Beiträge von Frollein

    Beim bei Fuß läuft Milo super neben mir. Ich muss ich nur mal so ein oder zweimal die Woche daran erinnern, dass er auch wirklich "bei Fuß" und nicht vorweglaufen soll. (meist nachdem meine Schwiegermutter den Hund zum Aufpassen hatte... :roll: ) Wenn wir andere Hunde passieren ist er oft total gechillt und interessiert sich nur oberflächlich an den Hunden....aber manchmal möchte er dann doch gerne vorpreschen und den anderen Hund begrüßen....das geht so apruppt.....aber, er hat dann keinen Erfolg. Ich lass ihn in einem solchen Fall nicht zu dem anderen Hund, sondern es wird weitergegangen und die Aufmerksamkeit auf mich gelenkt. Wenn das klappt gibts Lob. An der langen Leine ist immer nur der Hinweg zum Gassiweg etwas auf Zug, aber noch so, dass ich meinen Arm nicht anspannen muss....also, er zieht nur, bis Widerstand kommt, dann lässt er wieder nach. Aber, er war schon immer etwas hibbelig, wenn er sein großes Geschäft machen muss...nach dem das passiert ist, passt er sich fast wunderbar dem Leinenradius an. Mein Traum wäre natürlich, dass er gar nicht mehr nach vorne zieht....aber im Großen und Ganzen bin ich zufrieden. Nur bei Schwiegermuttern und bei der Gassigeherin zieht er anscheinend noch grobe, wenn er andere Hunde sieht..... aber mehr als Konstruktionen am und mit Hund, kann ich da nicht geben.....wenns nich umgesetzt wird, dann werden sie wohl damit leben müssen :D

    Ja mein Hund soll auch nicht zu Hause bellen, er soll nicht winseln oder jaulen. Zum Glück macht er das von sich aus nicht. Hat den Aspekt, dass wir unsere Wohung verlieren könnten, sofern sich jemand darüber aufregt, also entweder Wohnung oder Hund. Wir leben in München, da ist das alles nicht so wie auf dem Land und man lebt Tür an Tür. Dennoch hat meiner einen Garten, die Wohnung haben wir genommen, weil es für ihn schöner ist einen Garten zu haben, als im 4 Stock zu leben (meine Ansicht). Ich lasse meinen Hund auf jeden Fall Hund sein. Aber Bellen in der Wohung geht gar nicht. Warum sollte er das auch im alltäglichen Leben. Wenn mal über uns Schränke verschoben werden, dann kommt halt mal ein Wuff. Aber das wars. Leider muss sich mein Hund auch ein wenig an das Stadtleben anpassen, so wie wir auch, wie gesagt lebt man Tür an Tür und das Leben ist kein Wunschkonzert. Da wird durchgegriffen, wenn sich eine Töle nicht zu benehmen weiß. Der Hund, der einst neben mir lebte, wurde abgegeben, weil er dauernd gebellt hat und seinen Garten vor Autos verteidigt hat, obwohl die gut 20 oder 30 Meter vom Garten entfernt entlang fahren. Die anderen Mieter fanden das doof, schon war der Hund weg.

    Wir achten auch darauf, dass nach 22 Uhr keine Wäsche mehr gewaschen wird und dass wir dann auch nicht mehr staubsaugen. Verdammt, wir achten sogar darauf dass Mittagszeiten eingehalten werden, aus Respekt gegenüber anderen Mitmietern :smile:

    Schließlich wird Gekläffe des eigenen Hundes auf einen selbst übertragen. Das heißt, man steht als Halter in der Verantwortung.

    Fazit. Ich bin kein Mensch, der seinem Hund verbietet "Hund" zu sein. Aber er hat sich auch an die gleichen Regeln zu halten, wie wir. Wir können auch nicht um 3 Uhr nachts die Anlage bis zum Anschlag aufdrehen und erwarten, dass alle Mitmieter 5 Augen zudrücken, wenn das öfter passiert. (in der alten Wohnung mussten wir natürlich tollerieren, dass ein Kind in der Früh mind. zwei Stunden einfach ins Wohnzimmer in den Laufstall plaziert wird und sich diese Zeit über die Seele aus dem Leib geschriehen hat, währenddessen sich "Mutti" unten beim Bäcker erstmal ein Bier reingestellt hat und mit ihren "Freunden" vergnügt hat..... dagegen kann man nichts tun, aber ist ja auch ein anderes Thema....)

