Das können wir leider vergessen.....haben wir schon versucht.
Das Problem ist....im Garten zieht er nicht....da ist nichts spannendes was er noch nicht kennt wo er jetzt gerne hin will....
Das ist kein Problem! Das ist ein guter Anfang! ![]()
Wenn er im Garten leinenführig ist, heißt das, daß er das Prinzip im Grunde beherrscht. Er ist aber nicht in der Lage, es draußen umzusetzen, weil er viel zu aufgeregt dafür ist.
Aufregung und mangelnde Frusttoleranz bilden das eigentliche Problem, die mangelnde Leinenführigkeit ist nur das Symptom.
Vom reizlosen Garten direkt in den Wald, zum Feld oder gar ans Wasser ist ein viel zu großer Sprung. Dort gibt es überall spannende Gerüche und Begegnungen sowie die Erwartung von Action.
Wie wäre es als nächster Schritt stattdessen mit einem öden Supermarktparkplatz am Sonntag? Und wenn es da klappt, vielleicht ein Gang durchs Gewerbebiet?
Also Umgebungen, die für den Hund möglichst reizlos sind.
Wenn du sagst, im Garten zieht er nicht und du kannst deshalb dort nicht trainieren, dann wartest du vermutlich auf Fehlverhalten, um dieses jedesmal zu korrigieren. Der Hund muß also viele Fehler machen, dafür gemaßregelt werden und soll dadurch lernen. Das ist frustig für beide Seiten und behindert den Lernerfolg.
Wenn immer möglich, soll ein Hund von Erfolg zu Erfolg lernen und nicht von Fehler zu Fehler.
Im Garten und bei nachfolgend sehr langsam gesteigerten Anforderungen kannst du viel bestätigen und belohnen und deinen Hund das erwünschte Verhalten lohnend gestalten.
Was das zugrundeliegende Thema Aufregung betrifft, gerade bei einem temperamentvollen Arbeitshund ist es nicht einfach, die goldene Mitte zwischen zu viel und zu wenig Aktion zu finden. Tagesablauf, Ruhezeiten, was passiert auf Spaziergängen, was und wieviel wird trainiert, spielt alles mit rein.
Vielleicht kannst du mal eine ausführliche Beschreibung eures Tagesablaufs geben?