Beiträge von silvi-p

    Tja, hm.....
    wie soll ich's sagen?
    Mein Ersthund hat mal meinen damaligen Neffen in die Wade geschnappt. Ziemlich heftig, es war ein großer, blauer Fleck. Hat sicher sehr weh getan.
    Die Situation war absolut doof, wir kannten unseren Hund noch nicht so gut, und mein Neffe war einfach zu ungestüm - er sollte auf der Terrasse bleiben und tat es nicht.
    Mit meinem heutigen Wissen würde das nicht mehr passieren.
    Allerdings wäre mein Hund mit einem Kind, das ähnlich tickt, wahrscheinlich auch heute noch überfordert.
    Es ist für den Hund nix weiter passiert, klar hab ich ihn arg gemaßregelt. Der Junge hat ab da Abstand gehalten, und das Verhältnis verschlechterte sich noch weiter, weil mein Hund das natürlich merkte (Spirale) :/
    Der Kontakt besteht jedoch nicht weiter, und mit anderen Kindern muss sich mein Hund nicht beschäftigen.

    Also sozusagen ein Riesen-Warnschuss.
    Grüßle
    Silvia

    Zitat

    Eigentlich ging es mir anfangs nur darum, daß falls mein Hund ausbüxt und ich nicht reagiere, reagieren kann, daß ich erwarte, daß die anderen Hunde so gut sozialisiert sind, daß sie diese Aktion unbeschadet übersteht, ob sie nun wegrennt, eine drüber kriegt, oder spielt wird sich dann zeigen. Aber sobald sie eine ERNSTHAFTE Verletzung zeigt, werde ich ungehalten.

    äääh... und warum solltest du sie dann überhaupt bei dir behalten?
    Genau damit verlangst du ja nun wirklich einen Freifahrtschein! Also anbellen dürfen die anderen, spielen natürlich auch, aber wehe, da gibt's ein Loch... Sorry, mit dieser Logik kann ich nix anfangen.

    Von wegen "falls er ausbüxt"... ich denke da an "hatter ja noch niiiiie gemacht"...
    Grüßle
    Silvia

    Zitat

    Denn es ist normal das adulte Hunde (vorallem die unkastrierten) anderen (meist unkastrierten) Hunden zeigen, was sie sich verbitten. Nur leider sehen das viele Menschen als Pöbeln an. Meistens die, welche meinen ihr stürmender Hund wäre doch soooo lieb und will nur spielen. Wenn der Hund dann einen auf den A*sch bekommt, ist das Geheule dann groß.

    Das ist mit mein größtes Problem. Größere Hunde, die von ihren Besitzern wenige oder gar keine Grenzen aufgezeigt bekommen (= sich anderen unhöflich nähern, weil sie ja nur spielen wollen, egal ob das stimmt oder nicht), denen soll MEIN 8kg-Hund dann erklären "ey Alda, so läuft das hier nicht".

    Erfolgswahrscheinlichkeit? Gegen Null.
    Entweder, weil er NICHT spielen will und einfach der Welt gepflegt den Mittelfinger zeigt (und ich steh mit dem kleineren Hund dann halt wirklich blöd da), oder weil er so dödelig ist, dass er es erstmal überhaupt nicht kapiert.
    Manchen "darf" mein Hund dann in Absprache mit dem Besitzer mal ein bissel Manieren erklären, und das ist wirklich harmlosestes Abschnappen/Anknurren, keine Spur von Verprügeln oder Rumprollen, aber für den dödeligen Junghund/Großhundwelpen durchaus wichtig, denn nach einer Weile kapieren sie es dann doch, wenn meiner dosiert immer deutlicher wird. Aber das ist echt selten der Fall. (Siehe Prenzlbergmütter.)

    Grüßle
    Silvia

    Zitat

    Ich hätte da aber mal ne Frage: Warum um alles in der Welt sind Hunde in Großstädten (München! Meine Hundetraumstadt! Und KEINER der pöbelt oder rotzfrech auf andere zugerast kommt.) denn soviel entspannter als in ner Kleinstadt?

