stollen oder TOTAAAAAL griffigen Sohlen gibt, die auch über den Knöchel gehen??

    Bis jetzt laufe ich mit einer Art Trekking-Schuhen, der Grip ist ganz gut, aber für diese Saison nicht mehr ausreichend. Und wenn ich mir was neues zulege, dann eben lieber was höheres, weil ich sehr lose Bänder an den Knöcheln hab und Angst vor dem Umknicken habe...

    Jemand eine Idee???
    Danke im Voraus!
    Silvia

    Hi Katja,
    übrigens: hast du den Slalom bis jetzt auch nur linksgeführt gemacht??? Wenn ja, würde mich mal interessieren, was deine Trainerin dazu gesagt hat, wie sicher der Hund jetzt ist und vor allem, wie er sich jetzt beim rechtsgeführten Slalom anstellt...!

    Bei mir ist es ein einziges Gegurke, die eine Trainerin meinte, erstmal nur links führen, rechts ist dann ein Klacks, die andere meinte, gleich rechts mitmachen, dann gibt's gar nix besonderes "neu beizubringen"... Ich glaube, ich bin verwirrter als der Hund... Meiner macht es links ganz gut, aber rechts irritiere ICH ihn wohl immer... *seufz*

    Viel Erfolg
    Silvia

    Hi,
    stimme yane zu.
    Ich habe auch kein besonderes Kommando für "rechts" (im Agi - beim Spazierengehen ist das "Hand"), du wirst sehen, im Parcours ergibt sich das durch die Wechsel. Man sagt dem Hund eigentlich nicht, dass er rechts laufen soll, sondern bewegt sich so, dass er auf der rechten Seite ist ;)

    Ich trainiere auch auf die BH hin und habe bis jetzt noch nicht gemerkt, dass es stört, dass ich meinen Hund im Agi auch rechts führe. Ist ja was völlig verschiedenes.

    Normalerweise fängt man ja mit kurzen Sequenzen an, wir haben zu Anfang immer dieselbe Sequenz mal rechts, mal links geführt gemacht. So würde ich es jetzt bei dir einführen, wahrscheinlich musst du mit Spieli oder Lecker in der rechten Hand unterstützen.

    Viel Erfolg
    Silvia

    Klingel ist ne Katastrophe, aber hier klingelt's halt auch nur alle halbe Jahre mal... Kriegen nicht viel Besuch... Ist der Besuch drin, wird mit Gehorsam Waffenruhe gehalten.
    Telefon wird mit 1-2mal Wuffen oder einem Beller gemeldet.
    Handy wird gebracht :)
    Wecker hamma nicht. Und werden uns wohl auch keinen anschaffen, wenn ich so Lee und Pepper höre :schockiert: *scherz*

    Fernsehen ist per se uninteressant, nur bei Wolfsgeheul oder Welpengefiepe wird aufmerksam geguckt, aber kein Ton von sich gegeben.

    Ein einziges Mal, ich weiß es noch wie gestern, hat mein Hund eine Person im Fernsehen aufs böseste angeknurrt. Dabei war's bloß ne Szene, wie der Typ ins Auto steigen wollte. Ich denke, so müssen der Mann/sein Auto aussehen, mit dem mein Hund schlechte Erfahrungen gesammelt hat.

    Viele Grüße
    Silvia

    Ach, Massa...

    Zitat

    Das Vertrauen zwischen Mensch und Hund auf reines Lernen bzw auf einen schlichten Konditionierungsprozess herunterzubrechen, wird meiner Meinung nach dieser komplexen Beziehung nicht gerecht.

    Ist auch völlig meine Meinung.
    Mein Hund hat vier Tage lang gehungert, als er weg war.
    Am vierten Tag hat er sich einem Haus angenähert, das glücklicherweise eine umzäunte Terrasse hatte. Als die Dame des Hauses, selber Hundebesitzerin, ihm Frolic-Ringe auf dem Boden zurollte, nahm er diese nicht an, obwohl er sie als Lecker von zuhause kennt.

    Mein Hund vertraut definitiv KEINER Person nur aufgrund einer Wurstscheibe. Außerdem finde ich, es gibt da noch eine Zwischenstufe - zwischen Konditionierung und einem "sie wird schon wissen, was sie tut, wenn sie XY verlangt". Situationen, die man vorher noch nie so hatte, in denen man einen Befehl gibt, den der Hund zögerlich befolgt, womit er aber seine Kontrolle der Situation aufgibt.
    Mein Hund hat zB gehörig Respekt vor fremden größeren Hunden. Man sieht es genau, wenn sich einer nähert, muss dieser im Auge behalten werden. Trotzdem lässt er sich in seiner Unsicherheit abrufen, obwohl es ihn sichtlich Überwindung kostet, den Blick vom gefährlichen "Gegner" abzuwenden, und obwohl ihm dann manchmal die anderen hinterherhetzen.
    Ich denke, das ist ein Vertrauensbeweis.

    Viele Grüße
    Silvia