Beiträge von dagmarjung

    Man muß auch beim Barfen berücksichtigen, daß Hunde keine Wölfe mehr sind. Auch nicht, was die Verdauung betrifft.

    War Fleisch für Jäger/Sammlerkulturen noch Grundnahrungsmittel, wurde es seit dem Anfang des Ackerbaus mehr zum Luxus, und der wurde kaum an Hunde verteilt. Im Laufe der Domestikation haben Hunde sich daher an eine Ernährung angepasst, die mehr pflanzlich (Kohlehydrate) und weniger tierisch ist als die des Wolfes. Die weitaus meisten Hunde wurden mit Abfällen der menschlichen Ernährung gefüttert oder lebten halbwild als Abfallabstauber in der Nähe des Menschen. Wer damit nicht zurechtkam, konnte keine Nachkommen aufziehen.

    Das "ganze Beutetier" als Ideal der Hundeernährung ist daher sachlich unzutreffend.

    Zum Glück heißt nicht jeder Hund Faro. Bei Cara hat das jedenfalls ganz gut geklappt. Ich hätte allerdings gleich dazuschreiben sollen, daß man nicht stehenbleibt. Sondern man ist einfach in der besten Startposition, um ganz schnell nach vorne vom Hund wegzuspringen, sobald man das Ohr losläßt. Das verschafft genau einen Sekundenbruchteil Vorsprung, ehe der Hund auf die Idee kommt, sich beim Schütteln zu drehen.

    Für euch getestet. :roll:

    Dalmatiner sind bekannt dafür, daß sie sehr bewegungsfreudug sind und sie haben auch den sportlichen Körperbau dazu. Sie sollten ja früher problemlos über längere Strecken mit flotten Pferdegespannen mithalten können.

    Es wundert also mich kein bißchen, daß dein Dalmi gerne läuft und rennt und daß er ausdauernder ist als der Labradorwelpe. Zum einen macht jede Woche in diesem jungen Alter noch einen echten Unterschied, und deiner ist ja der ältere. Zum anderen sind die meisten Labradore heute aus den Showlinien, und die sind deutlich schwerer, die Entwicklung der Mobilität dauert daher etwas länger.

    Paßt bitte auf, daß das gemeinsame Spiel mit jüngeren Welpen endet, bevor diese überfordert sind. Man soll aufhören, wenn's am schönsten ist und nicht erst, wenn einer sichtbar nicht mehr kann. Denn Welpen in ihrer Begeisterung wollen natürlich mithalten, solange es nur eben geht, und ist dann leicht mal zuviel.

    Am dritten Tag wäre zu früh. Aber nach einer Woche, wenn der Welpe sich bis dahin gut eingewöhnt hat und sich munter und wesensfest zeigt, spricht meiner Meinung nach nichts dagegen. Wenn nicht, braucht er noch mehr Zeit.

    Vorher einmal die Stunde ohne Welpe besuchen ist für mich ein Muß, weil man nur so die Qualität objektiv und von außen beurteilen kann, ohne daß man schon selber mittendrin ist. Falls die Qualität mangelhaft sein sollte, nimmt der eigene Welpe jedenfalls keinen Schaden.

    Was die Impfungen betrifft man lebt leider immer mit dem Wiederspruch zwischen vollständig mehrmals durchgeimpft und dem knappen Zeitfenster der Welpenzeit, das man ja auch für frühe Prägung und Sozialisierung nutzen möchte. Das sollte man dann mit Tierarzt und Hundeschule absprechen. Ohne Kompromisse geht es aber leider nicht.

    Als HundehalterIn ist man emotional sehr, sehr eng am Hund. Man hofft und klammert sich an jeden Strohhalm. Der Hund wedelt noch, frißt mal ein Leckerchen... aber schau auf das Gesamtbild: deiner Hündin geht es schon seit längerem sehr schlecht. Das Stichwort heißt hier Lebensqualität, nicht bloßes Existieren. Besser wird es von nun an nicht mehr werden, nur noch absteigend schlechter. Deine Hündin hat das Ende ihres guten und langen Lebensweges erreicht. Wenn du sie jetzt einschläfern läßt, dann schneidest du keine gute Zeit ab, sondern ersparst ihr Leiden.

    Ich frage den Tierarzt meines Vertrauens: "wenn es Ihr Tier wäre, was würden Sie tun?" Wenn er oder sie mir dann zum Einschläfern rät, dann ist das für mich schon sehr maßgeblich. Denn zum einen hat der TA das medizinische Wissen und zum anderen den nötigen emotionalen Abstand zu meinem Tier, den ich nicht aufbringen kann.

    Ich wünsche dir viel Kraft!

    Es wird wehtun, aber mit etwas zeitlichem Abstand wird dir bewußt werden, daß du die bestmögliche Entscheidung für deine Hündin getroffen hast.