Beiträge von dagmarjung

    Vielleicht kann dir jemand ein Fabrikat nennen, wie du es dir vorstellst, aber auch ein hochwertiges Futterdummy besteht halt aus textilem Material und das ist für Hundezähne nun mal keine große Herausforderung.

    Falls du also nicht fündig wirst, fallen mir zwei mögliche Alternativen ein:
    - du nimmst eine stabile kleine Plastikflasche oder Kunststoffdose als Apportiergegenstand. So kannst du immer noch einen Behälter mit Futter füllen, das Material ist aber stabiler und regt nicht so zum Kauen an. Wenn der Hund das feste Material nicht so gerne nimmt, kannst du es ja mit etwas Stoff umwickeln. Die Materialkosten für so ein Apportel liegen auf jeden Fall weit unter 20 Euro! ;)
    - oder du wechselst zum normalen Dummy ohne Futterfüllung. Wenn dein Hund das Suchen und Apportieren bereits gelernt hat und gerne ausführt, wird ihm der Übergang nicht schwer fallen, wenn du die Leistung ebenso großzügig belohnst wie vorher. Da das normale Dummy fest gestopft ist und nicht nach Futter riecht, regt es auch kaum zum Schütteln und Kauen an.

    Dagmar & Cara

    Wenn man sich die Zusammensetzung von wildlebenden Hundegruppen oder von Wolfsrudeln anschaut, sind die Rüden fast immer in der Mehrzahl. Und lustigerweise alle unkastriert, ohne daß es zu Mord und Totschlag kommt!

    Dein Ersthund ist noch jung. Viele Hunde verliereren das starke Interesse an andern Hunden, wenn sie erst einmal richtig, auch geistig erwachsen sind, zwischen 2 und 3 Jahren. Gerade viele Terrier mögen dann auch gerne Einzelhund ohne Konkurrenz sein.

    Sehr kleine Hunde haben oft Schwierigkeiten, mit anderen Hunden normal und entspannt zu kommunizieren, weil größere Hunde sie nicht ernstnehmen und die Kleinen dadurch viele negative Erfahrungen machen. Diese Erfahrung habt ihr ja auch gemacht. Ein gleichgroßer Gefährte ist da schon ein Gewinn an Lebensqualität, weil die Hunde auf Augenhöhe miteinander kommunizieren können.

    Dagmar & Cara

    Ich habe jetzt nicht alles gelesen, möchte dir aber Mut machen: 15 Wochen ist ein typisches Alter für Alles-ins-Maul-nehmen. Es wird mit der Zeit von selbst besser, wenn der Welpe aus seiner oralen Phase herauswächst!
    Als mein Pudel in dem Alter war habe ich mir dieselben Sorgen gemacht und gedacht, was soll nur werden???. Damals ist mir wie nie vorher aufgefallen wieviel Müll bei uns rumliegt, und Cara hat ALLES ins Maul genommen.

    Aufpassen, kein Drama draus machen und das Ausgeben in Ruhe trainieren, ohne die gefundenen Dinge durch dein Interesse zur hochwertigen Beute zu machen, so läßt sich diese Phase bewältigen. :smile:

    Dagmar & Cara

    Wenn du eine Tierarztpraxis in der Nähe hast, frage mal nach, ob du deinen Hund dort gelegentlich wiegen darfst. Die Anschaffung einer speziellen eigenen Waage lohnt sich wirklich nicht. Tierärzte haben Waagen mit einer angemessenen Standfläche, auf die man den Hund gut mit einem Leckerchen locken kann. Bei meinem Tierarzt steht die Waage sogar im Wartezimmer, wenn ich in der Gegend vorbeikomme, gehe ich gerne mal meinen Pudel wiegen.

    "Blöde" Sachen wie Anfassen, Zahnkontrolle oder Hochheben kann man sehr gut in kleinen Schritten mit Clickertraining trainieren.

    Dagmar & Cara

    Das Denkwürdigste, was ich einmal auf einem Spaziergang gefunden habe...
    das ist schon Jahrzehnte her, es war am Max-Eith-See in Stuttgart. Meine Schäferhündin Nuja kroch tief in ein Gebüsch und zeigte sich dort hochgradig interessiert. Ich kroch ihr nach und sah eine prall gefüllte Plastiktüte, die offenbar mit Absicht dort versteckt worden war.
    Mir wurde ganz anders, vor meinem geistigen Auge standen tote Babys oder menschliche Leichenteile, was man halt so in den entsprechenden Zeitungsmeldungen liest.
    Ich überwand mich und schaute in die Tüte: es waren zwei ganze tote Hühner drin, komplett mit Federn, Kopf und allem.

