Beiträge von dagmarjung

    Ich finde das Thema interessant und hänge mich mal dran. Von allen Hunden meines Lebens hat allerdings noch keiner "übersinnliche" Fähigkeiten gezeigt, aber ich kenne doch genügend Berichte von zuverlässiger Seite, daß da etwas dran sein muß. Auch wenn man vieles mit besserer Sinneswahrnehmung von Hunden erklären kann (Beobachtung der Körpersprache, Erkennen von entfernten Geräuschen oder innere Zeitmessung per Geruch) bleibt doch einige Fälle, in denen diese Erklärungen nicht greifen. ZB die Whippethündin, die die Ankunft ihres Herrn erwartet, auch wenn der früher kommt als sonst.

    Ich frage mich allerding wie man solche Fälle wissenschaftlich studieren kann, da sie doch alle ganz aus dem Lebenszusammenhang des einzelnen Hundes resultieren. Das ist ja nicht durch irgendwelche Versuchsanordnungen oder Vergleichbarkeitsstudien meßbar.

    Dagmar & Cara

    Und vorhin: "Der große da, ist das so ein schneller?"
    Hab das bejaht, er meinte dann "Kann ich den mal ausleihen? Ich hab Karnickel im Garten, die müssen weg."
    Ähm... Bitte was?

    Gib's zu: der Spruch war zumindest neu!
    (Hast du Hamilton eigentlich erzählt, was für ein Angebot du da gerade ausgeschlagen hast? Und falls ja, spricht er noch mit dir?)

    Dagmar & Cara

    Falls du bereit bist, dich mit der hundlichen Kommunikation vertraut zu machen und von Hunden zu lernen, wirst du immer intelligente Hunde um dich haben. Wenn es an der zwischenartlichen Kommunikation hapert, liegt es zu 99,99% nicht am Tier.

    Wenn du dich allerdings darauf versteifst, der Hund müßte dir sehr weit entgegenkommen und deine Wort- und Menschensprache erlernen, damit du seine Kommunikation ernst nimmst, wirst du Enttäuschungen erleben.

    Dagmar & Cara

    Dieses schwerwiegende Thema wurde auch schon künstlerisch und literarisch verarbeitet:

    "Kühle weckt die Tätigkeit;
    Tätigkeit verkürzt die Zeit.
    Sehr willkommen sind dazu
    Hier die Hose, da der Schuh;

    Welche, eh der Tag beginnt,
    Auch bereits verändert sind.

    Für den Vater welch ein Schrecken,
    Als er kam und wollte wecken.
    Der Gedanke macht ihn blaß,
    Wenn er fragt: Was kostet das?"

    File:Plisch und Plum27.png - WikiTranslate

    (Wilhelm Busch)

    Dagmar & Cara

    Der Hund an dem ich mich orientiere hat alle Arten von Aufforderungen verstanden. Wollte ich das Spiel abbrechen und habe bspw. gesagt "lass und wieder rüber gehen" (kombiniert mit einem Kopfnicken zur Seite), hat er dies verstanden und ist direkt gefolgt. Oft wusste garnicht ich nicht was sie eigentlich an meiner Kommunikation verstand, doch sie tat es unheimlich häufig.

    Was die Hündin an deiner Kommunikation verstand, ist deine Körpersprache. Auch kleinste unbewußte Bewegungen. Darin sind Hunde Meister, zumal wenn sie lange mit dir zusammenleben und dich daher gut kennen. Auch die allerschlichtesten Hundegemüter sind darin wahre Genies..
    Was du an Worten dazu erzählst, ist so ziemlich Wumpe, das können einfache Kommandos sein oder ausgefeilter SozPädTalk, egal. Die Körpersprache ist das, woran Hunde sich in erster Linie orientieren und alles andere kommt erst lange danach.


    Meiner Erfahrung nach muss man bei den meisten Hunden auch fast immer konkrete oder eingeübte Befehle aussprechen um ein Verständnis zu bewirken.

    Das ist Blödsinn; siehe oben.

    Ich bin mir immer noch nicht im klaren, ob du wirklich einen Hund suchst oder einen Ersatzmenschen im Hundekörper.

    Dagmar & Cara

    Nachts schläft der Hund. Da ruht auch die Blase. Tagsüber ist mehr Aktivität, das regt die Blase an. Deshalb muß der Welpe öfter raus.

    Der angeborene Folgetrieb, der junge Welpen so anhänglich macht, läßt irgendwann nach. Dann wird der junge Hund unabhängiger und klebt nicht mehr so an den Fersen.

    Dagmar & Cara

    Wenn der Hund Probleme mit Artgenossen hat, kann schon eine einzige unerwünschte Annäherung ihn und seine Besitzerin im Training um Monate zurückwerfen. Dazu muß der Fremdhund es gar nicht böse meinen. Ein normaler nur-mal.schnüffeln-Kontakt kann bereits zuviel sein. Manche Hunde brauchen die Sicherheit, daß kein Hund an sie herankommt.

    Dagmar & Cara

    Nach dem Fressen, nach dem Spielen, nach dem Aufwachen - wenn nichts von alledem zutrifft, dann alle 2 Stunden ist die Faustregel. Aber! Bitte den Welpen nicht aufwecken, wenn er schläft! Sondern schlafen lassen, erst gehen, nachdem er aufgewacht ist.

    Weckt euer Welpe euch nachts oder habt ihr extra den Wecker gestellt? Wecker würde ich sein lassen. Falls nötig, wird euer Welpe euch wecken. Meine Cara schlief in der ersten Zeit in einem oben offenen Pappkarton neben dem Bett. So habe ich gleich hören können, wenn sie unruhig wurde.

    Dagmar & Cara

    Noch mal zur Verdeutlichung: Hundesportvereine, die aus Tradition noch den "Polizeihund" im Namen tragen, gibt es in Deutschland vermutlich Hunderte. Allein in meinem näheren Umkreis kenne ich drei. Früher gab es eben nur den Schutzdienst als Hundesport, deswegen heißen viele ältere Vereine PHV.
    Seit Jahrzehnten hat sich das Bild aber gewandelt, moderne Ausbildungsmethoden sowie eine Vielzahl an neuen Sportarten sind in die Vereine eingezogen. Die Bandbreite ist groß. Es gibt natürlich auch noch Trainer mit dem Wissensstand von Vorgestern, im Verein wie in der Hundeschule. Wie gut eine Welpenstunde bei Verein X oder Hundeschule Y ist, richtet sich nicht nach dem Namen. Erst mal alleine anschauen und dann entscheiden, ob man mit dem Welpen hingeht ist die Devise.

    Dagmar & Cara