Beiträge von dagmarjung

    Ein Wettessen zwischen Mensch und Hund ist ja schon im Ansatz unfair, weil der Mensch körperlich allzusehr im Nachteil ist.

    Ausgeglichener ist da schon das Rennen zwischen zwei gleichgroßen Hunden.

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    Auch wenn das Ergebnis dasselbe bleibt.

    Kleiner Tip: bis zum Ende schauen, da kommt die Zeitlupe... :hugging_face:

    Das ist altergemäß. Alarmbellen ist sozusagen die erste" erwachsene" Tätigkeit zum gemeinsamen Nutzen des Rudels. Der Jugendliche nimmt die Welt ganz anders wahr als der naiv-vertrauensselige Welpe. Auf einmal ist jedes unbekannte Geräusch beunruhigend und muß bellend kommentiert werden. Die erfahrenen Älteren prüfen dann gelassen, ob wirklich Grund zur Beunruhigung besteht und reagieren entsprechend. An ihrem Beispiel lernt die junge Generation, was wirklich bedrohlich ist und was nicht.

    Auch das euer Pudel im Dunklen wachsamer ist als tagsüber, paßt dazu.

    Deswegen funktioniert die Strategie die Kesoro empfiehlt. Ihr übernehmt die Aufgabe der Gruppenältesten und zeigt eurem Hund, daß ihr ihn ernst nehmt.

    Und ganz verrückt, ein Hund ist auch kein Wolf. Und wir sind Menschen und weder Hunde noch Wölfe.

    Das natürlich auch, und es ließe sich noch mehr dazu sagen, aber ich wollte nicht zu ausfühlich werden.

    Ich wette, daß der Hundetrainer total auf der Schiene "du mußt der Rudelführer und der Alphawolf sein" ist, dazu passt nämlich, daß er empfielt, Emma anzuknurren und daß er seinen eigenen Hund angeblich schon gebissen hat. :roll:

    Vielleicht hebt er auch demonstrativ sein Bein und pinkelt gegen Bäume, um seinen Hund zu beeindrucken, wer weiß? :D

    Zuchtvereine wie den oben beschriebene gibt es wie Sand am Meer. Alle Rassen und noch Katzen und Karnickel obendrauf, eine Handvoll Familienmitglieder bildet den gesamten Vereinsvorstand, Gefälligkeitsgutachten vom Haustierarzt usw.

    Der Zweck solcher Vereine ist nur ein einziger: man kann so mehr Geld am Hund verdienen. Rassewelpen mit Papieren kann man teurer verkaufen. Das wars.

    Dieser Trainer gehört mitsamt seinen Methoden von anno dunnemals in den Mülleimer.

    Es fängt ja schon damit an das Emma euch und ihr neues Leben erst kennenlernen muss, das dauert. Ihr müsst euch ihr Vertrauen verdienen, das funktioniert so nicht.

    Diesen Satz möchte ich noch einmal besonders hervorheben!

    Zum Thema Belohnung und Leckerlis:

    Ein Belohnung für erwünschtes Verhalten motiviert den Hund dazu, das Verhalten zu wiederholen, um die Belohnung zu erhalten.

    Was eine wirksame Belohnung ist, bestimmt letztendlich der Hund und nicht der Mensch. Wenn der Hund gerne frißt und deshalb bereit ist, etwas für ein Leckerli zu tun, dann ist das eine wirksame Belohnung, um das erwünschte Verhalten zu fördern. Streicheln kann je nach Hund und Situation auch eine Belohnung sein, aber viele Hunde empfinden Streicheln in einer Trainingssituation eher als Belästigung, dann ist es als Belohnung wirkungslos.

    Ein kluger Trainer schließt keine Art der Belohnung aus Prinzip aus, sondern stimmt die Belohnung individuell auf die Bedürfnisse des Hundes ab.

    Es gibt leider Trainer, die Leckerchen als Belohnung grundsätzlich ablehnen, oft mit dem Argument "nicht artgerecht, weil Wölfe sich auch nicht gegenseitig mit Leckerli erziehen"

    Das tun sie zwar tatsächlich nicht, aber wir Menschen verlangen von unseren Haushunden nun mal eine ganze Menge mehr Anpassung und Wohlverhalten und darunter sind viele Dinge, die im Grunde der Natur des Hundes wiedersprechen, zum Beispiel wenn der Hund es dulden soll, daß Fremde sein Revier betreten.

    Submissives Verhalten besteht doch nicht nur aus Pinkeln. Pinkeln kann aber ein Teil von submissivem Verhalten sein.

    Wenn ein Rüde aber in einer Situation sonst keinerlei körpersprachliche Anzeichen von Unterwürfigkeit/Ängstlichkeit/Beschwichtigungsverhalten zeigt, sondern sich ganz normal neutral oder sogar selbstbewußt zeigt, dann sehe ich Pinkeln nicht als Ausdruck von Unterwürfigkeit an.

    Bei dem hier geschilderten Rüden handelt es sich im übrigen um einen vierjährigen Erwachsenen, nicht um einen Junghund unter einem Jahr wie in dem Artikel.

    Anpinkeln mit Beinheben kann dazu dienen, ein gerade angeschlagenes männliches Selbstbewußtsein wieder anzuheben. Man sieht das regelmäßig bei Rüden, die soeben eine Abfuhr von einer Hündin hinnehmen mußten. Dabei wird aber nicht die Hündin angepinkelt, sondern der Rüde sucht sich den nächstbesten aufrechten Gegenstand in einigen Metern Entfernung.

    Submissives Pinkeln mit Beinheben wie in dem Beitrag oben geschildert halte ich für eine Fehlinformation. Submissiv ist es, wenn Welpen/Junghunde sich auf den Rücken legen und dabei Urin verlieren oder sich eben sonstwie deutlich unterwürfig verhalten und dabei unter sich machen.

    Wenn ein Rüde einfach so in einer Situation wie von der TE geschildert mich oder mein Gegenüber anpinkeln würde, gäbe es von mir auch einen spontanen, gesalzenen Einlauf.

    Um das im Vorhinein zu verhindern, würde ich, wenn mein Hund dazu neigt, Sitz oder Platz abverlangen und strikt darauf achten, daß er solange in dieser Position verbleibt bis ich das Kommando auflöse.