    Keine Ahnung, wer sowas warum tut. Aber das Kopfkino damals war mehr als gruselig.

    Dagmar & Cara

    DAS verstehe ich jetzt nicht - wieso gebe ich als Züchtern Erst-"Welpenbesitzern" einen solchen Hund?

    Vermutlich weil die HH bereits Hundeerfahrung haben, unter anderem auch mit einer als anspruchsvoll geltenden Rasse.


    Habt ihr euch jemals bei den Züchtern in Ruhe hingesetzt und mal 1h oder so die Welpis beobachtet? Wie die miteinander spielen, miteinander toben, wie da so ein kleines Fell-Zahn-Wonneproppen-Monster sich aus dem Hinterhalt anschleicht und sich mit Schmackes und Zähnen auf ein Geschwister stürzt?

    Wenn ja - warum habt ihr erwartet, dass es euch gegenüber anders sein wird?

    Das ist ein wichtiger Punkt. Welpen untereinander spielen fast nur Jagd- und Kampfspiele. Wenn dann die Geschwister wegfallen, ist das Bedürfnis zu spielen immer noch da.

    Eine Frage in diesem Zusammenhang: hast du ein Zergelseil oder Ähnliches, mit dem der Hund erlaubterweise mit dir zusammen Zerrspiele machen darf? Immer nur Solo-Kausachen geben als Ablenkung reicht meiner Meinung nach nicht aus, denn der Welpe will ja auch gemeinsam mit seinen menschlichen Partnern spielen. So kann er lernen, menschliche Arme sind kein Beißspielzeug, aber in das Seil darf ich nach Herzenslust beißen. Aufpassen muß man dabei natürlich, damit der Welpe nicht zu sehr hochdreht. Durch das eigene Engagement und Spieltempo kann man das gut regulieren, indem man aktive und ruhige Phasen abwechselt und nicht allzulange spielt.

    Das zwanglose Ausgeben kann man bei solchen Spielen gleich mittrainieren, indem man zwei genau gleiche Seile besorgt. Hat der Junghund eins im Maul, überläßt man es ihm, zieht das zweite hervor und beschäftigt sich demonstrativ nur mit diesem, ohne den Hund zu beachten, "Schau mal, wieviel Spaß ich mit meinem tollen Seil habe!" Wird der Hund neugierig und läßt sein Seil fallen, um das neue Spielzeug zu packen, sagt man in dem Moment "Aus" und zergelt zu Belohnung mit dem neuen Seil weiter.

    Dagmar & Cara

    Hallo Nasenbär, :winken:

    Danke für deine genaue Beschreibung! Ich versuche mal, das Ganze aus meiner Sicht etwas aufzudröseln:

    Jedes Kommando, auch das Schicken auf die Decke und dort bleiben muß erst kleinschrittig, oft und ohne Ablenkung geübt werden, ehe man es im Alltag unter Ablenkung einfordern kann. Bis dahin ist es sinnvoll, wie schon andere schrieben, den Hund eher über Management (zB kurzfristiges Anbinden) zu sichern und so von vorneherein zu verhindern, daß unabsichtlich Unerwünschtes gelernt wird.


    Bleib dran! :smile: :streichel:

    Dagmar & Cara

    "Blümchen" heißt eine Bullmastiff Hündin in Übergröße.
    10 x besser überlegt als das Mädel, das ihren Pitbull "Tyson" nannte, ihm ein überbreites Halsband mit Dekostacheln verpasste und sich anschließend beklagte, daß die bösen, bösen Menschen so schlimme Vorurteile gegen ihren Liebling haben...

    "Giacomo", das Italienische Windspiel finde ich auch sehr orginell und passend. Da klingt der Casanova mit an, ohne ausgesprochen zu werden.

    "Pamuk" heißt der Westie einer türkischstämmigen Familie, das Wort bedeutet Baumwolle.

    Dagmar & Cara