    Ich denke, es liegt am Wesen des Menschen, wieviel daheim akzeptiert wird. Ich finde es auch nicht schlimm, wenn mein Hund ein Spielzeug rumträgt und es zerfleddert, oder ab und an den Raum wechselt um auf seinen anderen Schlafplatz zu gelangen. Er darf sich auch an meine Beine schmiegen währenddessen ich lerne, darf in den Garten raus oder auf der Couch pennen. Aber ruhelos hin und her rennen und Aufmerksamkeit einfordern fände ich nicht ok. Das macht er ja auch nicht, weil er draußen genug ausgelastet wird, sodass er zu Hause entspannen und ruhig spielen kann.

    Zitat

    Ich glaube, dass es teilweise für Außenstehende schwer nachzuvollziehen ist, wie, wann und warum man einen Hund derartig ausbremst. Ich behaupte aber - wenn ich mir meinen Hund heute anschaue und mich daran zurück erinnere, wie der Hund vom ersten Tag an war - dass ich ihr einen riesen Gefallen damit getan habe. Das, was sie gezeigt hat, hatte mit Lebensfreude und ein bisschen welpenhaftem Überschwang einfach nichts mehr zu tun, sondern war einfach völlig überdrehtes und dauergestresstes Verhalten.

    Viele Grüße
    Frank


    :gut: Das sehe ich bei meinem Hund genauso. Er ist JETZT entspannt und fröhlich. Und die paar Situationen, bei denen er seine Grenzen des psychischen überschreitet, gibts halt mal ne Pause. Also hat doch alles geklappt. Ich bin froh, dass ich intuitiv gehandelt habe und was Gutes dabei rausgekommen ist.

    Ich glaub das kommt noch von dem früheren Irrglauben, dass Hunde besser auf ein Wort hören, das mit "i" endet. Betti, Fressi etc oder beim Namen: Unsere Dackeldame hieß Jeana (Dschiena ausgesprochen) vom Züchter aus, aber er meinte zu uns, wir sollen sie lieber umnennen, mit einem Namen, der mit den Laut i endet. Also war sie dann die Jeany. (mei das war vor 20 Jahren)

    Ich versuche es zu vermeiden, aber, da ich doch einige Wörter von der Zeit unserer damaligen Dackeldame übernommen habe Betti zB :ops: Geh Betti! rutscht es ab und an noch durch...

    Bei uns ist der Ball das "Balli". Der Stock bleibt aber. "Spieli" haben wir noch. Alles was zum Kauen ist, ist der "Ziemer".
    Aus Spaß sagen mein Mann und ich oftmals "Geh zum Papa/zur Mama" Aber draußen haben wir keine Namen :lol:

    WEnn ich mit meinem Hund lustig bin, dann spreche ich schon verniedlicht....mein Mann auch "Ja was hast Du denn da für einen tollen Ziiiiiiiiiemer?" wenn mein Hund meinen Mann abends begrüßt und zeigen muss, was er da nich wieder für ein tolles Teil in der Schnute hat ... es freut uns alle. Natürlich freut er sich auch, wenn wir normal mit ihm sprechen :D Aber Kommandos und draußen, wenn er hören muss, dann spreche ich ganz normal mit ihm.

    Wir halt immer unser "Baby" sein. Unser kleiner Spinner :lachtot:

    Zitat

    Wer bei einem Welpen auf jede Spielaufforderung eingeht und dann glaubt dass er weiß wann er müde ist und dann schläft...der macht da ja mal ALLES falsch,oder?

    Also ich habe verstanden dass es wohl Hunde gibt bei denen man in Puncto Ruhe nachhelfen muß.
    Unabhängig davon handelt es sich dabei um ein gestörtes Verhalten des Hundes, denn es ist selbstzerstörerisch. Wie und wodurch auch immer es dazu gekommen ist.


    Die Aufforderung Ruhe zu lernen wird hier aber nicht nur gegeben wenn gewisse Verhaltensstörungen behandelt werden sollen sondern:
    z.B. so allgemein wie: draußen wird gespielt, drinnen nicht!
    Ja, da hätte ich eine Aufgabe wenn ich diese(für mich völlig unsinnige)These hier umsetzen wollte. :gott: Aber warum? Was für ein trauriges"Zuhause" in dem nicht getobt,gebalgt und gelacht wird...für Hund und Kind.

