Beiträge von dagmarjung

    Wollt ihr überhaupt wirklich einen Hund haben und falls ja, soll es genau dieser sein?
    Weiß die Züchterin oder der Züchter, daß der eben abgegebene Welpe von der Welpenkäuferin an euch weitergegeben wurde?

    Das Tierheim ist keineswegs die einzige Alternative, seriöse Züchter nehmen ihre Welpen zurück, wenn der neue Besitzer ihn nicht mehr halten will oder kann, und möchten auf keinen Fall, daß er an Dritte weitergegeben wird. Oft ist das sogar im Kaufvertrag so vereinbart, aber auch falls nicht, würde ich dringend raten, mit dem Züchter Kontakt aufzunehmen.

    Es wäre sicher am besten für den Welpen, wenn eure Freundin einsehen würde, daß sie sich übernommen hat und den Welpen wieder an den Züchter zurückgibt, wo er dann neu vermittelt werden kann. Ihre Hündin wird in einem Jahr mit 13 Jahren kaum glücklicher mit einem lebhaften Pubertierer sein als jetzt mit 12 Jahren mit einem Welpen.

    Dagmar & Cara

    Zuerst mal: Deine Abby läuft sehr schön und aufmerksam, es macht Freude, euch zuzuschauen! :gut:

    Insgesamt schließe ich mich Helfstyna an bezüglich der Handhilfen und rechten Winkel.

    Versuche doch auch, zwischen einzelnen Elemente ganz kurze Pausen einzubauen, zB Hund absetzen/ablegen - 1 Sekunde entspannt und aufrecht daneben stehen und dann erst entfernen. Umdrehen und wieder 1 Sekunde ganz ruhig stehen, dann abrufen ins vorsitzen. Den Anblick des vorsitzenden Hundes 1 Sekunde ruhig genießen, ohne dich zu bewegen, dann erst Leckerli. Erst wenn der Hund ausgekaut hat, ins Fuß rufen.

    Das kann dir dabei helfen, deine unbewußten Hand- und Körperhilfen abzubauen, indem du in diesen kleinen 1-Sekundenpausen immer wieder deine eigene persönliche Grundstellung einnimmst, gerade, aufrecht und mit hängenden Armen. Deiner Hündin wird es dabei helfen, deine Anweisungen erst dann auszuführen, wenn du es willst und Kommandos nicht schon vorwegzunehmen.


    Dagmar & Cara

    Die Fragen finde ich zum Teil wenig durchdacht. Danach kann ich mir kein Bild von der Zuchtstätte machen:

    1 Internetauftritt
    2 Beratung im Vorfeld?
    3 Eindruck beim ersten Besuch der Zuchtstätte?
    4 Hilfestellung bei der Kaufentscheidung?
    5 Informationen bei Abholung?
    6 Hat der Züchter sich jeweils ausreichend Zeit genommen?
    7 Kontakt nach Übergabe des Welpen?
    8 Trifft Ihr Hund Ihre Erwartungen?

    Sehr wesentliche Fragen fehlen: Wie werden die Elterntiere gehalten, was geschieht mit Hunden, die nicht mehr in der Zucht stehen, Nachweise von erfolgten Gesundheitsuntersuchungen, wie werden die Welpen gehalten, wie werden sie in den ersten Wochen gefördert, wie werden sie gefüttert...
    Optional je nach Rasse Erfolge im Sport/Arbeit.
    Wie hat ich der dort gekaufte Hund entwickelt, insbesondere gesundheitlich? (Rassespezifische Krankheiten/Beeinträchtigungen)

    Was soll dagegen die Frage nach dem Internetauftritt? Der kann womöglich toll und bunt sein, und dahinter verbirgt sich vielleicht doch ein Vermehrer, der seine Welpen aus den Garagen Osteuropas importiert.
    Der Züchterin meines Hundes müßte ich bei dieser Frage null Punkte geben, denn sie hat nicht einmal einen Computer, geschweige denn einen Internetauftritt. Dafür aber 50 Jahre Erfahrung in der Pudelzucht, was in meinen Augen deutlich mehr Wert hat.

    Mein Fazit: Wenig durchdacht, keine Hilfe für den Käufer, aber dafür ist der Manipulation von allen Seiten Tür und Tor geöffnet, wie schon andere hier angemerkt haben.

    Mein Eindruck ist, daß die Macher der Seite von der Materie wenig Ahnung haben.

