Erstmal durchatmen: alles ist normal. 
Daß ein junger Welpe nicht vom Haus wegwill, hat die Natur so eingerichtet. Wolfswelpen bleiben auch ganz von selbst dicht bei der Wohnhöhle, auch wenn die Eltern jagen gehen.
Es ist also völlig normal, daß der Welpe blockiert, sich hinlegt und noch nicht 'eine Weile mitläuft'.
Das hat nichts, absolut nichts mit Dominanz oder Sturheit zu tun!
Einfache Lösung: du verlangst noch kein Mitlaufen, sondern trägst ihn an den Ort, wo du ihn haben willst.
Stubenreinheit: Die Welt draußen ist für den Welpen sehr aufregend und spannend. Es gibt viel zu erleben und zu erforschen und die Anspannung ist manchmal zu groß, um sich zu lösen. In der heimischen Umgebung deiner Wohnung entspannt er sich dann endlich - und pinkelt.
Das ist keine Verarsche, kein böser Wille - das ist normal!
Du kannst deinem Welpen helfen, indem du ihn zum Gassigehen immer an denselben ruhigen Ort mit möglichst wenig Ablenkung bringst und wenn du gößere Aktionen machst wie im Park, bringst du ihn zum Abschluß noch mal genau an diesen Ort und läßt es dort ruhig und langweilig ausklingen.
Richte dich aber darauf ein, daß das Erlernen der Stubenreinheit ein ganze Zeitlang dauert. Bei den allermeisten Hunden dauert es bis zur Perfektion mehrere Monate, wobei Unfälle natürlich immer seltener werden.
Wie oft raus? - Faustregel für tagsüber: Nach dem Schlafen, nach dem Fressen und nach dem Spielen muß ein Welpe immer direkt raus! - Nur wenn nichts von alledem zutrifft, dann nach 2 Stunden. Also nicht stur nach dem Wecker alle 2 Stunden oder 1,5. Und weck ihn nicht extra, wenn er gerade schläft!
Leute treffen: Es ist nicht nötig, daß Hinz und Kunz deinen Hund streicheln. Du machst es gut, wenn du lieber zu ruhigeren Zeiten gehst, aber du darfst auch ruhig mal entschieden Nein sagen. Achte darauf, ob dein Hund wirklich von sich aus Kontakt möchte und wenn ja, wann es ihm zuviel wird. (Stresszeichen sind zB wegdrehen, ausweichen, sich kratzen, hecheln). Halte die Menschen davon ab, ihn zu bedrängen oder gar festzuhalten.
Ein gut sozialisierter Hund ist nicht der, der viel zwangsgestreichelt wurde, sondern der, der positive Erfahrungen mit Menschen machen durfte, dazu gehört auch, daß Menschen seinen Wunsch nach Abstand respektieren.
Und zuletzt und zum Trost: du bist mit deinen Gefühlen nicht allein! Such mal hier im Forum nach dem Begriff 'Welpenblues'! 
Dagmar & Cara