    Und dann verstehe ich auch nicht was es bedeutet dass der Hund laufen würde bis er wunde Pfoten hätte. Ja na klar! Wenn ich mit meinen Hunden draußen bin und 4 stunden laufe,laufen die mit, auch dann noch voller Energie. Weiß der Teufel ob bzw wann die sich jemals hinlegen würden, meine Energie reicht sicher nicht um sie an diese Grenzen zu bringen. Das ist doch völlig normal und zeichnet nicht besonders einen ruhelosen Hund aus.

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    Stimmt, das zeichnet nicht einen ruhelosen Hund aus. Aber es gibt Hunde, die zeigen einem "Jetzt hab ich keinen Bock mehr" und es gibt Hunde, die Laufen, ohne Rücksicht auf Verluste, so lange bis sie umkippen. Unsere Dackeldame ist mit uns jedes Wochenende in die Berge zum Wandern mit und ist unseren Weg immer vor und zurückl, vor und zurück, vor und zurück gelaufen. Aber, sie ist dann irgendwann vor gelaufen und hat sich hingesetzt, hat dann so 5 Minuten auf uns gewartet, hat ordentlich durchgehechelt, hat was zum Trinken bekommen, wenns nötig war. Meine jetziger würde von sich aus nicht durchhächeln und mal ruhig stehen bleiben...der würde 6 Stunden vor uns zurücklaufen. Ein Hund ist natürlich ein Ausdauertier, der zu weitaus mehr körperlicher Verausgabung fähig ist, als ein Mensch. Aber, die Wesensveränderung, die mit "zuviel des Guten" einhergeht, die erkennt eben spezifisch nur ein Halter. Und, warum dann weitermachen, und den Hund nicht mal ne "Zwangspause" von ein paar Minuten verordnen?

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    Ach, ihr dürft garnicht mitreden. Terrierleute sind anders. :D

    Ne, im Ernst: Klar gibts Ausnahmen. Und das nicht zu knapp, wenn man die große Population betrachtet. Und Terrier brauchen ja Energie ohne Ende, also brauchen sie auch die Ruhe.
    Die meisten können das, ja.
    Aber auch eure Hunde sind doch sofort dabei wenns was zu machen gibt, oder? Auch eure würden doch mitlaufen bis zum Kollaps. Aufgeben ist doch beim Terrier garnicht vorgesehen. (Mal ehrlich, Hunde die an die Wildsau gehen sollten (und es auch immer noch tun), die haben einfach rein genetisch einen an der Waffel. Soviel Mut, Schneid und Feuer, Terrier eben!)

    Meine Dackel-Terrier Hündin war im Haus auch nur Deko, die hat gepennt. Die konnte immer und überall Ruhe halten. Aber auch sie machte mal eben 6 Stunden Wanderungen mit und "Wir laufen 4 Stunden durch Tiefschnee? Okay!" Die war kniehoch, die haste nicht mehr gesehen im Schnee an dem Tag. Hat sie aber dennoch super fröhlich mitgemacht und wäre auch noch weiter gelaufen, alles kein Problem. Und typisch sie ist sie natürlich nicht in Herrchens Spuren gelaufen, nein... Sie hat ihre eigene Bahn gezogen.
    Ich hab meinem Opa danach das Fell über die Ohren gezogen, einfach weil er sie mitgenommen hat und nicht aufgepasst hat. Sie hat sich die Pfoten aufgerissen, am Hinterbein ne Wunde gehabt und sie war stark unterkühlt. Zum Glück wusste ich damals schon was man bei Unterkühlung machen muss, sonst hätte man ihr mindestens 1 Pfote abnehmen müssen.
    Und trotzdem wäre sie auch noch weiter mitgelaufen, solange bis sie tot umgefallen wäre.

    Und genau das habe ich auch immer aus Jägerkreisen gehört. Das ist es was den Terrier ausmacht. Der geht mit dir mit bis zum Tod.
    Und darum muss man als Halter eben schon aufpassen das die kleinen Größenwahnsinnigen sich nciht völlig übernehmen. Egal ob sie Ruhe halten können oder nicht, wirklich wissen wann Schluß ist weiß kein Terrier den ich kenne. Nicht wenn es darum geht mit Frauchen oder Herrchen was zu machen.

