Beiträge von dagmarjung

    Ja Dobermänner jagen. Ich kenne eine tolle Hündin aus dem Obediencesport, aber auch die jagt wie Sau.

    Es ist also kein Wunder, wenn dein Dobiwelpe gerne Jagdspiele auf Katze und Kleinhund veranstaltet. Du zeigst ihm ja nicht wirklich, daß das ein Tabu ist.

    Wenn deine Großmutter die Tagesbetreuung nicht nur für einen, sondern sogar für zwei Hunde für dich übernehmen will, dann ist das wirklich sehr, sehr nett von ihr.

    Dann bist du aber auch ihr gegenüber in der Verpflichtung, nur einen Hund auszusuchen, dem sie kräftemäßig gewachsen ist und mit dem sie ohne Probleme zurechtkommen kann. Auch dann, wenn er noch jung, unerzogen und in der Pubertät ist. Ein Hund muß zu allen in der Familie passen, die täglich mit ihm umgehen und ihn ausführen.

    Bis ein Hund mal so richtig zuverlässig erzogen ist und zwar in allen Situationen, vergehen so 2 bis 3 Jahre. Und das bei Leuten mit Hundeerfahrung, die von Anfang an genau wissen, wie man das macht! Was weder auf dich, noch vermutlich auf deine Großmutter zutrifft.

    Falls deine Großmutter also nicht gerade selbst aktive Hundesportlerin im Gebrauchshundebereich ist, fällt ein Dobermann definitiv raus. Das ist kein Hund, den man jedem in die Hand drücken kann.

    Ich bin sonst nicht so schnell dabei, gleich zur Abgabe zu raten, aber hier schon aus Rücksicht auf deine Großmutter auf jeden Fall!

    Sinngemäß gilt das Gleiche natürlich auch für deine Freundin. Ein temperamentvoller, ungestümer junger Gebrauchshund ist schon etwas ganz anderes als ein krankes Möpschen.

    Vergiß auch nicht, daß du die Betreuung ja für ein ganzes Hundeleben von 10+ Jahrten planen mußt. Steht die Freundin dafür wirklich uneingeschränkt zur Verfügung?

    Es hat schon seinen Grund, warum dir seriöse Züchter keinen Dobermannwelpen anvertreuen wollten.

    Ich finde ein abgetrentes Zimmer für den Hund gut. Ob es sinnvoll ist, ihn noch weiter zu begrenzen? Ich weiß nicht. Vielleicht tut es ihm gerade gut, seine Unruhe in Bewegung umzusetzen. Ihn noch enger zu begrenzen, nimmt ja die Ursache nicht weg. Was, wenn er dann mit Selbstbeschädigung wie Pfotenknabbern anfängt?

    Die Eltern dürften noch keine vertrauenswürdigen Bezugspersonen für den Hund sein. Findet er menschliche Nähe beruhigend oder eher im Gegenteil?

    Das enge Zusammenleben mit einem unverläßlichen Menschen hat ihn ja in seinen jetztigen Zustand gebracht. Vielleicht ist Abstand eher positiv für ihn?

    "Die Frau mit Bonny" oder "der Mann mit diesem blonden Dackelmix aus dem Tierschutz, du weißt schon, der mit dem Bällchen" oder oder oder.

    Lucys Familie kenne ich von der ersten Schwangerschaft über die Geburt des zweiten Kindes bis ins Schulalter, wir reden auch gerne wenn wir uns treffen und ich habe zuletzt Lucys letzte Lebensphase mit Anteilnahme verfolgt. Aber fragt mich nicht, wie die Leute heißen.

    Ist doch ganz normal unter Hundemenschen, oder? :relieved_face:

    Der Züchter oder irgendeiner dieser Nicht-Freunde muss einen Kaufvertrag haben

    Das muß nicht so sein. Man kann Hunde auch ohne Kaufvertrag kaufen. Für Cara habe ich lediglich eine Quittung. (Ältere VDH Züchterin)

    Wäre natürlich gut, wenn es Vertrag oder Quittung gäbe und man da rankäme, aber damit würde ich hier nicht rechnen.

    Ich glaube aber nicht, daß für jeden im TH oder sonstigem Tierschutz abgegebenen Hund ordentliche Dokumente existieren.

    Der Impfpass ist ja immerhin auf die TE ausgeschtieben.

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    Wenn du selbst gequetscht wirst im Gedränge, kriegt der Hund auf deinem Arm wahrscheinlich auch was ab.

    Jeder große Hund zu deinen Füßen kriegt mehr ab, weil er nicht rechtzeitig gesehen werden kann, wenn es wirklich so knalleng ist.

    Ich bin umständehalber mit Cara schon in enges Gedränge geraten, aber ein dicht am Körper gehaltener kleiner Hund bekommt da nichts ab. Du hältst ihn ja vor dir und hältst so gut wie möglich Abstand nach vorne.

    (Wir reden jetzt von Gedränge und nicht von Massenpanik! )

    Tierärzte haben medizinisches Wissen erworben. Verhalten, Rassekunde und ähnliches gehört aber nicht oder kaum zum Curriculum. Hundetraining und Erziehung sowieso nicht.

    Davon ab, daß ein aufgeregter Hund keine Leckerlis animmt und das auch nicht jeder Hund alles mag, das sind Binsenweisheiten, die sollten nun wirklich jedem TA vertraut sein.