Ja Dobermänner jagen. Ich kenne eine tolle Hündin aus dem Obediencesport, aber auch die jagt wie Sau.
Es ist also kein Wunder, wenn dein Dobiwelpe gerne Jagdspiele auf Katze und Kleinhund veranstaltet. Du zeigst ihm ja nicht wirklich, daß das ein Tabu ist.
Wenn deine Großmutter die Tagesbetreuung nicht nur für einen, sondern sogar für zwei Hunde für dich übernehmen will, dann ist das wirklich sehr, sehr nett von ihr.
Dann bist du aber auch ihr gegenüber in der Verpflichtung, nur einen Hund auszusuchen, dem sie kräftemäßig gewachsen ist und mit dem sie ohne Probleme zurechtkommen kann. Auch dann, wenn er noch jung, unerzogen und in der Pubertät ist. Ein Hund muß zu allen in der Familie passen, die täglich mit ihm umgehen und ihn ausführen.
Bis ein Hund mal so richtig zuverlässig erzogen ist und zwar in allen Situationen, vergehen so 2 bis 3 Jahre. Und das bei Leuten mit Hundeerfahrung, die von Anfang an genau wissen, wie man das macht! Was weder auf dich, noch vermutlich auf deine Großmutter zutrifft.
Falls deine Großmutter also nicht gerade selbst aktive Hundesportlerin im Gebrauchshundebereich ist, fällt ein Dobermann definitiv raus. Das ist kein Hund, den man jedem in die Hand drücken kann.
Ich bin sonst nicht so schnell dabei, gleich zur Abgabe zu raten, aber hier schon aus Rücksicht auf deine Großmutter auf jeden Fall!
Sinngemäß gilt das Gleiche natürlich auch für deine Freundin. Ein temperamentvoller, ungestümer junger Gebrauchshund ist schon etwas ganz anderes als ein krankes Möpschen.
Vergiß auch nicht, daß du die Betreuung ja für ein ganzes Hundeleben von 10+ Jahrten planen mußt. Steht die Freundin dafür wirklich uneingeschränkt zur Verfügung?
Es hat schon seinen Grund, warum dir seriöse Züchter keinen Dobermannwelpen anvertreuen wollten.