Beiträge von dagmarjung

    Es gibt auch manchmal ältere Hunde beim Züchter. Das sind zB Rückläufer oder Hunde, die die Züchterin eigentlich für die Zucht behalten wollte, die sich aber dann doch als nicht zuchttauglich herausgestellt haben, oder Hündinnen nach ihrer Zuchtphase.

    Es muß also nicht immer ein Welpe sein, wenn man beim Züchter kauft.

    Die Welpenzeit ist auch bei kleineren gesunden Rassen anstrengend.

    Auch Welpen kleinerer Rassen sind welpentypisch aktiv, hemmungslos und lebhaft. Und die Erziehung braucht Zeit.

    Das würde ich Lily nicht zumuten wollen.

    Auch bleibt das Problem, daß du Vollzeit arbeitest und jemand anderes den Welpen in dieser Zeit nicht nur betreuen, sondern auch erziehern muß.

    Wie geht es Lily eigentlich gesundheitlich, abgesehen von den aktuellen Verletzungen? Du beschreibst sie als "lahm" und daß sie Probleme mit den Bandscheiben hat. Bekommt sie Schmerzmittel? Physiotherapie? Wer keine Schmerzen hat, mag sich auch mehr bewegen und wird aktiver.

    Ich würde ganz klassisch über den VDH gehen, den Dachverband der verschiedenen Rassezuchtvereine, und dort nach Vereinen schauen, die die Belgischen Schäferhunde betreuen. Die Welpenvermittlung läuft dann über diese Vereine, auf Anhieb sehe ich aber auch eine Wurfankündigung schon auf der VDH Webseite, wenn man die Rasse eingibt.

    Von "Hobbyzüchtern" würde ich ganz absehen. Auch die Züchter im VDH sind Hobbyzüchter, aber die Überwachung und Kontrolle ist durch Zuchtwarte, eine strenge Zuchtordnung, Prüfungs- und Ausstellungswesen gegeben. Das schließt den Schutz der Hündin vor zu vielen Trächtigkeiten ein, Gesundheitsnachweise der Zuchttiere und vieles mehr. Beim Privatzüchter gibt es keine solchen Kontrolle.

    Außerhalb des VDH gibt es auch Vereine, das ist die sogenannte Dissidenz. Dort zu suchen, macht nur bei einigen wenigen speziellen Rassen Sinn, die Belgier gehören meines Wissens aber nicht dazu.

    Es gibt in diesen Vereinen nämlich keine oder nur eine nominelle Kontrolle der Züchter, die Vereine sind lediglich dazu da, weil man Hunde mit Papieren teurer verkaufen kann als ohne. Es hat schon seinen Grund, warum diese Züchter sich nicht den strengen Regeln des VDH unterwerfen wollen.

    Alle Züchter nutzen heute die Kleinanzeigen oder allgemein das Internet. Das ist also kein Unterscheidungsmerkmal.

    @Mrs.Midnight :

    Du sprichst immer von einer Übergangslösung, aber Übergang für was?

    Den Dobermann zurück zum Züchter zu bringen läßt sich doch leicht bis zum Arbeitsbeginn der TE am Montag organisieren.

    Der einzige Grund zur Verzögerung liegt darin, daß Die TE mehr Zeit herausschlagen will, um Zoe anderweitig zu einem höheren Preis zu verkaufen als der Züchter bietet.

    Daß die anderen Tiere und auch Zoe unter dem erzwungenen Zusammenleben leiden, spielt dabei offensichtlich keine Rolle.

    Ich bin auch kein Krösus, aber bei mir hätte das Wohlergehen von Mops und Katze Priorität vor dem finanziellen Verlust. Die Differenz zwischen 750 und 1200 Euro ist ohnehin lachhaft verglichen mit dem, was die Haltung eines Dobermanns auf Dauer kostet, und das traut sich die TE ja auch finanziell zu, sonst hätte sie sich den Hund nicht angeschafft.

    Die TE braucht keine Übergagnslösung, sondern sie sollte das Angebot des Züchters ohne Feilschen und Diskutieren annehmen.

    Das war bei mir auch so und wenn ich dann wieder auf den "Startknopf! gedrückt habe, ging es 1, 2 Sekunfen weiter und dann kam wieder die Bremse. Also wieder gedrückt usw. Das ergab so eine Stop Sotion bis fast zum Ende, etwa 10 mal. Ab dann lief es merkwürdigerweise bis zum Ende glatt und bei Wiederholung gab es dann gar keine Probleme mehr. Seither mehrere Male wiederholt, alles paletti.

    Ich zitiere mal aus deinem Vorstellungsbeitrag:

    "weil wir auch ein großes Grundstück haben in dem regelmäßig eingebrochen wird und ich mir auch Wachsamkeit wünsche."

    Solche Gedanken werden sich auch andere Nachbarn gemacht haben, und da ist ein Dobermann ja eine neheligende Wahl. Der ist wachsam und wirkt auch abschreckend.

    Training hin oder her: Lily hat es nicht verdient, dauerhaft mit einem Hund zusammen leben zu müssen, der sie schon mehrmals überfallen und verletzt hat. Der viel größer und schwerer ist als sie und dem sie einfach nur hilflos ausgeliefert ist, sobald es ihm in den Sinn kommt.

    Selbst wenn Zoe ab heute wie durch ein Wunder musterhaft brav würde, wovon ja nicht auszugehen ist, hat Lily zuviele traumatische Erfahrungen mit ihr gemacht.

    Stell dir vor, du lebst mit einem großen und starken Mann zusammen, der dich schon mehrmals zusammen geschlagen hat. Selbst wenn er auf einmal davon abläßt, weißt du doch, es kann jederzeit wieder passieren, solange er in deiner Nähe ist.

    Würdest du so leben wollen?

    Denk an Lily und an deine Katze und gib Zoe dem Züchter zurück. Das ist ein wirklich gutes Angebot, was er dir macht.