    Dagmar & Cara

    Es kommen schon sehr viele Rassen in Betracht... vielleicht kannst du deine /eure Vorlieben aber noch etwas eingrenzen:
    Magst du lieber 'Streber' mit Will-to-Please (zB Hütehunde, Retriever, Pudel) oder eher die Fraktion der 'liebenswerten Dickköpfe' (Terrier, Dackel) ? Eher sanftmütig wie die Spanielrassen oder eher energisch-kernig wie die Schnauzer?
    Wie steht es mit dem Jagdtrieb, wohnt ihr in wildreicher Gegend oder eher städtisch? Wobei der Jagdtrieb für das Zusammenleben im Haus mit Katzen keine Rolle spielt, draußen aber umso mehr. Vorausgesetzt, ihr holt euch entweder einen Hund, bei dem dieser Punkt geklärt ist (zB durch die Pflegestelle) oder einen Welpen, den ihr selbst eingewöhnt.

    Wenn du Bedenken wegen eines Hundes aus dem Tierheim hast, wäre vielleicht eine Organisation eine Alternative, die mit Pflegestellen arbeitet. Wenn die Hunde im Familienalltag dabei sind, kann man schon Genaueres sagen. Neben vielen anderen Orgas gibt es ja auch für so ziemlich jede Hunderasse eine 'Rasse XY in Not' Anlaufstelle.

    Dagmar & Cara

    Eine befreundete Tierärztin hat mir geraten, die Gesäugeleiste meiner Hündin immer mal abzutasten (kann man beim Steicheln und Bauchkraulen machen) und wenn ich auch nur einen winzigen Hubbel da spüre, wo er nicht hingehört, dann gleich zum Tierarzt und überprüfen lassen. Sie meinte, viele HH gehen erst dann zum Tierarzt, wenn Tumore schon so groß wie Murmeln sind. Und dann ist das Risiko des Streuens natürlich ungleich höher, als wenn man schon früh eingreift.

    Dagmar & Cara

    Wir waren auch schon da und soweit zufrieden. Offiziell darf man Hunde allerdings nie und nirgends frei laufen lassen, da überall Naturschutzgebiet ist und nirgends eine erlaubte Freilaufmöglichkeit besteht.
    Das wird allerdings in der Nebensaison entspannt gesehen, kann ich bestätigen. Am Strand außerhalb der Strandkorbreservate nach Norden hin kann man sehr weit laufen und auch in der anderen Richtung vom Sand zum Watt sind wunderbare Gänge möglich. Im Watt ist die Anleinpflicht gerechtfertigt, dort halten sich viele Vögel auf, die nicht gestört werden dürfen.
    Der Westküstenpark ist sehenswert und Hunde dürfen mitgenommen werden.

    Ein schönes Ausflugsziel ist auch die NABU Station am Katinger Watt, von einer Beobachtungshütte und einem Beobachtungsturm aus kann man die Vielzahl der Vögel beobachten. Gute Ferngläser kann man in der Station ausleihen.

    Dagmar & Cara

    Ich hatte vor vielen Jahren eine Deutsche Schäferhündin, sie ist eher umständehalber zu mir gekommen, war vorher mein Ausführhund. Sie war mein Traumhund, sie hatte ein wunderbares Wesen, war eine echte Dame.

    Trotzdem stand es schon damals nach ihrem frühen Tod mit nur acht Jahren nie zur Debatte, wieder einen DS zu nehmen. Die Rasse war schon damals gesundheitlich stark angeschlagen und ist heute, Jahrzehnte später, erst recht komplett heruntergewirtschaftet. Ich freue mich zwar, daß es inzwischen einen neuen Zuchtverein gibt, wo engagierte Züchter versuchen, zu retten, was zu retten ist, aber die stehen vor gewaltigen Problemen. Wenn da Besserung eintritt, dann erst in fernerer Zukunft.

    Dagmar & Cara

    Hunde, gerade im jugendlichen Alter laufen und bewegen sich gerne und wollen immer mehr. Wenn ihr Mensch sich endlich mal nicht im Bummeltempo fortbewegt, dann finden sie das großartig und laufen gerne mit, durchaus freiwillig, und lassen sich vom Bewegungsrausch mitreißen. Ein mit anderen Hunden spielender Hund kann nach Bedarf Pausen einlegen und tut das auch, ein zügig am Rad mitlaufender Hund möchte unter allen Umständen seinem Menschen folgen und tut das nicht.
    Dazu kommt, daß du dich mit dem Fahrrad in aller Regel auf hartem Boden bewegst und somit auch dein Hund auf hartem Boden läuft. Die zu starke Belastung der Gelenke im jugendlichen Alter zeigt sich nicht gleich, indem der Hund zB zurückhängt und Erschöpfung signalisiert, sondern wie hier schon geschrieben, erst als Spätfolge nach Jahren durch chronische Gelenkschmerzen.

    Gönne deinem Hund noch einige wenige Monate Schonung und du wirst ihn umso längere Jahre am Fahrrad mitlaufen lassen können.

    Dagmar & Cara