Beiträge von dagmarjung

    Ich wohne in der Großstadt und habe kein Auto und auch nicht den Wunsch danach.

    Ich weiß, aber, daß das Leben in der Großstadt mit vielen Reizen wie Lärm, Verkehr, viele Menschen und einer sehr hohen Hundedichte schon eine besondere Herausforderung für Hunde ist. Da passt nicht jeder Hund rein, nicht jede Rasse, und ganz besonders nicht jeder Hund aus dem Tierschutz.

    Ein eigener Garten und ein Auto, mit dem man bei Bedarf weiter raus fahren kann sind sozusagen Puffer, die dir ein bißchen mehr Freiheit in der Wahl eines Hundes erlauben. Du kannst deinem Hund damit Schonräume verschaffen, wenn er sie braucht.

    Deshalb wurde das hier im Forum angemerkt.

    Ist beides nicht vorhanden, ist es umso wichtiger, daß der Hund von Anfang an sehr gut mit dem Großstadtleben zurechtkommt, was die Wahl einschränkt.

    Bei mir wurde es ein Pudelwelpe von einer Züchterin, der also von Anfang an in meinen Alltag und meine Umgebung hineinwuchs.

    FreundInnen von mir sind mit Hunden aus dem Tierschutz unter ähnlichen Umständen ebenso glücklich geworden, aber dazu gehört eine sehr nüchterne und kritische Auswahl.

    Es gibt viele Hunde mit Angst/Unsicherheits/Agressionsproblematik, für die ein Auto wirklich den Unterschied zwischen ständiger Überforderung und einem guten Leben machen kann.

    Was den Zugang zu Notdienst und Tierkliniken betrifft, so ist man in einer Großstadt ohnehin privilegiert und hat keine allzu weiten Wege. Das ist auch ohne eigenes Auto machbar. Fahrrad, Öffis, Taxi, Freunde...

    Passend zum Video, das ich am Sonntag verlinkt habe, hier noch einmal Shoma Uno und Stephane Lambiel. Uno hat seine aktive Sportkarriere jetzt nach vielen Erfolgen und Medaillen beendet. Ich hoffe aber, man wird ihn noch oft in Showprogrammen sehen können, ebenso wie seinen Trainer und Mentor Lambiel, mit dem er hier auftritt.

    Ihr Pas de Deux zeigt eindrucksvoll, wie harmonisch und herzlich ihre Partnerschaft ist.


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    Mal was ganz anderes:

    Wir schreiben das Jahr 1865. Ein in die Freiheit entkommener Sklave erhält einen verzweifelten Brief seines ehemaligen Herrn, in dem dieser ihn anfleht, zu ihm zurückzukehren um wieder auf seiner Plantage zu arbeiten.

    Dies ist seine Antwort:

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    So schwierig ist das beim Clickern gar nicht. Das kann man schon aus Büchern lernen. Der Knoten platzt bestimmt ganz schnell, sobald dein Hund das Geräusch als ungefährlich einsortiert hat. Und dann macht es richtig Spaß! :smile:

    Kleiner Tip noch: nimm als allererstes neues Kommando einen kleinen Trick, bei dem es im Grunde egal ist, ob der Hund ihn lernt oder nicht. Das nimmt ganz viel Spannung raus, weil nichts verloren ist, wenn du Fehler machst.

    Für wichtige Sachen ist immer noch Zeit, sobald du und dein Hund mit dem Clickern vertrauter seid.

    Daß Caniden ihre Umwelt überheupt nur im Schleichtempo ohne mentale Überforderung verarbeiten können, halte ich für eine gewagte Theorie. Die Kilometerleistungen von Wölfen und anderen Wildcaniden auf Nahrungsuche sprechen jedenfalls deutlich dagegen. :D

    Als Cara noch Welpe war, war es natürlich oft ein Spazierenstehen. Dann wurde es Spazierengehen mit Pausen an interessanten Stellen. Als Cara dann alt genug war, um am Fahrrad mitzulaufen, habe ich bemerkt, wie sehr sie es genossen hat, daß ich auf einmal im höheren (Trab)tempo mit ihr mithalten konnte und sie nicht ständig um mich lahme Ente herumkreisen mußte. Auch ein kleiner Renngalopp Seite an Seite war nun möglich und auf das Hörzeichen "rennerennerenne!!!" gaben wir beide zwischendurch mal so richtig Gas.

    Laufen am Fahrrad am Fahrrad, Spaziergänge im normalen Tempo, gemütliches Bummeln, Aufenthalte am Seeufer oder auf einer Mäuseschnüffelwiese, ich glaube, die Abwechslung macht's. Cara mochte alles gern.

    Ich finde, man muß nichts - weder Schleichtempo noch zügiges Laufen oder Joggen - zum alleinseligmachendem Prinzip für alle Hunde machen.

    Wenn dein Hund dir so deutlich sagt, was er will oder was ihn stresst, dann weißt du ja Bescheid und kannst dich danach richten.

    Wenn ich mit einem Hund spazietengehe oder ihm am Rad mitnehme, dann sorge ich auf jeden Fall dafür, daß anfangs eine ruhige Phase mit viel Gelegenheit zum schnüffeln und sich lösen gibt. Ansonsten tun wir das, was sich anbietet und worauf wir Lust haben.