Ich habe zudem das Gefühl, dass er nun erwachsen wird, bis vor 2 Monaten hat er nie geknurrt oder sonstiges, jetzt zeigt er auch beim Spiel mal, wenn ihm etwas nicht passt oder knurrte letztens das erste mal leise den Hund meiner Schwester an,damit dieser sein Stück Pappe in Ruhe lässt. Das alles irritiert mich einfach, weil es sich so befremdlich anfühlt .
Das finde ich eine sehr positive Entwicklung gerade bei einem frühkastriertem Hund. Er wird erwachsen und sein Selbstbewußtsein wächst. Er läßt sich sich nicht mehr so leicht unterbuttern und macht nun seine Ansprüche auf sein Eigentum deutlich. Ganz normales, sauber kommuniziertes Hundeverhalten.
Du wirst dich darauf einstellen müssen, daß er nicht der weiche, unterwürfige Junghund bleibt, der er bisher war.
(dann hatte ihn kurz der Terrier, was mit ziemlichem Gestänker bemerkt wurde).
Das ist mit Sicherheit in dem Moment unglücklich gelaufen. In den Augen deines Hundes hast du ihm nicht nur seinen kostbaren Schatz abgenommen, sondern diesen auch noch dem Terrier überlassen, was schon ein arger Vertrauensbruch ist.
Trotzdem glaube ich nicht, daß dein Hund dich deshalb meidet. Denn Hunde leben im Augenblick und sind nicht nachtragend. Viel wahrscheinlicher ist es so, wie Terriers4me schrieb:
Der Hund meidet dich mit Sicherheit nicht, weil du ihm fast einen Knochen weggenommen hättest, sondern, weil dir in der ganzen Situation so unbehaglich ist, dass du dich in seinen Augen komisch benommen hast/benimmst. Hunde haben superfeine Antennen, und da er sich gerade überhaupt nicht erklären kann, was da mit dir los ist, hält er vorsichtshalber mal Abstand.
Gerade sensible Hunde halten gerne mal Sicherheitsabstand, wenn Frauchen in ihren Augen "nicht sie selbst" ist.
Ich schließe mich den Stimmen an, die raten, das Ausgeben fleißig zu üben. Tauschen hat den großen Vorteil, daß der Hund damit nichts Negatives verknüpft. Man muß auch nicht lebenslang ständig eine Superbelohnung dabeihaben. Oft kann man dem Hund sogar das gefundene Ding zurückgeben oder wenigstens ein Bröckchen davon. Das funktioniert prima als Belohnung, denn Hunde messen keine Mengen nach.
Wenn das Kommando in allen Lebenslagen gut konditioniert ist, dann klappt es auch im Notfall. Du zeigst ja nicht die Belohnung vor und dann gibt der Hund aus, sondern du sagst das Kommando, der Hund läßt aus und dann greifst du zur Belohnung. Das gleichzeitige Tauschen von Belohnung gegen Gegenstand ist erst der Anfang des Lernprozesses.
Daß dein Hund in der Situation überfordert war, ist verständlich. Erstens war der Knochen für ihn wie ein Hauptgewinn im Lotto, und dann kam noch die Konkurrenzsituation mit den anderen Hunden verschärfend hinzu. Wenn du die glückliche Besitzerin eines Millionen-Gewinnscheins wärst, würdest du ihn dir auch von niemandem abnehmen lassen, und schon gar nicht, wenn mehrere Leute drumherum nur darauf lauern, ihn dir wegzuschnappen. 
Ich fand deine Idee gut, den Hund anzuleinen und wegzuführen, ihm aber den Knochen erst mal zu lassen. Weg von den anderen Hunden, um die Situation zu entspannen. In der Bewegung kann der Hund nicht fressen.
Dagmar & Cara