    Sorry, habe in München gewohnt. Weder im Park noch an der supertollen Isar waren die Hunde so superdolle entspannt. Im Gegenteil, mein Hund wurde an der Isar mehrmals ganz toll gemobbt, was eindeutig zu seiner Leinenaggro beigetragen hat. (Und einmal musste er auch genäht werden, nachdem ihn ein Weimi im Nacken gepackt und geschüttelt hat - nur damit nicht der Eindruck entsteht, ich würd mir das einbilden.) Also ich bin da eigentlich nicht zart besaitet, meiner war durchaus vorher in der Lage, zu sagen, bis hierhin und nicht weiter. Und das in angemessenem Tonfall. Aber was soll er machen, wenn er (8kg) von einem Labbimix (sicher 25kg) bedroht und gemobbt wird? Der einfach nicht auf diese Signale eingeht, weil ihm sonst auch keiner Grenzen setzt?

    Nene, danke, das mit Hunden in Großstädten und Kleinstädten, das halte ich für einen Trugschluss.
    Grüßle
    Silvia

    Puh,
    also ich bin dann scheinbar auch totaaaaal neurotisch.
    Ja, ich nehme Rücksicht auf meinen Hund, aber vor allem auch auf die fremden Hunde.
    Da meine zu zweit sind, dürfen sie NIE direkt zu einem einzelnen anderen Hund hin*stürmen*. Das heißt - da muss ich differenzieren: meist sind sie im Freilauf entspannt und unterschiedlich schnell am anderen Hund interessiert. Da dürfen sie, weil sie eben nicht stürmen und eigentlich immer zeitversetzt Kontakt aufnehmen. Sehe ich, dass der andere angeleint ist, werden beide direkt gestoppt, angeleint und daran vorbeigeführt. Ist mir WURSCHT, paar Meter weiter werden sie wieder abgeleint und weitergeschickt. Würde ich sie nach dem Stoppen freigeben, würden sie hinstürmen. Deshalb werden sie nur freigegeben, wenn der Halter und ich das absprechen und der andere das ok findet.

    Was ich total daneben finde (gerade am Sonntag gehabt) - Hunde, die röchelnd quer über den Weg in der Leine hängen und unbedingt zu meinen (angeleinten) hinwollen. Mir würde im LEBEN nicht einfallen, diesen Hunden einen Kontakt zu ermöglichen, ich gehe also auch zügig weiter. Erstens reagiert bei sonem Energielevel mein Ersthund schnell angep*sst, und zweitens würde ich solches Verhalten (aufregen, zerren) nie bestärken wollen. Dafür kriege ich dann zu hören "Ach jeeeh, die dürfen wohl nicht!"
    Nein, so dürfen sie auch nicht, seien SIE froh drum!

    Es ist schon echt geilomat, was man als Hundehalter so alles erlebt.
    Achja, sehr cool war auch der Mann mit dem Aussie-Verschnitt an der Leine. Meine angeleint (Meterleine), seiner auch (Führleine). Ich sag auf so 5-6m Abstand "bitte nicht hinlassen", drehe mich um, um Kackhaufen aufzusammeln, da merke ich, wie sich mein Ersthund ziemlich anspannt. "Bitte nicht hinlassen" hieß für den Typen wohl, dass 50cm reichen. *seufz* Da kam auf Nachfrage auch nur irgendein Gebrabbel von wegen "Hunde unter Kontrolle halten können"... ahaaaaa...

    Grüßle
    Silvia

    Huhu,
    oft hört man von Welpenbesitzern "wir waren sooo lange/dauernd draußen, und trotzdem macht er danach rein". Dann stellt sich raus, dass die Menschen ihren kleinen Hund draußen bespielen, ihn mal hierhin, mal dahin führen, oder an der Leine zum nächsten Kiosk oder oder oder.
    Wie geht ihr denn raus, wenn ihr rausgeht? Ich würde immer dieselbe Strecke gehen, idealerweise eine, wo nicht viel los ist, und nicht sehr lang, in dem Alter vielleicht so 10Min. Also langsam da langgehen, eher ein "auf- und abschlendern" als ein Gassigehen.
    Für Welpen ist doch noch alles so waaaaaahnsinnig aufregend, darüber vergessen sie das Geschäft. Wenn nun noch viele und häufig verschiedene Umweltreize dazukommen (andere Strecken), war's das mit dem ruhigen Geschäft. Und der Welpe kann das auch noch lernen, also er lernt: wir gehen Gassi - uuuh, das wird aufregend - und ist von Anfang an nicht auf Geschäft, sondern auf "Umwelt gucken" programmiert.