    Warum sonst sind soviele Terrier Balljunkies? Man kriegt sie ja nicht "ausgelastet" sagen die Besitzer... Von wegen. Die haben schon mit den Welpen das Überdrehen angefangen weil auf jede Spielaufforderung eingegangen wurde in dem Glauben "Der wird schon wissen wann er müde ist und dann schlafen." Schön wärs.

    Jepp :lol: wir wissen ja nicht was bei Milo alles dabei ist...,aber wenn da kein Terrier mit dabei ist, dann weiß ich nicht. Und genau deshalb, habe ich nie versucht ihn körperlich "totzukriegen", weil ich kenne das Spielchen von einem direkten Bekannten von mir und von einer bekannten Famile meiner Eltern. Die bekannten meiner Eltern haben diesen Hund zum Absoluten Junky erzogen... Ich war damals so um die 13/14 und wir waren bei den Bekannten auf einer Feier. Ich habe 7 Stunden (mit kleiner Essensunterbrechung und mal was Trinken holen) mit dem Hund Ball gespielt..... der war nicht platt zu kriegen, NEVER!!!! Ich war am Ende, mein Arm tat schon vom Schmeißen weh :lol: , der Hund hat nichtmal mit der Wimper gezuckt. Aber Herrchen und Frauchen haben nur gemeint "Ja, spiel ruhig mit ihm, der braucht das..." Dass der Hund natürlich dann total banane war, kann man sich denken.... meine arme Dackeldame wurde permanent umgerannt, bestiegen, gekniffen, wuschig gemacht..aber die war ja so lieb und "vernünftig" die hat sich dann auf ihren Platz verzogen und hat Päuschen gemacht. Der haben wir nie Ruhe beibringen müssen...die war einfach so.

    Deshalb hab ich von Anfang an bei unserem Milo gesagt: Nö, der wird nicht so gepusht. Der hat eh schon so ein Turbo-Boost-Potenzial, da stachel ich ihn nicht noch zusätzlich auf.....

    Da gebe ich Dir Recht. Viele Probleme sind hausgemacht. Wegen Unwissenheit, Ungeduld, zu viel Strenge, oder Inkonsequenz.. etc.

    Und Wegsperren ist absolut keine Lösung (für mich) und noch nie gewesen. Ich finde auch, man soll Verständnis und Geborgenheit vermitteln, und den Hund in solch einer Situation nicht alleine mit seiner Gram ,oder was auch immer, lassen. Wie Du schon geschrieben hast... wie soll ein Hund denn lernen, was er darf oder nicht, wenn man ihn nicht in diese Situation kommen lässt und ihn bei Bedarf korrigiert, ihm die Alternative bietet, es mit ihm gemeinsam durchsteht. Aber, das ist meine Ansicht. Andere finden die Box toll als Erziehungsmaßnahme und haben damit ja anscheinend auch Erfolge erzielt. Das kann ich persönlich nicht beurteilen.

    Viele Leute fühlen sich oftmals im Zugzwang, einen Hund heranzuziehen, der absolut und in jeder Situation zu 100 % funktioniert, aufgrund unserer Gesellschaft, die keine Fehler erlaubt. Ich denke, das ist der Grund, warum mancher denkt, ein Welpe "muss das einfach JETZT wissen, er muss JETZT schon so sein, wie er als Erwachsener Hund sein soll, er darf seine wilden 5 Minuten nicht haben, darf keine Fehler machen, muss am Besten schon wissen, was er darf und nicht darf" Dass das nicht funktioniert ist logisch. Man sollte generell wieder lernen, mehr auf Intuition zu achten, weil "Schema-F" wird in den wenigsten Fällen funktionieren. Und auf Biegen und Brechen geht sowieso nichts.

