Beiträge von dagmarjung

    Das Vertrauen, das deine Hündin dir entgegenbringt ist ist die Basis eurer Beziehung und darüber hinaus auch die Basis für jedes erfolgreiche Training.

    Nichts, absolut nichts rechtfertigt es, dieses große Geschenk zu gefährden oder gar zu zerstören. Wenn deine Hündin deinen Schutz sucht, gib ihr Schutz.

    Und ja, das Vorgehen bei der zweiten Übung ist Verrat. Deine Hündin muß sich schon darauf verlassen können, daß deine Anweisungen gelten, wozu natürlich auch die Freigabe gehört. Man kann mit Verleitungen arbeiten, aber die gehen dann entweder von anderen Personen aus oder man kann auch sichtbar Leckerli/Spielzeug auswerfen, wenn der Hund im Bleib-Kommando ist, aber den Hund niemals hinschicken. Das letzte Kommando gilt solange, bis du es auflöst. Hinschicken = Auflösung.

    Auf das Wort seines Menschen, egal ob Kommando oder Freigabe, muß der Hund sich 100% verlassen können. Sonst bist du in den Augen deiner Hündin unberechenbar und launisch, was gerade bei einem Hund mit dem Temperament deiner Hündin ein Desaster wäre.


    Die Trainerin meinte dann, dass ich mich nicht um den Finger wickeln lassen soll

    Solche Interpretationen von unerwünschtem Hundeverhalten ("der will dich austricksen usw") sehe ich überaus kritisch. Es zeigt eine bestimmte eingeschränkte Sichtweise auf den Hund. Hundetraining ist aber kein Krieg gegen einen Feind.

    Da würde ich mir gut überlegen, ob ich bei einer Trainerin mit dieser Sichtweise bleiben will. Denn ich sehe meinen Hund doch als Freund und Partner und zwar bereits jetzt, nicht erst irgendwann in ferner Zukunft nach absolviertem Trainingskurs.

    Wenn ein junger lebhafter Hund sich weder lange konzentrieren noch gut Frust aushalten kann, ist das kein böser Wille, sondern altersbedingt normal.

    Das Zauberwort heißt Geduld, nur soviel verlangen wie der Hund im Moment auch leisten kann, und viele Wiederholungen unter verschiedenen Umständen.

    Bearded Collies sehe ich selten, aber doch ab und an mal.

    Als ich mich unter kleineren Hütehundtypen umschaute, fiel der Beardie wegen Neigung zur Übersensibilität und Geräuschangst raus, sowas wollte ich nach meinem Sheltie nicht noch einmal, zumal ich in der Großstadt wohne. Ansonsten sehr sympathische Hunde! :herzen1:

    Ich meine mich zu erinnern, daß sie im Zuge der extremen Bobtailwelle quasi als "Bobtail-light" Alternative etwas zahlreicher zu sehen waren. Sonst waren und sind sie aber immer eine der selteneren Rassen.

    Das verlinkte Bild eines weniger haarigen Beardies ist interessant, aber an einen Working Beardie dürfte man hier in D nur ganz ausnahmsweise kommen, und dann stellt sich noch die Frage, ob sie für Nichtschafshalter wirklich geeignet sind.

    Nö, verstehe ich auch nicht - oder meinst du, alle Hunde müssten Sportskanonen sein?


    10km durchgängig traben - dafür muss trainiert werden, Muskulatur und Ausdauer.

    Hast du das bei einem Hund, muss das aber auch im Alltag gefordert und gefördert werden, ein Hund in einem solchen Trainingszustand benötigt auch eine entsprechende Auslastung.

    Jein. Für einen gesunden Kleinhund, der seinen natürlichen Bewegungsdrang ausleben darf, nicht nur an der Flexi um den Block geführt wird und natürlich an das Laufen am Rad gewöhnt sein muß, ist das keine Leistung, für die speziell sportlich trainiert werden müßte. Cara hat mit ihren 36 cm Schulterhöhe die Prüfung für mittelgroße Hunde (15 Km) problemlos bestanden und ich würde sie keineswegs als Sportskanone mit hohem Auslastungsbedarf ansehen.

    Die Prüfung wird im übrigen von einer Pause von etwa 10 Minuten unterbrochen (Für die Kleinen; für die Großen sind zwei derartige Pausen vorgesehen) und nach dem Ende der Laufstrecke und einer weiteren kleinen Pause müssen die Hunde zusätzlich noch einige Gehorsamsübungen absolvieren, um zu zeigen, daß sie körperlich und mental noch fit und leistungsbereit sind.


    Auch Kleinhunde (mit denen man dann aber sicher ein anderes Tempo fährt, als mit Hunden mit einer größeren Trittlänge) können auf Ausdauer trainiert werden.

    Was mich tatsächlich erstaunt hat: Riesenschnauzer und Zwerpinscher liefen gemeinsam und im selben Tempo. wobei es so war, daß die Zwerge auf der Hälfte der Strecke (die Großen laufen 20 Km) dazustießen.