    Meine 2ct, viel Erfolg noch
    Silvia

    Hm, jein...
    Mein Bauchgefühl sagt, da würde ich noch weiter differenzieren.
    Ist es so, dass dein Hund die Ängste wirklich besiegt hat (was mein Ziel wäre)? Dann dürfte das mit deinem Freund nicht sein.
    Da dein Hund aber scheinbar nicht die Ängste besiegt hat, sondern sie NUR durch deine Anwesenheit nicht hat (sie ausblendet? sie trotzdem hat, nur seine Reaktionen besser im Griff hat?), würde ich sagen, JA - er ist zu sehr auf dich angewiesen.

    Das soll deine Erfolge nicht schmälern - wenigstens kannst du diesen Hund händeln - aber ich denke, der Weg ist noch länger. Vielleicht bin ich da aber auch zu anspruchsvoll? Verstehst du, was ich meine?

    Viel Erfolg weiterhin
    Silvia

    Naja,
    "Jagdtrieb" ist ja irgendwie nur so ein Sammelbegriff. Da geht es um Reaktion auf Sichtreize (etwas "flieht"), auf Gerüche (Hunde, die Fährten aufnehmen), per se um die "Agression" gegenüber anderen Tieren. Ich meine damit, "Jagdtrieb" besteht aus vielen Komponenten, und diese Aufregung, das Fiepen und das "Hinwollen" ist definitiv ein Symptom davon.
    Natürlich ist es Hypothese, zu sagen, der Foxl geht, seiner Aufregung nach zu urteilen, an deine Meerschweinchen - wir kennen ihn und euch ja nicht - aber wie heißt es so schön: "Wenn ich Hufgetrappel höre, denke ich an Pferde, nicht an Einhörner". Er wird mit denen *wahrscheinlich* eher nicht spielen wollen.

    (Klar gibts so Hunde, die schlecken die Meeris ab oder hüten sie oder sowas....)
    Viele Grüße
    Silvia

    Whow,
    das sind ja interessante Beiträge, geronimo. Ich kenne mich zwar nicht so in dem Sport bzw. der Ausbildung aus, hört sich aber sehr anspruchsvoll an.
    Schade, dass mein Nasenhund gleichzeitig ein Weichei ist, er würde auf Suche wahrscheinlich nichtmal durch höheres Gebüsch gehen.
    Da muss ich für ihn wohl was anderes suchen.
    Grüßle
    Silvia

    Kann mich nur terriers4me anschließen.
    Ich habe ja Zwergpinscher, auch "Kleinzeugjäger". Mein Ersthund hat diese Anwandlungen mal gezeigt, als wir zu Besuch bei Leuten waren, wo der Hamsterkäfig auf dem Boden stand. Er hat zwar "nur" fixiert, wollte aber bei jeder schnelleren Bewegung des Hamsters raketenartig an den Käfig. Zum fixieren lag er absolut 200% steif etwa 2m entfernt am Boden.
    Wir mussten das dann auch beenden (meinen Hund woanders hin mitnehmen), das war zu viel für das Tier (obwohl es nicht übermäßig verschreckt aussah, aber trotzdem) und auch für meinen Hund, der war "durch", obwohl es sonst eher ein ruhigerer ist, also an sich nicht nervös.

    Räumlich trennen, sonst kriegst du definitiv Probleme.
    Meine beiden ZP springen problemlos vom Boden auf die Rückenlehne des Sofas (!), das ist ja auch so 1m. Und wenn es um Jagdbeute gehen würde, wahrscheinlich noch viel problemloser...! *pfeif*

    Viel Erfolg weiterhin.
    Silvia