    Aber, jetzt zu den Hundehaltern, die eben einen Wildfang haben. Klar ist es Erziehungssache, da bin ich bei Dir. Man kann einen Wildfang richtig erziehen, oder eben sein Potenzial im Thema Wildheit noch steigern.
    Ich kann nur nicht nachvollziehen, dass so viele hier sich nicht eingestehen können, dass es nunmal Hunde gibt, die nicht die "Ruhe in Person" von Anfang an sind. Dass es Hunde gibt, die überdrehen und immer mehr mehr mehr wollen. Sich nicht runterfahren können. Warum dann nicht den "Bubi" mal ranholen und runterkommen lassen? Ich hätte meinem Hund auch keine Ruhe beibringen können, aber was hätten wir, mein Hund ich, davon gehabt, wenn er doch jetzt weitestgehend cool ist. Seinen "inneren Schalter", wo er einfach mal toben muss...ich werde sehen, ob das mit dem Alter nachlässt. Dagegen kann ich auch nichts unternehmen, das ist sein Wesen, so wie manche Hunde keinen wirklichen Kontakt zu anderen Hunden wünschen. Ich kann nur beobachten und eingreifen, wenn er mal wieder zu stürmisch wird. Und das ist tagesformabhängig.

    Ich habe die passende Antwort. Alle Hundehalter sind selbst schuld, haben es einfach verbockt.....
    Es gibt ja keine Unterschiede im Verhalten vor allem nicht Rassenintern (da sind sowieso immer alles Klone), im Wesen alle Hunde sind gleichschwer äh, sorry LEICHT zu erziehen ;) Sie machen alle von Anfang an und ausschließlich IMMER das, was man von ihnen erwartet. Es gibt keine Rückschläge, es hilft sofort der erste Weg, den man bei einer Erziehung einschlägt. Und dann klingelt der Wecker!

    Ich habe meinen Hund auf jeden Fall nicht zu einem hibbeligen Monster erzogen. Im Gegenteil, hätte ich ihn gepusht, dann hätte ich jetzt einen unausstehlichen Rabauken, der alle um sich herum verrückt macht. Ich habe als er Welpe und frischer Junghund war nur gesehen, dass er nicht so einfach runterkommt, wie andere Hunde in seinem Alter. Er war schon immer der temperamentvollste, schnellste Hund hier in der Gegend. Und nein, ich habe kein "Lauf jetzt noch schneller-Training" mit ihm absolviert, das hat er einfach mitgebracht. Ich habe draußen nie unnötig viel Action gemacht, habe ihn immer eher durch Kopfarbeit gefordert, bei der er die Ruhe in Person ist, sehr schnell lernt und Spaß an diesem ruhigen und konzentrierten "Spiel" hat. Ich habe nie Balligeworfen oder wilde Zerrgelspiele gemacht, ich habe ihn nie auf etwas gehetzt, oder sowas gesagt wie "Oh, schau mal, ein anderer Hund/Vogel/ Eichörnchen". Er darf die ersten 20 Min fetzen und das braucht er auch, und dann wird Kopfarbeit gemacht. Auch das variiert natürlich.
    Ich rede leise und ruhig mit ihm und das von Anfang an. Bei einer Belohnung pushe ich ihn nicht auf, und habe das auch nie gemacht sondern er bekommt fast zärtliche Streicheleinheiten hinterm Ohr, und wenn er etwas total Tolles gemacht hat, wird er am Brustbein gekrault. Nur ganz am Anfang habe ich Party gemacht, wenn er was richtig macht hat, aber da ist er nicht drauf eingestiegen sondern hat nur leicht mit dem Schwanz gewedelt und mich erwartungsvoll angeschaut, weil er wusste er bekommt sein Leckerli. Also habe ich ihn damit auch nicht hochgepusht.

    An manchen Tagen kommt eben dieses laute "Klick" im Hirn und dann kommt der Turbo-Boost. Es gibt keine spezifischen Auslöser. Mal ist er in einer Hundegruppe der Gentleman hoch 10, ein Tag später fetzt er um die anderen Hunde rum, als würds keinen Morgen mehr geben. Und das würde er dann (wie ja schon einmal erlebt) machen, bis er NICHT MEHR KANN. Also zitiere ich ihn in solch einem Fall man zu mir und lass ihn ne Minute oder zwei durchatmen. Danach ist er dann wieder "normal".

    Bei seinen Wurfgeschwistern ist das übrigens genauso.

    Also, das Argument "Das kann ja nur am Halter liegen" finde ich engstirnig. Wäre mein Hund bei jemanden gelandet, der selbst keine Ruhe ausstrahlt, und der ihn nicht ab und an zeigt oder gezeigt hätte, dass Entspannen angebracht ist, dann wäre höchtwahrscheinlich Polen offen.