Tatsächlich hätte ich den Pudel auch eher in die Kategorie "braucht etwas länger" gesteckt, weil sie sich eben doch sehr an ihren Menschen binden.
Es gibt Pudel, die sind so, andere nicht. Das ist wohl auch unterschiedlich nach Zuchtlnien/Familien. Caras Züchterin beschrieb ihre Zwergpudel als Einpersonenhunde, ihre Kleinpudel dagegen als "finden zu jedem in der Familie ihre eigene Beziehung". Das traf auf Cara mit Sicherheit zu, auch wenn bei mir im Singlehaushalt gelandet ist.
Caras kindliche allgemeine Kontaktfreude blieb ihr lange erhalten und war auch lange Erziehungsthema. Das stand im Gegensatz zu meiner früheren zurückhaltend neutralen Schäferhündin und erst recht zum scheuen Sheltie.
In gereifter und modifizierter Form war es auch diese allgemeine Menschenfreundlichkeit, die sie geeignet als Besuchshund im Seniorenheim gemacht hat.
Für mich war klar, daß meine Schäferhündin die ich erst als 6- oder 7 Jährige kennengelernt hatte, eine einzigartige und nicht ohne weiteres ersetzbare Beziehung zu mir hatte. Also nicht nur ich zu ihr, sondern auch sie zu mir. Und das schon, bevor ich sie von ihren Vorbesitzern übernehmen konnte.
Bei Cara war ich mir, obwohl ich sie von Welpe an hatte, keineswegs so sicher. Erst so subtile Anzeichen wie oben beschrieben haben mich davon überzeugt, daß Cara mich im Fall einer Trennung vielleicht doch ein wenig vermissen würde. ![]()